🔴🔴🔴 13. Offener Brief betr. CORONA – ANFRAGE nach AUSKUNFTSGESETZ an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Fraktionsführer*innen und deutschsprachigen Mainstreammedien

EINSCHREIBEN vorab per Email

Herrn Bundeskanzler Sebastian Kurz – persönlich                                                                                                                                                                        c/o Bundeskanzleramt der Republik Österreich                                            Ballhausplatz 2, A-1010 Wien

O f f e n e r   B r i e f   zu Corona    XIII                  Innsbruck, 2020-04-22

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

ich ersuche Sie höflichst meine offenen Briefe als Anfragen nach dem bestehenden Auskunftsgesetz zu behandeln.

Beginnen möchte ich mit den aktuellen Bekanntmachungen vom Sozialministerium:

Fortfahren darf ich heute mit den aktuellen Infos zu Corona vom Schweizer Medienforschungsprojekt Swiss Propaganda:

  1. April 2020

Medizinische Updates

  • Stanford-Medizinprofessor John Ioannidis erklärt in einem neuen einstündigen Interviewmehrere neue Studien zu Covid19. Die Letalität von Covid19 liegt laut Professor Ioannidis „im Bereich der saisonalen Grippe“. Für Personen unter 65 Jahren sei das Sterberisiko selbst in den weltweiten „Hotspots“ vergleichbar mit der täglichen Autofahrt zur Arbeit, für gesunde Personen unter 65 Jahren sei das Sterberisiko „völlig vernachläßigbar“. Lediglich in New York liege das Sterberisiko für Personen unter 65 Jahren im Bereich eines professionellen LKW-Fahrers.
  • Professor Carl Heneghan, Direktor des Zentrums für evidenzbasierte Medizin der Universität Oxford, warnt in einem neuen Beitrag, dass der Schaden durch den Lockdown größer sein könnte als jener durch das Virus. Der Peak der Epidemie sei in den meisten Ländern bereits vor dem Lockdown erreicht gewesen.
  • Eine neue serologische Studieim Bezirk von Los Angeles kommt zum Ergebnis, dass bereits 28 bis 55 mal mehr Personen Covid19 hatten als bisher angenommen (ohne starke Symptome zu zeigen), wodurch sich die Gefährlichkeit der Erkrankung entsprechend reduziert.
  • In der Stadt Chelsea bei Boston hatte rund ein Drittel von 200 BlutspendernAntikörper gegen den Covid19-Erreger. Die Hälfte davon berichtete, im letzten Monat ein Erkältungs­symptom erlebt zu haben. In einem Obdach­losen­heim bei Boston wurde etwas mehr als ein Drittel der Menschen positiv getestet, wobei niemand Symptome zeigte.
  • Schottland meldet, dass die Hälfte der (aufgestockten) Intensivbetten weiterhin leer stehen. Die Aufnahme neuer Patienten würde inzwischen stagnieren.
  • Die Notaufnahme im städtischen Krankenhaus von Bergamo war zu Beginn dieser Woche erstmals seit 45 Tagen wieder vollständig leer. Inzwischen würden wieder mehr Menschen mit anderen Krankheiten als „Covid19-Patienten“ behandelt.
  • Ein Bericht im Fachmagazin Lancetkam bereits Anfang April zum Ergebnis, dass Schulschließungen zur Eindämmung von Coronaviren keinen oder einen minimalen Effekt haben.
  • Ein neunjähriges französisches Kind mit Corona-Infektion hatte Kontakt zu 172 Personen, von denen es jedoch niemanden angesteckt hat. Dies bestätigt frühere Ergebnisse, wonach die Corona-Infektion (im Unterschied zur Influenza) nicht oder kaum von Kindern übertragen wird.
  • Der deutsche emeritierte Mikrobiologie-Professor Sucharit Bhakdi gab ein neues einstündiges Interviewzu Covid-19. Professor Bhakdi ist unter anderem der Ansicht, dass die meisten Medien „völlig verantwortungslos“ gehandelt haben.
  • Die deutsche Initiative für Pflegeethik kritisiert pauschale Besuchsverbote und leidvolle Intensivbehandlungenvon Pflegepatienten: „Schon vor Corona starben jeden Tag in deutschen Heimen rund 900 alte, pflegebedürftige Menschen, ohne nochmals kurz vorher ins Krankenhaus verbracht zu werden. Tatsächlich wäre bei diesen, falls überhaupt, eher palliative Behandlung angezeigt. () Nach allem was wir bisher zu Corona wissen, gibt es nicht einen einzigen plausiblen Grund, den Infektionsschutz weiterhin höher zu bewerten, als die Grundrechte der Bürger. Heben Sie die Besuchsverbote auf! Diese sind unmenschlich und unnötig!“
  • Die älteste Frau des Schweizer Kantons St. Gallen ist vergangene Woche mit 109 Jahren verstorben. Sie überlebte die „Spanische Grippe“ von 1918, war nicht Corona-infiziert und sei „für ihr Alter sehr gut unterwegs gewesen“. Die „coronabedingte Isolation“ habe ihr jedoch „sehr zugesetzt“: „Sie verkümmerte ohne die täglichen Besuche ihrer Familienangehörigen.“
  • Der Schweizer Kardiologe Dr. Nils Kucher berichtet, dass in der Schweiz derzeit rund 75% aller zusätzlichen Todesfälle nicht im Krankenhaus, sondern zuhause erfolgen. Dies erklärt sicherlich die weitgehend leerenSchweizer Krankenhäuser und Intensivstationen. Außerdem ist bereits bekannt, dass rund 50% aller zusätzlichen Todesfälle in Alters- und Pflegeheimen erfolgen. Dr. Kucher vermutet, dass ein Teil dieser Personen an einer plötzlichen Lungenembolie versterben. Das ist denkbar. Dennoch stellt sich die Frage, welche Rolle der „Lockdown“ bei diesen zusätzlichen Todesfällen spielt.
  • Die italienische Gesundheitsbehörde ISS warnt, dass Covid19-Patienten aus dem Mittelmeerraum, die häufig eine genetische Stoffwechselbesonderheit namens Favismus aufweisen, nicht mit Malariamitteln wie Chloroquine behandelt werden sollten, da diese bei Favismus zum Tod führen können. Es ist dies ein weiterer Hinweis darauf, dass eine falsche oder zu aggressive Medikation die Krankheit zusätzlich verschlimmern
  • Rubikon: 120 Expertenstimmen zu Corona. Weltweit kritisieren hochrangige Wissenschaftler, Ärzte, Juristen und andere Experten den Umgang mit dem Coronavirus.

Einstufung der Pandemie

Die US-Gesundheitsbehörden haben 2007 eine fünfstufige Einteilung für Grippe-Pandemien und entsprechende Maßnahmen definiert. Die fünf Kategorien richten sich nach der beobachteten Letalität (CFR) der Pandemie, von Kategorie 1 (<0.1%) bis Kategorie 5 (>2%). Die aktuelle Corona-Pandemie wäre nach diesem Schlüssel derzeit vermutlich in Kategorie 2 (0.1% bis 0.5%) einzuordnen. Für diese Kategorie war damals lediglich die „freiwillige Isolierung kranker Personen“ als Hauptmaßnahme vorgesehen.

Die WHO strich 2009 allerdings die Letalität aus ihrer Pandemie-Definition, sodass seither im Prinzip jede weltweite Grippewelle zu einer Pandemie erklärt werden kann, wie dies mit der sehr milden „Schweingegrippe“ von 2009/2010 erstmals geschah, für die Impfstoffe im Wert von rund 18 Milliarden Dollar an Regierungen verkauft wurden.

Die Dokumentation TrustWHO („Vertraue wem?“), die die zweifelhafte Rolle der WHO im Rahmen der „Schweinegrippe“ thematisierte, wurde zuletzt von VIMEO gelöscht.

Chefarzt Pietro Vernazza: Einfache Maßnahmen genügen

Der Schweizer Chefarzt für Infektiologie, Pietro Vernazza, zeigt in seinem neusten Beitrag anhand der Resultate des deutschen Robert-Koch-Instituts und der ETH Zürich, dass die Covid19-Epidemie bereits vor Einführung der „Lockdowns“ unter Kontrolle war:

„Diese Resultate enthalten Zündstoff: Offenbar zeigen nun diese beiden Arbeiten mehr oder weniger identisch: Die einfachen Massnahmen, Verzicht auf Grossveranstaltungen und die Einführung von Hygienemassnahmen sind hoch wirksam. Die Bevölkerung ist in der Lage, diese Empfehlungen gut umzusetzen und die Massnahmen können die Epidemie fast zum Stoppen bringen. Auf jeden Fall sind die Massnahmen ausreichend, unser Gesundheitssystem so zu schonen, dass die Spitäler nicht überlastet werden.“

Reproduktionsrate in der Schweiz (ETH/Vernazza)

Schweiz: Kumulierte Gesamtsterblichkeit im Normalbereich

In der Schweiz lag die kumulierte Gesamtsterblichkeit im ersten Quartal (bis 5. April) beim mittleren Erwartungswert und über 1500 Personen unter dem oberen Erwartungswert. Die Gesamtsterblichkeit lag bis Anfang April zudem über 2000 Personen unter dem Vergleichswert aus der schweren Grippesaison von 2015 (siehe Abbildungen)

Kumulierte Gesamtsterblichkeit Q1 2020 im Vergleich zu mittlerem Erwartungswert Kumulierte Gesamtsterblichkeit Q1 2020 (blau) im Vergleich zur schweren Grippewelle 2015 (rot).

Schweden: Epidemie ohne Lockdown zu Ende

Die neuesten Zahlen zu Patienten und Todesfällen zeigen, dass die Epidemie in Schweden dem Ende entgegen geht. Auch in Schweden entstand die Übersterblichkeit hauptsächlich in Pflegeheimen, die man nicht gut genug geschützt habe, wie der Chefepidemiologe erklärte.

Die schwedische Bevölkerung profitiert nun im Vergleich zu anderen Ländern zudem von einer sehr hohen natürlichen Immunität gegen den Covid19-Virus, die sie vor einer möglichen „zweiten Welle“ im nächsen Winter besser schützen dürfte.

Es ist davon auszugehen, dass Covid19 in der schwedischen Gesamtsterblichkeit 2020 nicht sichtbar sein wird. Das schwedische Beispiel zeigt, dass „Lockdowns“ medizinisch unnötig oder sogar kontraproduktiv sowie gesellschaftlich und ökonomisch verheerend waren.

Testpositive Todesfälle in Schweden (FOHM/Wikipedia)

Anekdoten vs. Evidenz

Angesichts fehlender wissenschaftlicher Evidenz setzen manche Medien vermehrt auf schauerliche Anekdoten, um die Angst in der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Ein typisches Beispiel sind angeblich an Covid19 verstorbene „gesunde Kinder“, bei denen sich später meist herausstellt, dass sie doch nicht an Covid19 starben oder aber schwer vorerkrankt waren.

Österreichische Medien berichteten zuletzt von einigen Tauchern, die sechs Wochen nach einer Covid19-Erkrankung mit Lungenbeteiligung noch verminderte Leistungswerte und eine auffällige Bildgebung aufwiesen. In einem Abschnitt wird von „irreversiblen Schäden“ gesprochen, im nächsten erklärt, dies sei „unklar und spekulativ“. Unerwähnt bleibt, dass Taucher nach einer Lungenentzündung generell 6 bis 12 Monate pausieren sollten.

Häufig werden auch neurologische Effekte wie der temporäre Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinnes angeführt. Auch hier bleibt zumeist unerwähnt, dass dies ein bekannter Effekt von Erkältungs- und Grippeviren ist, und Covid19 hierbei eher mild auffällt.

In anderen Berichten werden mögliche Auswirkungen auf verschiedene Organe wie Nieren, Leber oder Gehirn hervorgehoben, ohne zu erwähnen, dass viele der betroffenen Patienten bereits sehr alt waren und schwere chronische Vorerkrankungen hatten.

Politische Updates

  • WOZ: Wenn die Angst regiert.„Mit Drohnen, Apps und Demoverboten: Im Zuge der Coronakrise werden grundlegende Freiheiten ausgehebelt. Passen wir nicht auf, bleiben sie es auch nach dem Lockdown – doch die Extremsituation bietet auch Grund zur Hoffnung.“
  • Multipolar: Welche Agenda wird hier verfolgt?„Die Regierung lobt sich selbst, verbreitet Durchhalteparolen und bremst zugleich beim Erheben grundlegender Daten, mit denen sich die Verbreitung und Gefährlichkeit des Virus verlässlich messen ließe. Schnell und entschlossen handeln die Behörden dagegen beim Ausbau von fragwürdigen Instrumenten, wie neuen „Corona-Apps“ zur kollektiven Pulsmessung und Kontaktverfolgung.“
  • Professor Christian Piska, Experte für öffentliches Recht und Legal Tech in Wien: „Österreich ist anders geworden. Sehr anders, auch wenn die meisten es einfach so hinzunehmen scheinen. Schrittweises Hochfahren der Wirtschaft hin oder her – wir leben urplötzlich mit polizeistaatlichen Verhältnissen und gravierenden Einschränkungen unserer Grund- und Menschenrechte, die diktatorischen Regimes bestens anstünden. ()  Das ist die Büchse der Pandora, die – einmal geöffnet – eventuell nie mehr geschlossen werden kann.“
  • Mehr als 300 Wissenschaftler aus 26 Ländern warnen vor einer „beispiellosen Überwachung der Gesellschaftdurch nichtdatenschutzkonforme Corona-Apps. Mehrere Wissenschaftler und Universitäten, darunter die ETH Zürich und EPFL-Professor Marcel Salathé, sind inzwischen aus dem europäischen Kontaktverfolgungs-Projekt PEPP-PT wegen mangelnder Transparenz ausgestiegen. Zuletzt wurde bekannt, dass die Schweizer Firma AGT in das Projekt involviert ist, die zuvor Massen­über­wachungs­systeme für arabische Staaten aufgebaut hatte.
  • In Israel demonstrierten rund 5000 Menschen (mit jeweils 2m Abstand) gegen die Maßnahmen der Regierung Netanjahu: „Sie sprechen von einer exponentiellen Zunahme der Coronafälle, aber das einzige was exponentiell zunimmt, das sind die Menschen die aufstehen um unser Land und unsere Demokratie zu schützen.“
  • Der in Madrid lebende irische Journalist Jason O’Toole beschreibt die Situation in Spanien: „Mit dem Militär auf den Straßen ist es schwer, nicht von Kriegsrecht zu sprechen. George Orwells Big Brother ist hier lebendig und wohlauf, und die spanische Polizei überwacht jeden mit Hilfe von Überwachungskameras oder durch Drohnen. () Allein in den ersten vier Wochen wurden 650.000 Menschen zu einer Geldstrafe verurteilt und 5.568 verhaftet. Ich war schockiert, als ich einen Videoclip sah, in dem ein Polizist einen psychisch kranken jungen Mann mit schwerer Gewalt festnahm, der offenbar gerade mit Brot nach Hause ging.“
  • OffGuardian: Die beunruhigenden Entwicklungen bei der britischen Polizei.
  • US-Investigativjournalistin Whitney Webb schreibt in einem neuen Artikel mit dem Titel „Techno-Tyrannei: Wie der Sicherheitsapparat der USA das Coronavirus nutzt, um eine orwellsche Vision zu verwirklichen“: „Im vergangenen Jahr forderte eine US-Regierungs­kommission, ein mit künstlicher Intelligenz gesteuertes Massen­überwachungs­system einzuführen, das weit über das in jedem anderen Land verwendete hinausgeht, um die amerikanische Hegemonie im Bereich der künstlichen Intelligenz zu sichern. Nun werden unter dem Deckmantel der Bekämpfung der Coronavirus-Krise viele der „Hindernisse“, die sie als Hinderungsgründe für die Einführung dieses Systems angeführt hatten, rasch beseitigt.“
  • In einem Beitrag von Anfang April befasste sich Whitney Webb bereits mit der zentralen Rolle des „Zentrums für Gesundsheits-Sicherheit“ der Johns Hopkins Universität in der aktuellen Pandemie sowie dessen Involvierung in frühere Pandemie- und Biowaffen-Simulationen und dessen enge Verbindungen zum US-Sicherheits- und Militärapparat.
  • Die Wahrheit über Fauci“: In einem neuen Interviewspricht US-Virologin Dr. Judy Mikovits über ihre sehr negativen professionellen Erfahrungen mit Dr. Anthony Fauci, der derzeit die Covid19-Maßnahmen der US-Regierung wesentlich mitgestaltet.
  • Hilfsorganisationen warnen, dass „ungleich mehr Menschen“ an den wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen sterben werdenals an Covid-19 selbst. Prognosen gehen inzwischen von 35 bis 65 Millionen Menschen aus, die durch die globale Rezession in absolute Armut abrutschen werden. Und vielen von ihnen drohe der Hungertod.
  • In Deutschland wird für 2020 mit 2.35 Millionen Beschäftigten in Kurzarbeit gerechnet, das sind mehr als doppelt so viele wie nach der Finanzkrise von 2008/2009.

Zu Österreich:

Zu Italien: Haben Sie sich schon gefragt, warum 68 % der positiv-getesteten angeblich an Corona Verstorbenen in zwei Gebieten von Italien vorkommen und der Rest von Italien viel, viel weniger Probleme hat?

https://www.meinbezirk.at/niederoesterreich/c-politik/die-wahren-gruende-fuer-die-probleme-in-italien_a4038111?fbclid=IwAR0cwxbj4RrZ03gHzJsTxSkqVk_1s5-oVTqXLlERRMLIJV8wqHQqd0JESsc

Autor: Dr. Peter F. Mayer aus Niederösterreich

Die massiven Probleme, die Italien im nördlichen Landesteil hat, werden gerne mit etwas herablassenden Kommentaren bedacht. Die Italiener, so hört man, hätten, was denn sonst, nicht nur den eigenen Staatshaushalt nicht im Griff, und den eigenen Süden. Das Virus einzudämmen, schafften sie eben auch nicht.

Andererseits werden die Zustände in Norditalien gerne missbraucht um Panik zu verbreiten und die eigenen übertriebenen Maßnahmen zu rechtfertigen: „… sonst haben wir auch Zehntausende Tote wie in Italien und die Särge stapeln sich vor den Spitalern ..“ Der US-Fernsehsender CBS wurde sogar dabei ertappt, wie er Aufnahmen einer italienischen Intensivstation in einem Beitrag zur aktuellen Situation in New York verwendete, ohne dies zu kennzeichnen.

Sparpolitik und Luftverschmutzung

Die hohe Todesrate hat allerdings Hintergründe, die nur bedingt von Italien zu vertreten sind. So ist eine wesentliche Ursache, die von der EU und der Troika nach der Bankenkrise im Rahmen des Rettungsschirms erzwungene Sparpolitik. Die Krankenhäuser wurden kaputt gespart, Sozialleistungen reduziert und das vor allem in der Altenpflege, was billige BetreuerInnen nötig machte.

Medizinische Studien haben auch eine überproportional hohe Antibiotika Resistenz der Bevölkerung und starke Luftverschmutzung als Ursachen identifiziert.

Ein Augenzeugenbericht

Aber es gibt noch andere, regelrecht haarsträubende Gründe für die hohe Sterblichkeit, wie die Schweizer Recherche-Plattform swrps.org von einem Augenzeugen erfahren hat. Der den völligen Zusammenbruch des medizinischen, des Krankenhaus-Systemes in Norditalien erklärt:

„In den letzten Wochen haben die meisten osteuropäischen Pflegekräfte, die im 24 Stunden Dienst 7 Tage die Woche in der Betreuung von Pflegebedürftigen in Italien arbeiteten, fluchtartig das Land verlassen. Dies nicht zuletzt wegen der Panikmache und den von den ‚Notstandsregierungen‘ angedrohten Ausgangssperren und Grenzschließungen. Deshalb wurden alte pflegebedürftige Personen und Behinderte, teilweise ohne Verwandte, von ihren BetreuerInnen hilflos zurückgelassen.

Viele von diesen verlassenen Menschen landeten dann nach einigen Tagen in den seit Jahren permanent überlasteten Krankenhäusern, weil sie unter anderem dehydriert waren. Leider fehlte den Spitälern jetzt auch noch das Personal, welches eingesperrt in den Wohnungen auf die Kinder aufpassen mussten, weil Schulen und Kindergärten geschlossen worden waren. Dies führte dann in der Folge zum vollkommenen Zusammenbruch der Behinderten- und Altenpflege gerade in den Gebieten, wo weitere noch härtere ‚Maßnahmen‘ angeordnet wurden und zu chaotischen Verhältnissen.

Der Pflegenotstand, der durch die Panik entstand, führte temporär zu vielen Todesopfern unter den Pflegebedürftigen und zunehmend auch unter jüngeren Patienten der Krankenhäuser. Diese Todesopfer dienten dann den Verantwortlichen und den Medien dazu, die Leute in noch mehr Panik zu versetzen, indem sie zum Beispiel meldeten ‚weitere 475 Todesopfer‘, oder ‚Die Toten werden von der Armee aus den Krankenhäusern geholt‘, untermalt mit Bildern von aufgereihten Särgen und Armeelastwagen.

Das war jedoch die Folge der Angst der Bestattungsunternehmer vor dem ‚Killervirus‘, die deshalb ihre Dienste verwehrten. Außerdem waren es zum einen zu viele Todesfälle auf einmal und zum anderen wurde von der Regierung ein Gesetz erlassen, dass die Leichen, die den Coronavirus trugen eingeäschert werden mussten. In Italien wurden bis zu diesem Datum nur wenige Feuerbestattungen vollzogen. Deshalb gab es nur wenige kleine Krematorien, die sehr schnell an Ihre Grenzen stießen. Die Verstorbenen mussten deshalb in verschiedenen Kirchen aufgebahrt werden.“

Fazit

  • Erst vertreibt man die Pflegekräfte.
  • Daraufhin landen tausende von Pflegebedürftigen in ein paar Tagen in den Krankenhäusern.
  • Und dann gibt’s ein neues Gesetz: Corona-Tote müssen verbrannt werden.
  • Und Krematorien gibt’s nur wenige.

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Quelle: https://orf.at/stories/3162752/?fbclid=IwAR0G2cJVWJPtV-JSkwLXnhkdmpM9GZSBxJDWmIbQhUG74MjfwamDps22mMk

Experte Sprenger im Interview

Die Exitszenarien für die Pandemie

Es gibt nur zwei Szenarien zu einem Exit aus der Coronavirus-Krise: eine Impfung oder eine Herdenimmunität. Das sagt Public-Health-Experte Martin Sprenger im ORF.at-Interview. Welche Lösung erfolgversprechender sei, könnte sich wohl im Mai entscheiden – wenn in Studien erkennbarer sei, wie es mit der Immunität in der Bevölkerung aussehe. Möglicherweise seien dann regionale Strategien sinnvoll, so Sprenger. Insgesamt gebe das „komische Virus“ aber „jede Menge Rätsel“ auf.

Sprenger rechnet damit, dass in den nächsten Wochen Dutzende Antikörperstudien publiziert werden, die erstmals Aufschluss darüber geben, wie hoch die Infektionssterblichkeit tatsächlich ist. Er rechne mit einem Wert von 0,2 bis 0,4 Prozent. Vor allem aber gebe es mit diesen serologischen Querschnittstudien endlich Aufschlüsse über das Ausmaß der Immunität.

Eine – allerdings vielkritisierte – Studie gibt es aus dem deutschen Heinsberg, Sprenger verweist aber auf eine – inzwischen ebenfalls umstrittene – Studie der Stanford University im Silicon Valley. Dort sei festgestellt worden, dass die Anzahl derer, die Antikörper gebildet hatten, 50- bis 85-mal höher war als die der positiv getesteten Fälle.

Studien „methodisch knifflig“

Solche Studien seien „methodisch knifflig“, sagt Sprenger. Zudem sind die Antikörpertests derzeit noch recht ungenau, jedenfalls zu ungenau für individuelle Testungen von Personen, für Querschnittstudien sei aber auch eine größere Bandbreite im Ergebnis vertretbar. Auch wenn die Studien manchmal besser und manchmal schlechter gemacht würden, erwartet er dennoch ein immer schärferes Bild, auf dessen Basis man weitere Entscheidungen treffen könne.

Auch für Österreich seien zwei Studien in Planung. Sollte in Österreich die Immunität insgesamt tatsächlich sehr gering ausgeprägt sein, müsse man auf das Exitszenario Impfung setzen. Das könne aber, selbst wenn man sehr optimistisch sei, bis mindestens Frühjahr 2021 dauern, denn eine Impfung müsse effektiv und sicher sein.

Ein „bisschen Schweden“ – in einzelnen Bundesländern?

Spannend werde es, wenn auch in Österreich eine höhere Immunität festgestellt werde. Dann müsse man diskutieren, ob es auf Basis aller vorliegenden Fakten nicht sinnvoller wäre, auf einen kontrollierten Weg in Richtung Herdenimmunität zu setzen, also auf das, was nun als „schwedisches Modell“ bekannt ist – mit genau abgestimmten Maßnahmen. Das beinhalte Chancen und Risiken, die man abwägen müsse.

Reuters/Leonard Foeger„Social Distancing“ und Masken – wie lange bleibt das Alltag in Österreich?

Die Strategie könnte sich auch regional, also nach Bundesländern, unterscheiden, meint Sprenger: Wenn es in Österreich einerseits Regionen gebe, die einen sehr geringen Anteil an immunen Personen aufweisen, weil dort wirklich wenige Krankheitsfälle aufgetreten sind, und andererseits Regionen wie Tirol mit vielen Fällen, wäre das ein denkbarer Schritt – selbst wenn die Herdenimmunität auch in Tirol nur bei 15 bis 20 Prozent liege.

Dann könnten manche Maßnahmen bundesweit gelten und manche nur in einzelnen Bundesländern. Jedenfalls sollte man „wissensbasiert überlegen, welche Strategie uns mit weniger Kratzern durch die Pandemie führt“, und das „wird echt herausfordernd“. Der Monat Mai könnte so jedenfalls zum „Gamechanger“ werden.

Erfolgreicher „Hammer“, anspruchsvoller „Tanz“

Wenn man die vielzitierte Metapher des US-Autors Tomas Pueyo vom „Hammer und dem Tanz“, wo zuerst mit scharfen Maßnahmen die Ausbreitung des Virus eingedämmt und dann mit lockereren Maßnahmen das Virus unter Kontrolle gehalten wird, heranzieht, dann wird der Tanz „echt anspruchvoll“, so Sprenger. Der Hammer sei jedenfalls höchst erfolgreich und „besser als in den meisten anderen Ländern“ geschwungen worden: Angesichts der „Wucht der Monsterwelle“, die das Virus darstellte, sei der von der Regierung beschlossene „Lock-down“ die einzig richtige Entscheidung gewesen. Österreich stehe jetzt sehr gut da.

Beim „Tanz“ brauche es differenzierte Maßnahmen und wohl auch solche, die „breiter diskutiert gehören, weil gesellschaftliche Entscheidungen getroffen werden“. Man müsse sich langsam vortasten. Länder wie Südkorea und Singapur seien „schon im Tanz“ – und die würden sich trotz viel größerer epidemiologischer Expertise auch schwertun. Dort gebe es viel Wissen, gefinkelte Teststrategien, auch die politische Struktur sei eine andere: Es gebe Apps, die mit Datenschutz wenig zimperlich umgingen, und überhaupt würden die Überwachungsmaßnahmen die Freiheitsrechte deutlich einschränken.

Nebenwirkungungen und Schäden abwägen

Ein anderer Maßnahmenmix habe sich für ihn aber schon viel früher aufgedrängt, sagt Sprenger. Schon Ende März hätten die Daten gezeigt, dass die Intensivstationen in Österreich wohl gut durch die Krise kommen. Das liege auch an den Kapazitäten: Österreich habe bei einem Krankheitsgeschehen, das in Regionen und Ländern wie der Lombardei, dem Elsass, Schweden und Spanien schon den Notstand ausbrechen lässt, noch einige Reserven.

Aus Public-Health-Perspektive müsse man immer auf „Gewinner“ und „Verlierer“ schauen. Es sei ein medizinisches Grundprinzip, bei jeder Therapie immer die Wirkung und die Nebenwirkung im Auge zu haben. Bei Operationen sei es sogar Pflicht des Arztes, den Patienten über die Risiken aufzuklären. Bei Pandemien sei das nicht anders. Nutzen und Schaden müssten in einem akzeptablen Verhältnis zueinander stehen. Und der mögliche Schaden müsse im großen Rahmen gesehen werden, „der wirtschaftliche Schaden, aber auch der gesundheitliche, der psychische, der soziale“, so Sprenger.

Pflegeheime besser schützen

In der Anfangsphase seien die Maßnahmen für ihn stimmig gewesen, später nicht mehr. Aus seiner Sicht hätte man manche verschärfen müssen, manche beibehalten und manche lockern. Schärfere Maßnahmen sah er vor allem bei Pflegeheimen angebracht, das habe er auch in der Taskforce der Regierung gesagt. Das sei aber ein internationales Problem, wie man jetzt sehe.

Es sei auch „allen bekannt“ gewesen, dass es bei Gesundheits- und Sozialberufen und in Pflegeheimen nicht genügend Masken gab, so der Mediziner. Auch wenn er die Maskenpflicht im Supermarkt als sinnvolle Maßnahme sieht, hätte man zuvor dafür sorgen müssen, dass es in Pflegeheimen, Ordinationen und Spitälern genügend Schutzausrüstung gibt. Überhaupt hätte man schon früher auf die medizinische Regelversorgung mehr Augenmerk legen müssen: „Menschen werden weiterhin krank, haben Unfälle oder Herzinfarkte.“ Aus Public-Health-Perspektive müsse man neben den gesundheitlichen Hochrisikopersonen auch andere vulnerable Gruppen identifizieren und besonders schützen, also etwa Bezieher von Niedrigsteinkommen und Drogensüchtige.

„Kinder unbehelligt lassen“

Beibehalten sollte man etwa das Verbot von Großveranstaltungen, aber das sei ohnehin gesellschaftlicher Konsens. Für Lockerungen plädiert Sprenger vor allem in zwei Bereichen: Praktisch alles, was im Freien stattfindet, sollte erlaubt sein. Und Sprenger spricht sich auch gegenüber ORF.at dafür aus, Kinder bis zwölf Jahre von allen Maßnahmen unbehelligt zu lassen. Die möglichen Schäden durch Schulschließungen wiegen für ihn schwerer als die Risiken, die von den Kindern ausgehen. Wer das anders sehe, solle die Evidenz dafür „auf den Tisch legen“, dann könne man das wissensbasiert diskutieren.

Keine Daten, fehlende Begründungen

Überhaupt kritisieren heimische Wissenschaftler – zuletzt auch Andreas Sönnichsen, der Leiter der Abteilung Allgemeinmedizin an der Medizinischen Universität Wien, in der ORF-Sendung „Im Zentrum“ – den fehlenden Datenzugang. Dementsprechend gebe es keine einzige österreichische Publikation zum Coronavirus – abgesehen von einer Kardiologenstudie, die besagt, dass die Zahl der registrierten Herzinfarkte in der Pandemiezeit um 40 Prozent abgenommen habe. Wieso das so ist, weiß man aber nicht genau.

Aus anderen Ländern seien Informationen aus jeder Intensivstation auch für österreichische Forscher auf Knopfdruck verfügbar, sagt Sprenger. In Österreich gebe es hingegen keine zugänglichen Daten, selbst für die renommiertesten Forschungsinstitutionen. Alles sei unter Verschluss – und es sei auch nicht erklärt worden, auf Basis welcher Daten und Studien Entscheidungen wie die lange Beibehaltung der Schulschließungen und die Einführung der Maskenpflicht getroffen worden seien.

„Viele Rätsel“

International gibt es laut Sprenger derzeit schon fast 6.000 Studien zum Coronavirus. In vielen Bereichen sei das gesicherte Wissen dennoch vage: „Das Virus gibt uns sehr, sehr viele Rätsel auf“, meint Sprenger – und das auf mehreren Ebenen. Dass betagte Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet sind, gilt als unbestritten. Es gebe aber auch in der Hochrisikogruppe der Personen über 90 Jahre positiv getestete Menschen, die die Infektion fast ohne Beschwerden überstehen.

Umgekehrt gebe es – gerade in den USA – junge Menschen, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen. Und es gebe auch gut dokumentierte Beobachtungen, wo Menschen im gleichen Haushalt leben und nicht alle infiziert wurden. Zuletzt sei eine Studie erschienen, laut der ein infiziertes neunjähriges Kind während eines Skikurses, trotz zahlreicher Kontakte, kein anderes Kind angesteckt hat. In neueren Studien beobachtet Sprenger bei der Untersuchung der Ansteckung einen Paradigmenwechsel: Am Anfang habe man stark von Schmierinfektionen berichtet, mittlerweile sei die Tröpfcheninfektion in den Fokus gerückt und werde eher als die dominierende Verbreitung des Virus gesehen.

Virus weicht von eigenen Mustern ab

Punktuell werden von unterschiedlichen Studien eine ganze Reihe von möglichen Faktoren für schwere Krankheitsverläufe und eine erhöhte Sterblichkeit ausgemacht: von Luftverschmutzung über einen hohen Body-Mass-Index bis zu schlecht eingestelltem Blutzucker. Eindeutig nachgewiesen sei das alles nicht, so Sprenger: Auch in Publikationen von Infektionsepidemiologen werde der Frage nachgegangen, warum das Virus einmal ein logisch nachvollziehbares Muster habe und dann dieses in einem anderen kontrollierten Setting, wo sich kein Fehler eingeschlichen haben kann, nicht mehr erfülle.

Auch die vom deutschen Virologen Christian Drosten geäußerte Hypothese, dass es vielleicht Kreuzimmunitäten zu anderen, durchgemachten und eher harmlosen Coronaviren geben könnte, sei vielleicht eine gute Erklärung, aber bestätigt sei das nicht.

Trendwende schon vor „Lock-down“

Fragen wirft auch die Tatsache auf, dass die Reproduktionszahl des Virus in Österreich und Deutschland und auch in anderen Ländern schon sank, noch bevor der „Lock-down“ in Kraft trat. Die Reproduktionszahl wird nach einem mathematischen Modell berechnet und gibt an, wie viele andere Personen eine infizierte Person ansteckt. Liegt sie unter eins, wird das Wachstum der Ausbreitung gehemmt.

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: https://www.welt.de/wirtschaft/plus207392523/Uebersterblichkeit-sinkt-Fuer-den-Lockdown-gehen-der-Regierung-die-Argumente-aus.html?notify=success_subscription

Für den Lockdown gehen der Regierung die Argumente aus

Stand: 12:30 Uhr | Lesedauer: 5 Minuten

Von Stefan Homburg

Quelle: Infografik WELT

Die deutsche Coronawelle schwächt sich ab. Erste Krankenhäuser stehen nach Wochen der Unterauslastung wieder jenen offen, die trotz teils schwerer Leiden hatten warten müssen. Höchste Zeit, die überharten Maßnahmen zu überdenken. Die Daten sind eindeutig.

Eine Woche vor dem deutschen Lockdown warnte der berühmte Gesundheitswissenschaftler John Ioannidis von der Stanford University unter dem Titel „A Fiasco in the Making“ vor überzogenen Reaktionen auf das Coronavirus. Er prognostizierte, rückblickend werde sich Corona wie eine schwere Grippewelle darstellen. Sucharid Bhakdi, emeritierter Professor für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene an der Universität Mainz, urteilte gar, die beispiellosen Maßnahmen zur Coronabekämpfung würden die Lebenserwartung von Millionen Menschen verkürzen und seien kollektiver Selbstmord aus Angst vor einem Spuk.

Diese beiden Wissenschaftler und viele weitere wurden nicht gehört; die Bühne gehörte jenen, denen die zu beschließenden Maßnahmen gar nicht hart genug sein konnten. Einer von ihnen, der in vielen Talkshows auftretende Virologe Alexander Kekulé, hatte schon 2009 Schulschließungen aufgrund der „Schweinegrippe“ gefordert, die sich später als unbegründeter Hype entpuppte und Unsummen für überflüssigen Impfstoff kosteten.

Im Rückblick haben jene, die im März Augenmaß einforderten, Recht behalten. Sie wurden zu Unrecht aus dem öffentlichen Diskurs ausgeschlossen. In Deutschland sinkt die Zahl der registrierten Neuinfektionen seit einiger Zeit. Dasselbe gilt für die Sterbezahlen in Europa, wie das Überwachungssystem „EuroMomo“ beweist.

Die Übersterblichkeiten infolge einzelner Todesursachen sind derzeit zwar unbekannt. Fest steht aber, dass die gesamte Übersterblichkeit, die alljährlich den in der kalten Jahreszeit auftretenden Infektionswellen folgt, seit Anfang April zurückgeht.

Übersterblichkeit meint, dass Sterbezahlen nicht gleichmäßig verteilt sind, weil insbesondere sehr alte und sehr kranke Menschen schon aufgrund relativ leichter Infektionen versterben können. Der Volksmund spricht in diesem Zusammenhang von „Grippewellen“, obwohl die Ursachen viele verschiedene Virenarten umfassen. Influenza- und Coronaviren sind die bekanntesten. Sie mutieren ständig und kehren in neuer Form zurück, weil sie sich sonst wegen Immunität nicht verbreiten könnten.

Bundesregierung ignorierte Daten

Betrachtet man die Gesamtsterblichkeit in Europa, ähneln die Übersterblichkeiten, bei starken regionalen Unterschieden, in der Tat denen einer schweren Grippewelle, wie von Ioannidis prognostiziert.

Seine Prognose war Mitte März nicht schwierig, weil China und Südkorea die Höhepunkte der Coronainfektion bereits hinter sich gelassen hatten. Aus ihren Daten konnte man lernen, um sachgerechte Entscheidungen zu treffen.

Die Bundesregierung ignorierte diese Daten und holte auf Grundlage eines unbegreiflichen Papiers des Bundesinnenministeriums, das über eine Million Tote in Deutschland voraussagte, den Holzhammer heraus. Dieser Holzhammer wird nun alle von den Warnern befürchteten Folgen nach sich ziehen, wie Suizide aufgrund vernichteter Existenzen oder Todesfälle Schwerkranker, die aus Sorge vor einer bloß imagierten „Coronawelle“ nicht operiert wurden. Die Welle kam bekanntlich nie; statt dessen las man von Kurzarbeit in unterausgelasteten Krankenhäusern, die zudem hundertfach Coronapatienten aus Italien und Frankreich einflogen.

Wie planlos die Politik reagierte, erkennt man am besten an ihrem Umfang mit der gesellschaftlich existenziellen Frage, wann der beispiellose Lockdown denn beendet werden solle. In ihrem Podcast vom 28. März versprach Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Lockdown könne aufgehoben werden, sobald sich die Verdopplungszeit der Infektionen in Richtung 10 Tage bewege. Dieses Ziel war bald erreicht, weshalb Kanzleramtschef Helge Braun nachschob, sicherer seien 10 bis 14 Tage.

Nachdem auch diese Hürde genommen war, ließ die Regierung das Verdopplungziel fallen und wechselte zur sogenannten Reproduktionszahl, die im Gegensatz zur Verdopplungszeit nicht direkt beobachtbar ist, sondern vom bundeseigenen Robert Koch Institut (RKI) geschätzt wird. Werte unter Eins zeigen an, dass die Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung gebannt ist.

Anlässlich der Entscheidung von Bundesregierung und Ministerpräsidenten über den Fortbestand des Lockdown folgte der vorläufige Höhepunkt eines beispiellosen Politikversagens: Nach Berechnungen des RKI war die Reproduktionszahl schon vor dem Lockdown unter Eins gefallen. Ob dies mit Verhaltensänderungen, Hygieneempfehlungen oder der Absage von Großveranstaltungen zusammenhängt oder ob die Virusverbreitung automatisch sank, was sie bei jeder Infektionswelle tut und im Coronafall auch in Südkorea getan hatte, mag hier dahingestellt bleiben.

Entscheidend für das Argument ist allein, dass die Reproduktionszahl vor dem Lockdown unter Eins lag und in der Folge nicht weiter sank, sondern mit geringen Schwankungen konstant blieb. Folglich war der Lockdown großer Teile der Volkswirtschaft nicht notwendig und auch nicht wirksam, die Verhältnismäßigkeit also nicht gewahrt.

Gleichwohl beschlossen Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten, es bleibe beim Lockdown. Die Bundeskanzlerin begründete dies in ihrer Pressekonferenz mit der Möglichkeit, die Reproduktionszahl könne ja wieder steigen. Richtig, und es könnte demnächst auch ein noch viel schlimmeres Virus auftauchen oder gar ein Meteorit einschlagen. Ist es auch da besser, Gesellschaft, Rechtsordnung und Wirtschaft schon vorher zu zerstören?

Da die Entscheidung den Zahlen des RKI zuwiderlief, wandte sich die Politik nun einer bis dahin unbeachteten Gruppe von Helmholtz-Forschern zu. Die neue Normalität werden fortgesetzte und wiederholte Lockdowns sein, bis ein Impfstoff verfügbar ist. Weil die Politik jetzt, da die Reproduktionszahl gar auf 0,8 gefallen ist, offenbar nicht im entferntesten daran denkt, den Lockdown aufzuheben und es zudem gegen das mit Corona verwandte SARS-Virus auch nach knapp 20 Jahren noch keinen Impfstoff gibt, fragt sich ernsthaft, wann wir eine Rückkehr zu Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und rationaler Politik erleben werden.

Der Westen, der sich früher seiner Werte berühmte, hat das chinesische Politikmodell übernommen. Einst selbstbewusste und freie Bürger und Unternehmer werden in ständiger Angst vor dem Leviathan und seiner Drohung mit Lockdowns leben und am Subventionstropf hängen: ein Horrorszenario, dessen Realisierung gar nicht mehr weit entfernt erscheint.

Die neue Normalität eben.

Herr Kurz, wenn Sie keine Grafiken verstehen, dann sollten Sie diese ihren Beratern geben.

Nachdem ich annehme, dass Sie sinnerfassend lesen können, nicht unter Ignoranz & Arroganz leiden, freue ich mich auf eine rasche Beantwortung meiner zwölf offenen Briefe.

Zum Schluss möchte ich noch anmerken: Die weitgehend fehlende Kritik an den nicht medizinisch evidenzbasierten Maßnahmen der von unseren Steuergeldern völlig abhängig gemachten vorauseilend politisch-korrekten regierungskonformen unkritischen Hofberichterstatter zeigt unsere so miese, so schändliche und so unzumutbare Mediensituation auf.

In der Hoffnung, dass bald durch Herstellung von Evidenz und vernunft- und evidenzbasierten Maßnahmen sowie von einer sachlichen Berichterstattung ohne Lücken Österreich als erster Vorreiter wieder in die Normalität zurückkehrt, verbleibe ich inzwischen mit freundlichen Grüßen aus Innsbruck, Ihr Klaus Schreiner

Buchhaltungsbüro & Lohnverrechnung

🔴🔴🔴 12. Offener Brief betr. CORONA – Das ist kein Härtefall-Fonds! ANFRAGE nach AUSKUNFTSGESETZ an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Fraktionsführer*innen und deutschsprachigen Mainstreammedien

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🔴🔴🔴 11. Offener Brief betr. CORONA – Das ist kein Härtefall-Fonds! ANFRAGE nach AUSKUNFTSGESETZ an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Fraktionsführer und deutschsprachigen Medienvertreter

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🔴🔴🔴 10. Offener Brief betr. CORONA – ANFRAGE nach AUSKUNFTSGESETZ an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Fraktionsführer und deutschsprachigen Medienvertreter

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🔴🔴🔴 9. Offener Brief betr. CORONA – ANFRAGE nach AUSKUNFTSGESETZ an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Fraktionsführer und deutschsprachigen Medienvertreter

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  1. Offener Brief betr. CORONA – ANFRAGE nach AUSKUNFTSGESETZ an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Fraktionsführer und deutschsprachigen Mainstreammedien

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 6. Offener Brief betr. CORONA – ANFRAGE nach AUSKUNFTSGESETZ an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Fraktionsführer und deutschsprachigen Mainstreammedien

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  1. Offener Brief betr. CORONA – ANFRAGE nach AUSKUNFTSGESETZ an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Fraktionsführer und deutschsprachigen Mainstreammedien

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  1. Offener Brief betr. CORONA – ANFRAGE nach AUSKUNFTSGESETZ an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Fraktionsführer und deutschsprachigen Mainstreammedien

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  • 🔴🔴🔴 Offener Brief III – Forderung der Zivilgesellschaft an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Fraktionsführer und deutschsprachigen Medien

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Offener Brief II betr. KRITIK am Risikomanagement Krisenstab CORONA an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Fraktionsführer und deutschsprachigen Medien

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Offener Brief betr. CORONA an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Fraktionsführer und deutschsprachigen Medienvertreter

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