Das Vinzi-Dorf für Obdachlose in Graz

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 18.11.2016

Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls.

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://www.vinzi.at/de/vinzidorf/

VinziDorf

Das VinziDorf bestreitet eine Vorreiterrolle in der Betreuung obdachloser alkoholkranker Personen und hat durch seinen niederschwelligen Zugang einen neuen Weg in der Wohnversorgung eröffnet (Substandard in der baulichen Qualität – High Standard in der sozialen Qualität). Besonders hervorzuheben ist der sozialarbeiterische Ansatz, die Lebensumstände und vor allem das Suchtverhalten der Bewohner nicht von außen verändern zu wollen, sondern jeden einzelnen „so anzunehmen, wie er ist.“

Kapazität: 33 Schlafplätze (Einzelräume in Baucontainern)

Angebot:

  • dauerhafte  Wohnversorgung von chronisch alkoholkranken obdachlosen Männern (hauptsächlich Inländer),
  • Abdeckung der primären Bedürfnisse (Wohnen in Baucontainern, Versorgung mit Kleidung, Hygieneartikel und warmer Mahlzeit),
  • Hauptwohnsitzbestätigung der einzelnen Bewohner, Bemühen um eine Sozialversicherung und ein geregeltes Einkommen
  • Begleitung bzw. Unterstützung in finanziellen Belangen, bei Ämtern und Behörden, im gesundheitlichen Bereich (medizinische Betreuung durch die VinziMed)
  • Unterstützung in der Körperpflege
  • Soziales Netzwerk (Beschäftigungs-, Gesprächs- und Beratungsmöglichkeit durch haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen)

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Vinzi-Dorf, Graz Trailer

Obdachlose (Wohnungslose), früher als Vagabunden, unstete Psychopathen, arbeitsscheue Nichtsesshafte, in der Alltagssprache unverändert als Stadt- und Landstreicher, Penner u. a. bezeichnet – was sind das für Menschen? Gibt es sozialpsychiatrische Untersuchungen, die zu Alter, Geschlecht, Zivil- und Bildungsstand, zu Ursachen und psychosozialen Hintergründen, zu Krankheitsfolgen, krimineller Gefährdung, vor allem aber zu sozialen Linderungsmöglichkeiten alltagsrelevante Aussagen machen können? Was wurde früher, was wird jetzt getan und vor allem: was wäre noch möglich, besonders wenn man die individuellen Widerstände der Betroffenen einbezieht, die meist keinen geringen Teil des persönlichen Schicksals ausmachen? Und weil wir wissen, dass in eben dieser unserer Zeit und Gesellschaft niemand als „Bettler„ oder „Stadt- bzw. Landstreicher„ geboren wird, müssen wir auch mit der Erkenntnis fertig werden: Hier steht offenbar ein trauriges Schicksal dahinter. Und obgleich wir solche Gedanken schnell wieder verdrängen, bleiben doch einige offene Fragen – inhaltliche und formale -, die wir versuchen, in diesem Film zu beantworten.
Gedreht von 2006 bis 2012 auf Digital-Beta 16:9. Voraussichtliche Länge der Endfassung mit Interview Pfarrer Wolfgang Pucher 45 Minuten.

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Pfarrer Pucher: Das Vinzinest in Eggenberg

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Vinzi-Dorf: Bedingungsloser Einsatz für Obdachlose

Seit 20 Jahren betreut Wolfgang Pucher mit seinem Team alkoholkranke Obdachlose in Wohncontainern. Nun schickt er einige Container auf Reisen, um auf die Situation der Obdachlosen aufmerksam zu machen.

Der Alkohol hat Gerhard Hitter eine steile Kariere nach unten beschert. Vor mehr als zwei Jahrzehnten war der gelernte Mechaniker und spätere Beamte im Justizdienst obdachlos geworden. Krisen, Frühpension, Delogierung lautet seine Kurzgeschichte. Schließlich lebte er auf dem Bahnhof, oder in Abbruchhäusern und wollte noch mehr trinken, um das alles zu ertragen. In einem der Abbruchhäuser hat ihn dann Wolfgang Pucher, römisch-katholischer Pfarrer in Graz St. Leonhard entdeckt und eingeladen, einer der ersten Bewohner des Vinzi-Dorfes zu werden.

Eröffnung des Vinzi-Dorf im Dezember 1993

Vinzenzgemeinschaft Eggenberg

Eröffnungsfest: Im Dezember 1993 übernachteten die ersten Obdachlosen im Vinzi-Dorf

Zwanzig Jahre später zerstört der Alkohol noch immer Menschenleben. Schwer alkoholkranke Menschen landen nach wie vor auf der Straße.

Obdachlosenprojekt "housing first" in Salzburg

ORF / Marcus Marschalek, Irina Oberguggenberger

Von VinziBus bis VinziRast

Wolfgang Pucher wurde 1973 zum Pfarrer der St. Vinzenz Kirche in Graz berufen. 1991 startete er die Initiative VinziBus, die bis heute täglich 70 Obdachlose mit Essen versorgt. 1993 folgte die Gründung des VinziDorfes als Dauerherberge für chronisch obdachlose Menschen.

Bis heute entstanden über 30 weitere Werke in Österreich und darüber hinaus – darunter VinziBett, VinziHaus, VinziHelp, VinziMarkt und VinziRast – in denen insgesamt 450 Personen Unterkunft finden und täglich 500 Personen mit Essen versorgt werden können.

Im vergangen Jahr startete mit „Housing First“ das jüngste Projekt von Pucher in Salzburg.

Mit der Aktion „Wandercontainer“ möchte Pfarrer Wolfgang Pucher und das Betreuungsteam des Vinzi-Dorfes auf die Situation dieser obdachlosen Menschen aufmerksam machen. Zum zwanzigsten Jubiläum der Dorfgründung begibt man sie sich daher mit zwei Behausungen auf Wanderschaft durch fünf steirische Städte und lädt Prominente zum Probeschlafen für eine Nacht in den Container. Begleitet wird die Aktion mit der Wanderausstellung „AUS WEG LOS“, die das Leben von Vinzi-Dorfbewohnern dokumentiert.

Ganz unten angekommen

Wolfgang Pucher wollte für diejenigen in Graz etwas tun, die ganz unten angekommen waren, erzählt er immer wieder in Interviews. Diesen vom Alkohol zerstörten Menschen wolle er keine Bedingungen stellen, sondern die Hand ausstrecken und helfen, ohne wenn und aber. Er organisierte einen Container und stellte ihn im Dezember 1993 neben den Pfarrhof St. Leonhard: Ein neues Obdach für 13 ehemalige Obdachlose. Der Beginn einer dauerhafte Wohnversorgung für chronisch alkoholkranke obdachlose Männer. Das war die Geburtsstunde des Vinzi-Dorfs.

Nach und nach kamen Container dazu und zwanzig Jahre später ist die kleine Containersiedlung österreichweit bekannt. 32 Männer finden hier aktuell Platz. Gerhard Hitter ist noch immer mit dabei. Seit zwanzig Jahren lebt er nun in seinem kleinen Wohncontainer, den er über die Jahre eingerichtet hat. Überall sitzen Stofftiere. Immer wieder bekommt er eines geschenkt. Nur “Kommissar Rex”, den Stoffhund, hat er sich selbst gekauft, erzählt er.

Vinzi-Dorf

Vinzenzgemeinschaft Eggenberg

Die ehemalige Obdachlosen erhalten einen eigenen Schlüssel für ihren kleinen Wohnraum im Container

Jeder Bewohner hier hat einen eigenen kleinen Container. Darüber hinaus gibt es Gemeinschaftsräume. Die ehemaligen Obdachlosen erhalten eine Hauptwohnsitzbestätigung und eine Sozialversicherung, sowie ein kleines geregeltes Einkommen. Darüber hinaus werden sie in finanziellen Belangen, bei Ämtern und Behörden unterstützt und medizinisch versorgt.

Immer wieder gab es Überlegungen die Container durch andere einfache Behausungen zu ersetzen, doch man hat sich im Vinzi-Dorf an die wohnbar gemachten Container gewöhnt und will sie nicht mehr missen. Rund 220 000 Nächtigungen gab es seither.

Niederschwelliges Angebot für alkoholkranke Obdachlose

Das Vinzi-Dorf ist Vorreiter im niederschwelligen Angebot für alkoholkranke obdachlose Männer. Es geht darum denen zu helfen, die sich meist selbst aufgegeben haben.

Die Vinzenzgemeinschaften
Das Vinzi-Dorf ist ein Werk der Vinzenzgemeinschaft Eggenberg. Die Winzenzgemeinschaften bilden weltweit Gruppen, die selbstständig und unabhängig voneinander auf Basis der Ehrenamtlichkeit bemüht sind, Armen das Leben zu erleichtern bzw. sie wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Derzeit gibt es in 142 Ländern 51.000 Gruppen. In Österreich sind es 146. Das spirituelle Vorbild ist Vinzenz v. Paul (1581-1660), der die Lazaristen und die Barmherzigen Schwestern gegründet hat und der als erster erkannt hat, dass Nächstenliebe nicht nur eine Privatsache sein darf, sondern auch organisiert sein muss. Er ist der Erfinder der Caritas.

Einige Männer haben 30, 40 erfolglose Entziehungskuren hinter sich. Das Vinzi-Dorf stellt bezüglich Alkohol im Gegensatz zu vielen anderen Einrichtungen, bei denen oft ein Alkoholverbot gilt, keine Bedingungen. Einzig wer gewalttätig ist, muss das Containerdorf verlassen.

Um Pfarrer Pucher hat sich ein Team gebildet. Freiwillige Helfer und angestellte Sozialarbeiter betreuen rund um die Uhr die gestrandeten Männer. Ziel sei es, dass die Menschen hier wieder am Leben teilnehmen, sich selbst achten können, erzählt Sabine Steinacher, die stellvertretende Leiterin der Einrichtung im Gespräch mit religion.ORF.at. “Wir wollen die Lebensumstände und vor allem das Suchtverhalten der Bewohner nicht von außen verändern, sondern jeden einzelnen so annehmen, wie er ist.“

Die Zerstörungskraft des Alkohols wird am Friedhof, gleich hinter dem Vinzi-Dorf, besonders drastisch sichtbar. 46 Bewohner des Dorfes sind hier begraben. Viele von ihnen konnten aber trotz ihrer schweren Krankheit, versöhnt mit sich selbst, diesen letzten Weg gehen und die letzten Tage ihres Lebens im Dorf in Frieden verbringen. Dennoch ist das Engagement des Helferteam im Blick von außen oft eine Sisyphusarbeit. Immer wieder gibt es Rückfälle, immer wieder zerstört die Alkoholsucht mühsam Aufgebautes.

Seit zwanzig Jahren lebt Gerhard Hitter im Vinzi-Dorf in Graz

Vinzenzgemeinschaft Eggenberg

Gerhard Hitter lebt seit zwanzig Jahren im Vinzi-Dorf

Österreichweiter Bedarf

Pfarrer Pucher ist überzeugt, dass auch in anderen österreichischen Städten Einrichtungen wie das Vinzi-Dorf notwendig wären. Pläne etwa in Wien ein ähnliches Dorf zu errichten, scheiterten jedoch bis heute unter anderem an Anrainerbedenken. Um die Idee hinter dem Vinzidorf bekannter zu machen und auf die oftmalig hoffnungslose Situation von schwer alkoholkranken Menschen hinzuweisen, schickt das Vinzi-Dorf nun zum zwanzigsten Geburtstag einen Ausstellungs- und einen Schlafcontainer in fünf Städten der Steiermark. Sie werden auf dem jeweiligen Hauptplatz ein Wochenende lang aufgestellt. Das Probeschlafen eröffnete der römisch-katholische Weihbischof Lackner.

Doch die Gemeinschaft des Vinzi-Dorfs könne man nur am Grazer Leonhardplatz erleben. “Wir halten z’samm. Das ist wie in einer Wohngemeinschaft. Und wenn’s einmal nicht passt, dann sperrst halt zu”, erzählt Gerhard Hitter und ist sehr froh hier zu sein. Zwei Wünsche hätte er aber noch: “Eine schöne, liebe Frau und Gesundheit”.

Marcus Marschalek, religion.ORF.at

Mehr dazu:

Grazer Vinzi-Dorf feiert 20. Geburtstag
(religion.ORF.at; 30.8.2013)
Neue Hilfe in Salzburg: Obdachlose werden Mieter
(religion.ORF.at; 28.11.2013)

Link:

VinziWerke Österreich

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

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