Wettbewerb für Erdogan-Schmähgedichte und Skandal in der Niederlande -türkische Behörden suchen Erdogan-Beleidiger

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 22.04.2016

Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls.

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: https://netzfrauen.org/2016/04/22/british-humour-at-its-best/

British humour at its best – Wettbewerb für Erdogan-Schmähgedichte und Skandal in der Niederlande -türkische Behörden suchen Erdogan-Beleidiger

Erdogan4Wie ein Lauffeuer verbreitet sich ein Beitrag von einer englischen Zeitung: Wer beleidigt Erdogan am besten? Siegesprämie, £ 1000, die ein großzügiger Leser. spendet. Das Gedicht soll auf Wunsch von Douglas Murray von der Wochenzeitung The Spectator  „schmutzig und beleidigend wie möglich“ sein.

Auslöser war die Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Affäre um Jan Böhmermann. Siehe auch: Kommentar: Machtdemonstration auf Kosten von Satire und Pressefreiheit

Aus Satire wird mittlerweile ein  internationaler Skandal: Die Bundesregierung hat die deutschen Justizbehörden auf Antrag der Türkei ermächtigt, ein Strafverfahren gegen Jan Böhmermann einzuleiten. Die „New York Times“ machte darauf aufmerksam, dass in der Türkei annähernd 2000 Verfahren wegen Beleidigung des Präsidenten anhängig seien. Erdogan könne nun für sich in Anspruch nehmen, dass der Westen die Legitimität seines Anspruchs akzeptiere. 

Bei einem Besuch in der Türkei im Jahr 2010 kündigte Premierminister David Cameron an, dass er alles tun werde, damit die Türkei der  EU beigetreten kann. Cameron sagte dass die Türkei einen Platz an der Spitze in der europäischen Politik verdient hätte. Darauf wies Douglas Murray in seinem Beitrag hin und schreibt weiter: „Nun, ich bin ein frei geborener britischer Mann und wir leben nicht unter den Blasphemie-Gesetzen solcher Despoten. Um diese Tatsache zu ehren, habe ich das Wochenende damit verbracht, unanständige Limericks über Herrn Erdogan zu schreiben. Und ich möchte hier alle Leser einladen, es mir gleich zu tun in einem großen Erdogan Limerick Wettbewerb.“

Englische Zeitung ruft Schmähgedicht-Wettbewerb aus

Hier die Reaktionen auf den Wettbewerb, der am 23.April endet.Übrigens, die The Spectator erscheint im selben Verlag wie die Tageszeitung The Daily Telegraph. Murray  akzeptiert auch andere Gedichtformen außer dem Limerick, Hauptsache beleidigend.

Auf Twitter sind auch bereits viele Limericks gepostet worden. Und der Wettbewerb sorgt für weltweite Schlagzeilen.

Der amerikanische Comedian John Oliver, der in seiner Show „Last Week Tonight“ aktuelle politische Themen aufarbeitet, begegnete Causa Erdogan mit Humor: „Ich wäre schon längst in einem Hochsicherheitsgefängnis.“ Er sei sehr froh, dass Amerika anders als Deutschland kein Gesetz habe, das einen für ein Gedicht hinter Gitter bringe. „Erdogan hat eine unglaublich dünne Haut“, sagte Oliver. „Er ist schuld, er macht es einem viel zu leicht, sich über ihn lustig zu machen.“

In der Türkei gibt es bereits über 2000 Verfahren wegen Beleidigung des eitlen Präsidenten. Nun will Erdogan offenbar auch seine ausländischen Kritiker verstärkt unter Druck setzen.Dies bekommt auch die Niederlande zu spüren.

Laut nzz.ch scheint der türkische Staatschef Erdogan seine Kritiker auch in der Niederlande gerichtlich verfolgen zu wollen. Das türkische Konsulat forderte die Diaspora auf, Beleidigungen zu melden.Wie Deutschland hat auch die Niederlande ein Gesetz, das die Beleidigung ausländischer Staatschefs strafrechtlich sanktioniert. Vielleicht ist es auch deshalb kein Zufall, dass die türkischen Behörden nun gerade in der Niederlande nach neuen Erdogan-Beleidigern suchen. Am Mittwoch versandte das türkische Konsulat in Rotterdam eine E-Mail an türkische Vereine und Organisationen, in der es hiess: «Wir ersuchen Sie dringend um die Angabe von Namen und geschriebenen Kommentaren von Personen, welche sich abfällig, abschätzig, hasserfüllt und verleumderisch gegen den türkischen Präsidenten, die Türkei und die türkische Gesellschaft im Allgemeinen geäussert haben.»

Offenbar meldeten sich viele Diaspora-Mitglieder beim niederländischen Büro der türkischen Oppositionspartei CHP: «Sie sind besorgt, weil sie in der Vergangenheit etwas kritisches auf Facebook oder Twitter geschrieben hatten», sagte ein Sprecher der Zeitung «Zaman Vandaag».

Strafverfolgung im Fall „Jan Böhmermann“: Statement von Angela Merkel am 15.04.2016

Bei seiner Einreise in die Türkei am Dienstagmorgen ist der ARD-Fernsehkorrespondent Volker Schwenck des SWR von türkischen Behörden festgesetzt worden.>>Endstation Istanbul – ARD-Korrespondent Volker Schwenck in Türkei festgesetzt

Netzfrauen

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

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“Wer behauptet, man braucht keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen hat, kann gleich sagen man braucht keine Redefreiheit weil man selbst nichts zu sagen hat.” Edward Snowden.

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