Ein Putsch ist ein Putsch ist ein Putsch – Ukrainekrise: Ab sofort werden jetzt die Geschichtsbücher gefälscht

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 08.03.2015

Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls.

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen:

http://www.broeckers.com/page/2/ 

Ein Putsch ist ein Putsch ist ein Putsch

In knapp vier Wochen jährt sich der Jahrestag des Massenmords auf dem  Maidan und des  gewaltsamen Machtwechsels in der Ukraine und schon laufen sich die Hofschreiber des Imperiums warm, die Geschichte umzuschreiben und den gewaltsamen Putsch in das Narrativ eines legalen, demokratischen Regierungswechsels zu verbiegen. Schließlich sei der amtierende Präsident Janukowitsch plötzlich einfach verschwunden und das entstehende Vakuum mußte ja “irgendwie” ausgefüllt werden. Dass die amerikanische Chef-Diplomatin Victoria “Fuck EU” Nuhland dieses “irgendwie” im Vorfeld schon klar definiert hatte, dass die  fehlenden 3%  Stimmen für die 3/4-Mehrheit ihres Kandidaten Jatzenuk durch Bewaffnete im Parlamentssaal “ersetzt” wurden, ebenso wie die seit Wochen friedlichen, zivilen Demonstanten durch immer mehr bewaffnete, rechtsradikale Milizionäre – all dies muß bei solchen Geschichtsklitterungen unter den Tisch fallen. Der Putsch in Kiew darf kein Putsch sein und die installierte Marionettenregierung  kein illegales Regime, weil sonst der Aufstand in der Ostukraine und der Anschluß der Krim an Russland irgendwie als legitim erscheinen würden – und Putins “Aggression” eher als  Reaktion auf ein aggressives Ereignis. Und die ganze Tragödie einmal mehr nach der Blaupause “Regierungswechsel” gestrickt , wie sie von den Diensten des US-Imperiums schon dutzende Male durchexerziert wurde – und gern auch unter Zuhilfenahme faschistischer Sturmtruppen, weshalb sich über Asov-Brigaden und andere bewaffnete Nazis in der Ukraine niemand wundern muß. Doch wenn man die Geschichte so erzählt, wären wir ja nicht mehr die Guten – weshalb sie beizeiten umgebogen werden muß. Wie “Zeit” und “FAS” dabei vorgehen, hat das Blog “Spiegelkabinett”  en detail demontiert – der unbedingt lesenswerte Beitrag

 … und hier der Beitrag:  

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://spiegelkabinett-blog.blogspot.de/2015/01/ukrainekrise-ab-sofort-werden-jetzt-die.html 

Montag, 26. Januar 2015

Ukrainekrise: Ab sofort werden jetzt die Geschichtsbücher gefälscht 

 In nicht ganz vier Wochen jährt sich der Putsch von Kiew zum ersten Mal. Deutsche Mainstream-Medien sind darum zur Zeit bemüht, die Geschichte umzuschreiben und den Putsch als eine, den Umständen geschuldete, unvermeidliche Machtübernahme der neuen Herren in Kiew darzustellen. Hier protokolliert anhand zweier Artikel in „Die Zeit“ und der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, kurz F.A.S.:

 Jochen Bittner, man erinnert sich, dass ist der, der die ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“ ganz im Sinne seiner Sicht von Presse-und Meinungsfreiheit, per Gerichtsbeschluss zum Schweigen bringen wollte, betätigt sich auf „Zeit-online“ als Geschichtsschreiber. Sein Thema: „Wie fiel Janukowitsch?“ Dabei geht es Bittner darum, diesen schwarzen Fleck, von der eh‘ nicht ganz weissen Weste der Maidanrevolte zu entfernen.

 Wen wundert es bei einem Mann wie Bittner, der tief verstrickt ist in die US-amerikanischen Netzwerke, die diese über Europa ausgebreitet haben, dass er seine geschichtlichen Erkenntnisse bei der New York Times abgeschrieben hat. So verkommt bei Bittner denn auch die wohl eher rein rethorisch gestellte Frage:

„Was genau geschah vor knapp einem Jahr in Kiew?“

zu einer Einleitung, einer mühsam konstruierten Kette, von nicht nachgeprüften Aussagen von, an einer Aufklärung der Ereignisse vom 21. Februar in Kiew,  wenig interessierten Randfiguren.

 Und Bittner gibt auch das Ergebnis der „aufwendige Recherche“ gleich zu Anfang vor. Nach zwei, wohl ebenfalls mehr der Rethorik geschuldeten Fragen:

„Gab es nach den Schüssen, die am 20. Februar 2014 nahe des Maidan zahlreiche Menschen töteten, einen Putsch gegen den rechtmäßig amtierenden ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch? Oder ist die Regierung damals schlicht in sich zusammengefallen?“

kommt Bittner zum Kern:

„Von der Antwort auf diese Frage hängt nach Meinung vieler Beobachter ab, wie der Großkonflikt mit Russland zu bewerten ist, der sich wenig später entfaltete. Falls es in Kiew einen Putsch gegeben habe, sei die Reaktion Wladimir Putins doch nachvollziehbar gewesen,“

um im nachgeschobenen Nebensatz gleich auf die Unwahrscheinlichkeit dieser Hypothese hinzuweisen

„könnte man argumentieren“.

 Bei dieser Argumentation im Ungewissen möchte Bittner es aber nicht belassen.

„Gegen die These vom Putsch spricht inzwischen eine aufwendige Recherche unter Zeitzeugen in Kiew und in der Ostukraine.“

 Ein „Freudscher Versprecher“: Niemals kann eine Recherche gegen eine These sprechen, sondern nur das Ergebnis einer Recherche. Es sei denn, die Recherche ist nur zu dem Zweck eingeleitet worden um der These zu widersprechen, also nicht ergebnisoffen sondern mit der klaren Weisung der These, in diesem Fall, vom Putsch, zu widersprechen.

 Es deutet also einiges daraufhin, dass das Ergebnis der „Untersuchung“ von vorn herein feststand. Ein Putsch, ein Sturz der Regierung Janukowitsch würde das mühselig zusammengezimmerte Bild von der Legalität des Maidan, von der durch und durch friedlichen Freiheitsbewegung, ohne jegliche Einflussnahme von Aussen, ad absurdum führen. Was liegt da näher als die Mär von einem sich selbst auflösendem System zu verbreiten. Nicht die rechtsradikalen, marodierenden Schlägerbanden haben letztendlich die Regierung Janukowitsch vertrieben, sondern es war die Feigheit der herrschenden Kaste, die zu überstürzter Flucht und somit zu einem Machtvakuum führte, dass Jazenjuk und Konsortien ausfüllten, ausfüllen mussten.

„Janukowitsch wurde weniger gestürzt als vielmehr von seinen eigenen Verbündeten im Parlament und im Sicherheitsapparat im Stich gelassen.“

 Wie in der griechischen Mythologie, Tyrannensturz durch Verrat.

„Nach dem tödlichen Kugelhagel auf dem Maidan am 20. Februar gewannen dem Bericht (der New York Times d. Autor.)zufolge sowohl Janukowitschs Parteigenossen sowie viele Kommandeure der Sicherheitskräfte den Eindruck, dass die „Zentralregierung in sich zusammenfiel“.

 Als Zeugen benennt Bittner Alexander Khodakovsky. Ausgerechnet Khodaskovsky, den ehemaligen Chef der Antiterrortruppe Alfa in der Ostukraine. Im März wechselte Khodaskovsky die Seiten und wurde Kommandant des vom Oligarchen  Achmetow finanzierten Wostok-Batallions. Khodaskovsky wird, genau wie seinem Finanzier Achmetow nachgesagt, dass er Diener zweier Herren ist. Er gilt vielen als 5. Kolonne Kiews.

 So wird ihm der Verlust des Flughafens in Donezk am 26. Mai 2014 angelastet. Die ostukrainischen Verteidiger wurden in eine Falle gelockt und mussten sich unter schweren Verlusten vom Flughafengelände zurückziehen. Im Juli 2014, nur wenige Tage nach dem Absturz des malaysischen Flugs MH 17 gab Khodaskovsky der Nachrichtenagentur Reuters ein Interview, in dem er, laut Reuters, bestätigte, dass das Flugzeug durch eine russische Buk-Rakete von Kämpfern der Rebellen abgeschossen worden sei. Später erklärte Khodaskovsky, er habe lediglich theoretische Erwägungen geäussert, dass die ukrainische Seite keine Überflugserlaubnis hätte erteilen dürfen, wenn sie der Ansicht gewesen sei, dass die Rebellen im Besitz eines Buk-Systems seien.

 Die Zeit muss sich schon in arger Erklärungsnot befinden, wenn sie sich auf einen solchen Schwätzer beruft, der noch dazu, sich zu der fraglichen Zeit, im Februar 2014, gar nicht in Kiew befunden haben dürfte, da er Kommandant der Alfa in der Ostukraine war.

 Aber Bittrner ruft noch einen weiteren Zeugen auf, für seine These, in Kiew habe am 21 Februar kein Putsch stattgefunden, sondern die Regierung Janukowitsch sei einfach in sich zusammengefallen. Dieser Zeuge scheint allerdings noch zwielichtiger als Khodaskovsky zu sein. Bittner verzichtet darauf, ihn persönlich zu benennen:

„Ein anderer Militär, der Kommandeur einer Berkut-Einheit, berichtet der New York Times, er habe den ganzen Vormittag des 21. Februar über versucht, Befehle aus dem Innenministerium zu bekommen – er habe aber schlicht niemanden erreicht. „Der Minister war verschwunden, und niemand nahm Anrufe entgegen.“ Ein mittlerer Beamter habe ihm schließlich geraten zu verschwinden, „weil die Chefs gerade alle abhauen“.

 Dieser anonyme Zeuge, der offensichtlich seine eigene Unfähigkeit und Feigheit Anderen in die Schuhe zu schieben versucht, ist also nicht etwa aus eigenem Antrieb desertiert, sondern auf höheren Rat, quasi auf Befehl. Man wird förmlich auf die vielen deutschen Würdenträger während des dritten Reichs gestossen, die alle von Nichts gewusst haben oder auf Befehl von oben, Menschen deportiert oder erschossen haben.

 Dieser, die Anonymität vorziehende Zeuge verrät den aufwendig recherchierenden Reportern der New York Times, den Namen eines weiteren Berkut-Kommandeurs, also eines Kommandeurs, der Truppe, die doch noch einen Tag zuvor, am 20 Februar, laut westlichen Medien, prominent unter ihnen „Die Zeit“, 100 Menschen durch Scharfschützen ermordet hat.

„Andrij Tereschenko, habe einen Anruf des Vizeinnenministers erhalten, der ihn in Kontakt mit einem Oppositionspolitiker gesetzt habe. Mit dessen Hilfe seien mehr als 5.000 Offiziere der Polizei, der Spezialeinsatzkräfte und Truppen des Innenministeriums aus Kiew herauseskortiert worden. Die Sicherheitskräfte fürchteten demnach, sie sollten für die Toten auf dem Maidan verantwortlich gemacht werden.“

 Wie muss man sich dieses „herauseskortieren“ vorstellen? Haben die friedlichen Demonstranten des Maidan 5.000 bis an die Zähne bewaffnete, gut ausgebildete Sicherheitskräfte mit vor sich hergetragenen Palmwedeln als Zeichen des Friedens, aus der Luft geleitet von einer Friedenstaube, durch die aufgebrachte Menge geführt?

 Wie sehr es Bittner um die Wahrheit geht, dokumentiert er im nächsten Absatz:

„Diese Aussagen (des Andrij Tereschenko, d. Autor) decken sich mit Beobachtungen, die man in den Tagen nach der Eskalation auf dem Maidan selbst in der vergleichsweise friedlichen Westukraine machen konnte. Polizisten trauten sich dort nicht mehr auf die Straße, Polizei- und Geheimdienststationen, etwa in Lwiw, wurden verlassen und von der Bevölkerung teilweise geplündert“.

 Bittner weiß natürlich genau wie jeder andere Beobachter der Szene in der Westukraine, dass es keinesfalls die Bevölkerung war, die dort Polizisten bedrohte und Polizeistationen plünderte, sondern die faschistischen Horden des „Rechten Sektors“.

 Im Zuge ihrer „aufwendigen Recherche“ haben die Reporter der New York Times herausgefunden:

„Maidan-Unterstützer…hätten Waffendepots gestürmt und etwa 900 Kalaschnikows und Pistolen erbeutet. Diese Waffen, so die Befürchtung, sollten nun gegen die regierungstreuen Kräfte in der Hauptstadt eingesetzt werden.“

Die friedlichen Demonstranten vom Maidan müssen dann auch schon mal, wenn es der Sache dient, bis an die Zähne bewaffnet werden, da verspürt Bittner keinen Schmerz. Es geht darum, zu beweisen, dass die Janukowitsch-Regierung nicht durch einen Putsch mit Waffengewalt aus dem Amt gedrängt wurde, da muss man sich auch schon mal von lieb gewordenen Phrasen verabschieden.

Denn schliesslich war folgendes geschehen:

„Noch am Abend des 20. Februar trafen sich der deutsche und der polnische Außenminister mit Präsident Janukowitsch, um einen Waffenstillstand und eine Machtübergabe mit der Maidan-Bewegung auszuhandeln.“

 Das an den Verhandlungen auch noch der Französische Aussenminister und der stellvertretende Russische Aussenminister teilgenommen hatten, mag dem Autor im Eifer des Gefechts entgangen sein und ist ausser, dass es etwas über die Sorgfalt der Berichterstattung aussagt, sicher nur eine Randnotiz der Geschichte und für den Fortgang der Ereignisse nicht von besonderer Bedeutung.  Dass Bittner aber unterschlägt, dass an den Verhandlungen nicht nur die europäischen Aussenminister und Janukowitsch teilgenommen haben, sondern auch Arsenij Jazenjuk, damals noch Stellvertreter von Julia Timoschenko, der von der deutschen Adenauer-Stiftung ferngesteuerte Vitali Klitschko und der Vorsitzende der rechtsfaschistischen Partei Swoboda, Oleh Tjahnybok, die sich in den Wochen zuvor zu Anführern der Maiden-Proteste aufgeschwungen hatten, geschieht sicherlich mit Absicht und Berechnung.

 Denn nur wenn man ihre Teilnahme an den Verhandlungen und ihre Unterschriften unter den Vertrag gar nicht erst erwähnt, vermeidet man die Frage nach einem Vertragsbruch oder gar einem Täuschungsmanöver der drei selbsternannten Oppositions-Anführer. Offen bleibt auch die Rolle von Steinmeier und Co. Haben sie sich täuschen lassen, oder haben sie bewusst bei dieser Posse mitgespielt?

 So kann Bittner seine krude Vorstellung von Vertragstreue publizieren, indem er wieder die New York Times zitiert:

„Doch als Janukowitsch am nächsten Tag seine Unterschrift unter das Papier setzte, habe er faktisch schon über keine Regierungsgewalt mehr verfügt. Das Abkommen sei wertlos gewesen, weil Janukowitsch dessen Inhalte überhaupt nicht mehr habe umsetzen können.“

Rein rhetorisch dürfte die Frage zu verstehen sein:

„Aber war Janukowitsch nicht trotzdem immer noch der gewählte Präsident der Ukraine? Ein Amtsenthebungsverfahren, so wie es die Verfassung vorsieht, hat es nie gegeben.“

Die Antwort, die sich Bittner selbst gibt, ist so verblüffend wie erhellend für den Umgang des Westens und der westlichen Presse mit Recht und Gesetz:

„Allerdings war Janukowitsch objektiv nicht mehr in der Lage, zu regieren, und er hatte nach der obigen Schilderung auch keinerlei Aussicht mehr darauf, die notwendige Unterstützung zurückzuerlangen. In solchen seltenen Lagen schafft eine Berufung aufs Recht weder Ordnung noch Befriedung.“ 

Also, wenn es dem Westen dient, dann „schafft eine Berufung aufs Recht weder Ordnung noch Befriedung“. Dann muss halt gelogen und getrickst werden und zur Not helfen dann auch mal ein paar Bomben, Drohnen oder Marschflugkörper wieder Ordnung herzustellen: Westliche Werte eben.

 Und wie zu jedem Lehrstück, hier das Lehrstück über journalistische Sorgfaltspflicht, gehört dazu auch eine Erkenntnis. Damit der blöde Leser nicht etwa auf intellektuelle Abwege gerät, zieht Bittner das Fazit vorsichtshalber selbst:

„Was folgt aus alldem? Zum einen, dass die Behauptung eines „Putsches“ von Anfang nur als eine Möglichkeit, nicht als Gewissheit hätte gelten müssen.“

 Wendig wie er ist, zeigt sich Bittner auch am Schluss seines Machwerkes als Fähnchen im Wind: Hat er uns eben noch erklärt, dass man sich über das Recht hinwegsetzen könne, wenn es denn die Lage erfordere, so verblüfft er uns nun durch eine Kehrtwendung um 180°:

„Zum anderen, dass mit dem Machtverlust Janukowitschs eben mitnichten sämtliche Gesetze und Verträge der Ukraine ihre Wirkung verloren haben. Die Sorge um den Krim-Hafen Sewastopol und um „russische“ Bürger im Osten des Landes kann deshalb keine Rechtfertigung für die Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel gewesen sein – und schon gar nicht für den getarnten Einmarsch in den Osten des Landes.“

 Es geht der Presse, kurz bevor sich die Ereignisse des 21. Februar 2014 in Kiew jähren, anscheinend darum, den Eindruck, dass an diesem Tage ein gewaltsamer Umsturz in der Ukraine stattgefunden hat, zu verwischen.

 Wer nun aber denkt, das Elaborat Jochen Bittners in der Zeit, sei so ziemlich das dämlichste was er sich zu diesem Thema vorstellen könne, der unterschätzt bei weitem die Fantasie unserer gut bezahlten Schreiberlinge in den Redaktionsstuben des Mainstreams.

 Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, kurz F.A.S. veröffentlichte am letzten Wochenende einen Artikel unter der Überschrift:„Sikorski: Putin verlangte Einsatz von Gewalt“. Anscheinend war  dieses Mal nicht einmal einer, der sonst mit der Wahrheit nicht besonders zimperlich umgehenden Redakteure der F.A-S. bereit, seinen Namen für einen solch ausgemachten Blödsinn herzugeben.

„Der russische Präsident soll den früheren ukrainischen Präsidenten Janukowitsch massiv dazu gedrängt haben, den Aufstand in Kiew vor einem knappen Jahr gewaltsam niederzuschlagen. Das sagte der frühere polnische Außenminister Sikorski der F.A.S.“

Wir erinnern uns: Sikorski, das ist der Mann,  der immer ein Ohr im Kreml hat und dort Dinge hört, die einzig und allein seinem anscheinend kranken Gehirn entspringen. So behauptete er letztes Jahr im Oktober, der russische Präsident Putin habe im Jahr 2008 dem damaligen polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk vorgeschlagen, die Ukraine militärisch zu zerschlagen und unter den beiden Staaten Russland und Polen aufzuteilen. Für „Die Welt“ damals Anlass zu der Frage:

 „Leidet Putin an Realitätsverlust?“

und weiter:

„Sollte Putin aber wirklich daran geglaubt haben, dass Polen sich auf einen solchen Vorschlag einlassen könnte, bestätigt das den Realitätsverlust, den Angela Merkel dem russischen Präsidenten im Frühjahr attestiert haben soll. Auf jeden Fall aber zeigen die Äußerungen des russischen Präsidenten, wie Putin und viele seiner Landsleute denken: Sie glauben, die Ukraine sei kein eigener Nationalstaat, sondern ein Teil Russlands – abgesehen vielleicht von den ehemals polnischen Westgebieten.“ 

 Nicht das „Die Welt“ zu diesem Zeitpunkt bereits gewusst hätte, dass die Geschichte von Sikorski frei erfunden worden wäre. Schreibt sie doch ganz am Ende des Artikels, indem fortwährend so getan wurde, als habe es dieses Treffen wirklich gegeben:

„Sikorski ruderte inzwischen noch weiter zurück. Er sagte: „Meine Erinnerung hat mich getäuscht, denn nachdem ich das überprüft habe, hat sich herausgestellt, dass es in Moskau kein Treffen zwischen Premier Tusk und Präsident Putin gegeben hat.“

 Der ganze Artikel ist von vorn bis hinten erstunken und erlogen. Es lohnt sich, ihn noch einmal als Beweis für die Lügen der Presse nachzulesen.

Also, dieser Sikorski, gegen den der Baron Münchhausen ein Ausbund an Wahrheitsliebe ist, gibt der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in Bezug auf den 21 Februar 2014 zu Protokoll:

„Er wisse aus „nicht-öffentlichen Quellen“, dass Putin Janukowitsch damals telefonisch unter Druck gesetzt habe, „richtig hart“ durchzugreifen und den Aufstand „niederzuschlagen“.

 Bevor die F.A.S. diese Aussage in Druck gehen liess, hat sie natürlich recherchiert und den ukrainischen Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk befragt.

„Jazenjuk sagte der F.A.S. dazu: „Ich habe das Gefühl, das ist wahr.“

 Ja wenn das dann so ist, wenn den Herrn Jazenjuk ein Gefühl beschleicht, dann sollte das unbedingt gedruckt werden. So kann der Herr Jazenjuk, denn auch nur in Teilen die Erkenntnisse des Herrn Bittner von der Zeit bestätigen:

„Er geht davon aus, dass der schnelle Abzug der Wachmannschaften von den Regierungsgebäuden im Februar 2014 nur zum Teil eine Folge panischer Selbstauflösung war.“

 Er vermutet eher einen diabolischen Plan des russischen Präsidenten Putin:

„Zum anderen Teil sei dieser Abzug auch bewusst inszeniert worden, um die Opposition in eine Falle zu locken. Die Idee war, dass die Menge dann das Parlament und die Präsidialkanzlei anzünden würde“, sagte Jazenjuk der F.A.S.“

 Jetzt erfahren wir auch, warum in jenen Tagen unser Aussenminister Frank Walter Steinmeier, genannt Eule, und seine Kollegen aus Polen und Frankreich ihre Unterschriften unter einen Vertrag setzten, von dem sie wussten, dass er nicht einmal das Papier wert war auf das er geschrieben wurde: Es war die blanke Angst um ihr Leben. Jazenjuk laut F.A.S.:

„Ich will nicht übertreiben, aber so wie ich die Russen kenne, war die Idee sogar, die besuchenden Außenminister in Gefahr zu bringen.“

 Auf alle Fälle weiß Jazenjuk aber, der die Russen ja kennt:

„Die Idee war, dass die Menge dann das Parlament und die Präsidialkanzlei anzünden würde.“ 

 Und die Zeitung, hinter der ja angeblich immer ein kluger Kopf steckt, lässt den ukrainischen Ministerpräsidenten weiter fabulieren:

„Nach der Darstellung Jazenjuks hätte es ein solcher Exzess mit Feuer und neuen Toten Janukowitsch erlaubt, von außerhalb Kiews gewaltsam gegen die „Faschisten“ vorzugehen. „Die Idee war, zu zeigen, dass dies ein echter Putsch war.“ Allerdings ging die Opposition nicht in diese Falle.“ 

 So schliesst sich dann letzten Endes der Kreis. Die jetzigen Machthaber in Kiew haben die Macht nicht gewaltsam an sich gerissen, sondern diese, eher zögerlich, aber Letztens der Not gehorchend, übernommen. Und wem das zu sehr gelogen erscheint, der möge in Zukunft auf das Studium der deutschen Presse gänzlich verzichent und sich in Grimms Märchen vertiefen, die enthalten allemal mehr Wahrheit.

Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

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