„Von der Pressefreiheit hängt praktisch jede andere Freiheit ab.“Offener Bürgerbrief – zum Thema Medien – Meinungsbildung im Spannungsfeld von Konzerninteressen und Journalismus

Aufgrund aktuellen Anlasses eine Wiederholung!

Offener Bürgerbrief vom 08.01.2013, 09.01.2013 und 16.01.2013 siehe Blog

Ergangen per MassenEmail an alle Parlamentarier, Bundeskanzleramt und Minister sowie den größten Medien im Lande

An unsere Bundesregierung und unsere „liebenMedienvertreter! Innsbruck, 2013-01-08 P

Offener Bürgerbrief – Gewaltfreier Widerstand 2.0 mit friedlichen Mitteln!

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist bedauerlich, dass die nötige Bewusstheit der für uns Verantwortlichen noch nicht Realität ist.

Qualität versus Abhängigkeiten der „freien“ Meinung

Aus dem tiefen-WWW gefischt für Sie: Ausschnitte: (man könnte unten auch EU streichen) heute ausnahmsweise kleiner.

Die Aufgabe der Presse als „vierte Gewalt“ im Staat ist die Kontrolle der Politik und die Informationspflicht gegenüber den Bürgern. Doch die journalistische Qualität erodiert zunehmend. Der wachsende wirtschaftliche Druck führt zu Rationalisierungen in Redaktionen. Büros werden geschlossen, Mitarbeiter in prekären Arbeitsverhältnissen angestellt oder entlassen. Der Zeit- und Leistungsdruck auf Journalisten nimmt zu. Immer weniger Journalisten müssen immer mehr Themen bearbeiten….

„Bemerkenswert abwesend“ Bei dieser Tendenz verwundert es nicht, wenn eine heute präsentierte Studie (.pdf) zu dem Schluss gelangt, dass die Brüssler EU-Journalisten bei der investigativen Berichterstattung „bemerkenswert abwesend“ sind. Auch in den Mitgliedstaaten ist die Anzahl der investigativen Beiträge über Betrug mit EU-Mitteln „relativ klein, und ungleichmäßig über die Mitgliedsstaaten verteilt (wobei von Großbritannien alleine mehr als 30% der Artikel stammen), eindimensional (nahezu ausschließlich auf Ausgaben und kaum auf Einnahmen bezogen), persönlich (fokussiert auf einzelne Menschen oder Unternehmen), und zufällig (betont ‚banale‘ Projekte anstelle von Strukturen, die Betrug ermöglichen).“

Die Studie wurde im Herbst 2011 vom Haushaltskontrollausschuss des EU-Parlaments in Auftrag gegeben. Ziel war es, ein Bild über die Rolle des investigativen Journalismus bei der Abschreckung von Betrug mit EU-Mitteln zu bekommen. Mehr als 80 Journalisten und Dutzende Beamte wurden dafür befragt. Lediglich 233 investigative Berichte konnten in diesem Themenbereich in den 27 EU-Mitgliedstaaten innerhalb von fünf Jahren ausfindig gemacht werden.

Auch die politischen Interessen der Journalisten spielen eine Rolle. Laut der Studie ist lediglich ein kleiner Kreis von EU-Journalisten gewillt Scoops und Skandale zu finden. So stammten 90 Prozent der untersuchten Beiträge von EU-Journalisten über EU-Fördergeldmissbrauch von Mitarbeitern der The Times/Sunday Times. Natürlich spielen Ressourcen eine bedeutende Rolle, investigativer Journalismus ist aufwendig. Das Center for Independent Media Assistance (CIMA) schätzt den finanziellen Zuschuss der EU-Kommission und den anderen EU-Institutionen für die Unabhängigkeit von Medien auf rund 80 Millionen US-Dollar. Nicht mehr als zwei Prozent davon fließenin investigativen Journalismus.

Doch „Geld ist nicht der entscheidend Faktor,“ so Margo Smit, die Journalistin und Studienautorin, die heute das Ergebnis im Haushaltskontrollausschuss präsentierte. Es ist der Wille. Und dabei spielen oftmals die sehr engen politischen Interessen der Journalisten und Medien eine Rolle. Der konservative EU-Abgeordnete Ryszard Czarnecki meinte etwa, dass die nationalen polnischen Journalisten das eigene Land für ihren Umgang mit EU-Fördermitteln nicht kritisieren, weil sie das polnische Image, wonach das Land einen sehr sorgsamen Umgang mit EU-Geldern pflegt, bewahren wollen. Auf der anderen Seite versuchen britische Medien durch aggressive Berichterstattung das Image der Europäischen Union zu schädigen, so der britische Sozialdemokrat Derek Vaughan. Hinzu kommt, dass ein Großteil der EU-Journalisten sogenannte „institutionelle Journalisten“ sind, also Personen, die eine pro-EU Einstellung verfolgen und einen geringeren Schwerpunkt auf die Prüfung von politischen Vorgängen setzen.

„Summa summarum, fehlender Wille aufgrund fehlender Unabhängigkeit der Medien gepaart mit ökonomischem Druck sind die zentralen Gründe für fehlenden investigativen Journalismus. Daher „zeigt sich eine Verlagerung in Richtung der Veröffentlichung von investigativen Berichten betreffend EU in investigativen Zentren und/oder neuen Medien, unter Verwendung der vielen Möglichkeiten, die das Internet bietet, um Daten und Dokumente, Hintergrund, Kontext und Methodologie hinzuzufügen,“ heißt es in der Studie. (siehe unten – lesenswert!!)

Politik muss Vorraussetzungen schaffen:
Guter investigativer Journalismus beginnt jedoch bei der Politik selbst. Die Voraussetzung dafür ist Transparenz. Sprich, eine verpflichtende, zentrale Veröffentlichung von allen Informationen und Daten in für Computer leicht lesbarer Form und verschiedenen Formaten, einschließlich Sanktionen bei Nichteinhaltung. Darüber hinaus sollte die EU eine wichtigere Rolle bei der Ermöglichung, Überwachung und Durchsetzung eines „Medienpluralismus, dem Schutz von Quellen und Whistleblowing-Regeln sowie Pressefreiheit im Allgemeinen“ einnehmen, so die Ratschläge der Studie. Dem kann man nur zustimmen. Denn Fakt ist: Das Niveau der journalistischen Professionalität muss angehoben werden. Derzeit ist die „vierte Gewalt“ nicht mehr in der Lage seine Aufgaben ausreichend wahrzunehmen.“

http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/cont/dv/deterrenceoffraud_study_/deterrenceoffraud_study_en.pdf
Sollte man sich einfach als Journalist und Mediennutzer mal zu Gemüte und Bewusstsein führen – ganz ohne Gefahr – oder für „Nichtengländer“ per www-einfach übersetzen. (
falls nicht zu öffnen – bitte unter Quelle…)

WWW-Quelle: http://www.ehrenhauser.at/wir-brauchen-mehr-investigativen-journalismus/

Versprochen ist, dass es beim nächsten Schreiben wieder textlich größer (12) wird. Können unsere Journalisten versprechen, etwas mehr investigativ tätig zu sein, also gründliche Recherche …nur so zum ANREIZ. Sealed

Mit freundlichen Grüßen aus der freien, heiteren, unabhängigen Schreiberwehrwerkstätte.

Klaus Schreiner – für eine Befreiung unserer Journalisten aus – siehe oben. Dann könnte auch eine Wiederherstellung unserer Tiroler Eigentumsrechte erfolgen. Es benötigt eine freie unabhängige Presse bzw. Medien, damit die Herrscher nicht alles machen können. Es darf nicht sein, dass die Tiroler ÖVP über 31 Jahre die Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes nicht umsetzt!

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Lieber Mitmensch,

die Macht der Mediokraten. Meinungssteuerung. Macht, deren Einfluss und Verantwortung, gepaart mit Ethik- und Gesellschaftslehre würde der eingeschränkten Meinungsfreiheit ein No Go verpassen. Wir Bürger, die Meinungsübernehmer, informieren uns über Medien, die sich meist als kritische, unabhängige Meinungsvertreter darstellen, und wir Bürger, die diese Darstellungen nicht wirklich kritisch hinterfragen bilden uns die Boulevardmeinung. Es unkritisch lesen und in uns aufnehmen. Es fehlt nicht nur meiner Meinung nach Meinungsfreiheit in unserer Presse! Sorry, es ist halt so. Natürlich sind auch immer wieder gute Reportagen und Berichte verstreut in unseren Medien vorhanden und darunter. (Falter, SN, Standard, Presse, Profil und ein paar andere Medien, aber nicht mehr viele und auch nicht immer). Jetzt wird es ziemlich hart und direkt. Die anderen Medien hätten sich eigentlich Kürzungen bis Streichungen der Presseförderung verdient. Und zwar ohne Bürgersorry! Von Wem und vor allem Wie wird unser Meinungskodex eigentlich gestaltet? Wer kennt das österreichische Dilemma? Mund halten oder Meinung sagen, Meinung sagen oder …? Nach Thomas Chorherr. Ich stimme zwar nicht in allen Punkten überein mit dieser Meinungsvertretung aber lesen hilft weiter! Anzumerken ist, dass vor langer Zeit manche Medienvertreter öffentlich und in Büchern so Einiges verkündet haben, was lesenswert ist und wäre und doch hat sich nichts geändert. (siehe Buchtipps unten) Arme unfreie Menschen. Selbstbefreiung erfordert Bereitschaft, Mut, Plan, Ziel, Strategie, Engagement und Willen. Wer denkt mit? Wer macht mit? Wer verdient sich seine Freiheit? Das Grundrecht der Freiheit ist eh klar. Des Menschen Motive und Entscheidungskriterien sicherlich auch.

„Jedermann hat Anspruch auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die Freiheit der Meinung und die Freiheit zum Empfang und zur Mitteilung von Nachrichten oder Ideen ohne Eingriffe öffentlicher Behörden und ohne Rücksicht auf Landesgrenzen ein“.

© bitte google´n, führt hier zu weit…

„Die Presse muss die Freiheit haben, alles zu sagen,

damit gewisse Leute nicht die Freiheit haben, alles zu tun.“
Stewart Alsop (1914-74), amerik. Journalist

Pressefreiheit = Das Recht, Lügen zu drucken, ohne dazu gezwungen zu sein.“
Robert Lembke (1913-89), dt. Fernsehmoderator u. Journalist, 1949-60 Chefredakteur u. Fernsehdir. Bayer. Rundfunk

Es gibt keine Freiheit ohne Pressefreiheit.“ unbekannt

„O Freiheit süß der Presse!/ Kommt, laßt uns alles drucken,/ Und walten für und für;/ Nur sollte keiner mucken,/ Der nicht so denkt wie wir.“ Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter

Von der Pressefreiheit hängt praktisch jede andere Freiheit ab.“
Salvador de Madariaga y Rojo (1886-1978), span. Schriftsteller u. Politiker, Franco-Gegner 

 

Mit Imagewerbungs-unverständlichen-pressefreundlichen Grüßen         Klaus Schreiner

PS: empfohlene Bücher: „Am besten nichts Neues“ Tom Schimmeck, „Die Verschwörung der Journaille zu Berlin“ Gerhard Hoffmann, „Republik der Wichtigtuer“ Tissy Bruns, „Die Abrechnung“ Udo Schulze und viele mehr.

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An unsere Bundesregierung und unsere „liebenMedienvertreter! Innsbruck, 2013-01-16 P

Offener Bürgerbrief – Gewaltfreier Widerstand 2.0 mit friedlichen Mitteln! 

Liebe Systemanalytiker und Mitbürger,

1. These: MedienMeinungsbildung im Spannungsfeld von Konzerninteressen und Journalismus

2. Antithese: Fließband-Journalismus versus aktiver investigativer Journalismus 2.0

3. Synthese:     Fakten, Ehrlichkeit und der Wahrheit verpflichtet in Anbetracht der subjektiven selektiven Auswahl des Blickwinkels und der Darstellung sowie Konsenssichtweise

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1. T.: Zustand derzeit: Keine Zeit, kein Geld, zuwenig Ressourcen – Aushungerung der Redaktionen.

Übernahme der Nachrichten aus APA-Meldungen und von Presseagenturen. Vielfach ungeprüfte Übernahme und Gleichschaltung der Medien. Auswahl des Blickwinkels im Interesse der eigenen Existenz und die der Brötchengeber. (in Österreich mediale regierungsfreundliche bis –konforme Hofberichterstattung durch Imagekampagnenwerbegelder – einzigartig in Europa – „Der Bürger bezahlt dadurch für sein eigenes Beschissenwerden“ hat jemand mal geschrieben – Quizfrage wer?). Der Versuch zur Wahrheit vorzudringen schwindet immer mehr! Die kostenlosen virtuellen Medien nehmen den Printmedien immer mehr Marktanteile ab und gefährden deren Existenz. Die Google-News und Yahoo-News (Softwareprogramme welche News sammeln) nehmen den virtuellen Medien die User ab. Die Zeiten ändern sich rasant.

2. A.: Was ist faul dran:
Objektive Berichterstattung ist ein Mythos! Den Deckmantel der Objektivität lüften, die Bevölkerung aufzuklären und kritikfähig zu erhalten. Die eigene Beschränkung bei der Auswahl des Themas aus den zahlreichen Themen, der Sichtweise/Perspektive, des Schreibstils ist subjektiv und selektiv. Wir sollten uns dies eingestehen, nicht verdrängen und nichts anderes vortäuschen.

3. S.: Was soll geändert werden:
Den Journalisten sollten die notwendigen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden und Freischreiber staatlich unterstützt werden.
Journalisten sollten Rebellen (schwierig) sein (können), dem Versuch die Wahrheit darzustellen und der Ehrlichkeit verpflichtet sein! Auswahl der relevanten Wahrheit/Blickwinkel un
d Themen sind wichtig in der Berichterstattung durch freie Journalisten
. Es sollten Werteansprüche eingehalten werden können. Ein journalistischer Ethikkodex sollte gelebt werden können. Anspruchsvoller Journalismus ist aktiv, rebellisch und investigativ. Wenn Fakten durch Geldeinflusskräfte permanent entkräftet werden hilft das der Wahrheitsfindung nicht. (siehe z. B. Nahrungsmittelspekulationsgutheißungsberichte!) Die Methoden der Propaganda- und PR-Industrie sollten allen bekannt gemacht werden, auch Wahrheitsmanagement und strategische Kommunikation.

Speziell bei sozialen Nachrichtenthemen, deren emotionelle Aspekte sehr machtvoll sind, müssen diese sorgfältigst aufbereitet werden, um die Berichte nicht zu verfälschen/verzerren. Die Wichtigkeit von Inhalten sollte/muss bewertet und „moralisch“ beurteilt werden. Es geht um die Menschheit und deren Überlebensfähigkeit und um Nachhaltigkeit. Bei Themen wie z. B.: Steuer-ungerechtigkeiten und dadurch bedingt soziales Verteilungsunrecht, politisch gewollte Arbeitslosigkeit bis Armut, politisch gewollte und unterstützte Hungerkatastrophen und Kriegstreiberei bis Kriegs-handlungen, Geopolitik der Wirtschaftsmächte, politische Eliten (und damit auch der Gesellschaften) in der Geiselhaft des teils unkontrollierten profitorientierten Finanzmarkts, die europäischen und österreichischen Machenschaften der Finanz-, Chemie-, Agrar-, Pharma-, Autoindustrielegion (Lobbyisten) und deren Geschäftspartner in Entscheidungsstellen, und vieles mehr…

Mit nachdenklichen Bürgergrüßen an „freie“ Vertreter der Meinung im öffentlichen

MeinungsbildungsRaum der Bürgerbewusstheit.

                                            Klaus Schreiner

PS: Nick Davies – google noch Mal.

PSS: Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst und löst einseitige moralische Panikberichterstattung aus. Der Blickwinkel wird zu Gunsten der eigenen Nation und Soldaten verschoben. PSSS: Der Smith-Mund-Act von 1948 der US-Regierung und die strategischen Aus- und Umwege „der Meinungsmacher“ über England sollten nicht unerkannt und unbewusst bleiben.

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