Friedensarbeit: Friedensengagierte Menschen auf der Friedensfahrt Berlin – Moskau erhalten ein Gedicht – … Doch Eure Reise, liebe Friedensfahrer, gibt mir Hoffnung. Ich bitte Gott, in Christi Namen, dass er verhindert, was finstere Mächte für unsere Länder planen.

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 13.08.2016

Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls.

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen:

Gedicht für die Friedensfahrer von
Angelika Eberl

Die deutsche Seele sagt zur russischen Seele:

Es sind zwei schöne Länder,
die sehnen zusammen sich sehr
und können zusammen nicht kommen,
ein Band von Ländern steht quer.

Ihr Länder, ich versteh euer Bangen,
doch kommen wir so nicht weiter.
Das Säbelrasseln muss ein Ende haben,
sonst wird die Menschheit scheitern.

Meine Ahnen haben sie auf Euch gehetzt
So wurden wir tragisch verbunden
Wie wurden dabei die Messer gewetzt.
Heut reuen mich Eure Wunden.

Oh Russland, ich weiß, wie sehr Du gelitten hast
um meinetwillen. Meine Schuld ist bekannt.
Auch heute fühlst Du Dich zu Recht bedroht
Und wirst zu Unrecht Aggressor genannt.

Es tut mir so Leid. Ich will das nicht.

Und weil ich mich widersetze,
das Schwert gegen Dich zu erheben (1)
fürcht ich, dass sie Söldner holen,
um ihnen Waffen zu geben.

Der Westen meint, meine Geistesgrößen
kämen nicht in Betracht.
Nur Hegels Dialektik wird heimlich genutzt,
für Konflikte, die willkürlich gemacht.

Eine Gruppe hetzt Völker aufeinander
und spielt sie gegeneinander aus.
Und jagt dann mit feigen Waffen
Den Hass, den selbst sie geschaffen.

Gudrun muss schmutzige Wäsche waschen.(2)
So steht Gudrun am Strand und harret,
auf den Bruder und den Freund.
Mein Geist wurde unfruchtbar und erstarret.

Doch Eure Reise, liebe Friedensfahrer,
gibt mir Hoffnung.

Ich bitte Gott, in Christi Namen,
dass er verhindert,
was finstere Mächte
für unsere Länder planen.

Belege:
(1) Umfrage, die zeigt, dass Deutsche nicht gegen Russen kämpfen wollen; daraus machte die ZEIT online einen Artikel mit der Schlagzeile: „Deutsche würden Nato-Partner nicht verteidigen“ ( 10. Juni 2015.)
(2) Gudrun-Sage: Die gefangene Königstochter Gudrun muss an Hartmanns Hof die Arbeit einer Magd tun und schmutzige Wäsche waschen.


An dieser Stelle möchte ich mich mal herzlich bei allen Friedensfahrern, für ihren unglaublichen Einsatz, ihr Durchhaltevermögen und Disziplin, bedanken.

Diese Fahrt ist wahrlich kein Zuckerschlecken oder Urlaub.
Alleine die sehr großen Distanzen, die zu fahren sind, fordern schon sehr viel Kraft. Weiterhin läuft bei einer solchen Strecke nicht alles nach Plan und es muss improvisiert werden. Die sehr vielen Termine und Begegnungen fordern ein weiteres Maß an Energie. Von den sehr kurzen Nächten, mancher Übernachtung im oder am Fahrzeug, ganz zu schweigen. Dazu kommen, in diesem riesigen Land, noch sehr lückenhafte und langsame Internetanbindungen um die Bilder und Videos zu übertragen. Dabei noch Bilder, Videos und lange Kommentare zu schreiben, fordert den letzten Rest an Energie bis hin zur Erschöpfung und darüber hinaus.


Für diesen hervorragenden Einsatz, bedanke ich mich von ganzem Herzen.


Ich bitte darum dies alles, bei möglichen Kritikpunkten aus der Sesselperspektive am heimischen PC, zu berücksichtigen.


Danke, das ihr alle in dieser Gruppe, diese Mission unterstützt. 🙂

Bild zeigt Sonnenbrille, eine oder mehrere Personen und im Freien

 

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Jörg Hausburg

Freundschaftliche Grüße vom Ostseestrand! ❤️

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TAG 6: Sankt-Petersburg – Auf Knien bat Owe Schattauer um Vergebung für das Kriegsleid

12. August 2016

route7SANKT PETERSBURG – Auch im ehemaligen Leningrad wurden unsere Friedensfahrer aufs Herzlichste begrüßt. Ergreifende Szenen spielten sich beim Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges ab. Jeweils mehrere hundert Menschen beider Nationen besuchten die Gedenkveranstaltung.

NuoViso-Reporter Daniel Seidel berichtet:

Wir kommen kurz nach elf mit einem Dutzend Friedensfahrern, in großen Wohnmobilen, am Partisanenmahnmal Luga an. Ein hohes Denkmal, das eine Frau zeigt, es ist mindestens 30 Meter hoch, steht auf Hügel. Als wir ankommen, sind nur wenige da. Ich sehe, dass mehrere Hundert Russen da sind. Tänzerinnen in Kostümen, Soldaten in Uniformen. Eine Handvoll Polizisten, die sich sehr zurückhalten. Die Russen waren alle sehr diskret festlich gekleidet. Ich habe mit Filmen alle Hände voll zu tun. Ungefähr eine Stunde nach unserer Ankunft kommen dann auch die anderen Friedensfahrer aus Pskow am Denkmal an. Als Owe Schattauer und Rainer Rothfuß eintreffen, werden sie von Politikern und Repräsentanten begrüßt. Inzwischen sind mehrere Hundert Menschen da. Ein Meer von Autos parkt am Rande des Geländes.

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Mit viel Musik und Tanz wurden unsere Friedensfahrer am Kriegsmahnmal Luga begrüßt.

Wie bei den Russen üblich, werden wir mit Brot und Salz begrüßt. Es kommt Kalinka-Musik. Owe, Rainer und andere Teilnehmer gehen die Treppe zum Denkmal hoch. Zwei Dutzend Journalisten sind anwesend. Jeder versucht, das beste Bild einzufangen. Auf dem Podest vor der Statue sind Lautsprecher aufgebaut. Auch zwei sehr attraktive Damen mit einem Sowjetstern auf den Mützen, stehen da.  Ich entdecke Kriegsveteranen zwischen ihnen, trotz ihres hohen Alters gingen sie ohne Stock und würdevoll die Treppe hoch. Sie stehen die ganze Zeit, während der Reden. Ich habe großen Respekt vor ihnen.

Juri Andrejewitsch Minin, Vorsitzender des Komitees für auswärtige Beziehungen, des Bundeslandes Leningrader Gebiet, begrüßt die Angereisten: „Viele Menschen die heute hier sind, sind ungeachtet des politischen Klimas, das um unser Land herum geschaffen wird, über viele Kilometer hier her gefahren, und sind somit ein Symbol für unsere Freundschaft, zwischen unseren Staaten. Sie sollen wissen, dass die Einwohner Russlands Ihre Friedensfahrt aufmerksam verfolgen.“ Das russische Staatsfernsehen habe den Beginn der Tour in Berlin sogar Live übertragen.

13987318_10205326717526445_75071370_oEine Einwohnerin St. Petersburgs spricht: „Das deutsche und das russische Volk haben im Laufe ihrer Geschichte sehr viele schmerzliche Erfahrungen machen müssen, und gerade unsere Völker wissen, wie wichtig der Frieden ist.“

Oleg Michailowitsch Malaschenko, Bürgermeister des Landkreises Luga: „Wir wollen alle nur Eines: Einen friedlichen Himmel über unseren Köpfen, wir wollen, dass in unseren Häusern Kinderlachen erklingt, und wir wollen für unsere Kinder eine friedliche Zukunft.“

Rainer Rothfuß spricht: „Danke, dass Sie uns so herzlich empfangen haben. Wir müssen es uns ganz lebendig vorstellen, wie schlimm Krieg ist. Das Leid, das damals geschehen ist, darf nie wieder geschehen! In den letzten Jahren hat uns allen das Herz geblutet, als wir gesehen haben, wie unsere Medien einseitig Propaganda gegen ein ganzes Volk gemacht haben, gegen Russland, und die Politik nach und nach mitgeholfen hat, die Gräben tiefer zu machen.

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Owe Schattauer (v.li.) und Rainer Rothfuß gelobten, alles in ihrer Macht stehende gegen den Ausbruch eines weiteren Krieges zu unternehmen.

Wir haben gesagt: Wir lassen uns nicht mehr länger manipulieren! Wir können die Ungerechtigkeiten nicht mehr hören, mit Olympia, mit Eurovision und mit NATO-Manövern. Es ist überwältigend, welche Liebe, welche Gastfreundschaft uns hier entgegen kommt. Wir haben das noch nie erlebt, in keinem anderen europäischen Land.“

Owe Schattauer bedankt sich, dass die Russen so gutes Wetter für die Veranstaltung bestellt hätten. „Es gibt zwei ganz wichtige Ausdrucksformen, die keine Sprache brauchen: Das Lachen und das Weinen. Ich kann Ihnen jetzt schon sagen: Auf den ersten fünf Tagen unserer Friedensfahrt hat Jeder von uns gemeinsam mit den Menschen gelacht und geweint. Das sollte uns zeigen, dass wir alle gleich sind. Wir wollen alle nur in Frieden leben.“

Schweigeminute für Opfer des Zweiten Weltkriegs. Trauermusik erklingt während der Schweigeminute. Das Schlagen eines Taktstocks ist zu hören, gefolgt von einem lauten Gong. Zwei Soldaten tätigen Salutschüsse, tragen einen Kranz bis hinter die Statue. Dort befindet sich eine kleine Kapelle mit Blumen und Gedenktafeln, wo sie den Kranz niederlegen.

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Rainer Rothfuß und Owe Schattauer legten in der Gedenkkapelle ein Blumengesteck nieder.

Auch Schattauer und Rothfuß legen einen Kranznieder, gefolgt von den deutschen Friedensfahrern, die ihrerseits Blumen niederlegen.

In der Kapelle berichtet eine alte Russin den versammelten Friedensfahrern von Ihrem erlebten Kriegsleid, sie bricht dabei in Tränen aus. Auch Owe Schattauer weint, er sinkt auf die Knie und ergreift bittend ihre Hände: „Bitte verzeihen Sie uns, Großmutter!“ Professor Rothfuß stimmt einen Ruf im Chor mit den Deutschen an: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Krieg!“ Die versammelten Russen wiederholen die Rufe in ihrer Sprache. Russen und Deutsche begegnen sich anschließend bei einem Imbiss, es gibt Brötchen und Gurken, der Wodka fließt dabei in Strömen. Zeit für kurze Gespräche mit den Mitreisenden. Alle sagen, dass sie sehr ergriffen seien von der Würde und Trauer bei der Gedenkveranstaltung.

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Nach ergreifenden Gedenkreden legten die Friedensfahrer Blumen in der Kapelle am Kriegsmahnmal nieder.

Ab 14.30 Uhr fährt der Konvoi weg. Alle Friedensfahrer sagen, die Veranstaltung sei sehr ergreifend gewesen. Von da bis ins Stadtinnere brauchen wir eine ganze Stunde.

19 Uhr besichtigen einige Teilnehmer eine Klinik, in der russische alternative Heilmethoden vorgestellt werden. Ich und meine Freunde sind nicht dabei. Wir haben beschlossen, heute früh schlafen zu gehen, damit wir endlich einmal wieder ausgeschlafen sind, am nächsten Tag.

21.30 Uhr gehen wir aber doch noch mal an die Strandpromenade der Ostseestadt. Ein überwältigender Anblick  St. Petersburger Skyline rundet den Abend ab.

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Morgen stehen für die Friedensfahrer Stadtrundfahrten durch St. Petersburg an.

TAG 7 soll ganz im Zeichen sozialer Projekte stehen: Ein Besuch einer Armenküche ist geplant, ebenso der eines Mutter-Kind-Projektes und einer Kirche. Am Abend findet ein Benefizkonzert statt. Wir berichten.



Vogtländer bringen ein Bild zu Putin

Friedensfahrt Für den Frieden 4000 Kilometer nach Russland

 Dirk Spengler und Sascha Vrecar (r.) beim Start zur Friedensfahrt. Der Anzug muss mit, schließlich will man Putin ordentlich gegenübertreten. Dirk Spengler und Sascha Vrecar (r.) beim Start zur Friedensfahrt. Der Anzug muss mit, schließlich will man Putin ordentlich gegenübertreten.

Foto: Simone ZehBei der Friedensfahrt nach Moskau, die in Berlin begann, sind Dirk Spengler aus Spielmes und Sascha Vrecar aus Rodewisch dabei. Sie gehören zu den 235 Teilnehmern, die auf dem Weg nach Russland zu Putin sind. Mit dem Auto, per Motorrad oder Truck im Konvoi, der in Gruppen aufgeteilt ist. Die Beiden werden die Gruppe H anführen. Im Juni hatte sich Dirk Spengler, Unternehmensberater in Plauen, für die Friedensfahrt angemeldet. Die Idee dazu kam, als er im Fernsehen darüber erfuhr. Warum er mitmachen wollte? „Weil ich finde, dass es das Schlimmste ist, was uns passieren kann, wenn ein Krieg mit Russland ausbricht.“ Und es gibt einen persönlichen Grund: „Mein Urgroßvater fiel 1915 bei Warschau im Krieg. Und mein Großvater kehrte im Zweiten Weltkrieg verletzt aus dem Kaukasus zurück.“ In Russland war der 46-jährige noch nie. Sascha Vrecar war bereits mehrere Male in Südamerika mehrere Monate auf eigene Faust unterwegs. „Ich war zum Beispiel in Kolumbien, Bolivien, Peru und Ecuador.“ Der selbstständige Eventmanager berichtet, dass sein Großvater aus Kaliningrad stammte. Auf die Stationen unterwegs, zu welchen Konzerte, Tanz oder Kranzniederlegungen gehören, freuen sie sich. Warum sie einen guten Anzug und Hemd dabei haben? „Geplant ist, dass Putin als Friedenssymbol ein Bild überreicht werden soll. Ein Landschaftsbild“, sagt Dirk Spengler. Bei dieser Veranstaltung wollen die Friedenfahrer im ordentlichen Outfit erscheinen.

Im großen Konvoi ging es am Tag der Abfahrt zum Brandenburger Tor, dann gen Stettin, nach Litauen und Lettland, dann nach St. Petersburg und Moskau. Am 21. August wollen die Friedensfahrer zurück in Berlin sein. Infos zur Aktion findet man unterwww.druschba.info.

 
erschienen am 13.08.2016

© Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz 


Hier kommt man durch Anklicken zu einem russischen Fernsehbeitrag über die Friedensfahrt.

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Автопробег за Мир Берлин-Москва: Калининград, Гвардейск, база НАТО и Рига

 

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen:

http://www.druschba.info/?S=News_Was-tut-sich_Detail&lang=DE&D=KZSPkMnImO8B

11.08.2016     Sweschii Weter (firscher Wind) regionale Presseagentur

 

Ein guter Deutscher ist ein zorniger Deutscher

Am 7. August startete vom Brandenburger Tor in Berlin die Friedensfahrt an der rund 250 Menschen teilnehmen. Die Teilnehmer der Fahrt halten Kurs auf Moskau, am 10. August waren sie in Pskow und am 11. August kam der Organisator der Aktion Owe Schattauer, in Russland als der „zornige Deutsche“ bekannt mit seinen Freunden in die Redaktion der Pskower Newsfeeds um zu berichten: welches Problem sie mit ihrer Fahrt zerschlagen wollen.
Obwohl das Wort „schlagen“ im Kontext des Gespräches mit diesen Menschen eindeutig keinen Platz hatte. Die Teilnehmer der Fahrt (und unter ihnen nicht nur Deutsche, sondern auch Amerikaner, Ukrainer, Franzosen, einige Österreicher, Schweizer, eine Deutsche türkischer Herkunft, ein Israeli der in Palästina geboren wurde, Russen – womöglich haben wir jemanden vergessen, aber es ist echt international) sprachen sehr emotional, dass sie es Leid sind Krieg fürchten zu müssen und verzweifelt den Frieden wollen. Nach Russland sind sie nicht mit dem Ziel gekommen, um sich persönlich von der Abwesenheit der Bären auf den Straßen zu überzeugen, oder um zu sehen, dass die Russen genau solche Menschen sind wie sie. Sie kamen um zu zeigen, dass die Europäer weder an einer Auseinandersetzung und noch weniger an einem Krieg mit Russland interessiert sind.
„Wir fühlen uns wie Sanitäter, die die Wunden versorgen müssen, die euch von der antirussischen Propaganda zugefügt wurden“, – sagte Dr. Rainer Rothfuß, der bis vor kurzem Professor an der Universität in Tübingen war und sich dort der kritischen Geopolitik beschäftigte.

Während dessen lenkte Owe Schattauer die Aufmerksamkeit auf die T-Shirts, die die Teilnehmer der Fahrt anhatten: ein Herz aus zwei Hälften – aus zwei Hälften der russischen und deutschen Fahne, die eine Friedenstaube verbindet. Er ist ein nicht nur sehr emotionaler, sondern auch ein sehr aufrichtiger Mensch, mit einem ausgeprägten Sinn für soziale Gerechtigkeit. Aber wer ist er, dieser zornige Deutsche, der glaubt, dass die Menschen ohne die Vermittlung von Politikern durchaus in der Lage sind sich auf friedlichem Wege miteinander zu einigen?

Er stammt aus Ost-Deutschland, genauer gesagt – aus der DDR. „Als ich 19 war, habe ich erstmals an Straßendemonstrationen gegen das sozialistische System teilgenommen. Und damals wurde es als Verrat betrachtet: “Ich war in der Armee, und hatte die Interessen der Regierung zu vertreten, aber ich war auf der Seite der Menschen die gegen diese protestierten“, erzählte Owe mit Hilfe der Übersetzerin Larissa, die schon seit 22 Jahren in Deutschland lebt. Danach beschäftigte er sich 25 Jahre mit Rap-Musik, schrieb Songs mit Texten, die sich wie man bei uns sagen würde mit dem „sozialen Wiederstand“ beschäftigen. Und wie es scheint, sein ganzes Leben (jetzt ist Owe Schattauer 47 Jahre, obwohl er wie ein ewiger Jüngling aussieht) dem Widerstand gegen jede Ungerechtigkeit gewidmet. Vor zwei Jahren begriff er, dass es an der Zeit war schon wieder auf die Straße zu gehen – für den Protest gegen das herrschende System.

Das Internet eröffnete ihm die Möglichkeit, von Tausenden Menschen gehört zu werden. „Wenn es das Internet nicht gäbe, würden wir jetzt nicht an diesem Tisch sitzen. Das Internet öffnete mir die Tür in die Welt, ich erfuhr, dass ich nicht alleine bin, dass ich verstanden werde und, dass es Gleichgesinnte gibt“ erzählt Owe. Und er stellt fest, dass der Funke der die Flammen einer neuen Freundschaft entflammte, Rainer Rothfuß wurde. Dieser wurde in den „alternativen Medien“, die über Meinungen berichten, welche sich von den Ansichten der meisten deutschen Medien unterscheiden, bekannt.

Durch den Umgang mit ihm kam die Idee der Friedensfahrt auf, da Owe Schattauer schon vorher alleine Russland besucht hatte. Nach diesem Besuch brach buchstäblich eine Welle der Unterstützung für seine Idee los, die zeigte, dass viele Menschen in Deutschland nicht die Ambitionen der Deutschen Spitzenpolitiker, die eine konstante negative Haltung zu Russland vertreten, teilen. „Wir sind mit Rainer sehr unterschiedlich, aber wir fangen schon an uns anzugleichen. Aber sie sehen, er ist ein Professor, ein Doktor und immer im Anzug und ich bin ein Musiker der auf einer Baustelle arbeitete. Von meiner Seite hört man dauernd „Bam-Bam-Bam“, von seiner ein intelligentes „Klik-Klik-Klik“. Aber es ist sehr wichtig, dass man auf den ersten Blick erkennt, dass wir unterschiedlich sind, wir sind aus unterschiedlichen sozialen Schichten, aber wir wollen Frieden. Unsere Religion, Hautfarbe, Bildung, Alter sind unwichtig. Wichtig ist, dass wir Frieden wollen“ betonte Owe Schattauer emotional.

Er erzählte, dass er in einer Familie aufwuchs, in der nur Liebe und Güte im Umgang miteinander herrschte. „Ich habe auch im Text eines Liedes die Worte: wenn ich eine Kindheit wählen könnte, würde ich die gleiche wählen die ich hatte. Ich habe einen Bruder, der ruhiger ist als ich. Aber wir schätzen beide Ehrlichkeit und Fairness. Wenn wir als Kinder Süßigkeiten bekommen hatten, haben wir immer ehrlich geteilt: zehn blaue Bonbons für den Bruder, zehn blaue für mich und alle bunten haben wir den Eltern gegeben. Niemand von uns wollte mehr haben, nur damit es fair bleibt. Wir hatten immer schon ein ausgeprägtes Gefühl von Einfühlungsvermögen, Empаthie und Mitgefühl. Ich bin im Kindergarten und in der Schule immer für die Eingetreten, die gemobbt wurden. Auch als Erwachsener missbillige ich Ungerechtigkeit, mangelndes Mitgefühl und die Unfähigkeit das Leben durch die Augen eines anderen zu betrachten. Ich will in einer Welt leben, die aus mitfühlenden Menschen besteht.“ gesteht der „zornige Deutsche.“ Als Antwort auf die Frage: „Glaubt ihr, dass die deutschen Medien eure Ideen und Lebenseinstellungen nicht teilen?“, ertönte plötzlich ein lautes Gelächter von allen Anwesenden. „Lichtjahre trennen uns! Die deutschen Medien und diejenigen, die sie bezahlen, wollen, dass diese Distanz erhalten bleibt. Sie sind das Sprachrohr der Macht, sie machen schöne Bilder, die Menschen faszinieren. Sie vermüllen die Gehirne, um die öffentliche Meinung zu manipulieren. Damit implantierte man die Ideen der Nato Osterweiterung und das Russland der Feind ist. Wir wollen zeigen, dass es nicht so ist! „- sagen die Teilnehmer der Fahrt (und allen voran – Owe Schattauer.)

Sie alle scheinen größere Freunde Russlands zu sein, als ein patriotisch eingestellter Russe: „Jeder, der nur für eine Sekunde in die Augen der russischen Menschen schaute, hat den Beweis bekommen, dass er Recht hat. Jeder von uns hat sofort begriffen, dass die Russen keinen Krieg wollen und man sich nicht vor ihnen schützrn muss“ – sagte Owe. Doktor Rothfuß betonte, dass diejenigen, die im Rahmen der Friedensfahrt nach Russland kamen, dies schon vorher wussten: „Wir sind gekommen um zu sagen, dass wir gegen die NATO-Propaganda sind. Wir wissen: Russen sind ein wunderbares Volk. Unter denen, die gekommen sind, gibt es diesbezüglich keine Zweifler. Jedoch gibt es diese in Deutschland.“

Laut der Information unserer Gäste, wurde die Friedensfahrt durch private Mittel der Teilnehmer organisiert. „Aber wir haben Menschen, die wenig Geld besitzen. Viele konnten uns aus diesem Grund oder aus Gründen gesundheitlicher Probleme nicht begleiten. Viele Unterstützer der Friedensfahrt sind ältere Personen. Manche von denen, die zwar mitfahren wollten, aber nicht konnten, haben durch Spenden die Fahrt für andere ermöglicht. Noch nie gab es eine so große Welle der Sympathie für diese Idee. Aber was für ein normaler Mensch kann diese Idee nicht teilen? Wir alle können „gegen“ sein, aber jetzt müssen wir lernen „für“ zu sein, für Frieden, für Freundschaft zwischen den Völkern, für Verständnis, für positive Dinge. Wir müssen nicht nur darüber reden, wir müssen handeln“ sagten der Musiker-Bauarbeiter und der Professor.

Schlechtes Wetter veränderte in vielerlei Hinsicht die Pläne der Friedensfahrer. Sie wollten einem Konzert am Platz vor dem PskowSU beiwohnen, aber es klappte nicht, genauso wie das morgendliche Freundschaftsspiel Fussballspiel.

Jetzt hofft man, dass sich am Abend in Pskow das Wetter bessert und sie sich unter die pskower Bevölkerung mischen können. „Ich hoffe das die Russen uns verstehen werden. Die Deutschen wollen keinen Krieg, wir schämen uns für unsere Politik, wir schämen uns für unsere Presse“, – sagt Herr Rothfuß.
Owe Schattauer erinnert sich, wie sie in Gwardejsk (Region Kaliningrad) empfangen wurden: „Wir legten Blumen am Denkmal für die im Krieg gefallenen nieder. Es war ein sehr emotionaler Moment für alle beteiligten. Wir standen zwischen den Einwohner der kleinen Stadt, jeder von uns umarmte jeden von ihnen und bei jedem bei allen waren Tränen in den Augen. Zuerst weinten wir zusammen, dann lachten wir zusammen, tanzten und aßen. Jeder fühlte, dass wir zusammen sein können sowie auf diesem Symbol mit der deutsch-russischen Fahne.“ In Kaliningrad wurde Owe spontan eingeladen: „Um ein Uhr nachts hat eine russische Großmutter für uns Pilaw zubereitet, sie ist 85 Jahre und hat einen großen roten Kater! In fünf Minuten war der Tisch gedeckt und sie legten alles drauf. Auch Cognac „Altes Kaliningrad!“ Am Tisch saßen alle von jung bis alt, wir lachten und sangen. Das war ein einziges großes Herz!“… Währen dieser Erzählung bezeichnete Owe kein einziges Mal Kaliningrad als Königsberg, sogar nicht im Namen vom Cognac, der jedem Russen bekannt ist.

Professor Rothfuß füge hinzu: „Wenn wir mit der Politik, die bei uns an der Spitze verfolgt wird, einschließlich in den Medien, unzufrieden sind, werden wir selber Politik machen. Wir fahren hierher und wir werden unsere eigenen Medien in Deutschland machen, da gerade jetzt die Kriegsgefahr viel höher ist als viele glauben. Diejenigen, die die Teilung Europas wollen, diejenigen die wollen, dass Europa schwach ist, sind die gleichen Politiker die keine Freundschaft zwischen Russland und Deutschland wollen. Wir wollen zeigen, dass Menschen in Liebe und Freundschaft miteinander leben können. Wir glauben daran. Und sogar mehr als nur glauben: Wir wissen, dass wir gewinnen.“

Originaltext: Elena Shiryaeva


Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen:

http://n0by.blogspot.co.at/2016/08/raus-aus-schland-vierte-etappe-pskov.html

11 August 2016  Raus aus Schland – vierte Etappe Pskov – Utorgosh

Russland im Regen kann den Friedenfahrer ihre gute Laune nicht nehmen. Jeder macht sein Ding nach dem Motto: „Wie es Euch gefällt.“ Meine Wohlfühl-Oase im Auto gibt mir Platz, Wärme und Kraft, im Blog zu berichten.

Pskov – Unser Nachtplatz nahe dem Pskov-Kremlin und den größten Kirchen:
N 57 ° 49’13.2“
O 028°20’18.4“

Wiki schreibt zu Pskov:

Pskow liegt an der Mündung des Flüsschens Pskowa in die Welikaja in der Nähe des Pskower Sees, eines Nebengewässers des Peipussees. Die Welikaja ist zugleich der Hauptfluss der Oblast Pskow (etwa 55.300 km²). Bei Pskow befindet sich der westlichste Punkt des als russisches Kernland betrachteten Gebietes (also ohne die Oblast Kaliningrad).

Trubel, Jubel, Heiterkeit – so sehen die Nachrichten, Bilder und Menschen auf den Fotos der Friedensfahrt aus. Am Dienstag, den 9. August, hat es mir bislang in Gwardeisk am besten gefallen.

Wie schon im Blog zuvor berichtet, zogen sich die Grenzformalitäten von Kaliningrad-Russland nach Litauen quälend lang hin. Doch spätere Erfahrungen sollten diese Wartezeiten beim Eintritt von Estland nach Russland noch toppen.

Dieser Starfotograf zog sich meinen geballten Zorn zu, da er in der Schlange auf der Brücke nicht aufschloß. Er hatte wohl wichtigeres zu bereden. In Folge drängten sich etwa 20 Fahrzeuge vor, was meine ohnehin gespannten Nerven weiter belasteten. Dass auch unserer Starfotograf  von der Warterei zermürbt war, bewies sein langsam losrollender schwerer Daimler-Kombi. Das gab mir die Gelegenheit, ihn fürchterlich auszuschimpfen, um sein Fahrzeug davor zu bewahren, die Zollschranke zu zertrümmern. Dann hätten wir vermutlich den Übergang nach Litauen uns gleich ganz abschminken können.

Heiterer hingegen waren die Tänzer auf der Brücke. Besonders hübsch machte sich diese junge Dame, welche im Licht der Abendsonne ihre Seifenblasen tanzen ließ.

Wahr ist aber auch: Die Strapazen sind kein leichtes Spiel. Nach fünfstündiger Abfertigung bei der Grenzüberquerung von RusslanTrubel, Jubel, Heiterkeit – dies berichten viele Bilder und Menschen von der Friedensfahrt. Die Strapazen sind kein leichtes Spiel, doch gute Laune erleichtert das Reisen. Nach fünfstündgen Abfertigung bei der Grenzüberquerung von Russland nach Litauen waren wir endlich gegen zwei Uhr nachts am Berg der Kreuze – nicht weit hinter Siauliai.

Vor der Abfahrt gegen 8.00 Uhr früh gönnt sich der Fernfahrer noch eine kurze Morgentoilette auf dem Asphalt und im nahen Gehölz. Dann ging es 538 Kilometer von Litauen nach Lettland, weiter nach Riga, kurz etwa 20 Kilometer durch Estland zur russischen Grenze. Die Grenzen zwischen Litauen, Lettland und Estland sind offen und unbewacht. Die einzigen Eindrücke von Litauen, Lettland und Estland dokumentieren zwei Bilder. Mittlerweile hat meine Frau wohl recht, wenn sie in weiblicher Dramaturgie mir die Begleitung verweigerte mit den Worten: „Ich würde sterben auf der Fahrt!“

Uns hingegen hat die Reise durch Litauen, Lettland und Estland Spass gemacht. Besonders eindrucksvoll die Silhouette von Riga, was meine Frau und mich 2012 schon begeistert hat.

Diesmal beschränken sich unsere Erlebnisse auf der 538 Kilometer Tour durch Litauen, Lettland und Estland auf eine kurze Rast an dem vorzüglichen Kaufhaus im Hintergrund neben der Mülltonne. Dort gelang es uns, Euros gegen Bierflaschen zu tauschen. So war der Abend in Pskov gerettet.

Für meinen Geschmack, der sich im Laufe der letzten Reisejahre wohl immer mehr dem eines Truckers anpasst, hätte diese Grenzstation in Estland vor Russland mir alles gebot, was mein Herz begehrt: WiFi, Sanitäranlagen, warmes Restaurant mit moderaten Preisen, sogar Duschen! Doch wir wollten nach Pskov. Die russischen Grenzer und Grenzer*Innen standen uns noch bevor, obgleich diese tüchtigen Beamt*Innen ohne Fehl und Tadel arbeiten.

Die Abfertigung von Estland nach Russland hielt uns nur etwa eine Stunde auf. Die russischen Grenzbeamten arbeiten unter hoher Anspannung sich durch einen Wust von Formularen. Die Zollerklärung mit lateinischen Buchstaben mussten wir in ein Formular mit kyrillischen Buchstaben übertragen. Ein weiteres Formular mit kyrillischen Buchstaben, DIN-A-4, mit weiteren Verhaltensmaßregeln wurde mir kurz erklärt, von mir unterschrieben und ohne Durchschlag abgegeben. Pass und Zulassungsschein I liefen durch den Kopierer, um diese Dokumente vermutlich im russischen Staatsarchiv abzuheften. Pro Fahrzeug haben wir überschlägig mit einer Zeit von etwa 20 bis 30 Minuten gerechnet. Wir setzten dann mit drei Autos den Weg fort nach Pskov: Harry im DHL-WoMo, mein VW-Bus mit Frank und als Neuzugang in unserer Gruppe Peter im VW-Lupo-TDI.

Eine Kritik lässt sich leider nicht verkneifen: Zweimal trampelten die Grenz-Kontrolleure, ein gestrenger Herr, der wohl der hinteren Mongolei entstammte, und eine fesche, wohlgerundete Russin mit grünem Uniformröckchen und schwarzer Strumpfhose, doch beide trampelten durch meine Wohnstube. Kleine Steinchen von der Grenze knirschten noch nach meinem dritten Aufwischen auf dem Gang, den wir sonst nur ohne Schuhe betreten. Kleinigkeiten, klar.

Von der russischen Grenze waren es noch etwa 50 Kilometer nach Pskov. Peter (63 Jahre) im Lupo-Diesel schloss sich Harry in seinem zum WoMo umgebauten DHL-Transporter an. Allerdings gab uns das Navi nur Koordinaten zum Zentrum von Pskov. Einen Campingplatz suchten wir dort vergebens. Dies erfuhr unser Chef-Kommunikator Frank von einer reizvollen, jungen Empfangsdame mit guten Englisch-Kenntnissen in einem Hotel. Dieses Hotel mit einer Pracht von Marmor und Messing kontrastiert auffällig mit den Plattenbauten der Vororte und noch auffälliger mit den windschiefen Katen am Weg. Als weitere Mitfahrer der Friedensfahrer trafen wir an der Grenze drei martialische Biker und das 7,5 Tonnen WoMo auf Iveco-Basis mit vier Personen in der Größe eines mittleren Fernreisebusses. Größe wird bei der Einfahrt in enge Zollstationen mit hervorstehenden Markisen zum Mangel, wenn das Gefährt anstößt. 

Die Nacht in Pskov mit Blick auf orthodoxe Kirchen versprach recht romantisch zu werden und war sicherlich von frommen Verrichtungen der Gläubigen gesegnet. Good vibrations eben. 

Die Nacht in Pskov mit Blick auf den Platz vor einer orthodoxen Kirche kann ja recht romantisch werden. Ansonsten gilt es nur, Geduld, Vorsicht und Umsicht zu bewahren, um im Verkehrsgewühl nicht anzustoßen, keine Geschwindigkeit zu übertreten – das Übliche eben wie allüberall.

 

In Pskov haben wir eine gute Nacht verbracht. In der Nähe von Kirchen und dem Pskov-Kremlin. Regen klatscht in der Nacht auf die Dachluken, bei Regen aufgewacht. Im WoMo vergleichbar angenehm, andere haben härtere Nächte im Auto hinter sich, beispielsweise im VW-Lupo.

Der 16 Jahre alte VW-Lupo hat Peter schon 250.000 Kilometer kreuz und quer durch Europa geschaukelt – jetzt durch Russland. Die Treibstoffkosten halten sich in Grenzen bei drei Liter Verbrauch auf 100 Kilometer. In Russland kostet Diesel etwa 50 Cent pro Liter, 34,5 Rubel genau. Harry steigt aus seinem DHL-Transporter, den er zu einem knuffigen WoMo umgebaut hat. Er lebt darin schon zehn Jahre, meistens in Portugal,  zur Abwechselung nun in Pskov. Mein Fahrrad auf dem Träger kommt in Pskov erst auf die Straße, wenn der Regen aufhört.

Frank, mein Mitfahrer und Chef-Kommunikator, stürmt geschwinden Schrittes zur Bushaltestelle zur Friedensfahrer-Veranstaltung im Hotel der Stadt. Harry macht sich mit ihm auf den Weg voller Tatendrang. Wenn auch die Sonne fehlt, kann man im Hintergrund eine vergoldete Kirchenkuppel erkennen. Der Anblick wärmt bei einer Außentemperatur von etwa 12 Grad Celsius morgens um sieben. Es kann also nur wärmer und trockner werden. Beim ersten Spaziergang stehen tiefe Pfützen auf den Straßen. Man weicht den Wasserfontänen aus, die die Fahrzeuge auf die Gehsteige spritzen.

Die Erwachsenen erfreut das Pskov-Kremlin mit der monumentalen Lenin-Statue vor einem Gebäude, das entfernt der Akropolis gleicht. Die Kleinen ergötzen sich an dieser Betonumrahumg um die Tanne, welche Gartenzwergen zieren.

Mein erster Morgenspaziergang endet an dem großen Fluß Welikaja in Pskov. Zu den verschiedenen Grautöne von Asphalt, Wasser und Himmel bildet der Papierkorb einen bunten Farbklecks. Die Menschen in Pskov halten ihre Stadt sehr sauber. Die Stadtverwaltung beschäftigt anscheinend ausreichend Arbeitskräfte, um Mülltonnen und Papierkörbe zu leeren.

Nach einem kurzen Gruß an Herrn Lenin vor dem monumentalen Bauwerk zieht es mich wieder in meine rollende Schreib- und Studierstube. Das Beste für mich ist die Telephon-Karte, welche bislang mit hervorragender Geschwindigkeit micht mit dem Internet verbindet. Auch Telefonate mit der Frau daheim klappen bestens. Wie lange der Vorrat von 30 Euro auf der Karte reicht, ist mir allerdings unklar. Ein Thorsten berichtet bei Facebook in der öffentlichen Gruppe „Friedensfahrt Berlin“:

 Ich habe gerade erfahren, dass die letzten Fahrzeuge wohl um 5 Uhr durchgekommen sind. Der Bus müßte also inzwischen ebenfalls angekommen sein.

Wir haben an der Grenze mehr Glück gehabt, weil wir früher da waren, zudem nur mit zwei Fahrzeugen. Der Kühlschrank ist gefüllt, die Wasserreserven reichen. Diesel gab es an der Grenze satt. Der Motor läuft im Stand, um die Bordbatterien bei Laune zu halten. Denn etwa 500 Watt-Stunden braucht der Haushalt in 24 Stunden. Ohne Sonne bringt das Solarmodul nichts.

Utorgosh

Wir überholen Fahrzeuge, die trotz ihres Alters unverdrossen  ihrer Wege ziehen.

Trotz des Dauerregen ist mir an der Abzweigung nach Utgorosh dies Gebäude einen kurzen Stop wert, um es wenigstens als Erinnerungsfoto mitzunehmen.

Die Presse interviewt einen Asphalt-Cowboy, der trotz der widrigen Witterung den weiten Weg nicht scheut. Die harten Burschen werden froh sein, dass die Schule für sie ein Massenlager einrichtet.

Blutige Partisanenkämpfe forderten im Krieg viele Opfer, deren das Denkmal wie ein privates Museum gedenkt.

Das verrottete Kriegsmaterial haben die Einwohner im Boden gefunden, gesammelt und ausgestellt.

Fotos erinnern an den blutigen Krieg, der rund um die Birkenwälder von Utgorosh tobte.

Dass bei dem Dauerregen nur einmal das Licht im Museum ausfiel, zeigt wie solide die Stromzufuhr verdrahtet ist.

Die windschiefen Holzhütten müssen noch einige Winter überstehen. Doch irgendwann ist ihre Zeit abgelaufen und sie krachen zusammen. Das Dach zeigt schon erste Einbuchtungen.

Neben den Holzhütten und -Häusern leisten sich einige Häuser aus Stein. Die Sat-Antenne verbindet die Menschen mit der weiten Welt.

Im Schulgebäude gibt es ein Essen für uns, einen Schlafplatz für die Biker und andere, welche nicht mehr nach Pskov zurück fahren. Schließlich haben wir schon ein Drittel des Wegs nach St. Petersburg geschafft. Vermutlich handelt es sich bei den Fotos auf der Tafel um Held*Innen der Klassenarbeiten.

Das Lager strahlt den ursprünglichen Charme einer Jugendfreizeit aus.

Die Schulbänke sind frisch gestrichen und dünsten einen betörenden Geruch aus.

Die Sanitäranlage werden uns Campern auch am Morgen gute Dienste leisten.

Die Ruine ist dem Verfall preisgegeben. Doch es gibt genug Platz ringsum, dass der Abriss wohl dem Zahn der Zeit überlassen bleiben wird.

Dies schmucke Häuschen ist gut gepflegt. Auf der anderen Seite glänzt eindrucksvoll ein Blumengarten. Da der Boden sehr morastig ist, gedeiht kaum Getreide, kaum Gemüse. Selten sieht man, dass ein Bauer sein Rind am Strick heim führt.

Hier holt sich die Dame einen Eimer Wasser aus dem Ziehbrunnen. Fließendes Wasser gibt es wohl nicht in den Holzhütten. Es scheint auch kein Trinkwasser unter dem Boden zu geben. Jedenfalls gibt es große Plastikkanister mit mehr als 20 Litern, aus denen sich Menschen ihre Trinkbecher füllen. Das ist etwas umständlich, doch es geht.

Der dünne Schrankenbalgen hält kein Fahrzeug auf. Doch die aufgeklappten Eisenbarriere sind nicht zu überwinden.

Die beiden schweren Dieselloks schnaufen mit unzähligen Güterwagen ab. Die Schornsteine blasen keinen Feinstaub in die Luft sondern Flocken.

Das olivgrüne Führerhaus und die rotbraune Ladefläche bilden einen hübschen Kontrast.

Dies war die merkwürdigste und mich anrührende Begegnung in Utorgosh. Wie mich mein Weg von Bild zu Bild durch das regennasse Dorf führte, zieht der Beamte plötzlich und unvermittelt sich die Uhr vom Handgelenk, sieht sich noch versonnen das Armband an und schenkt sie mir. Das überrascht mich vollkommen.

Aus dem Auto hole ich eine Uhr mit vielen elektronischen Funktionen wie Höhenmesser, die man auf diesem platten Land nicht braucht, einem dicken Handbuch in mehreren Sprachen – außer in Kyrillisch – und gebe ihm diese Uhr. Doch damit war unsere Begegnung noch nicht zu Ende. Denn mein Wagen kommt aus der nasse Wiese nicht ohne Hilfe heraus. Der Beamte kommt unverzüglich mit seinem Lada 4×4, das Rad muss vom Träger, der Träger vom Fahrzeug, das Abschleppseil aus dem Kasten und er zieht mir mein Haus auf festen Boden zurück. Er erlaubt mir ein Erinnerungsfoto und wir schütteln uns die Hand. Ein willkürlich anrührendes Erlebnis, was mir im ganzen Leben bislang und noch nirgendwo auf der Welt wiederfahren ist.

Nachdem mein Auto wieder festen Boden unter den Rädern hat, stärkt mich das schmackhafte Abendmahl.

Als krönender Tagesabschluß zeigt sich endlich einmal wieder ein wenig Sonnenschein. Der Mond steht halb prall am Himmel. Und auf der abendlichen Veranstaltung im Kulturhaus singen und tanzen die jungen Schönen aus Utorgosh. In die Betrachtung solch blühender Geschöpfe mischt sich ein Tropfen Schwermut: Mein Alter.

 

Doch beim Gedenken an langjährige Kämpfe mit solch zauberhaften Wesen, beruhigt sich mein Sinn und denkt voller Liebe und Sehnsucht an mein holdes Weiblein daheim.

In diesem Gebäude kann sich der durstige Wanderer mit den notwendigen Elexiren versorgen, um auch ohne Kino und Großstadtleben sich in den Schlaf zu träumen.

Leider verbirgt dieser Zweiradschlepper seinen leistungsfähiges Antriebsaggregat unter einer Zinkwanne. Doch besser kann man den Motor kaum vor dem Dauerregen schützen.

Mit der schmelzenden Stimme der Sängerin beginnt ein abwechselungsreicher Abend. Links im Hintergrund steht ein Friedensfahrer, der mit seiner russischen Frau Schland verlässt. Er hat für uns diesen wundervollen Abstecher und Abend  arrangiert. Mit einer geringen Summe hat er sich seine Frau hier 27 Hektar mit einem kleinen Weiher gekauft. Das Paar zieht nach Utorgosh, weil Schland Sche**e sei.

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 P.S.: Die Zeit ist gedrängt voller Eindrücke, dass keine Zeit bleibt zu Feinarbeit…

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: 

http://baltnews.lv/riga_news/20160811/1017234263.html

Авторы

Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге.

© BaltNews.lv

Автопробег Берлин-Москва в Риге: что немцы думают о дружбе и смерти, мире и войне?

„Frieden mit Russland, Мир с Россией“ – такой призыв на фоне флага Германии на баннере размерами пять на два метра корреспондент портала BaltNews.lv заметил в Риге. На паркинге на улице Краста остановилась автоколонна антивоенного автопробега немецкого общества „Дружба“, следующая по маршруту Берлин-Москва.

Это – первый автопробег мира со стороны Германии после 1945 года, да и ранее ничего такого не было. 

Немцы призывают остановить эскалацию милитаризма и заявляют, что дружба с Россией не имеет альтернатив для Европы.

Райнер Ротфусс.
© BaltNews.lv
 
Райнер Ротфусс.

— В Германии только 19% населения под влиянием пропаганды негативно относится к России или считает русских людей агрессорами — большинство жителей очень дружелюбно смотрит на Россию, персонально на Владимира Путина и на весь российский народ, — заявил вашему автору профессор политологии Райнер Ротфусс.

От Германского Информбюро www.druschba.info

Доктор Ротфусс — коммерсант, руководит международными проектами и изучает конфликтологию — как зарождаются международные конфликты и как их обезвредить на ранней стадии так, чтобы ни одна из сторон не почувствовала необходимости в применении насилия.

Еще недавно он преподавал геополитику студентам в университете Тюбинген, но был, по его словам, все более разочарован мейнстримом ЕС, не способным справиться ни с одной из глобальных проблем. Начиная с кризиса экономики, и завершая поддержкой объединенной Европой государственных псевдодемократических переворотов в ряде стран Магриба и Ближнего Востока.

К сожалению, в случае каждой из мишеней-юрисдикций (Ирак, Египет, Тунис, Марокко, Алжир, Ливия, Египет, Йемен и конечно, Сирия с балансирующей на грани переворота Турцией) насильственное и часто сопровождавшееся военным вторжением сил Запада свержение режимов привело к ухудшению ситуации и потере контроля. Последствия „арабской весны“ привели Европу на грань политического коллапса с массой ужасающих трагедий, как рождественские развлечения молодых арабских мигрантов („…но они же потеряли у себя дома все, мы должны помочь!“) в Кельне, теракты во Франции и Бельгии, два самолета со взрывчаткой вчера в аэропорту Брюсселя и июльский выход Великобритании из состава ЕС-28.

Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге.

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Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге.

— В Германии всего 19% населения относится к России и президенту Владимиру Путину отрицательно. Остальные не замечают той самой „агрессии России“, о которой пропаганда заявляет два с лишним года. Большинство жителей Германии осознает, что Путин не враг, а „российская агрессия“ является идеологическим медийным мифом. Пока на агрессии удается делать бизнес, сотни миллиардов евро. Но что будет, если в Европе будет продолжаться пропаганда войны и наращивание вооружения? Через 5 или 10 лет, Европа получит войну. Мы забыли, что чуть больше 70 лет назад было убито 27 миллионов человек? Это страшно, и альтернатива только одна — мир и дружба путем переговоров, диалога сторон, сокращения вооружений, — говорит Райнер Ротфусс.

Он оставил преподавание в университете в 2015 году, когда по сценарию „арабской весны“ на посту президента Украины утвердился Петр Порошенко — мега-успешный олигарх и экс-министр прежнего правительства Виктора Януковича. Вместе с германским видеоблогером Ове Шаттауэром по прозвищу „Рассерженный немец“ политолог Ротфусс создал ресурс druschba.info. Все просто — это русское слово „дружба“ в германской транскрипции.

Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге.

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Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге.

Голуби летят на восток

Основные идеи и свои взгляды на сглаживание конфликта в геополитике авторы этого проекта рассказали в Риге, где сделали остановку на обед в „Лидо“. Проехав около половины пути в рамках автопробега „Марш Дружбы“ по маршруту Берлин — Москва и обратно.

Эдвинс Пуке на своем харлее присоединился к автопробегу.

© BaltNews.lv
 
Эдвинс Пуке на своем харлее присоединился к автопробегу.

Данный миротворческий проект длиной 4200 км с прошедшим по многим телеканалам мирным логотипом, где на фоне флагов ФРГ и РФ, запертый в сердечко, парит символ мира, голубка, — стартовал у берлинских Бранденбургских ворот 7 августа. А уже 15 августа больше двух сотен участников автопробега на 60 машинах окажутся на московской Красной площади. Маршруты акции, словно существующий наполовину на картах магистральные газопроводы из России в Европу, называются также южный и северный.

В первом случае колонна автомобилей с германской литерой „D“ на госномерах пройдет южнее — через Минск и Смоленск, а северный маршрут охватывает Псков, Санкт-Петербург и Тверь. И в каждой стране, в каждом городе, включая уже пройденные польский Щецин, российский Калининград и литовский Шауляй, призыв европейцев дружить с русскими получает совершенно разные, даже противоположные реакции.

Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге.

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Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге.

Ощущение — словно это не мирная голубка на флаге германских «камараден», а птеродактиль Юрского периода, и не демократический марш это, а военное вторжение непонятно куда, но опасно до нервного срыва… Нет, в Германии старт прошел очень празднично и свободно, на затем автопробег взяли под контроль спецслужбы Польши и стран Балтии. Так, контролировавший движение по Латвии германских пацифистов рижанин Станислав Букайн был экстренно вызван в Полицию безопасности Латвии для дачи показаний.

— Я сообщил, что это не экстремисты, что речь идет о мирной международной акции. В 2014 году я с товарищами собирал в Риге гуманитарную помощь для жителей разбомбленного Украиной Донбасса, в связи с чем у меня были проведены обыски, и я до сих пор являюсь подозреваемым в уголовном деле — что-то там совершенно абсурдное, связанное с терроризмом. В случае германского автопробега дружбы работники ПБ мобилизовали все силы. Но вы сами видите, здесь нет никакой политики, сепаратизма и даже простой агрессии, — говорит С. Букайн.

С немецким порядком о вечных ценностях

Как рассказали Александр, инженер из Ганновера, и его жена-программист Ирина, эмигрировавшие в ФРГ после распада СССР, автопробег в польском Щецине встретили тепло — хотя была информация о готовящейся провокации. В Калининграде даже дали автосопровождение полиции, создав окна на трассе в сторону Литвы для беспрепятственного проезда. А уже там на границе машины простояли больше пяти часов: пограничники не хотели давать въезд маршу дружбы. Не танки „Абрамс“ союзников, где все по-армейски четко. 

Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге. Александр и Ирина из Ганновера.
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Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге. Александр и Ирина из Ганновера.

— Мы не касаемся политики, наш автопробег — для простых людей, просто за мир в России, Европе, мир во всем мире! — с заметным акцентом, чуть волнуясь, говорит Ирина. Четыре дня спустя ее с мужем в Москве встретят „Ночные волки МС“. А минувшей весной байкеры Александра Залдостанова также совершили похожий марш из Москвы в Берлин, и точно так же под наблюдением спецслужб.

Татьяна и Ян поколением моложе Александра с Ириной. Они — из не входящей в блок НАТО Швейцарии, из окрестностей Цюриха. Они держат в руке флаг автопробега дружбы.

Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге. Ян и Татьяна из Цюриха.

© BaltNews.lv
 
Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге. Ян и Татьяна из Цюриха.

— Я против насилия, и этим мирным маршем мы говорим всем сторонам — остановите военное безумие. Не стреляйте, остановитесь, решите проблемы за круглым столом. Мы говорим это в Германии, Польше, Литве, и скажем в России. Каждая новая ракета на боевом дежурстве приближает войну, — говорит маленькая темноволосая Татьяна. В Швейцарии, которую даже Вторая мировая война обошла стороной, жители с ужасом и отвращением смотрят на развертывание техники и войск альянса в Европе.

— Это чужие игры, которые нужны политикам — а нам нужен мир, — повторяет Ян.

Медведей на Красной площади они не боятся

Карстен Халффтер уверен, что форма политики единой Европы быстро дрейфует от демократии и к тоталитаризму.

— Это самое простое, чтобы не терять политические и экономические ресурсы — как создать методами пропаганды образ внешнего врага, и зарабатывать на продвижении этого образа. Две появившиеся в последнее время в Германии политические правые силы, как „PEGIDA“ и „Alternative für Deutschland“ — часть системы. Они — проект правящих неолибералов и христианских демократов, клон, управляемый той же партией Ангелы Меркель, часть системы. Европе нужно демонтировать весь политический истеблишмент, чтобы появились партии мира, — заявляет Халффер.

Студент Себастьен из Штутгарта и общественный активист Бьорн из Ганновера уверены, что общество заставит политиков сменить дискурс войны.

Бьорн входит в волонтерское общественное движение „Mahnwachen helfen“, собравшее для жертв войны на Украине в 2014 году гуманитарную помощь для жителей Донецкой области по обе стороны фронта.

Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге. Общественный активист Бьорн из Ганновера.
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Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге. Общественный активист Бьорн из Ганновера.

— Мы отправили в Донецк грузовик с 40 тоннами товаров первой необходимости, но такие же фургоны от нас получили украинцы в зоне этого военного конфликта. Мне отвратительна политика, но эта война началась, потому что НАТО в 2013 году потеряло возможность построить в Крыму свои военные базы, когда 90% жителей полуострова выразили абсолютно неагрессивное желание жить в составе России. Нет войне! — говорит Себастьен.

— Ты не думаешь, что в Штутгарте тебя назовут „агентом Путина“, — неожиданно и, пожалуй, провокационно спросил я. Себастьен даже оторопел, потом — засмеялся.

— Но это же нонсенс! Я думаю, что если я говорю — стоп войне, я не могу быть чьим-то агентом, — говорит он.

А Бьорн рассказал, что часть из его друзей поддержали его, узнав об идее участия в автопробеге в «Руссланд». Но были и такие знакомые, которые выразили сомнение, что он вернется в родной Ганновер из этого восточного марша.

— Знаешь, что там на Красной площади ходят медведи и пьяные от водки казаки с „калашниковыми“?— в шутку спросил ваш автор у Бьорна.

— Водка не пугает, а имя мое на скандинавском означает „медведь“. Медведей на Красной площади я не боюсь, — отшутился ганноверец. Но добавил всерьез: — А если мне что и страшно, так это поведение европейских политиков, как канцлер Меркель. Ее действия ведут Европу к войне.

Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге.

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Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге.

Только бизнес, потерпите

По данным Financial Times, в 2015 году только европейские члены НАТО потратили на оборону 253 млрд. долларов, а в этом году соседи России — Эстония, Литва и Латвия увеличили соответствующую статью расходов на 9, 35 и 60% соответственно — в латвийском случае это закупка 123 БТР на сумму 250 млн. евро.

США планирует увеличить бюджет на поддержку войск альянса в Европе в 2017 году с 789 млн. долларов в текущем году до 3,4 млрд. долларов — то есть вчетверо. А еще через год, в бюджете-2018, правительство Латвии обязалось выплачивать в оборонный бюджет 2% от размера ВВП — то есть около 500 млн. евро в год.

Евроскептик Сигурдс Граудиньш, встречавший германский автопробег, заметил, что никакие расходы на оборону не гарантируют ее надежность.

Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге. Евроскептик Сигурдс Граудиньш.
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Автопробег за мир и дружбу Берлин-Москва в Риге. Евроскептик Сигурдс Граудиньш.

— Единственное, что гарантируют круглые суммы — это теневое финансирование правящих партий. Они позволяют себе купить списанные в Британии бронетранспортеры, указав общую сумму закупки в пять раз больше, чем реально весит это железный мусор. Партийные откаты, ну уже обычное дело. Я не знаю, сколько триллионов нужно вложить в оборону, чтобы быть уверенными, что на мою Латвию не упадут тактические ядерные заряды. Даже вложения в обычное оружие, тяжелую армейскую технику — не гарантия спасения. У Украины несколько лет назад было много оружия — что, помогло?— евроскептик был саркастичен. 

После отдыха в рижском „Лидо“ (ресторан заработал на автопробеге дружбы минимум 300 евро) колонна автомашин двинулась по Краста в сторону границы Риги и Латгалии. К миротворцам присоединился сопредседатель движения „Par neatkarÄgu Latviju!“ Эдвинс Пуке на своем харлее.

Сегодня участники марша должны прибыть во Псков и готовиться к дальнейшему выдвижению в сторону Ленинградской области. Погода чуть дождливая, настроение бодрое.

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

Don´t be part of the problem! Be part of the solution. Sei dabei! Gemeinsam sind wir stark und verändern unsere Welt! Wir sind die 99 %! 

“Wer behauptet, man braucht keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen hat, kann gleich sagen man braucht keine Redefreiheit weil man nichts zu sagen hat.“ Edward Snowden

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PDF-Downloadmöglichkeit eines wichtigen sehr informativen Artikels über den amerikanischen Militärisch-industriellen-parlamentarischen-Medien Komplex – ein Handout für Interessierte Menschen, die um die wirtschaftlichen, militärischen, geopolitischen, geheimdienstlichen, politischen Zusammenhänge der US-Kriegsführungen samt US-Kriegspropaganda mehr Bescheid wissen wollen : Ursachen und Hauptantriebskräfte der US Kriege und Flüchtlinge der amerik. MIK   (… auf Unterstrichenes drauf klicken 🙂 )

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Ein Gedanke zu „Friedensarbeit: Friedensengagierte Menschen auf der Friedensfahrt Berlin – Moskau erhalten ein Gedicht – … Doch Eure Reise, liebe Friedensfahrer, gibt mir Hoffnung. Ich bitte Gott, in Christi Namen, dass er verhindert, was finstere Mächte für unsere Länder planen.

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