Propaganda XXL: „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“; Und: „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“Glaubwürdige Informationen aus Syrien?; Und: Interview verweigert: „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ will sich selbst nicht beobachten lassen

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 17.02.2016

Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls. 

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Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte – #Propaganda XXL#medienboykott

Posted by Medien Boykott on Mittwoch, 17. Februar 2016

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http://derstandard.at/1336696814431/Der-Ein-Mann-Betrieb-berichtet-aus-Syrien

Der Ein-Mann-Betrieb berichtet aus Syrien

MICHAELA KAMPL 15. Mai 2012, 10:27

Die wichtigste Quelle für Nachrichten zum Syrien-Konflikt ist ein Mann in London mit einem Telefon- und Internetanschluss

Nachrichten aus Syrien sind Mangelware. Zwar lässt sich kaum ein Bericht über die Zahl der Toten und Verletzten zu hundert Prozent verifizieren. Trotzdem gieren Medien nach Informationen aus dem Land, in dem seit mehr als einem Jahr ein Aufstand gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad tobt.

Eine der am häufigsten zitierten Quellen ist das Syrian Observatory for Human Rights (SOHR) mit Sitz in London. Dessen Berichte über die Vorgänge im Land werden von zahlreichen Nachrichtenagenturen, großen Medienhäusern wie CNN, Al-Jazeera und BBC gern übernommen und prägen damit das mediale Bild des Aufstandes. Auch derStandard.at gibt durch die Übernahme von Berichten der Nachrichtenagenturen die Angaben von SOHR weiter.

Ein Mann und seine Beobachtungsstelle

Die Beobachtungsstelle ist aber keine Nichtregierungsorganisation oder Oppositionsgruppe mit zahlreichen Mitarbeitern, sondern ein Ein-Mann-Betrieb. Gegründet wurde SOHR im Mai 2006 von Rami Abdulrahman. Der 1970 geborene Syrer kam aus Baniyas im Jahr 2000 nach Großbritannien. Sein Geld verdient er mit einem kleinen Geschäft in Coventry. Seit Ende vergangenen Jahres unterstützt ihn Hivin Kako, die Syrien erst 2011 verlassen hat. Kako studiert und arbeitet in Oxford. Die Arbeit für SOHR erledigt sie in ihrer Freizeit. Sie übernimmt die Beantwortung von Presseanfragen und ist für die englische Übersetzung der SOHR-Berichte auf der Facebook-Seite verantwortlich.

Wer ist die „richtige“ Beobachtungsstelle

So weit, so simpel. Wäre da nicht noch eine zweite Website, die für sich ebenfalls in Anspruch nimmt, das Syrian Observatory for Human Rights zu sein. Wer bei Google nach Syrian Observatory for Human Rights sucht, bekommt als obersten Treffer syriahr.org geliefert. Das ist allerdings nicht die Website von Rami Abdulrahman. Diese ist unter syriahr.com zu erreichen und erscheint bei der Google-Suche als zweiter Treffer. Wer syriahr.net ansteuert, wird ebenfalls auf syriahr.com umgeleitet.

Beide Webseiten behaupten, der wahre Internetauftritt des SOHR zu sein. Auf syriahr.org findet sich auch ein offener Brief an Rami Abdulrahman, der am 17. Jänner dieses Jahres veröffentlicht wurde. Der erste Satz: „Wir möchten uns für die Verwirrung rund um das SOHR entschuldigen und die Möglichkeit wahrnehmen, einige Hintergrundinformationen zu Ihrem Vorteil weiterzugeben. Zuallererst, es gibt keine Person namens Rami Abdul Rahman.“ Der Name sei nur ein Pseudonym gewesen, unter dem alle Mitarbeiter von syriahr.com ihre Beiträge verfasst hätten. Der wahre Name des Mannes aus Coventry sei Osama Suleiman. Dieser habe die Website des SOHR praktisch gekapert, alle Passwörter geändert und sich so SOHR unter den Nagel gerissen.

Satellitenschüssel und gebrochenes Englisch

Dann folgen einige Anschuldigungen: Suleiman würde hauptberuflich Satellitenschüsseln installieren, sein Englisch sei schlecht und er habe in Syrien nur auf einem bescheidenen Niveau eine Schulausbildung genossen. Außerdem wird Suleiman eine Nähe zum Assad-Regime unterstellt. Er kenne Rifaat al-Assad, den Onkel von Bashar al-Assad. Auch seine Informationen seien nicht vollständig. Wer also an korrekten Berichten aus Syrien interessiert sei, solle sich in Zukunft auf syriahr.org verlassen.

Suleiman verwahrt sich gegen diese Anschuldigungen. Er gibt allerdings zu, dass Rami Abdulrahman lediglich ein Pseudonym sei, das er sich als langjähriger Aktivist gegen das Assad-Regime als Nom de Guerre zugelegt habe. Das sei unter Politikern üblich.

Mehr als 200 Informanten

Seine Quellen aus Syrien seien zuverlässig, sagt Suleiman. Laut Hivin Kiko sind es mehr als 200 Personen aus dem ganzen Land, die das SOHR mit Informationen versorgen. Darunter Ärzte, Journalisten, Anwälte und Studenten. Die Informanten würden einander aus Sicherheitsgründen nicht kennen. Die Information erreicht SOHA demnach hauptsächlich via Skype und Telefon, aber auch E-Mails und Facebook würden genutzt, um Nachrichten zu hinterlassen. Ein Bericht werde dann veröffentlicht, wenn drei Quellen unabhängig voneinander die Information bestätigten. Wenn es nur eine Quelle gibt, werde nicht berichtet.

Babys und der Krieg

Ins Kreuzfeuer der Kritik kam die Beobachtungsstelle im Herbst vergangenen Jahres, als zahlreiche Medien, darunter CNN, berichteten, dass in der Stadt Hama Babys in Brutkästen gestorben seien, weil das Regime die Stromversorgung des Krankenhauses unterbrochen habe. Eine Falschmeldung. Ali Abunimah recherchiert in seinem Blog, wie aus einer Twitter-Nachricht eine CNN-Meldung wurde, die auf einem Bericht von SOHR beruhte. Die Beobachtungsstelle sagt, sie habe lediglich über die Unterbrechung der Stromversorgung geschrieben. Weil auch Diesel gefehlt habe, hätten die Brutkästen nicht weiter betrieben werden können. Die Kinder sind gestorben. „Wir haben nicht gesagt, dass das absichtlich geschehen sei“, sagte Hivin Kiko gegenüber der Tageszeitung „al-Akhbar“.

Über syriahr.org verliert Kiko nur wenige Worte. Die Website sei von einer anderen Oppositionsgruppe gegründet worden, um sie von ihrer Aufgabe abzulenken. In den eigenen Berichten würde syriah.com Wert auf Ausgewogenheit legen. Sie wolle in dem Konflikt nicht Stellung beziehen, sondern es gehe um „Menschenrechte, Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit“, wie sie in einem E-Mail an derStandard.at betont. Menschenrechtsverletzungen – egal von welcher Seite – müssten berichtet werden. Suleiman selbst stand für ein Gespräch nicht zu Verfügung.

Kontinuierliche Arbeit

Der letzte Eintrag von syriahr.org stammt vom 27. Februar dieses Jahres und berichtet in wenigen Stichworten von Zusammenstößen zwischen der syrischen Armee und Regimegegnern. Laut whois.net ist syriahr.org auf Muhammad al-Haddat registriert. „Al-Akhbar“ nennt in dem Artikel „The Syrian Observatory: The Inside Story“ allerdings einen anderen Namen als Verantwortlichen hinter syriahr.org: Moussab Azzawi. Die auf der Website unter „Kontakt“ angegebenen E-Mail-Adressen sind nicht mehr aktiv.

Syriahr.com arbeitet im Vergleich dazu kontinuierlich. Die Website ist auf Arabisch, der Link „English“ führt zum englischen Facebook-Auftritt der SOHR, der Ende Oktober vergangenen Jahres eingerichtet wurde. Der aktuellste Eintrag – dieser Text wurde am Montagmittag geschrieben – war vier Stunden alt und berichtet vom Tod eines Armeeoffiziers in der Provinz Idlib. Der Offizier sei für den Tod mehrerer Zivilisten verantwortlich gewesen.

Streit um Militärintervention

Als eigentlichen Hintergrund des Streits nennt „al-Akhbar“ unterschiedliche Positionen innerhalb der syrischen Oppositionsgruppen. Azzawi mit syriahr.org würde demnach eher dem Syrian National Council (SNC) nahestehen. Der SNC spricht sich offen für eine militärische Intervention in Syrien aus. Die zweite Oppositionsgruppe, der National Coordination Body for Democratic Change in Syria (NCB), spricht sich im Gegensatz dazu gegen eine Militarisierung des Konflikts aus und lehnt eine ausländische Intervention ab.

Suleiman hat sich im November des Vorjahres mit einem Vertreter des NCB getroffen. Danach habe die Schmutzkübelkampagne gegen ihn begonnen. Er selbst hat wiederholt betont, dass er eine militärische Intervention in Syrien ablehnt. Was aber nicht bedeutet, dass er Mitglied des NCB ist. Die Beobachtungsstelle sei unabhängig und würde keiner politischen Organisation nahestehen. (Michaela Kampl, derStandard.at, 15.5.2012) – derstandard.at/1336696814431/Der-Ein-Mann-Betrieb-berichtet-aus-Syrien

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://www.tagesschau.de/ausland/syrische-beobachtungsstelle-101.html

„Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“Glaubwürdige Informationen aus Syrien?

Stand: 27.01.2016 15:40 Uhr

Informationen aus dem syrischen Bürgerkriegsgebiet zu bekommen, ist schwierig, fast unmöglich. Viele Erkenntnisse stammen von der „Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“. Doch wie verlässlich ist diese Organisation?

Von Volker Schwenck, ARD-Studio Kairo

Ordentlicher Journalismus liefert exakte Zahlen und verlässliche Fakten. Manchmal ist wirklich guter Journalismus aber nahezu unmöglich – in Syrien zum Beispiel. Weite Teile des Landes sind für unbeteiligte Beobachter nicht zugänglich: für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, UN-Experten, Menschenrechtler und eben auch für Journalisten.

Und so wird über viele Ereignisse in Syrien vor allem von Menschen berichtet, die eben nicht unbeteiligt sind. Rebellen schildern Fassbomben-Angriffe der syrischen Regierung, das syrische Staatsfernsehen berichtet über Angriffe der Rebellen und der IS liefert seine Horror-Propaganda gleich selbst frei Haus. Überprüfbare Fakten? Andere Quellen? Das ist das Dilemma.

Zahlen und Fakten mit Vorsicht genießen

Im besten Fall sind die Berichte aus Syrien unvollständig oder ungenau. Im schlechtesten Falle sind sie politisch motiviert, übertrieben oder gleich ganz gefälscht. Nirgendwo wird so oft die Unwahrheit gesagt wie in Kriegsgebieten, manchmal aus Unwissenheit, manchmal planvoll und wider besseres Wissen. Darum sind auch die Zahlen und Fakten, die von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte verbreitet werden, mit Vorsicht zu genießen – wie alle Zahlen und Fakten aus Syrien. Kaum etwas ist da mit nahezu absoluter Sicherheit zu verifizieren.

Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Syrian Observatory for Human Rights, SOHR) sitzt in Großbritannien und will Menschenrechtsverletzungen in Syrien dokumentieren. Die Informationen der Beobachtungsstelle lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Viel ist über die Syrische Beobachtungsstelle geschrieben worden, immer wieder geriet sie in die Kritik. Der Klarname des Betreibers, Osama Suleiman, steht heute in Wikipedia. Anfangs verbarg er seine Identität hinter dem Pseudonym Rami Abdulrahman. Der gebürtige Syrer besitzt ein Bekleidungsgeschäft im britischen Coventry. Die Beobachtungstelle ist keine große Organisation. Eine Handvoll Leute – inklusive Suleiman –  sammelt, überprüft und veröffentlicht Meldungen, Fotos und Videos über Menschenrechtsverletzungen in Syrien. Ein mehr als 200 Aktivisten umfassendes Netzwerk in Syrien liefere die Informationen, wird Suleiman zitiert.

Kompendium des alltäglichen Grauens

Die Internetseite der Organisation – in Englisch und Arabisch – bietet Neuigkeiten rund um den syrischen Bürgerkrieg und ist zugleich ein Kompendium des alltäglichen Grauens: Enthauptungen durch den IS, Berichte über Kämpfe zwischen den verschiedenen Parteien und immer wieder Nachrichten über Massaker, für die die Syrische Beobachtungstelle die syrische Armee oder die russische Luftwaffe verantwortlich macht. Über die Jahre ist die Internet-Seite professioneller und die abgebildeten Fotos sind etwas weniger grauenhaft geworden, aber oft wird einem einiges zugemutet – die Realität des Krieges.

Nicht alle Berichte sind immer aktuell, manche Meldungen werden auch umgehend dementiert. Eine Rubrik auf der Seite vermeldet die Zahl der jeweils gestern in Syrien ums Leben gekommenen Menschen. 162 sollen das am 25. Januar gewesen sein. Zivilisten, IS-Kämpfer, Rebellen, syrische Soldaten oder nichtsyrische Unterstützer des Assad-Regimes. Bei den Toten macht die Beobachtungsstelle keinen Unterschied.

Kämpfe in der Syrischen Provinz Aleppo. | Bildquelle: AFP

Regelmäßig liefert die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte Informationen aus umkämpften Regionen, hier die Provinz Aleppo.

Amnesty nutzt die Zahlen – und vergleicht

Sara Hashash, Sprecherin bei Amnesty International für Nordafrika und den Nahen Osten, sagt es so: Amnesty nutze die Zahlen der Beobachtungsstelle und vergleiche sie mit anderen. Es sei eine Quelle neben anderen.  Die Beobachtungsstelle stütze sich auf ein relativ großes Netzwerk von Aktivisten in Syrien und liefere ganz gute Informationen. Das klingt recht positiv.

Eigenes Netzwerk der ARD-Journalisten

Wir im ARD-Studio Kairo haben eigene Kontakte in Syrien. Es ist kein Netzwerk, das  Hunderte oder auch nur Dutzende Informanten umfasst. Es sind einige wenige Menschen, die wir persönlich kennen, mit denen wir selbst gearbeitet haben, gereist sind – denen wir vertrauen. Diese Informanten haben Freunde unter Aktivisten oder Kämpfern, denen wiederum sie vertrauen.

So spinnt sich ein Netz in verschiedene Landesteile. Es ist unvollkommen und stets bedroht – Aktivisten werden getötet, gekidnappt oder sie fliehen nach Europa – aber es ist das beste, was wir haben. Einen unserer Kontakte haben wir nach der Syrischen Beobachtungsstelle gefragt.

Er rief einen Freund in Aleppo an:

Frage: „Kennst du die Syrische Beobachtungsstelle? Hältst du sie für zuverlässig?“

Antwort: „Die haben Aktivisten auf der Regime-Seite und auf der Rebellen-Seite, die kommunizieren direkt mit dem Leiter der Beobachtungsstelle. Ich glaube, das ist alles zu 90 Prozent wahr.“

Frage: „Wie funktioniert das? Werden die Aktivisten bezahlt?“

Antwort: „Besprich das doch am besten mit dem Leiter der Beobachtungsstelle direkt! Ich darf keine Details erzählen. Die meisten Aktivisten arbeiten aus Sicherheitsgründen geheim, sie geben sich den anderen nicht zu erkennen. Es sind Freiwillige, manche bekommen Kommunikationsmittel. Die Beobachtungsstelle wird geschätzt, weil sie Nachrichten schnell und ungeschminkt verbreitet. Aber manche behaupten, der Leiter der Beobachtungsstelle sei nicht völlig neutral … .“

Mit mangelnder Neutralität kann man leben, wenn man davon weiß. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte liefert brauchbare Hinweise auf Ereignisse in Syrien: Man sollte die Informationen gleichwohl vor Verwendung prüfen – wie alles, was zur Veröffentlichung bestimmt ist. Leider ist das im Falle Syrien oftmals nicht möglich. Da muss noch größere Vorsicht die fehlende Verlässlichkeit wettmachen.

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen:

http://www.heise.de/forum/Specials/Archive/Politik-Archiv-10/Propaganda-XXL-Syrische-Beobachtungsstelle-fuer-Menschenrechte/posting-24184691/show/

Propaganda XXL: „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“

Die Staats- und Konzernmedien, berufen sich in ihrer Propaganda
nachhaltig einer einzigen Quelle: Der selbsternannten „Syrische
Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ mit „Sitz“ in England. „Sitz“
ist in diesem Fall schon ein Euphemismus. Genauso wie die
Darstellung, es handele sich um eine „Gruppe“, oder gar um
Menschenrechtler…

> http://www.google.de/search?q=Syrische+Beobachtungsstelle+f%C3%BCr+Menschenrechte+site:spiegel.de
Ungefähr 327 Ergebnisse
> http://www.google.de/search?q=Syrische+Beobachtungsstelle+f%C3%BCr+Menschenrechte+site:bild.de
Ungefähr 648 Ergebnisse
> http://www.google.de/search?q=Syrische+Beobachtungsstelle+f%C3%BCr+Menschenrechte+site:zeit.de
Ungefähr 239 Ergebnisse
> http://www.google.de/search?q=Syrische+Beobachtungsstelle+f%C3%BCr+Menschenrechte+site:tagesschau.de
Ungefähr 201 Ergebnisse

Tatsächlich handelt es sich um eine einzige dubiose Figur in einem
Apartement, der die großen westlichen Nachrichtenagenturen und Medien
mit seiner Propaganda füttert:

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„The „Syrian Observatory for Human Rights“ has been cited by the
Western media for over a year in nearly every report, regardless of
which news agency, be it AFP, AP, CNN, MSNBC, CBS, BBC, or any of the
largest Western newspapers. One would believe this to be a giant
sprawling organization with hundreds of members working hard on the
ground, documenting evidence in Syria with photographs and video,
while coordinating with foreign press to transparently and
objectively „observe“ the „human rights“ conditions in Syria, as well
as demonstrate their methodologies. Surely that is the impression the
Western media attempts to relay to its readers.
However, astoundingly, the Syrian Observatory for Human Rights is
none of these things. Instead, it is merely a single man, sitting
behind a computer in a British apartment, who alleges he receives
„phone calls“ with information always incriminating the Syrian
government, and ever glorifying the „Free Syrian Army.“ “
> http://landdestroyer.blogspot.de/2012/06/wests-syrian-narrative-based-on-guy-in.html
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Selbst auf wikipedia ist nachzulesen, was für ein dubioser Typ das
ist, der aus unerfindlichen Gründen als kompetente und unabhängie
Quelle für nahezu alle großen westlichen Medien dient:

„SOHR is run out of a two-bedroom terraced home in Coventry by one
man using the name Rami Abdulrahman (or Rami Abdul Rahman, or Rami
Abdelrahman). He also runs a clothes shop“
> http://en.wikipedia.org/wiki/Syrian_Observatory_for_Human_Rights

Dass diese Figur im britischen Aussenministerium ein- und ausgeht
verwundert nicht.

Erinnerungen an eine Witzfigur mit dem Tarnnamen „Curveball“, die jahrelang vom BND finanziert Lügen und kriegsvorbereitende Propaganda gegen den Irak verbreitete, sind nicht rein zufällig, sondern
verweisen auf die Methode.


> http://de.wikipedia.org/wiki/Ra
fid_Ahmed_Alwan

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: https://deutsch.rt.com/33394/international/interview-verweigert-syrische-beobachtungsstelle-fuer-menschenrechte-will-sich-selbst-nicht-beobachten-lassen/

Interview verweigert: „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ will sich selbst nicht beobachten lassen

Quelle: SOHR
Quelle: SOHR
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gehört zu den primären Quellen von Mainstreammedien, wenn es um Informationen aus dem Bürgerkriegsgebiet in Syrien geht. Wer sich hinter dieser in Großbritannien ansässigen Einrichtung verbirgt und wer sie leitet, ist jedoch kaum geläufig. Der Journalist und Entertainer Nimrod Kamer ist diesem Phänomen nun nachgegangen.

Berichte und Einschätzung der Organisation gehörten zu den wichtigsten Quellen, auf welche die Mainstreammedien seit Beginn des Bürgerkrieges vor vier Jahren ihre Berichterstattung aufgebaut hatten. Die Beobachtungsstelle erklärt, über ein weit verzweigtes Netzwerk von Kontakten in der Region zu verfügen, die ihre Informationen an die Hauptgeschäftsstelle weiterreichen, wo diese später gesichtet und auf die eigene Webseite, auf Facebook und auf Twitter-Accounts gepostet werden.

Seit dem Beginn der von Moskau geführten Antiterroroperation verfolgt man auch in der Russischen Föderation diese Berichte, und abermals werden sie von westlichen Medien rasch übernommen. Eine der letzten Beiträge der Einrichtung titelte „Russische Militärflugzeuge töten 30 Zivilisten in Homs – darunter Frauen und Kinder“. Schnell fand sich der Bericht in auflagenstarken Formaten wieder.

„Je nachdem, inwieweit Menschen sich dafür entscheiden, sozialen Medien Glauben zu schenken, sind sie mir willkommen. Aber im Gegensatz zu dem, was US-Außenminister John Kerry gesagt hat, sind sie ein sehr unzuverlässiges Handwerkszeug, um Urteile darauf zu stützen“, erklärte der frühere CIA-Offizier Ray McGovern gegenüber RT.

Im Auftrag von RT hat sich Journalist und Entertainer Nimrod Kamer auf die Spuren der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte begeben und ist in Coventry, in der Mitte Englands, auf die Zweiraumwohnung des syrischen Einwanderers Rami Abdel Rahman gestoßen. Seit vier Jahren ist diese die Basis der Organisation und die Informationsquelle für größere Mainstreammedien über alles, was mit Syrien zu tun hat, auch über Todesopfer.

Kaum jemand weiß, wen Abdel Rahman in Syrien für sich arbeiten lässt, aber die Informationen fließen weiter und weiter, üblicherweise in einer dramatisierten Art und Weise und mit wenigen Details.

Kamer sah sich auch in Coventry um und fragte Menschen über Abdel Rahman und wo dieser denn leben würde. Keiner wusste Bescheid, obwohl sie die Informationen, die aus dieser Quelle stammen, teilweise auf der Titelseite ihrer Tageszeitung vorfinden.

Auch zu Hause war Abdel Rahman nicht anzutreffen. Er war telefonisch zu erreichen und erklärte, er wäre gerade Einkaufen. Als der Journalist ihm eröffnete, dass er gerne mit ihm über seine „Medienorganisation“ sprechen würde, reagierte der Angesprochene feindselig. „Ich bin keine Medienorganisation, ich arbeite von zu Hause aus, von meinem privaten Zuhause.“

Der Leiter der Beobachtungsstelle wirkte sehr gestresst und war nicht gewillt, für ein Treffen zur Verfügung zu stehen. Er erzählte von den Gefahren von Interviews bei Tageslicht, denn, so Abdel Rahman, „sie versuchen, mich zu töten“. Auf Rückfrage, wer „sie“ denn wären, war der Befragte nicht gewillt, eine Antwort zu geben. Er forderte Kamer auf, seinen Namen und seine Daten zu schicken, sodass er diese der Polizei übermitteln könne.

Dieser zog aus dem skurrilen Erlebnis einen anderen Schluss: „Wenn man eine Medienorganisation unterhält, sollte man eigentlich erwarten, dass Journalisten kommen und Fragen stellen, insbesondere wenn es eine so zwielichtige und intransparente Medienorganisation ist… mir hat’s jedenfalls Spaß gemacht.“

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://www.konjunktion.info/2012/03/syrische-beobachtungsstelle-fur-menschenrechte-als-hauptquelle-der-msm/

Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte als Hauptquelle der MSM

Bei fast allen ausgestrahlten Berichten in den Mainstream-Fernsehsendern und bei fast allen Artikeln der Mainstream-Presse wird die “Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte” mit Sitz in London als Quelle der Informationen genannt.

In den Alternativen Medien wird diese “Beobachtungsstelle” als One-Man-Show eines gewissen Rami Abdul Rahman bezeichnet, die in keinster Weise als authentische Quelle mit einem hohen Glaubwürdigkeitsgehalt angesehen werden kann.

Besucht man die offizielle Internetpräsenz www.syriahr.org, dann bekommt man nur eine rudimentäre Site angezeigt, deren Startbereich auf arabisch verfasst ist:

Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte

Bildquelle: Screenshot www.syriahr.org

Für eine so prominente, bislang von den Mainstreammedien nie hinterfragten Informationsquelle eine wahrlich aussagekräftige und professionelle Art und Weise den eigenen Stellenwert zu verdeutlichen. Für einen Internet-affinen Menschen erscheint dieser Auftritt eher mit einer Alibifunktion versehen, wenn man bedenkt, dass gerade das Internet die Möglichkeit bietet Millionen Menschen mit einer guten, ausgewogenen Berichterstattung zu erreichen, um eigene Berichte, Kommentare oder Video- und Audiomitschnitte aus Syrien einem weltweiten Publikum nahe zu bringen.

Jedoch sind nur wenige solcher Berichte, jedoch keinerlei Bilder oder Videos auf der Site zu finden. Gleichzeitig wird aber diese “Beobachtungsstelle” als alleinige, legitime und glaubwürdige Quelle in allen – voneinander abschreibenden Reuters, AP, AFP – Mainstreammedien genannt. Zusätzlich sind die meisten der eingestellten Artikel in arabischer Sprache verfasst und nicht auf Englisch was wiederum nicht gerade auf eine hohe Professionalität dieser “Beobachtungsstelle” hindeutet.

Nicht nur deswegen sind die gelieferten Informationen mit Vorsicht zu genießen und dürften den Stellenwert einer reinen Propaganda inne haben. Insbesondere wenn authentische Vor-Ort-befindliche Journalisten ein ganz anderes Bild der Situation in Damaskus und Syrien zeichnen:

[vsw id=”38649117″ source=”vimeo” width=”450″ height=”340″ autoplay=”no”]

[vsw id=”MIpkKyaDDzQ” source=”youtube” width=”450″ height=”340″ autoplay=”no”]

Man sieht an diesem kurzen, exemplarischen Beispiel, dass jeder kritische Bürger immer auf eigene Initiative hin, die von den Mainstreammedien verbreiteten Nachrichten verifizieren und hinterfragen muss. Als weiteres Beispiel sei hier die derzeit stattfindende Kony 2012-Farce genannt. Einen sehr guten Artikel, wie dort die Menschen manipuliert und gesteuert werden, hat Vigilant Citizen verfasst und weitere Informationen zum Themenkomplex Kony 2012 sind hier zu finden.

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://www.sueddeutsche.de/politik/syrische-beobachtungsstelle-fuer-menschenrechte-ominoese-protokollanten-des-todes-1.1522443

Syrische Beobachtungsstelle für MenschenrechteOminöse Protokollanten des Todes

Osama Suleiman alias Rami Abdul-Rahman aus Coventry leitet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

(Foto:AFP)

 

Sie ist eine der wichtigsten Quellen für westliche Medien, wenn es um Berichte über den syrischen Bürgerkrieg geht: die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Oder genauer: die Beobachtungsstellen. Denn es gab zwischenzeitlich mehr als eine Organisation dieses Namens in Großbritannien. Eine Spurensuche.

Von Jonas Schaible, London

Mindestens 40.000 Menschen seien in Syrien seit Beginn der Proteste gegen die Regierung Baschar al-Assads im März 2011 getötet worden. Das zumindestmeldete erst kürzlich die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte aus London. Die Organisation ist mit Beginn der Aufstände zu einer der wichtigsten Quellen westlicher Medien geworden. Todeszahlen und Berichte über Gefechte kommen oft von ihr. Auch auf Süddeutsche.de wurden Informationen der Beobachtungsstelle immer wieder zitiert.

Doch wer steckt hinter dieser Organisation? Von wem wird sie geleitet? Und welche Ziele verfolgt sie? Wer sich mit der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte eingehend beschäftigt, stößt auf ein kompliziertes Beziehungsgeflecht ominöser syrischer Nachrichten-Protokollanten. Und es wird klar: Allem Anschein nach gibt es in London keine solche Organisation.

Eigentlich ist es längst kein Geheimnis mehr (siehe Berichte beim österreichischen Standard oder Reuters), dass die Beobachtungsstelle ein Ein-Mann-Betrieb mit Sitz in Coventry ist, einer Stadt mit 300.000 Einwohnern, etwa 150 Kilometer nördlich von London. Eine Londoner Gruppe gleichen Namens, die es auch gab, ist heute nicht mehr aktiv.

Der Leiter der Organisation aus Coventry und, wie er bestätigt, ihr einziger fester Mitarbeiter nennt sich Rami Abdul-Rahman. Unterstützt wird er, sagt er am Telefon, immer wieder von Freiwilligen, die die englischen und spanischen Texte für Facebook und Twitter schreiben.

 

Der Einzelkämpfer mit dem Bekleidungsgeschäft

Der Name Abdul-Rahman ist ein Pseudonym. Mit bürgerlichem Namen heißt der Aktivist Osama Suleiman. Im Herbst 2011 wurde er von Kritikern geoutet. Obwohl er daraufhin sogar seinen Pass im Fernsehen präsentierte, lässt er sich immer noch lieber pseudonym zitieren – zu seinem Schutz, aber vor allem, weil er sich mit dem Namen identifiziere. In diesem Text soll er trotzdem Osama Suleiman heißen – denn er war womöglich nicht der einzige, der als Abdul-Rahman auftrat.

 

Suleiman ist Exil-Syrer, nach eigenen Angaben saß er als Oppositioneller dreimal in syrischen Gefängnissen und wanderte im Jahr 2000 nachGroßbritannien aus, um einer vierten Haft zu entgehen. Er zog nach Coventry, wo er mit seiner Frau ein Bekleidungsgeschäft betreibt. Mittlerweile ist er britischer Staatsbürger.

Die Beobachtungsstelle wurde im Jahr 2006 ins Leben gerufen. Ob Suleiman wirklich einer von zwei Gründern ist, wie er behauptet, lässt sich nicht überprüfen. In der Tat aber datieren die ersten Presseberichte, die sich auf die Beobachtungsstelle berufen, vom Mai 2006. Und sie zitieren als Gründer: Rami Abdul-Rahman. Im selben Jahr wurde die Domain „syriahr.comregistriert, unter der die Beobachtungsstelle heute im Internet auftritt. Auch unter „syriahr.net“ ist die Beobachtungsstelle aktiv; diese Domain wurde 2009 reserviert.

Auf einmal gibt es zwei Beobachtungsstellen in London

Richtig kompliziert wird es am 17. August 2011. An diesem Tag wird unter dem Namen Muhammad al-Haddad und mit einer Londoner Adresse noch eine dritte Domain registriert, die sich nur durch die Endung von den beiden anderen unterscheidet: „syhriar.org„. Als Organisation gibt er an: Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Unter derselben Domain war, wie das Netzarchiv archive.org zeigt, schon einmal eine Website der Beobachtungsstelle online – mit denselben Kontaktdaten, die heute zu Osama Suleiman führen. Allerdings nur bis 2009. Dann erschien unter der Adresse für einige Zeit ein englischsprachiger Blog.

Am selben Tag veröffentlicht der britische Daily Telegraph einen Artikel, der nicht Rami-Abdul-Rahman als Mitglied der Beobachtungsstelle zitiert, sondern einen Mann namens Mousab Azzawi, Arzt aus London. Bis in den Dezember2011 finden sich Artikel und Fernsehbeiträge, von BBC über ABC bis Al-Dschasira, in denen Azzawi als Sprecher auftritt.

Am 17. Januar 2012 erscheint auf der im Juli eingerichteten Internetseite ein offener Brief, der heute nur noch als Kopie im Netz zu finden ist. Als Unterzeichner werden acht Personen genannt, die als Treuhänder der Beobachtungsstelle bezeichnet werden, darunter ist auch Mousab Azzawi. In dem Brief wird Osama Suleiman vorgeworfen, er habe sich nach seinem Rauswurf die Website unter den Nagel gerissen und so die Beobachtungsstelle gekapert. Daher habe man die neue Website syriahr.org aufgesetzt.

Suleiman sei lediglich freier Mitarbeiter gewesen und habe während seiner Zeit in der Beobachtungsstelle, so der Vorwurf zwischen den Zeilen, Propaganda für die syrische Regierung gemacht. Deshalb habe er gehen müssen. Im Übrigen hätten alle Mitglieder der Organisation das Pseudonym „Rami Abdul-Rahman“ benutzt, bevor man entschieden habe, der Glaubwürdigkeit wegen unter Klarnamen aufzutreten. Es sei also nie nur Suleimans Alias gewesen.

Der Brief schließt mit dem Hinweis an Journalisten: „Sie werden bereits bemerkt haben, dass die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London sitzt. Und zwar deshalb, weil die Mehrzahl der Mitglieder dort leben, wohingegen Herr Suleiman als einziger in Coventry lebt.“ Darunter steht: „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (London)“.

Beide Gruppen kommen in den Medien zu Wort

Suleimans Version der Geschichte geht ganz anders. Er sagt, Mousab Azzawi habe eine Zeitlang für ihn übersetzt, sich dann aber ohne Erlaubnis öffentlich als Rami Abdul-Rahman und als Sprecher der Beobachtungsstelle ausgegeben. Deshalb habe Azzawi die Beobachtungsstelle verlassen müssen. Auf der Startseite von Suleimans Internetauftritt steht: „Die einzige offizielle Webseite der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“.

Das Ergebnis dieses Konflikts: Ein knappes halbes Jahr lang informierten allem Anschein nach zwei konkurrierende Gruppen aus Großbritannien unter demselben Namen die Welt. Noch im Juli 2012 zitierte etwa die britische Wochenzeitung The Observer Mousab Azzawi als Sprecher der Beobachtungsstelle – da trat der schon lange als Vertreter einer ganz anderen Organisation auf.

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: https://de.wikipedia.org/wiki/Syrische_Beobachtungsstelle_f%C3%BCr_Menschenrechte

Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (arabischالمرصد السوري لحقوق الإنسان, DMGal-marṣad as-sūrÄ li-ḥuqūq al-insÄn; englischSyrian Observatory for Human Rights; SOHR) ist eine in Großbritannien ansässige Organisation, die in Opposition zur Baath-Regierung in Syrien steht und Informationen über Menschenrechtsverletzungen in dem Land sammelt und veröffentlicht.

Die SOHR wird von Rami Abdulrahman (auch „Rami Abdul Rahman“ oder „Rami Abdelrahman“ geschrieben), einem syrischstämmigen sunnitischen Muslim, der ein Bekleidungsgeschäft betreibt, von seinem Reihenhaus in Coventry in England aus betrieben.[1][2] Abdulrahman ist der einzige feste Mitarbeiter der Organisation und war laut dem russischen Staatsfernsehen RT das letzte Mal im Jahr 2000 persönlich in Syrien.[3] Der Name, unter dem er bekannt ist, ist ein Pseudonym, sein bürgerlicher Name ist Osama Suleiman.[4]

Eine gleichnamige Organisation mit Sitz in London hat ihre Aktivität spätestens 2012 eingestellt.[4]

Kritik

Unter Kritik geriet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte im Herbst 2011, als zahlreiche Medien, darunter CNN, eine auf einem Bericht vom SOHR beruhende Falschmeldung verbreiteten, nach der in der Stadt Hama neugeborene Säuglinge in Brutkästen gezielt getötet worden seien, indem das syrische Regime die Stromversorgung des Krankenhauses unterbrochen habe.[5][6] Während CNN als Quelle für seine Falschmeldung die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte angab, zitierte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte auf ihrer Internetseite daraufhin CNN als ihre Quelle.[6] Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte stellte in weiterer Folge klar, dass sie nicht behauptet habe, dass die Unterbrechung der Stromversorgung absichtlich herbeigeführt worden sei. Fakt sei aber, dass die Kinder in den Brutkästen starben.[5][6]

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte unterschied in ihrer Opferzählung bis August 2012 zwischen Zivilisten und Soldaten, wobei die Zivilisten weiter in bewaffnete Rebellen und unbewaffnete Zivilisten unterteilt wurden, die Soldaten in Deserteure und Angehörige der syrischen Armee. Diese Unterteilung wurde bei der Weiterverwertung ihrer Angaben in der Regel nicht reflektiert und geriet in die Kritik. Neuere Tagesberichte der Beobachtungsstelle führen die kritisierte Zuordnung bewaffneter Rebellen zu den Zivilisten nicht fort. Die Beobachtungsstelle unterscheidet zudem in ihren Tagesbilanzen nicht nach Verursachern, auch dies wird bei der Weiterverwendung ihrer Angaben in der Regel nicht reflektiert.[7]

Die Glaubwürdigkeit der Beobachtungsstelle, die Überprüfbarkeit ihrer Angaben wurde verschiedentlich angezweifelt. Der Sprecher des russischenAußenministeriums, Alexander Lukaschewitsch, erklärte im Februar 2012, dass nur zwei Personen für diese Beobachtungsstelle fernab der Konfliktzone arbeiten und dass der Leiter der Beobachtungsstelle, ein in London ansässiger Snack-Shop-Betreiber namens R. Abdulrahman, nach eigenen Angaben weder über eine journalistische oder juristische Ausbildung noch über einen höheren Schulabschluss verfüge. Diese Fakten ermöglichten entsprechende Rückschlüsse auf die Glaubwürdigkeit der Informationen.[8] Nach einem Bericht der New York Times soll Abdul Rahman dagegen an einer Berufsfachschulausbildung in Marketing abgeschlossen haben.[2] Einem Mitarbeiter von Amnesty International im Nahen Osten zufolge sei seine Statistik „eine der Besten, einschließlich der Details über die Todesumstände“.[2]

Schaden entstand dem Ansehen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte auch daraus, dass die 2012 um den Anspruch als Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte rivalisierende Internetseite www.syriahr.org während des in der Öffentlichkeit ausgetragenen Konflikts mit dem Betreiber der Internetseite www.syriahr.com dessen bürgerliche Identität offenlegte, worauf dieser öffentlich Osama Suleiman als seinen Realnamen eingestand und erklärte, dass er das Pseudonym Rami Abdulrahman für seine langjährige Aktivistentätigkeit gegen das syrische System unter Baschar al-Assad als Nom de Guerreangenommen habe.[5][6][9]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hochspringen Mohammed Abbas: Coventry – an unlikely home to prominent Syria activist, Reuters, 8. Dezember 2011.
  2. Hochspringen nach:a b c Neil MacFarquhar: A Very Busy Man Behind the Syrian Civil War’s Casualty Count In: The New York Times, 9. April 2013. Abgerufen am 9. Februar 2014.
  3. Hochspringen RT-Interview mit dem Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte: „Wir sagen die Wahrheit“. In: RT Deutsch. Abgerufen am 10. Oktober 2015 (de-de).
  4. Hochspringen nach:a b Jonas Schaible: Ominöse Protokollanten des Todes, Süddeutsche.de, 26. November 2012.
  5. Hochspringen nach:a b c Der Ein-Mann-Betrieb berichtet aus Syrien – Die wichtigste Quelle für Nachrichten zum Syrien-Konflikt ist ein Mann in London mit einem Telefon- und Internetanschluss (Memento vom 30. September 2014 auf WebCite), derStandard.at, 15. Mai 2012, von Michaela Kampl, archiviert vom Original am 30. September 2014.
  6. Hochspringen nach:a b c d The Syrian Observatory: The Inside Story (Memento vom 30. September 2014 auf WebCite) (englisch). Al Akhbar, 26. Januar 2012, von Asa Winstanley, archiviert vom Original am 30. September 2014.
  7. Hochspringen Sharmine Narwani: Questioning the Syrian “Casualty List”, Al Akhbar English, 28. Februar 2012.
  8. Hochspringen Russia Doubts Credibility of London-based Syria Watchdog (Ria Novosti), abgerufen am 22. Juli 2012
  9. Hochspringen About Us (Memento vom 30. September 2014 auf WebCite), http://syriahr.com/, archiviert vom Original am 30. September 2014.

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

Don´t be part of the problem! Be part of the solution. Sei dabei! Gemeinsam sind wir stark und verändern unsere Welt! Wir sind die 99 %! 

“Wer behauptet, man braucht keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen hat, kann gleich sagen man braucht keine Redefreiheit weil man selbst nichts zu sagen hat.” Edward Snowden.

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