Papst Franziskus warnt vor drohendem weltweitem Wirtschaftskollaps! Unser globales Wirtschaftssystem ist nicht gut«, sagte Franziskus in einem Interview mit der spanischen Zeitung La Vanguardia. »Wir schließen eine ganze Generation aus, um ein Wirtschaftssystem aufrecht zu erhalten, das nicht mehr zu ertragen ist. Ein System, das Krieg führen muss, um zu überleben, wie es die großen Imperien immer getan haben.«  

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck 2014-06-29

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Papst Franziskus warnt vor drohendem weltweitem Wirtschaftskollaps

J. D. Heyes

Die Mehrheit der Menschen auf der Welt ist nicht katholisch, viele sind überhaupt nicht religiös, aber kein ernsthafter Beobachter würde Papst Franziskus für einen Verschwörungstheoretiker oder »Untergangspropheten« halten. Und dennoch sagt der Papst in einer neuen Botschaft über die Weltwirtschaft Dinge, die in den letzten Jahren auch andere Beobachter, die dann als Verschwörungstheoretiker verspottet wurden, gesagt und geschrieben haben: Die Lage ist nicht gut, und sie wird von Tag zu Tag verzweifelter.

 

Der Papst hat jüngst eine scharfe Attacke gegen das Weltwirtschafts-system gerichtet und gewarnt, es stehe vor dem Kollaps, wegen seiner »Wegwerfkultur« der Gier und Zügellosigkeit, aber auch wegen der »Grausamkeit« der Jugendarbeitslosigkeit.

 

Das Oberhaupt von mehr als einer Milliarde Katholiken griff offen die »götzendienerische« Wirtschaft an, durch die viele junge Menschen auf der Welt ausgeschlossen würden. Dies habe zu schockierend hoher Jugendarbeitslosigkeit geführt, die am Ende zum Verlust einer ganzen Generation beitragen werde.

»Unsere Welt kann es nicht mehr ertragen«

Der 77-jährige Papst Franziskus holte aus gegen eine Weltwirtschaft, die »der Sünde der Götzendienerei am Geld verfallen« sei und für ihr Überleben die Gewinne aus Kriegen brauche, so die britische Zeitung Daily Mail. Dort heißt es weiter:

Die Botschaft des Papstes war begleitetet von anderen Kommentaren über das Abspalten von Ländern wie Schottland und Katalonien, die der schottischen Yes-Kampagne einen herben Schlag versetzten.

»Unsere Welt kann es nicht mehr ertragen. Unser globales Wirtschaftssystem ist nicht gut«, sagte Franziskus in einem Interview mit der spanischen Zeitung La Vanguardia. »Wir schließen eine ganze Generation aus, um ein Wirtschaftssystem aufrecht zu erhalten, das nicht mehr zu ertragen ist. Ein System, das Krieg führen muss, um zu überleben, wie es die großen Imperien immer getan haben.«

»Die Wirtschaft wird von dem Ehrgeiz auf mehr getrieben und fördert damit paradoxerweise eine Wegwerfkultur«, sagte der Papst.

Franziskus zeigte sich besonders beunruhigt über die »besorgniserregende« Jugendarbeitslosigkeit. »Die Jugendarbeitslosigkeit, die in manchen Ländern bei über 50 Prozentliegt, macht mir große Sorgen. Sie ist grausam. Junge Menschen werden weggeworfen, wenn ihre Geburtenzahl begrenzt wird. Auch die Älteren werden ausgegrenzt, weil sie keinem Zweck mehr dienen.«

»Wenn die Kinder und Alten weggeworfen werden, wird die Zukunft eines Volks weggeworfen, weil die jungen Menschen einen starken Impuls vorwärts geben und die Alten uns Weisheit schenken«, sagte das Oberhaupt der Katholiken. Darüber hinaus kritisierte Franziskus den Einfluss von Krieg und Militär auf die Weltwirtschaft.

 

»Im Zentrum jedes Wirtschaftssystems muss der Mensch stehen«

»Aber weil man keinen Dritten Weltkrieg führen kann, führt man eben regionale Kriege. Und was bedeutet das? Dass Waffen produziert und verkauft werden.« Und weiter: »Und damit werdenoffenbar die Bilanzen der götzendienerischen Wirtschaft – der großen Weltwirtschaften, die den Menschen dem Idol des Geldes opfern – in Ordnung gebracht.«

»Dieses Denken raubt den Reichtum der Vielfalt des Denkens und damit den Reichtum eines Dialogs zwischen Völkern.« Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts sind die weltweiten Waffenverkäufe 2012 um gut vier Prozent zurückgegangen, aber seitdem melden sowohl Russland als auch China höhere Einnahmen aus Waffengeschäften. Außerdem berichtet das Institut, Waffenverkäufe seien insgesamt seit 2003 um 29 Prozent gestiegen.

Trotzdem gibt es noch immer Länder, die in besorgniserregendem Ausmaß aufrüsten, vor allem in Asien. Und die Weltwirtschaft ist schwach, wie der Papst und frühere Analysten betonen. »Im Mittelpunkt eines jeden Wirtschaftssystems mus der Mensch, Mann und Frau, stehen, und alles andere muss diesem Menschen dienen«, sagte Franziskus. »Aber wir haben das Geld in den Mittelpunkt gestellt, den Gott des Geldes.«

Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

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 Pope Francis Wednesday General Audience - June 25 2014