Der Corona-Schock. Die Corona-Panik versetzt viele Menschen in eine Art Schockstarre, die es zu durchbrechen gilt.von Shabi Alonso

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Der Corona-Schock

Der Corona-Schock

Die Corona-Panik versetzt viele Menschen in eine Art Schockstarre, die es zu durchbrechen gilt.

Der Wind wehte frisch in das Gesicht unseres Protagonisten. Auf dem Weg in den nächsten Supermarkt dämmerte es draußen schon. Viel war an diesem Frühlingsvorabend nicht los. Im Laden ging ihm die Suche nach den lebensnotwendigen Sachen schnell von der Hand. An der Kasse steckte er, nennen wir ihn Dave, den Einkaufszettel in die Hosentasche.

Einsam scannte er seine Lebensmittel ein und legte sie in den dafür vorgesehenen Warenkorb. Das diente der Gewichtsmessung. Als sich alles in dem Korb befand, beantwortete Dave auf dem Monitor noch ein paar Fragen nach Treuepunkten und Partnerkarten. Danach gab er seine Bezahlmethode an und hielt zur Abwicklung seine Armbanduhr an den Sensor. Kurz darauf piepte die Kasse und gab eine Quittung heraus. Ein paar Sekunden später läutete es in seiner Jackentasche. Das war sein Smartphone. Kurzerhand verstaute er die Waren noch in der eigenen Baumwolltasche. Danach ging Dave wieder hinaus in den Abend nach Hause.

Doch was hat diese Szene mit der aktuellen Corona-Panik zu tun? Der Artikel soll eine verständliche Antwort darauf geben. Ich versuche, in der aktuellen Situation eine Art Nüchternheit zu bewahren, damit mir für mein Leben die Aufbaukunst nicht verloren geht. Dass ich also immer wieder weiß, wer ich sein möchte, wenn ich vom Tal auf die Berge blicke und nicht andersherum.

Im ländlichen Raum mit „viel Beinfreiheit“ habe ich zum Glück wenig Zeit, mich mit der Politik des alltäglichen Wahnsinns zu befassen. Das war im Grunde die Voraussetzung für meinen Entschlusses, hierhin zu ziehen. Hier kann man sich wirklich daran gewöhnen, in zwei Monaten nur eine handvoll Mal die Nachrichten angeschaltet zu haben. Bedingt durch jahrelange Gewöhnung schaue ich die Heute-Nachrichten auf dem zweiten öffentlich-rechtlichen Kanal.

In den letzten Wochen ist ein sogenannter „Drive“ in die mediale Welt hineingekommen. Ein Thema nimmt in einem selten da gewesenen Ausmaß an Fahrt auf. Das führte dazu, dass ich in den letzten Tagen täglich die Nachrichten schaute, sodass mir — inklusive heute, am 16. März 2020 —, Nachrichtensprecher ein weiteres halbes Dutzend Mal erzählten, was um uns herum passiert und was davon zu halten sei.

Einerseits ärgert es mich, dass ich mich zu einem einzigen Thema so hinreißen lasse. Andererseits nehme ich diese Neugier, den Kitzel, alles mitzubekommen, als Warnsignal wahr.

Gestern Abend schaute ich zum ersten Mal nach Jahren (!) die Tagesschau und konnte nicht fassen, dass ich einen sofortigen Treffer gelandet hatte: Ich hörte in zwanzig Minuten Sendezeit mehr als sechzehn Minuten über die von der Weltgesundheitsorganisation ausgerufene Corona-Pandemie.

Die einzelnen Berichte dazu sind es schon wert, tief in die Materie einzusteigen. Mir geht es aber um einen möglichst ganzheitlichen Ansatz, sofern dieser zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt möglich ist. Ich bin selbst gespannt, ob ich einen entscheidenden Rückschluss für all diese um sich greifende Hysterie erkennen werde.

Für mich steht zumindest so viel fest: Das letzte Mal habe ich 2001 eine solch geballte Berichterstattung ähnlich wahrgenommen. Das Szenario mag jedem noch so weltfremden Menschen klar sein. In den Medien dauert das Thema Corona über Wochen fort und geht mit täglich neuen, einschneidenden Höhepunkten über das besondere Maß hinaus.

Vor knapp zwei Wochen besuchte ich einige Tage Freunde in Berlin, die mir jetzt per Kurznachricht schreiben, dass dort ein „absoluter Ausnahmezustand“ herrsche und die „Stimmung ganz komisch“ sei. „In Mainz drehen alle durch“, so eine befreundete Geografin aus Rheinhessen. Ich kann dem nur zustimmen und frage mich mit sehr wenig Abstand dazu, warum so viele meiner Fragen nicht beantwortet werden. Ich frage mich das nicht naiv, sondern sehr ernsthaft, auf eine Weise, in der ich impulsiven Fragen folge. Also wenigstens sollten doch einige dieser Fragen bei dem Großteil aller Menschen auftauchen. Und dennoch äußert sich kein Nachrichtensprecher und keine -sprecherin dazu.

Ein Dreh mit dem Rampenlicht

Alles klingt so perfekt abgestimmt. Alle machen mit, damit wir uns retten. Dabei scherzte ich noch vor Tagen darüber, inwieweit unzählige Placebo-Fälle die Türen der Krankenhäuser stürmen würden. Mittlerweile glaube ich zutiefst, dass zu den üblichen Placebo-Patienten, mit zum Teil authentischen Symptomen, viele weitere hinzugekommen sind. Wenn Toilettenpapier das Wort der Stunde in den Einkaufsläden ist, dann stimmt doch zum Teufel nochmal etwas nicht.

Ich fange also an, mich selbst zu bilden, was das Thema betrifft. Das Internet ist doch ein guter Anfang, das Ende allen Wissens, die Eins mit den hundert Nullen. Doch ich werde aus den Ergebnissen nicht schlau. Habe ich die letzten Jahre mit meinen eintönigen Sucheingaben verschlafen? Egal was ich angebe, es gibt nur aktuelle Treffer zu Seiten, auf denen zu den Coronaviren berichtet wird. Zahlen aus den Jahren zuvor wurden nicht erfasst.

Der einfache Grund ist, dass nicht bei jedem Schnupfen, Husten oder einer Lungenentzündung unser Hausarzt eine Blutuntersuchung macht. Da ist schon die erste Anomalie in der Gleichung, sagt der alte Statistik-Freund in mir. Drehe das Rampenlicht und die Zahlen sagen das aus, was du möchtest. Deshalb sollte man auch nur den Statistiken glauben, die man selbst ins Rampenlicht gesetzt, also gefälscht hat.

Mein nächster Gedanke bringt mich dazu, mich mit den letzten großen Corona-Fällen zu befassen. MERS und SARS, also Middle East Respiratory Syndrome und Severe Acute Respiratory Syndrome. Beide Erkrankungen werden durch Coronaviren verursacht. SARS war ein Thema in Deutschland, MERS nicht so, denn MERS betraf — wie der Name sagt — mehr den mittleren Osten.

Auf den Seiten des Robert Koch-Institutes finde ich Zahlen zu SARS in Deutschland von Ende 2002 bis Sommer 2003. In dieser Zeit erkrankten weltweit mehr als 8.000 Menschen. Die Sterberate, in der Fachsprache Letalität genannt, lag bei 11 Prozent. Bei MERS, das uns in Deutschland nicht direkt betraf, starben bei mehr als 2.400 Fällen etwa 33 Prozent.

Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass in den meisten Jahren kein Coronavirus so mutiert auftauchte, dass große Teile der infizierten Bevölkerung starben. Festzuhalten bleibt auch, dass Coronaviren in der jüngeren Vergangenheit zwei Mal unter den Infizierten viele Leben kostete. Dabei war die Gesamtzahl, auf die Weltbevölkerung bezogen, nach wie vor marginal und unbedeutend.

Auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation finde ich tatsächlich keine Zahlen bezüglich eines Manifestationsindex bei Coronaviren. Dieser Index sagt darüber etwas aus, bei wie vielen Corona-Infizierten Symptome überhaupt bemerkt werden. Einer kleinen Studie aus Japan zufolge beträgt dieser Index 58 Prozent (1). Das heißt fast die Hälfte aller Menschen, die den Virus in sich tragen, weisen keinerlei Symptome auf. Nun, es ist eine Statistik und mit Vorsicht zu genießen, aber zumindest die Experten sollten nicht hysterisch werden!

Doch das Highlight meiner Recherche entdeckte ich wieder beim Institut, das sich den Namen von Heinrich Hermann Robert Koch gab. Zur aktuellen Corona-Pandemie hatte ich gelesen, dass die Reproduktionsrate des Virus bei etwa 3 liegt. Wenn sich also 600 Leute angesteckt haben, dann kann sich in deren Inkubationszeit die Zahl verdreifachen, also auf 1800. Diese Zahl erschien mir sehr hoch und daher konnte ich bis dahin die ganze Hysterie ein ganz klein wenig nachvollziehen. Aber dann mein überraschender Fund:

„Darüber hinaus stimmt das Ergebnis mit der Beobachtung überein, dass das SARS-CoV nicht sehr effektiv übertragen wird, worauf bereits die in verschiedenen Ausbrüchen ermittelte niedrige Reproduktionsrate von 2 bis 4 hinweist. Zum Vergleich wird die Reproduktionsrate R0 für Masern auf 13 bis 18 geschätzt, dies deutet auf ein hohes Potenzial für epidemische Verbreitung in einer ansteckungsgefährdeten Bevölkerung ohne spezifische Kontrollmaßnahmen hin“ (2).

Das Zitat belegt wie das Robert Koch-Institut die Reproduktionsrate der Corona-Pandemie aus 2002/2003 als niedrig und nicht effektiv beurteilt. Das allgegenwärtige Coronavirus weist mit etwa 3 eine ähnlich „niedrige“ und „nicht effektive“ Reproduktionsrate auf. Im Vergleich zu Masern ist sie noch dazu ein Klacks. Wenn also die aktuelle Ansteckungsgefahr genauso überschaubar ist wie vor 18 Jahren, dann sind mit einem Mal alle politischen Entscheidungen zu hinterfragen.

Anpassung an Regeln

Dazu fällt mir ein Comic mit Dagobert Duck aus einem „Lustigen Taschenbuch“ ein, der in Entenhausen spielte. Dagobert Duck möchte einen Dreiteiler drehen und jedes Mal misslingt ihm auf eine für Kinder urkomische Weise etwas in der Durchführung. Nach dem ersten missglückten Versuch wird Dagobert gefragt, was man denn nun machen solle. Das Drehmaterial ist nämlich nutzlos. Darauf erwidert er, man drehe nun einfach direkt den zweiten Teil. Niemand würde merken, dass der erste Teil fehle. Nach dem zweiten Teil wird diese tragisch-lustige Anekdote wiederholt und der Comic ist zu Ende. Ente gut, alles gut!

Ob das Beispiel aus Entenhausen auf die jetzige politische Entwicklung anwendbar ist, das überlasse ich jedem selbst. Doch einiges steht vorerst für mich fest: Wenn ich daheim, wo ich ohnehin schon doppelt und dreifach besteuert werde, damit alles so funktioniert, wie es funktionieren soll, auf einmal darüber nachdenken soll, mit wie vielen Menschen ich über die Straße gehen soll und darf. Wenn ich auf einmal darüber nachdenken soll, in welche Ecke meines Zuhauses, meiner Heimat, meines Kiez ich gehen darf und welchen Park ich nicht betreten darf. Wenn ich mich dann auf einmal ertappe, wie ich zu anderen Distanz suche, dann muss ich wenigstens meine Anpassung an diese Regeln wohl überlegen.

Zur Zeit erleben wir eine sehr starke Zensur, kritisch denkende Menschen ahnen das sehr schnell. Es ist aber noch nicht ganz klar aus welchen Beweggründen heraus der Gesellschaft Informationen vorenthalten werden.

Noch viel erschütternder ist jedoch die Kenntnis, dass die Politebene samt der finanzstarken Kräfte dahinter uns Bürgern die Selbstbestimmung weg zu nehmen scheint. Wo ist dann noch der Unterschied zu totalitären Gesellschaften, wenn jene Selbstbestimmung quasi über Nacht außer Kraft gesetzt wird?

Politisch gesehen wird es unter allen Machthabern und politischen Drahtziehern nur Gewinner geben. Wenn die Zahl der Infizierten und Toten zurückgeht oder ganz eingedämmt wird, dann wird es sicher heißen: „Seht ihr, wir haben alles richtig gemacht. Nächstes Mal aber noch schneller still gestanden.“ Wenn sich diese Pandemie dennoch schneller ausbreitet und SARS und MERS in den Schatten stellt, auch dann werden wir hören: „Seht her, die Maßnahmen waren berechtigt.“ Dann müssen wir beim nächsten Mal erst recht gehorchen.

Für mich ist verständlich, dass wir beim Thema Gesundheit und bei unserer Angst vor dem Tod auf Habachtstellung gehen. Aber dann machen wir doch einmal die Augen auf. Unser Planet ist überbevölkert. Ja, wir Menschen haben uns rasant vermehrt. Daher werden — unter demografischen Aspekten — die nächsten Erkältungswellen auch Deutschland immer härter treffen. In unserer Gesellschaft werden die Menschen seit Jahrzehnten älter. Nüchtern betrachtet kann ein sechzigjähriger Mann an ziemlich vielen Krankheiten sterben. Darunter auch an einem Virus.

Politiker handeln nach einem besonderen Kalkül. Entweder halten sie Hintergrundwissen zu dem Virus zurück oder sie feilen nahezu offenkundig an totalitären Mechanismen. Damit sind wir wieder bei der Geschichte vom Anfang dieses Textes angekommen, wenn unser Protagonist seit Jahren schon einsam seine Einkäufe erledigt, seinen kleinen Freundeskreis trifft und sein sonstiges Leben nahezu in den eigenen vier Wänden stattfinden muss.

Seit Jahren hatte er sich nämlich daran gewöhnt, dass man ihn hin und wieder seiner Freiheiten beraubte. Mittlerweile ist er so angepasst an die irrationalen Entscheidungen vergangener Jahre, dass er sich als gläserner Gefühlstoter komplett dem „vorgeschriebenen“ Alltag hin gibt. Die Wenigen, die noch ungehorsam sind, werden dann als Verirrte aus den Parks und Spielplätzen gejagt.

Ich hoffe diese Befürchtungen sind haltlos, kommen sie mir doch selbst verrückt vor.

Aber dann muss ich an Erich Fromm denken, den ich neulich wie folgt las:

„Das kritische Denken ist die einzige Waffe und Abwehr, die der Mensch gegen die Gefahren im Leben zur Verfügung hat. Wer nicht kritisch denken kann, ist in Wirklichkeit allen Einflüssen, Suggestionen, allen Irrtümern und Lügen ausgesetzt, die verbreitet werden und mit denen er vom ersten Tag an indoktriniert wird. Man vermag nicht frei sein, sich selbst bestimmen und sein Zentrum in sich selbst finden, wenn man nicht kritisch denken und in einem gewissen Sinne auch zynisch sein kann“ (3).

Für die nächsten Wochen, in denen die Nachrichten vermutlich um viele Puzzleteile rund um diese vermeintliche Menschheitskatastrophe erweitert werden, wünsche ich Allen ein natürliches Verständnis von Würde, Freiheit sowie langjährige Gesundheit, mit einem hoffentlich wachen Verstand.

Morgen werde ich mit meinem Sohn einen Ort weiter auf den Kinderspielplatz gehen, der von der dortigen Gemeindeverwaltung geschlossen wurde. Ich hoffe, wir sind nicht die Einzigen, die am Eingang nicht kehrtmachen werden.


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Quellen und Anmerkungen:

(1) Nishiura H, Kobayashi T, Miyama T, Suzuki A, Jung S, Hayashi K, et al. Estimation of the asymptomatic ratio of novel coronavirus infections (COVID-19). MedRxiv. 2020.
(2) RKI
(3) Fromm, Erich, „Von der Kunst des Zuhörens“ (1991)

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