Klima-Fake-News Gerichtsurteil stürzt CO2-Papst vom Thron auf KenFM & journalistische Aufklärung über Fake-News – Dank an Mathias Broeckers und Dirk Pohlmann dafür.

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: https://www.broeckers.com/2019/09/03/immer-dieselben/

IMMER DIESELben

Nachdem ich letzte Woche kurz angedeutet hatte, warum wir nicht weniger, sondern mehr Aktivisten vom Kaliber Greta Thunberg nötig haben – “Wir brauchen zwei, drei, viele Zopfgretels”- suchte mich ein Sturm der Entrüstung heim. Weil ich in dieser Beziehung aber Einiges gewöhnt bin nahm ich den shitstorm – der KenFM-Podcast auf youtube zählte nach 24 Stunden schon 1000 Kommentare – nicht wirklich übel, sondern eher als Zeichen, dass es bei diesem Thema mittlerweile knistert wie in einem Glaubenskrieg. Passen dazu schickte mir mein klimaskeptischer Freund S. dann auch das Link zu einem Artikel mit dem Titel  “Gerichtsurteil stürzt CO2-Papst vom Thron”  zu und merkte dazu an: “Deine “Fakten” zum Klima sind nicht einmal gerichtsfest!”

In dem Artikel wird behauptet, ein kanadisches Gericht hätte die Daten des berühmten Hockeyschläger-Diagramms zur Erderwärmung des Klimatologen Michael Mann überprüft und verworfen. Tatsächlich ging es bei diesem Verfahren gar nicht um die Daten, sondern um eine Beleidigungsklage, die Dr.Mann vor acht Jahren gegen den emeritierten Geographieprofessor Dr.Ball angestrengt hatte, weil dieser ihm in einem Interview Betrug unterstellt hatte. Jetzt hatte Ball beim Gericht ein Gnadenersuch eingereicht  – aus Gründen seines hohen Alters (80), schlechter Gesundheit (Herzinfarkt) sowie wegen der ohnehin geringen Glaubwürdigkeit, die seine Äußerungen in der wissenschaftlichen Community hätten. Diesem Ersuchen hat das Gericht stattgegeben, eine schriftliche Begründung liegt noch nicht vor. Sicher aber ist, dass es bei diesem Rechtsstreit gar nicht um den “Hockeyschläger” geht, denn die zugrunde liegenden Daten (die seit langer Zeit öffentlich vorliegen)  hat das Gericht gar nicht untersucht. Michael Manns Anwalt schreibt dazu: “Der BC Supreme Court hat keinerlei Befund dazu gemacht, weder direkt noch indirekt, dass versäumt wurde die Daten vorzuweisen. Die Entscheidung vom 22. August sagt zu dieser Sache nichts. Balls Antrag auf Beendigung des Verfahrens bezog sich hauptsächlich auf seinen angeblichen Gesundheitszustand….” sowie “auf das Argument, dass seine Anschuldigungen deine Reputation nicht beschädigt hätten.”

Letzteres trifft auf jeden Fall zu, denn die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit dieses Dr. Timothy Ball ist mehr als bescheiden, in einem Gerichtsverfahren 2018, das der Klimaforscher Andrew Weaver gegen seine Behauptungen angestrengt hatte, befand das Gericht, dass der “Skeptiker” Dr.Ball trotz seines Doktortitels nicht ernst zu nehmen sei . Ball zählt zu den sogenannten Kreationisten, die die Evolutionstheorie ablehnen und saß im Vorstand des pseudo-wissenschaftlichen Think Tanks “Friends of Science”, der…oops… von der Öl-Industrie gesponsort wurde.  Dass es IMMER DIESELben sind – Big Oil – die hinter der “Klimaskepsis” auftauchen, ist kein Wunder, sie fördern die Verbreitung der “Skepsis” von Beginn an. Obwohl (bzw.: weil) eine Studie von Exxon Mobile schon 1983 dieselbe Erderwärmung prognostizierte, wie sie 15 Jahre später das Hockey-Stick-Diagramm von Mann et.al. ermittelte und wie sie seitdem dutzendfach bestätigt wurde.

Das jetzige Gerichtsurteil stürzt also keineswegs einen “CO-2 Papst vom Thron”, der Angeklagte Tim Ball hat das Verfahren weder “gewonnen”, noch wurde der “Hockey-Schläger” vom Gericht für falsch oder ungültig erklärt, denn das Gericht hat sich mit dieser Frage überhaupt nicht befasst. Auch die Behauptung, dass Michael Mann nun die Anwaltskosten von Ball bezahlen muss, ist falsch. Dass zu diesem Urteil nun ein linker Ex-Stasi-Mann wie Rainer Rupp auf KenFM dieselben triumphalistischen Fake News verbreitet wie die rechte “Achse des Guten” und diese merkwürdige Querfront einen wissenschaftlichen Quacksalber als großen Sieger feiert, wirft ein bezeichnendes Licht darauf, wie stark die Debatte um die Erderwärmung aus dem Ruder gelaufen gelaufen und zu einem Glaubenskrieg geworden ist.

Dass die Debatte um die Erderwärmung und wie man ihr am besten begegnen sollte, zu einem seltsamen Religionskrieg entartet ist, hat meines Erachtens damit zu tun, dass es ohne ein “Reset”, ohne eine revolutionäre Umwälzung einfach nicht geht, und eh man sich das vorstellt – und kognitive Dissonanz droht – hält man sich lieber an windige Fake News. Und so kommt es dann zu diesen merkwürdigen “Skeptiker”-Querfronten, die einen eingestellten Beleidigungsprozess als Papst-Sturz und Offenbarung hochjubeln wie Katholiken eine leibhaftige Marienerscheinung.  Wobei letztere zumindest so ehrlich sind und sagen, dass man halt dran glauben muss, die “Skeptiker” aber basteln aus FakeNews “Fakten” zusammen und wollen   damit die “Päpste” der “Klimakirche” stürzen.

Ganz im Sinne der Erfinder der “Skepsis”, die einst der Bush-Regierung  empfahlen, statt von “Erderwärmung” oder “Treibhauseffekt” nur noch von “Klimawandel” zu sprechen: “Die wissenschaftliche Debatte ist dabei, uns jeden Ausweg zu versperren….Wenn die Öffentlichkeit zu der Überzeugung gelangt, dass die wissenschaftliche Probleme gelöst sind, wird sich auch ihre Einstellung gegenüber der globalen Erderwärmung ändern. Infolgedessen müssen Sie weiterhin das Fehlen wissenschaftlicher Gewißheit zum zentralen Argument machen.”

Diese Strategie funktioniert  offensichtlich immer noch und es reicht völlig, einfach nur immer wieder Zweifel zu säen – Lösungen für die offensichtlichen Umwelt-und Klimaprobleme, Alternativen zum “Weiter So” braucht es nicht, sie sind für die Förderer und Sponsoren der Skespis unerwünscht, weil geschäftsschädigend.

Worum geht es? Es geht um Öl, Gas, Kohle, Kahlschlag, Massentierhaltung, Bodenzerstörung, Meeresverseuchung, Artenvernichtung, es geht um das Verheizen und Vergiften des Planeten. “CO-2” ist nur ein Aspekt des Ganzen. Weshalb ich außer der mit Hass und Häme überschütteten Greta noch viel mehr aktivistische “Zopfgretels” gewünscht habe, die Aufmerksamkeit erzeugen. Nicht nur für CO-2, schon gar nicht für die Banker, die daraus  Finanzprodukte, Emmissionszertifikate und Börsengewinne generieren wollen, sondern für all die anderen Aspekte menschengemachter Zerstörung.
Es geht nicht um “Klimawandel”, den gab es schon immer und den wird es immer geben, es geht auch nicht um “Klimaschutz”, denn wer sind wir Menschen, dass wir dieses sich ewig wandelnde Wesen “schützen” könnten ? Wir können nur dafür sorgen, dass die Akteure, die dieses Klima seit Jahrmillionen Tag für Tag herstellen – die Bakterien, Pilze, Pflanzen und Tiere – weiter machen können, statt sie zu vergiften und zu vernichten.
Mit einer Ideologie des ewigen Wachstums, wie sie dem Kapitalismus und seinem Geldsystem eingeboren sind, wird ein solcher kooperativer Umgang  mit dem Leben dieses Planeten und damit dem Klima  aber schlechterdings unmöglich sein. Wer von Ökologie spricht, kann vom Kapitalismus nicht schweigen. Das werden, so meine Hoffnung, auch die “Fridays for Future”-Kids checken wenn sie weiter nachdenken und nicht in die “Klimafalle” tappen und sich nur um CO-2 kümmern. Denn das kann nur Mittel zum Zweck sein. Das eigentliche Ziel – den Planeten friedlich bewohnbar zu halten – kann nur erreicht werden, wenn der kapitalistische Zwang zu ewigem Wachstum überwunden wird und damit auch der permanente Krieg um immer knapper werdende Ressourcen. Ohne dieses “Reset” bleibt auch eingespartes CO-2 nur heiße Luft.

Dieser Beitrag ist auch auf Rubikon erschienen
Und als Podcast auf KenFM


Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: https://www.rubikon.news/artikel/der-klimaschwindel?fbclid=IwAR3_6qx_NtFhGXNbprPD54a5MgLjFj8mZEVn5N3kt7VEh_SPs-rjFkq3VSw

Der Klimaschwindel

Der Klimaschwindel

Wochenlang geisterte eine Falschmeldung durch die alternativen Medien.

Mittlerweile werden falsche Tatsachenbehauptungen geschützt, indem sie als Meinungen deklariert werden, was dazu führt, dass Wahres und Falsches gleichberechtigt ist, denn man wird ja wohl noch anderer Meinung sein dürfen.

So zum Beispiel bei KenFM. Dort haben die Artikel von Rainer Rupp auf YouTube mit 106.000 Zuhörern, mehr als 4.500 Mal Daumen hoch und mehr als 1.800 meist begeisterten Kommentaren den absoluten Rekord aufgestellt.

Der Gegenartikel von Mathias Bröckers, der die Aussagen korrigiert hat, erzielte 18.000 Aufrufe, mehr als 500 Daumen runter und 900 Kommentare, zu 95 Prozent negativ. Der Sieg im Meinungskampf steht also fest. Und das ist ein Problem.

Das süße Gift der gigantischen Zustimmung für Rupps Tagesdosis „Klimabetrug: Gerichtsurteil stürzt CO2 Papst vom Thron“ wird letztlich zu Leberkrebs führen. Denn der Erfolg beruht auf falschen Tatsachenbehauptungen. Sie werden gerne geglaubt. Es sieht aus wie ein Volltreffer für KenFM. Das ist der Artikel auch — aber auf die eigene Heimat.

Der Artikel ist ein Pyrrhussieg, er wird der Plattform als journalistischer Fehltritt anhaften. Ein weiterer Artikel zum Thema, diesmal vom ansonsten klugen, angehenden Juristen Sean Henschel, macht die Sache nicht besser.

Nachdem KenFM die Falschmeldungen von Rainer Rupp veröffentlicht hatte und Mathias Bröckers Richtigstellung von den Lesern mit verbalen Bombenteppichen belegt wurde, versucht man es jetzt mit „Einerseits-Andererseits“-Argumentationen. Das hilft aber nicht.

Das Werben um Verständnis für Falschmeldungen und die Einforderung einer besseren Debattenkultur funktioniert nicht. Es handelt sich nicht um einen Zickenkrieg. Falschmeldungen müssen korrigiert werden, erst dann kann man sich darüber unterhalten, wie es dazu gekommen ist und wie es in Zukunft verhindert werden kann. Über diesen Nuklearmüll wird kein Gras wachsen, dafür werden andere sorgen als wir.

Ist es zu selbstbewusst, wenn ich von Falschmeldung spreche? Einige Erläuterungen dazu. Es geht in dem Artikel um den Beleidigungsprozess des Klimawissenschaftlers Professor Michael E. Mann gegen den Geografen Professor Timothy Ball. Das klingt erst mal nach einem Streit unter übersensiblen Wissenschaftlern. Das stimmt aber nicht. Die beiden boxen nicht in der gleichen Gewichtsklasse.

Professor Mann ist sozusagen Kandidat für den Titel des Weltmeisters im Superschwergewicht der Klimawissenschaften, Professor Ball ist ein Rummelboxer. Die Bedeutung eines Wissenschaftlers kann man am h-Index ablesen. Er richtet sich danach, wie oft ein Wissenschaftler von anderen zitiert wird. Mann hat einen Wert von 82, Ball gar keinen.

Timothy Ball hat seine Bedeutung nicht als Wissenschaftler, sondern als Störfaktor, als Klimawandelskeptiker durch die medialen Randale, die er erzeugt. Dazu gehört, dass er über Michael Mann sagte, der gehöre eher ins Gefängnis des Staates Pennsylvania als an die Penn State University.

Mann „belongs in the state pen, not Penn State“. Das ist ein originelles Wortspiel. Aus der Sicht von Professor Ball. Aber das ist nicht alles:

Er hat Professor Mann außerdem mindestens 24 mal in verschiedenen Publikationen des Betruges bezichtigt, von Schrott-Wissenschaft und unethischen Methoden gesprochen, ihn als Klimalügner bezeichnet, behauptet, dass Mann korrupt sei und willentlich die Standards der Wissenschaft gebrochen habe, Tatsachen manipuliere, ihm kriminelle Machenschaften vorgeworfen und behauptet, dass er Teil einer Verschwörung der Weltorganisation für Meteorologie mit dem IPCC sei, die die Politik und Wissenschaft kontrolliere. Darum ging es in dem Prozess.

Michael E. Mann ist einer der renommiertesten Klimawissenschaftler der Welt. Er hat eine zentrale Arbeit zur rapiden Klimaerwärmung in der Gegenwart verfasst, deren bildliche Darstellung als Hockeystick berühmt wurde.

Man sollte anstatt von Klimawandel oder Klimaerwärmung besser von einem Klimabruch oder Klimaknick sprechen, denn was die Grafik zeigt, ist der steile Anstieg der globalen Temperatur, vor allem seit etwa dem Jahr 1940.

Das Klima wandelt sich seit Bestehen der Erde, also seit viereinhalb Milliarden Jahren, aber das waren langsame Vorgänge über Jahrmillionen. Es sei denn, ein Asteroid schlägt auf der Erde ein und vernichtet zum Beispiel durch eine Art „nuklearen Winter“ die Dinosaurier. Auf der Erde geht es jetzt um Veränderungen innerhalb von Jahrzehnten. Der Asteroid, der einschlägt, der das neue Artensterben produziert, sind wir selbst.

Wir alle? Ja und nein. Wenn es um den Klimabruch geht, wird gerne in die größtmögliche Kategorie gewechselt und von der Menschheit gesprochen. Denn irgendwie sind wir doch alle schuld, oder? Heinz Müller genau wie Xi Jinping. Bäckermeister Schulz und seine Frau Sabine genau wie Charles und David Koch — die einen besitzen halt 120.000 Euro, die anderen 120.000.000.000, also 120 Milliarden US-Dollar.

Die einen verdienen ihr Geld mit Brot, die anderen mit Erdöl — sie wollen weiter Geschäfte machen und versuchen deshalb, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Das ist die ganze Geschichte.

Oder vielleicht doch nicht? Die Koch-Brüder haben seit 1997 — das war ein Jahr vor dem Kyoto Protokoll, dem Rahmenabkommen zum Klima — mit 150 Millionen US-Dollar 92 Politiker, Lobby-Gruppen und Thinktanks direkt finanziert, um die Auswirkungen wissenschaftlicher Erkenntnisse und internationaler Abkommen zu minimieren. Aber auch ExxonMobile war als angeblich selbstloser Mäzen unterwegs, so wie einige andere Firmen.

Die haben durch Umwegfinanzierungen, die den Absender verschleiern, 558 Millionen Dollar an 140 Stiftungen verteilt, um Stimmung zu machen. Scientific American bezeichnet den Betrag als Schwarzgeld.

Investiert wurde in „Es gibt keine Klimakrise“-Berichte, wider besseren Wissens, damit weiter der Schornstein rauchen kann und die „philanthropischen“ Firmen weiter Geld mit fossiler Energie verdienen können. Ihre angeheuerten Outlets verbreiten dann die Mär, die wahren Verbrecher seien die Klimawissenschaftler, die in einem Geheimkomplott die Weltherrschaft übernehmen wollten, wozu ja, wie wir alle wissen, der Club of Rome gegründet wurde.

Noch mal langsam, zum Mitschreiben: Die Besitzer der größten Ölfirmen der Welt warnen uns vor einem Komplott einflussreicher Menschen, die mit Hilfe von Wissenschaftlern eine möglicherweise kommunistische, vielleicht chinesische, auf jeden Fall aber totalitäre Weltherrschaft errichten wollen.

Dass da vorher keiner von alleine drauf gekommen ist! Wo wir doch alle wissen, dass Wissenschaftler seit vielen Jahren Ölkriege führen. Berühmt wurde die Bombardierung Libyens durch Michael Mann und der Angriff auf Syrien unter dem Kommando von Stefan Rahmstorf vom Klimaforschungszentrum Potsdam.

Das Outlet für diese Thesen ist in Deutschland EIKE, das Europäische Institut für Klima und Energie, dessen Führungsmannschaft nicht von der AfD zu unterscheiden ist.

EIKE-Vizepräsident Michael Limburg ist Mitglied der AfD und Stellvertretender Vorsitzender des AfD-Bundesfachausschusses Energie. Horst-Joachim Lüdecke, der Pressesprecher von EIKE, ist Mitglied der AfD und Mitglied des AfD-Bundesfachausschusses Energie. Karl-Heinz Krause ist Mitglied der AfD, Mitglied des AfD-Bundesfachausschusses Energie und Stellvertretender Vorsitzender der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung, er veröffentlicht regelmäßig Artikel bei EIKE.

EIKE ist der außerparlamentarische Arm der AfD — oder die AfD ist EIKE im Bundestag. Je nachdem, wie man das sehen will. Hinter allen stehen markradikale Kräfte, die man fälschlich als neoliberal bezeichnet.

Es gibt noch eine Fülle ausnahmslos marktradikaler Organisationen, die meinungs- und finanzstark hinter EIKE stehen, so das Institut für unternehmerische Freiheit. Dazu weiß die Lobbypedia:

„Das Institut für Unternehmerische Freiheit (iuf) ist eine Denkfabrik, deren Funktionsträger zu einem großen Teil Mitglieder der Friedrich A. von Hayek- Gesellschaft und der Mont Pelerin Society sind. Für eineinhalb Jahre trug das iuf den Namen Berlin Manhattan Institut. Das iuf ist Partner des Atlas Network, zu dessen Sponsoren ExxonMobile, Philip Morris und die Stiftungen der US-Milliardäre Charles G. Koch und David H. Koch gehören. Es kooperiert mit dem Europäischen Institut für Klima und Energie (EIKE), das den menschengemachten Klimawandel leugnet.“

Oder das Committee for a Constructive Tomorow (CFACT), das von Chrysler, ExxonMobile und Chevron finanziert wird. Das 2004 von EIKE-Präsident Holger Thuß gegründete CFACT Europe ist eng mit EIKE verbunden. So eine Überraschung.

Und so weiter und so weiter. All diese Organisationen, die den neoliberalen/marktradikalen Dreisprung „Privatisieren, Steuern senken, Sozialleistungen streichen“ perfekt beherrschen und propagieren, sorgen sich angeblich intensiv darum, die Bevölkerung vor einer CO2-Steuer zu erretten. Obwohl die CO2-Steuer aus ihrem Werkzeugkasten stammt, genau wie der CO2-Zertifikate-Handel.

Das sind alles Lösungen unter der Überschrift: Nur der absolut freie Markt kann uns aus dem Problem heraushelfen, in das er uns hineingeführt hat.

Das ist das Credo dieser Organisationen. Oder, wie es bei EIKE heißt: Nicht das Klima, die Freiheit ist in Gefahr. Mit Freiheit meinen sie den Marktradikalismus. Allesamt. Darum geht es. Weitermachen wie bisher.

Man greift einmal in den Teich, und hat den Zipfel eines verfilzten Schlingpflanzengewirrs in der Hand. Alles hängt mit allem zusammen. Und es riecht nicht gut.

Könnte es vielleicht ein klein wenig mit Big-Money-Interessen zu tun haben, wenn diese Organisationen aus allen Rohren auf Michael Mann schießen? Wenn man den Klimapapst vom Thron stürzen könnte…

Um es klar auszusprechen: Was Rainer Rupp, Henryk M. Broder, Roland Tichy, EIKE und viele andere Outlets berichtet haben, nämlich dass Professor Mann in Kanada vom Supreme Court verurteilt wurde, weil er sich weigerte, seine Daten herauszugeben, ist eine Ente. Sie haben einen Türken gebaut, potemkinsche Dörfer errichtet, FakeNews herausposaunt.

Das ist keine Meinung. Das ist Müll.

In diesem Prozess ging es um Beleidigung. Die Anklageschrift ist veröffentlicht. Ich habe auch die Antwort von Professor Ball eingesehen.

Professor Mann ist nicht verurteilt worden, weil er die angeblich gefälschten Daten zu seinem angeblich gefälschten Hockeystick nicht veröffentlicht hat. Die zentrale Behauptung der Rupp-et-alii-Argumente ist komplett erlogen.

Die Daten, Algorithmen und Methoden von Professor Manns Arbeiten sind ohne Ausnahme öffentlich verfügbar. Er hat sie sogar auf einem USB-Stick direkt an Timothy Ball übergeben. Das nützt aber nichts. Trotzdem wird die falsche Behauptung immer wieder neu aufgestellt, jetzt auch in Deutschland.

Das Verfahren wurde eingestellt, weil sich Professor Ball als alt, krank und unglaubwürdig bezeichnet hat. Ein weitere Angeklagte in dem Prozess, die Frontier Foundation, hatte sich bereits vorher mit einem Brief öffentlich bei Professor Mann entschuldigt. Der Brief ist ebenfalls verlinkt.

Vom Vorwurf des Betruges bei der Erstellung des Hockeysticks (bekannt als Climategate), der immer wieder erhoben wird, wurde Mann in mittlerweile [neun verschiedenen Untersuchungen freigesprochen, darunter auch in einer Studie der US National Science Foundation. Anders als der EIKE-informierte Rainer Rupp schreibt.

Es gibt mittlerweile mehr als drei Dutzend Studien, die auf verschiedener Datenbasis zum gleichen Ergebnis wie Michael Manns Hockeystick kommen, nämlich, dass der Temperaturanstieg seit der Industrialisierung, insbesondere aber seit den vergangenen 50 Jahren, ohne Beispiel in den vergangenen 500, 1.000 und — jetzt neu untersucht — 2.000 Jahren ist, was vor allem seine Rasanz betrifft.

Was den jetzigen Temperaturbruch von allen zuvor unterscheidet, ist, dass er global auftritt, am Nordpol genauso wie in Neuseeland. Vorher waren es begrenzte Klimaerscheinungen, zum Beispiel die römische Warmzeit, die mittelalterliche Warmzeit und die kleine Eiszeit auf Regionen der Nordhalbkugel. Die neueste Studie dazu hat globale Daten ausgewertet. Das Ergebnis: Die Temperaturen am Ende des 20. Jahrhunderts waren auf 98 Prozent der Erdoberfläche höher als jemals zuvor in den vergangenen 2.000 Jahren.

Professor Manns Theorie ist also so gut abgesichert, wie man das von einer allgemein akzeptierten Lehrmeinung erwartet. Sie ist immer wieder bestätigt worden.

Einer der Gründe, warum es trotzdem immer wieder neue Studien gibt: Die Wissenschaftler haben nur für die jüngsten etwa 150 Jahre Messungen durch Thermometer. Und die auch nicht von der ganzen Welt. Deswegen behilft man sich mit sogenannten Proxydaten. Historischen Aufzeichnungen, Eisbohrkernen, Sauerstoffisotopen am See- und Meergrund, Baumringen, Stalagmiten, Korallen und so weiter. Die Daten sind unterschiedlich genau.

So passen die Baumringe beispielsweise insbesondere seit den 60er Jahren nicht mehr zu den gemessenen Thermometerergebnissen, weil Umweltverschmutzung und Klimawandel die Wachstumsraten verändert haben.

Für diese Zeitreihe kann man ja die Baumringe mit den exakteren Thermometerdaten vergleichen. Das war eines der Themen bei Climategate, dass solche fehlerhaften Datenreihen aus den Datensätzen entfernt wurden. Das ist aber keine Fälschung, sondern eine Berichtigung. Aber mit solchen Argumenten arbeiten die Klimabruchleugner.

Der Ursprung der Falschmeldung über den Mann/Ball-Prozess war eine Webseite mit dem grandiosen Titel „Principia Scientific“, zu der eine gleichnamige Firma gehört. Der Geschäftsführer ist John O‘Sullivan, der Präsident Professor Timothy Ball. Andere Mitglieder sind die prominenten Klimaleugner Paul Driessen und Paul Reiter.

Professor Ball hatte sich einen Namen als Kreationist gemacht, er hält die Evolution also für eine Lüge. O‘Sullivan und Ball haben zusammen ein Buch mit dem Titel veröffentlicht: „Den Drachen erschlagen — Der Tod der Treibhausgas Theorie“.

John O‘Sullivan ist aber selbst für Professor Ball nicht die erste Wahl als Kompagnon und Co-Autor. Als er sich während des Mann/Ball-Prozesses durch falsche Angaben selbst zum Volljuristen ernannte, was vor Gericht zu juristischen Verwerfungen führte, versuchte sich Professor Timothy Ball von O‘Sullivan zu distanzieren.

Außerdem: O‘Sullivan war nicht nur Co-Autor des gemeinsamen Treibhaus-Buches, er hat auch einen Roman über Triebprobleme geschrieben mit dem Titel „Vanilla-Mädchen — eine tatsachenbasierte Kriminalgeschichte, wie ein Lehrer seine erotische Obsession für eine Schülerin unter Kontrolle zu halten versuchte.“ Es ist die wahre Geschichte von John O‘Sullivan.

Es ist zwar schockierend, dass Professor Michael Mann und seine Familie nicht erst seit dieser Falschmeldung Morddrohungen erhalten. Aber es passt ins Bild; An Professor Mann wird mit dieser Kombination aus Diffamierung und billigender Inkaufnahme der Konsequenzen, wie Drohungen, ein Exempel statuiert. Die jahrelangen Verleumdungen und deren Effekte sind in der Welt der Wissenschaft bekannt. Jeder Wissenschaftler wird sich gründlich überlegen, ob er sich mit den Leugnern des Klimabruchs anlegen will. Sie haben Geld. Sie haben Macht. Und sie haben Medien zur Verfügung.

Und wir, die Medien, auch die Alternativmedien, haben die Aufgabe, dieses Gestrüpp zu lichten. Als erstes steht die Aufgabe, die Spreu vom Weizen zu trennen, Falsches von Wahrem. Da darf es keine Kompromisse geben. Jeder macht Fehler. Aber im Journalismus müssen sie öffentlich korrigiert werden.

Das letzte Wort überlasse ich Michael Mann. Ich habe ihn um einen Kommentar gebeten, wie er die Berichte und Entwicklungen interpretiert:

„Die Ölindustrie und ihre Verlautbarungsorgane wollen Maßnahmen gegen sich aufhalten. Meine eigene Einschätzung ist: Das ist das letzte Aufbäumen, das sind Nachhutgefechte. Ihre Position ist nicht mehr glaubwürdig, die Menschen können die Effekte der Klimaerwärmung jetzt in Echtzeit mit ihren eigenen Augen sehen. Die Kräfte, die es weiter mit Leugnen und Verzögern versuchen, haben jetzt hier in den USA eine neue Argumentation, eine modifizierte Form des Leugnens. Es werde schon nicht so schlimm kommen wie vorhergesagt, wir werden das Klimaproblem schon mit Ingenieurslösungen gut unter Kontrolle bringen können. Oder sie sagen, dass es jetzt sowieso schon zu spät sei, leider. Das ist natürlich alles falsch. Der Zweck dieser Argumentation ist, den einzigen echten Ausweg weiter zu verzögern. Und der heißt: Wir müssen weg von fossilen Brennstoffen. Über all das schreibe ich gerade ein Buch.“


Bild

Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.
Creative Commons Lizenzvertrag

Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, können Sie hier eine Spende abgeben. Da wir gemeinnützig sind, erhalten Sie auch eine Spendenquittung.

—————————————————————-
——————————————————————————————————-
——————————————————————————————————————————————–
Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: https://kenfm.de/tagesdosis-30-8-2019-klimabetrug-gerichturteil-stuerzt-co2-papst-vom-thron/

Tagesdosis 30.8.2019 – Klimabetrug: Gerichtsurteil stürzt CO2-Papst vom Thron

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Für den weltberühmten US-Klimaforscher, Professor Michael Mann stellt das vor wenigen Tagen erfolgte Urteil einen tiefen Fall dar. Unter den Anhängern der CO2 –Glaubensgemeinschaft war er bisher der unbestrittene „Wissenschafts“-Guru. Mann war mit Sicherheit der „Goliath“ unter den CO2-Wissenschaftlern, wenn man das, was er gemacht hat, überhaupt „Wissenschaft“ nennen kann. Im Jahr 2001 war Manns Hockeyschläger-Diagramm aus seiner Studie von 1998 (1) prominent im dritten Bewertungsbericht des bei der UNO angesiedelten, sogenannten „Weltklimarats“ (IPCC) vorgestellt worden.

In dem IPCC-Bericht waren Manns „Forschungsergebnisse“, die man angesichts des aktuellen Gerichtsurteils gegen ihn nur noch in Anführungszeichen setzen kann, als wegweisend aufgenommen worden. Wenig später wurden sie vom IPCC auf das Podest der „unumstößlichen Wahrheit“ gehoben, und von der CO2-Glaubensgemeinschaft ähnlich aufgenommen, wie ein ex-cathedra Urteil des Papstes von tief religiösen Katholiken. Zugleich wurden sie zur Grundlage für sämtliche Folgearbeiten des IPCC. Das Fundament dieser „unumstößlichen Wahrheit“ ist nun durch das Urteil des Obersten Gerichtshofs der westkanadischen Provinz British Columbia gegen Prof. Mann zutiefst erschüttert worden.

Um die Bedeutung dieses Urteils besser einzuschätzen, bedarf es etwas mehr Hintergrund zum Thema. Wann immer die Anhänger der Lehre vom menschengemachten CO2 als alleiniger Verursacher der Erderwärmung in einer Diskussion in Argumentationsnot geraten, flüchten sie sich in den „wissenschaftlichen Konsens“, der in dieser Frage angeblich herrscht. Diese Behauptung stimmt zwar nicht, weil auch dieser „Konsens“ nur das Ergebnis von inzwischen belegten statistischen Manipulationen ist, aber die eigentliche Kritik muss sich hier gegen die totale Unwissenschaftlichkeit einer solchen Behauptung richten. Denn Wissenschaft ist keine Sache des Konsenses!

Ein wissenschaftlich korrekter Schluss liegt nur dann vor, wenn unter denselben Bedingungen, jederzeit von anderen Forschern vor der Öffentlichkeit identische Ergebnisse reproduziert werden können. Das hatte Einstein mal so erklärt: Wenn Tausende Wissenschaftler von dem Ergebnis X überzeugt sind, aber auch nur einer unter den oben genannten Bedingungen den Nachweis führt, dass X falsch ist, dann haben sich alle anderen geirrt. Wissenschaftlich korrekte Ergebnisse sind also keine Frage des Konsenses oder demokratischer Abstimmungen. Bei Letzterem allerdings sind – je nach klimapolitischer Ausrichtung – zwei plus zwei nur selten vier, sondern immer öfter drei oder fünf.

Ungeachtet der Tatsache, dass Wissenschaft vom Zweifel lebt, dass ohne Kritik und Widerspruch Fortschritt überhaupt nicht möglich ist, war der Weltklimarat (IPCC) nach 2001 nicht mehr an weiteren Forschungen über andere, mögliche Gründe für den Klimawandel interessiert. Die Lösung dafür hatten schließlich Prof. Mann und einige Gleichgesinnte mit der CO2-Antwort bereits geliefert.

Und diese Lösung hieß, dass der vom Menschen gemachte Anteil am CO2-Gehalt in der Luft an allem Schuld ist. Dabei beträgt der CO2 Anteil in der Luft etwa 0,04 Prozent und das vom Menschen gemachte CO2 ist gerade mal 0,038 Prozent der gesamten CO2. Das heißt: in zehn Tausend Einheiten Luft gibt es gerade mal 15 Einheiten vom Menschen gemachtes CO2. Und wenn der Anteil nun auf das Doppelte, also auf 30 Zehntausendstel ansteigen würde, dann wäre es laut der CO2-Weltuntergangsproheten das absolute Desaster.

Nachdem der Weltklimarat 2001 diese unverrückbare Wahrheit etabliert hatte, hat er sich seither nur noch mit Umweltstudien beschäftigt, z.B. welche soziologischen oder wirtschaftlichen Wirkungen die angeblich von Menschen gemachte Klimaerwärmung auf bestimmte Regionen in unterschiedlichen Ländern der Welt haben könnte. Übrigens, die Vorsitzenden des Weltklimarats waren bisher stets Ökonomen und nicht Naturwissenschaftler. Das könnte mit erklären, warum eine nach allen Richtungen offene Klimaforschung im eigentlichen Sinne des Wortes vom IPCC seit 2001 nicht mehr betrieben wird.

Umso mehr wuchs unter Klimaexperten die massive Kritik an Prof. Manns „CO2-Hockeyschläger“ und an der Politik des IPCC. In den etablierten Medien erfuhr man davon aber nichts. Denn die Kritiker fanden weder unter Politikern noch in der Bevölkerung Gehör. Vor allem die Masse der einfachen Menschen soll weiterhin mit CO2-Weltuntergangsszenarien für mehr finanzielle Opfer in Form von Abgaben und Steuern weichgeklopft werden. So wurde der Glauben an die vom Menschen gemachte katastrophale Erderwärmung zur weithin akzeptierten „Tatsache“.

All das könnte sich mit dem Urteil des kanadischen Gerichtes ändern. Aber worum geht es da eigentlich? Es fing mit einer recht harmlosen Klage wegen Beleidigung und übler Nachrede an, allerdings mit einem Streitwert von mehreren Millionen Dollar. Kläger war der weltberühmte Erfinder(!) des „Hockeyschläger Diagramms“ Prof. Mann von der staatlichen „Ken State University“ und der Beklagte war der international bekannte Klimaforscher Dr. Tim Ball, vormals Professor im Geography Department der Universität Winnipeg und weltbekannter Kritiker des „Hockeyschlägers“. Die Klage geht auf den 25. März 2011 zurück. Über einige juristische Zwischenstationen ist sie schließlich beim obersten Gerichtshof gelandet. Anlass war ein Interview, das Prof. Ball einem kanadischen Magazin gegeben hatte.

Aus der Anklageschrift geht hervor (2), dass Dr. Ball in einem Interview zum „Climategate“ Skandal von 2009 die angebliche „Beleidigung“ ausgesprochen habe. Mit Climategate sind die damals gehackten E-Mails der führenden „Klimaforscher“ gemeint, aus denen hervorging, wie sich die beim IPCC einflussreichsten „Wissenschaftler“ untereinander darüber abstimmten, mit welchen „statistischen Anpassungen“, mit welchen speziell getrimmten Computermodellen und welchen anderen Tricks die Daten manipuliert werden sollen, um zu den gewünschten Ergebnisse zu kommen.

Aus manchen Mails geht sogar hervor, wie verzweifelt „Forscher“ waren, wenn die tatsächlich gemessenen, rohen Klimawerte sich einfach nicht in das vorherbestimmte Ergebnis einfügen ließen. Aus anderen Emails wurde deutlich, wie sie sich absprachen, auf keinen Fall ihre Berechnungsmethoden und ihre rohen Daten zu veröffentlichen. Und ein weiterer Block von Emails zeigte, mit welchen Methoden sie systematisch auf Medien und vor allem auf wissenschaftliche Zeitschriften eingewirkt haben, nur ja keinen CO2-kritischen Wissenschaftlern eine Plattform für ihre Sicht der Dinge zu geben. Bei Zuwiderhandlung würde niemand aus dem Kreis der Erleuchteten, nämlich der IPCC akkreditierten CO2-Wissenschaftlern diesen Medien für weitere Interviews zur Verfügung stehen.

Bereits im Jahr 2003 hatte eine Studie der kanadischen University of Guelph in Ontario gezeigt (3), dass das „Hockeyschläger“ – Diagramm von Prof. Mann „in erster Linie ein Artefakt des schlechten Datenhandlings, veralteter Daten und falscher Berechnung der Hauptkomponenten ist.“ In der Zusammenfassung der Studie heißt es, dass z.B. die Schätzung der Temperaturen von 1400 bis 1980 Sammelfehler enthält, sowie nicht zu rechtfertigende Kürzung oder Extrapolation von Quelldaten, veraltete Daten, geografische Standortfehler, falsche Berechnung der Hauptkomponenten und andere Qualitätskontrollmängel.“

Nach der Fehlerberichtigung und unter Verwendung aktuellerer Daten ergab sich dann ein ganz anderes Bild für den Durchschnittstemperaturindex der nördlichen Hemisphäre, speziell für den Zeitraum von 1400 bis 1980. unter Verwendung korrigierter und aktualisierter Quelldaten.

Das wichtigste Ergebnis der Studie war, dass der Hockeyschläger von Prof. Mann verschwand. Denn die Kleine Eiszeit in der nördlichen Hemisphäre, die vom 12. bis Anfang des 18. Jahrhunderts dauerte, wurde im frühen 15. Jahrhundert von einer Wärmephase unterbrochen worden war. In dieser Periode lagen die Hitzewerte weit über den Ergebnissen des 20. Jahrhunderts. Und das geschah alles ohne vom Menschen gemachtes CO2.

Was sich damals nach Bekanntwerden der Emails und ihrer Echtheitsverifizierung als Riesenskandal abzeichnete, wurde von den Medien in relativ kurzer Zeit im Gedächtnisloch entsorgt. Zu groß und finanziell lukrativ war schon damals der Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten, zu vielversprechend waren die Aussicht auf einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung aus der Krise mit Hilfe eines CO2 getrieben Investitionsbooms zur Anpassung der volkswirtschaftlichen Struktur und zur verkehrstechnischen Umrüstung, zu einflussreich in Politik und Medien war bereits die Lobby all jener, die von dieser Entwicklung profitieren würden. So kam es den auch bei den offiziellen, staatlich eingesetzten Untersuchungskommissionen in den USA und Großbritannien, wo die Hauptübeltäter saßen – inklusive Prof. Mann -, so, wie es kommen musste.

Wie den meisten, politisch hoch brisanten Fällen üblich wurde mit Hilfe der personellen Zusammensetzung der Untersuchungskommissionen dafür gesorgt, dass die Termine verschleppt, Sachverhalte vor der Öffentlichkeit vertuscht und schließlich die ganze Sache eingestellt wurde. Hier bewahrheitete sich wieder der Satz: „Willst Du einen Skandal erfolgreich unter den Teppich kehren, dann gründe eine Untersuchungskommission“.

Auch an Prof. Manns eigener Pennsylvania State University hatte infolge von „Climategate“ eine oberflächliche akademische „Untersuchung“ stattgefunden (4). Wie zu erwarten hat die Universität dann am 3. Februar 2010 ihren Klima-Professor und Weltstar von allen Verfehlungen freigesprochen. Als Meister der politischen Manipulation behauptete Prof. Mann dann auch noch – fälschlicherweise – , die Nationale Akademie der Wissenschaften (NAS) habe bei seiner Arbeit nichts Ungewöhnliches gefunden: „ (5)… die Nationale Akademie der Wissenschaften bestätigte meine Forschungsergebnisse in einer umfassenden unabhängigen Übersicht, die im Juni 2006 veröffentlicht wurde.“

Der NAS-Bericht hat nichts dergleichen getan und tatsächlich alle wesentlichen Kritikpunkte einer anderen Gruppe von Hockey-Schläger-Kritikern (McIntyre & McKitrick und der Wegman-Bericht) bestätigt. So gab die NAS u.a. an, dass die Unsicherheiten in den Daten durch die Hockeyschlägermethode systematisch unterschätzt wurden (S. 107). Aber nun zurück zur Anklageschrift gegen Dr. Ball. Demnach wurde ihm im Interview folgende Frage gestellt: „Verschiedene Regierungen und akademische Behörden haben den „Climategate“ Skandal bisher weißgewaschen. Glauben Sie, dass noch irgendjemand wegen Betrugs strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wird?“

Darauf folgte Dr. Balls Antwort mit der Passage, die seinen Widersacher Dr. Mann dazu veranlasste, Anzeige zu erstatten:

„Unter den Generalstaatanwälten der US-Bundesstaaten gibt es Bewegung, um die Strafverfolgung in Gang zu bringen. Zum Beispiel Michael Mann von Penn State (University) sollte im State Pen (im Staatsgefängnis) sitzen und nicht in der Pen State Uni. Auch in England gibt es Untersuchungen, die durch drei Dinge ausgelöst wurden: Erstens, die Informationen, die diese Emails enthielten. Zweitens, die Vertuschung (des Skandals) durch die so genannten ‚Untersuchungskommissionen‘. Drittens, das komplette Versagen des Britischen Wetteramts, weil die Leute dort mit den Leuten, woher die Emails stammen, eng zusammen gearbeitet haben. Diese drei Sachen beschäftigen derzeit (2011) die Politiker. Wir werden noch viel mehr Untersuchungen sehen.“

Mit seiner letzten Feststellung war Dr. Ball allerdings viel zu optimistisch, denn die Politiker haben ebenso wie die Medien „Climategate“ schnellstmöglich begraben. Eine kurze und aber prägnante Darstellung des Skandals in englischer Sprache findet man hier. (6)

Letztendlich hat sich Dr. Mann mit dem von ihm selbst angeregten Gerichtsprozess selbst zum Krüppel geschossen. Offensichtlich hatte er aufgrund seiner Erfahrungen im IPCC zu sehr darauf vertraut, dass das Wort des weltberühmten Wissenschaftlers, des Erfinders des CO2-Hockeyschlägers, für bare Münze gehalten wird, und dass er dafür keine Beweise vorlegen muss. Das funktionierte zwar in der Politik und in seiner CO2-Glaubensgemeinde, aber nicht vor dem Obersten Gericht in British Columbia. Er wurde aufgefordert, seine rohen, unbehandelten Klimamessdaten vorzulegen, seine Methoden zur Datenanpassung aufzudecken, die handgefertigten Computer Programmen für die CO2-Modellierung transparent zu machen, etc. p.p.. Kurz, er wurde vom Gericht dazu aufgefordert, das wissenschaftliche Vorgehen bei seiner Arbeit zu belegen. Und das hat er nicht getan!

Dr. Mann schlug alle Ermahnungen des Gerichts in den Wind und weigerte sich bis zuletzt zu belegen, dass er wissenschaftlich gearbeitet hat. Für das Gericht gab es keinen einleuchtenden Grund dafür. Denn unter Wissenschaftlern ist es die natürlichste Sache der Welt die rohen Daten und die Arbeitsmethoden mit anderen Kollegen zu teilen, wenn man nicht gerade an einer Patententwicklung arbeitet. Aber auch das konnte Dr. Mann unmöglich geltend machen, da es sowas in der Klimawissenschaft (noch) nicht gibt. Obwohl ihm schließlich klar war, dass seine Weigerung seine Daten und Methoden herauszugeben, dem angeklagten Dr. Ball Recht geben würde und dass dies ihn selbst Millionen Dollar kosten würde, zog er es vor, die finanziellen Kosten auf sich zu nehmen.

Dr. Manns Totalverweigerung ließ auch für das Gericht nur den Schluss zu, das die Hockeyschläger-Daten manipuliert und gefälscht sind. Denn wenn Dr. Mann sie herausgerückt hätte, wäre das der materielle Beweis für kriminellen Betrug gewesen und wegen der gigantischen Höhe des so angerichteten Schadens wäre womöglich bis zu seinem Lebensende von der Pen State University in den State Pen gewandert. Da zahlte er doch lieber ein paar Millionen Dollar für alle Gerichtskosten sowie die Kosten von Dr. Ball und blieb dafür in Freiheit. Zumindest vorerst.

Da dieses Urteil lediglich in einem Zivilprozess erfolgt ist, ist nun zu hoffen, dass endlich nach all den Jahren ein Kriminalprozess folgt, nicht nur gegen Dr. Mann, sondern auch gegen seine Komplizen. Da sie den kriminellen Klimabetrug, der mit gigantischen Kosten für die Wirtschaft und Gesellschaft einhergeht, bis heute fortgeführt haben, stehen die Chancen gut, dass eine Verjährung nicht eingetreten ist. So besteht die berechtigte Hoffnung, dass unter den veränderten politischen Bedingungen wenigsten in den USA die Beteiligten an dieser betrügerischen Klimaverschwörung sich doch noch vor einem Kriminalgericht verantworten müssen.

Vor allem Donald Trump hat noch eine Rechnung mit Prof. Mann offen. Der hatte nach seiner Wahl zur Rebellion gegen den neuen US-Präsidenten aufgerufen. Mit dem Einzug Trumps ins Weiße Haus seien die USA „ganz und gar ins Irrenhaus eingezogen, in dem der Präsident haarsträubende Attacken gegen die Wissenschaft reitet.“ Inzwischen gibt es bereits Anzeichen, dass Präsident Trump eine kriminelle Untersuchung gegen den nicht länger „weltweit führenden Wissenschaftler des Klimawandels“ einleiten will.

In der Tat haben sich nicht nur die Mainstream Medien, sondern viele Hundert nachfolgende Klimastudien auf Manns Ergebnisse blind verlassen. Der Ruf von Mann war derart, dass die meisten Klimaforscher nur seine und keine andere Grafik akzeptierten, ein typisches Beispiel für das Gruppendenken (groupthink)(7) bzw. für den oft zitierten „Klima-Konsens“.

Dr. Ball warnt seit langen Jahren davor, dass, wenn die Welt hinter die Geheimnistuerei von Prof. Mann und seinen Komplizen schauen dürfte, sie schockiert sein würde, wie korrupt und eigennützig diese „Wissenschaftler“ sind, die an der Spitze der Fake-Kampagne von der Menschengemachten globalen Erwärmung stehen.

Quellen:

  1. https://www.nature.com/articles/33859.epdf?referrer_access_token=UcQMRAUPUscPRGtZ_nmN0tRgN0jAjWel9jnR3ZoTv0PIU6928D7U3LQJxug20QYL9ESIIW5WxXKIhZdkFHPvJyCgGXYnBzO2iiIqbRp1deponI44NSXsWPHevD1owOCzy-M7seCPmAtP9uptNzLwM0cPBtAqbyWTRLYziB4QAcNUZppYicirN1qvEePdK7PXfPV0rWC3s1R_r-yu5jgaARXTHsmrZypQ4t2zgUOLblqSL4dO3ayXicSrBFhH94ERlk4rGXq0DDsogNi_Vg4Asw%253D%253D&tracking_referrer=blogs.scientificamerican.com
  2. https://www.desmogblog.com/sites/beta.desmogblog.com/files/Mann-Ball%20Libel%20Claim.pdf
  3. http://www.uoguelph.ca/~rmckitri/research/MM03.pdf
  4. https://www.theguardian.com/environment/2010/feb/03/climate-scientist-michael-mann
  5. https://hockeyschtick.blogspot.com/2011/03/there-he-goes-again-mann-claims-his.html
  6. https://www.telegraph.co.uk/comment/columnists/christopherbooker/6679082/Climate-change-this-is-the-worst-scientific-scandal-of-our-generation.html
  7. https://en.wikipedia.org/wiki/Groupthink

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Bildquelle: SNeG17/Shutterstock

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Alle weiteren Beiträge aus der Rubrik „Tagesdosis“ findest Du auf unserer Homepage: hier und auf unserer KenFM App.

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere