Aktivist werden – Aktivisten sind Menschen, welche die Notwendigkeit von Veränderungen erkennen, und ihre Zeit diesen widmen. Sie werden durch Leidenschaft und ihrer Vision einer besseren Zukunft angetrieben. …

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 08.09.2016

Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls.

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Aktivist werden

3 Teile: Deine Motivation finden   Gehört werden     Zum Anführer werden

Aktivisten sind Menschen, welche die Notwendigkeit von Veränderungen erkennen, und ihre Zeit diesen widmen. Sie werden durch Leidenschaft und ihrer Vision einer besseren Zukunft angetrieben. Für manche Menschen ist Aktivismus etwas ganz Natürliches, während sich andere quasi dazu gezwungen sehen, wenn sie von einer Situation betroffen sind, die ihnen selbst, oder Menschen die sie lieben, schadet. Ganz egal, was deine Gründe sind, Aktivist werden zu wollen – du hast die Möglichkeit dazu, ganz egal wie alt du bist, was deine Mittel sind und woher du kommst. Es sind Menschen wie du, Menschen die glauben, dass sie etwas verändern können, die die Welt zum Besseren verändern. Siehe Schritt 1 um zu lernen, wie du Aktivist werden kannst.  

Teil 1 von 3: Deine Motivation finden

  1. Finde deine Leidenschaft. Leidenschaften entstehen oft durch eine plötzliche Erkenntnis, die dein Leben für immer verändert. Sobald dich deine Leidenschaft gepackt hat, wird sie es sein, die deinem Aktivismus Kraft verleiht, auch wenn du manchmal beinahe aufgeben möchtest.

    • Sobald dir bewusst wird, dass irgendetwas auf der Welt in Ordnung gebracht, verändert oder verbessert werden sollte, wird dich dieses Bewusstsein nicht mehr loslassen. Du wirst die Notwendigkeit von Veränderung überall sehen und Verantwortungsbewusstsein entwickeln. Zum Beispiel könnte es sein, dass du herausfindest, dass ein Unternehmen in deiner Umgebung einen Fluss in der Nähe verschmutzt, und dich entscheiden, dass du etwas tun wirst, um das zu beenden.
    • Aktivisten sind leidenschaftlich genug um zu glauben, dass sie eine Veränderung bewirken können, wenn sie nur hart genug an einer Lösung arbeiten. Während viele Menschen sich von der Frage, „Was kann eine einzelne Person denn schon erreichen?” abhalten lassen, sind Aktivisten davon überzeugt, dass eine engagierte und ausdauernde Person einen Unterschied machen kann. [1]
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    Informiere dich über bereits existierende Bemühungen. Dein Ziel wird vielleicht schon von anderen auf lokaler, regionaler, nationaler oder internationaler Ebene verfolgt. Finde heraus, was es bereits gibt, was zu dir passt und wie du mit bestehenden Aktivitäten kooperieren oder diese unabhängig unterstützen könntest. Stelle dir selbst folgende Fragen:

    • Möchtest du in einer bereits bestehenden Gruppe freiwillig mitarbeiten oder deren Vorstand beitreten?
    • Möchtest du einen bezahlten Job bei einer Organisation, die Aktivismus betreibt, finden? Seiten wie idealist.org, ActivistJobBoard.com und OpportunityKnocks.org veröffentlichen Job-Inserate die mit wichtigen Zielsetzungen zu tun haben.
    • Gibt es, sofern du auf lokaler Ebene arbeitest, Ressourcen einer nationalen Organisation, die du verwenden könntest? Oft besteht die Möglichkeit, Ressourcen größerer Organisationen für Dinge wie Information, rechtliche Recherche, Flugblätter, Strategievorschläge und Beratung zu nutzen.
    • Wenn du kein bestehendes Engagement für eine Sache findest, vermeide es, sie als nicht zu bewältigende Mammutaufgabe zu betrachten. Unterteile sie stattdessen in kleine Einheiten. Versuche, Menschen, die so denken wie du, mit an Bord zu ziehen. Dies ist heutzutage einfacher, da du dich auf Dinge wie Twitter, Facebook, Foren, Blogs, Websites, etc. verlassen kannst, um den Ball ins Rollen zu bringen.
     
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    Finde heraus, was du tun kannst, um an dein Ziel zu gelangen. Egal ob dein Ziel mit Tierschutz, Umwelt, dem Gemeinschaftsgarten in deiner Nähe oder der dem globalen Wirtschaftssystem zu tun hat, ist es wichtig, genaue Vorstellungen darüber zu haben, welchen Beitrag du leisten kannst. Finde heraus, welche Fähigkeiten und Ressourcen du dem Ziel widmen kannst und wie viel Zeit du dafür verwenden möchtest.

    • Auch wenn es toll ist, Großes bewirken zu wollen, ist es auch wichtig, in kleinen Schritten zu denken. Schrittweise Veränderungen können genauso wichtig, und oft dauerhafter sein als enorme Veränderungen die schnell umgesetzt werden und für viele Menschen einen großen Schock bedeuten. Denke all die Möglichkeiten durch, wie du in deiner Schule, deinem Arbeitsplatz, deiner Gemeinde, deiner Stadt, deiner Region, deinem Land oder auf der ganzen Welt langsam Veränderungen bewirken könntest.
    • Entscheide, ob du ein radikaler Aktivist oder ein Reformer sein willst. Radikale Aktivisten sind Menschen, die kontinuierlich auf Veränderung drängen und Dinge wie Demonstrationen, Boykotte, Alternative Gipfeltreffen, etc. verwenden. Für gewöhnlich verfügen sie über ein gewisses Misstrauen gegenüber den Personen, die in den Organisationen sitzen, die sie verändern wollen. Reformer arbeiten jedoch gerne mit den Menschen, die Teil der Organisationen sind, die sie verändern wollen, zusammen und verwenden die Mittel der Demokratie um innerhalb der existierenden Strukturen soziale oder politische Veränderungen zu erzwingen. [2]
     
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    Informiere dich über Aktivismus. Eines der inspirierendsten und hilfreichsten Mittel um sich näher mit dem Aktivismus zu befassen ist, umfassend darüber zu lesen. Lies besonders Bücher von bekannten Aktivisten, welche das, was sie durch persönliche Erfahrung gelernt haben, teilen. Die Bücher, die in diesem Artikel genannt werden, sind ein guter Anfang. Lies danach gründlich über dein Ziel selbst, um sowohl die Probleme klar zu verstehen, als auch um über Taktiken, Ideen, Erfahrungen, Gewinne und Verluste und andere nützliche Informationen von Menschen, die bereits für den gleichen Zweck aktiv waren, zu erfahren.

    • Lies Bücher darüber, wie du mit Medien arbeiten und diese verwenden kannst. Diese Art von Büchern sind unschätzbar wertvoll um dein Verständnis von Medien zu verbessern und auch um zu vermeiden, dass du gegenüber Medienvertretern naiv wirkst. Es geht beim Aktivismus darum, Wissen zu vermitteln, Bewusstsein zu schaffen und die Leidenschaft von Menschen für eine Sache zu wecken. Obwohl du – speziell durch das Internet – einiges davon auch alleine machen kannst, sind die Medien ein wertvolles Werkzeug, wenn sie richtig eingesetzt werden. Tritt mit Menschen in Kontakt, die wissen, wie man Pressemeldungen und Beiträge schreibt und die Presse kontaktiert.
    • Informiere dich über die legislativen, administrativen und rechtlichen Vorgänge in deinem Land oder deiner Region. Zu wissen, wie man Gesetzesänderungen bewirken und die Legislative optimal ausnutzen kann, ist für jeden Aktivisten wichtig.
     
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    Wähle deine Methode, um aktiv zu werden. Aktivismus kann hunderte von Formen annehmen, und du solltest darauf achten, dass du deine eigenen Talente und Ressourcen so optimal wie möglich einsetzt. So kannst du am besten entscheiden, wie du deine Ziele als Aktivist am sinnvollsten entscheiden, wie und in welchem Zeitrahmen du deine Ziele erreichen willst, und ob du alleine arbeiten willst oder nicht. Ziehe Folgendes in Betracht:

    • Möchtest du alleine arbeiten? Als Einzelperson Aktivist zu sein ist heutzutage leichter als nie zuvor, da du Foren, Videos, Fotos , Websites, Blogs, Soziale Netzwerke und sogar Werbung verwenden kannst, um deine Botschaft an die Menschen zu bringen. Der Nachteil ist jedoch, dass du dich als Einzelkämpfer einsam fühlen kannst und sehr viel arbeiten musst. Du gerätst manchmal dabei vielleicht ins Zweifeln, ob du auf dem richtigen Weg bist, oder ob die Sache die Mühe wert ist.
    • Möchtest du gemeinsam mit anderen Menschen arbeiten? Du könntest einer bereits existierenden Gruppe beitreten oder deine eigene Gruppe gründen, und Kollaborateure finden. Einige Vorteile davon, Teil einer Gruppe zu sein, sind der erweiterte Einflussbereich, mehr Ressourcen, Netzwerke und mehr Leidenschaft. Es ist auch eine exzellente Möglichkeit um zu lernen, mit anderen zu arbeiten und deine Konfliktlösungskompetenzen zu verbessern – beides Fähigkeiten die nicht immer leicht zu perfektionieren sind! Du möchtest vielleicht auch lose mit Anderen zusammenarbeiten, ohne eine dauerhafte Struktur zu errichten, indem du zum Beispiel Kollaborateure dazu einlädst, in einem gemeinsamen Blog zu posten oder eine halbjährliche Zeitschrift herauszugeben. [3]
    • Möchtest du deinen Zweck durch Schreiben, Unterrichten, Sprechen, Planung von Veranstaltungen oder Kunst unterstützen? Oder vielleicht bist du großartig im Gestalten von Websites, Blogs oder Podcasts? Schätze deine Talente, die Zeit und die Ressourcen, die du dafür hast, realistisch ein.
     
     
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    Sei bereit zu arbeiten, ohne sofort dafür belohnt zu werden. In vielen Fällen arbeiten Aktivisten jahrelang an Projekten, ohne wirkliche Veränderungen zu sehen. Gesetze, soziale Normen und andere Faktoren können es sehr schwierig machen, sofortige Veränderungen zu bewirken. Es ist klug, sich bewusst darüber zu sein, dass du innerhalb deines Lebens vielleicht den Weg für Veränderungen bereiten wirst, ohne diese jedoch selbst zu erleben. Sich darüber im Klaren zu sein kann helfen, Frust, Negativität und Verbitterung über dein Ziel zu mindern.
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Teil 2 von 3: Gehört werden

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    Sprich über deine Ansichten. Aktivismus beginnt damit, im täglichen Leben mit Freunden, Familie und Menschen, die du triffst, zu sprechen. Wenn du dich mit Leidenschaft für etwas einsetzt, fällt es schwer, aufzuhören, darüber zu sprechen. Drücke dich frei aus und beginne ernsthafte Gespräche mit Menschen zu deinem Thema. Ziele dabei darauf ab, Menschen zu informieren und Verbündete zu gewinnen.[4]

    • Sei mutig. Zögere nicht, zu dem Mädchen, das im Café eine Zeitschrift liest, hinzugehen. Sie sucht vielleicht genau nach der Gruppe, die du gründen wirst.
    • Beachte jedoch, nicht Menschen deine Meinung aufzuzwingen, die nichts davon hören wollen. Nachdem du deine Botschaft ausgesprochen hast, benötigen manche Menschen Zeit um diese zu verarbeiten. Erwarte nicht, dass sich jeder sofort deinem Ziel anschließt.
     
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    Verteile Flugblätter. Gestalte ein Flugblatt mit den wichtigsten Informationen über dein Ziel, den Namen deiner Organisation, die Zeit und den Ort wo ihr euch trefft und alles andere, wovon du möchtest, dass andere Menschen es erfahren. Hänge die Flugblätter in deiner Schule oder in deiner Stadt (aber informiere dich zunächst darüber ob und wo das erlaubt ist; du willst keine Strafe riskieren), schwarzen Brettern der Gemeinde oder in Kaffeehäusern auf.

    • Zusätzliche zu Flugblättern könntest du Buttons, Postkarten, Aufkleber oder andere Materialien verteilen um deine Sache bekannt zu machen.
    • Wenn du deine Materialien austeilst, sei bereit, mit Menschen zu diskutieren und ihre Fragen über deine Sache zu beantworten.
     
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    Errichte einen Informationsstand. [5]Finde heraus, ob du dafür einen Tisch mieten kannst, zum Beispiel in deiner Schule, deiner Universität, oder irgendwo in der Umgebung, wie bei einem Supermarkt oder im Park. Halte eine Anmeldeliste, Informationen über deine Organisation und bunte Poster, um Menschen anzulocken, bereit. Kleinigkeiten zum Verschenken wie Aufkleber sind auch keine schlechte Idee. Sei bereit dafür, Menschen zu informieren, die bei dir stehenbleiben und mehr über deine Sache erfahren möchten.
     
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    Praktiziere Schreibtisch-Aktivismus. Dieser Begriff bezeichnet Aktivismus, den du bequem von zuhause aus erledigen kannst; alles was du dafür brauchst ist ein Computer. Poste Nachrichten auf Facebook und in Blogs über deine Sache um deine Freunde zu informieren. Werde auf Twitter aktiv und nimm an Konversationen teil, die deine Leidenschaft betreffen.
     
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    Lade einen Redner in deine Gemeinde ein. Tritt mit jemandem in Kontakt, der für die gleiche Sache arbeitet. Ein Autor, Professor, den Chef einer NGO oder ein Musiker, der sich auch als Aktivist betätigt sind gute Wahlen. Plane den Vortrag der Person in einem Veranstaltungssaal in deiner Gemeinde und betreibe mit Flugblättern und Facebook-Nachrichten Werbung für die Veranstaltung.

    • Schulen, Universitäten, Buchläden, Konzerthallen oder Gemeindezentren sind alles gute Orte, um einen Vortrag zu veranstalten.
    • Vergiss nicht, Informationsmaterial zur Hand zu haben und eine Anmeldeliste bereitzuhalten, auf dem du die E-Mail-Adressen der Besucher notierst um sie über deine künftigen Veranstaltungen zu informieren.
     
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    Rechne mit abweichenden Meinungen. Veränderungen bereiten den meisten Menschen sorgen und können dazu führen, dass sie auf nicht immer freundliche oder konstruktive Weise reagieren. Es ist für Aktivisten die an einer Sache arbeiten nichts ungewöhnliches, mit unterschiedlich starker Negativität umgehen zu müssen. Das Wichtigste dabei ist, dich zusammenzureißen und gegenüber Andersdenkenden stark zu bleiben.

    • Wenn die abweichenden Meinungen jedoch von Menschen innerhalb deiner Gruppe kommen, ist es eine gute Idee, deine Ansichten zu hinterfragen, und ihren Argumenten genauer auf den Grund zu gehen. Stelle fest, ob sie Recht haben und hinterfrage deine Herangehensweise unter Einbeziehung der abweichenden Meinungen. Das bedeutet nicht, dass du deine Herangehensweise ändern musst, außer du willst das, aber offen für andere Meinungen zu sein wird am Ende dazu führen, dass dein Aktivismus stärker und effektiver wird.
    • Andere Meinungen von Menschen, die mit deiner Sache nichts zu tun haben, sind zu erwarten. Du stellst den Status Quo in Frage. Du wirst viele Dinge erleben, unter anderem, dass Menschen dein Wissen/deine Legitimität/deine Fakten/deinen Respekt und manchmal sogar deine geistige Gesundheit in Frage stellen. Bleib ruhig und behalte einen kühlen Kopf. Manche der anderen Meinungen werden offensichtlich einfach nur der Verzögerung, Beschönigung und Verschleierung der Tatsachen dienen. Manchmal wird es jedoch subtiler, boshafter und verletzender sein. Sei dir bewusst, wann du antworten und wann du nichts sagen solltest, und wann du deinen Anwalt einbeziehen solltest. Wenn du dich auf irgendeine Weise bedroht fühlst, wende dich an die Polizei.
     
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Teil 3 von 3: Zum Anführer werden

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    Organisiere Menschen. Sobald du gelernt hast, was es bedeutet, Aktivist zu sein, möchtest du vielleicht deine eigene Gruppe gründen und Organisator werden. Du wirst entschlossene Menschen zusammenbringen und einen handfesten Aktionsplan erstellen müssen. Entscheide von Anfang an, was dein Ziel ist: Möchtest du eine Reihe an Aktivitäten in Angriff nehmen um ein bestimmtes Ziel zu erreichen und die Gruppe auflösen, wenn es erreicht ist? Möchtest du eine langfristige Gruppe gründen, die an mehreren Projekten arbeitet, welche mit einem bestimmten Thema zu tun haben? Oder möchtest du nur an einer einzigen Aktion zusammenarbeiten, zum Beispiel um eine Demonstration oder eine Spendensammlung zu koordinieren?

    • Schreibe deine Ziele auf und entwirf einen allgemeinen Plan, der aufzeigt, was du brauchst, was du erreichen möchtest, und welche Schritte du setzen musst, damit das gelingt.
    • Gründe eventuell eine Website oder Facebook-Seite um den Überblick über die Ziele und Mitglieder der Gruppe zu behalten.
    • Wenn du die Gruppe für lange Zeit zusammenhalten willst, brauchst du einen guten Namen.
     
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    Halte Meetings ab. Sich regelmäßig zu treffen ermöglicht dir, deine Ziele zu verfolgen und das Engagement jedes Einzelnen für das gemeinsame Projekt zu koordinieren. Stelle sicher, dass du den Treffpunkt im Vorhinein reservierst, egal ob es sich dabei um einen tatsächlichen Ort, eine Telekonferenz oder einen Chatroom handelt. Mögliche Treffpunkte sind Klassenzimmer, öffentliche Bibliotheken, private Wohnungen von Gruppenmitgliedern, Parks, Gemeinderäume, Jugendtreffs, Cafés, Pfarrzentren, etc.
     
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    Schaffe Unterkomittees um die Arbeit zu teilen. Wenn an deiner Gruppe viele Leute beteiligt sind, oder sich viele freiwillige für einen bestimmten Zeitraum gemeldet haben, kann es sinnvoll sein, Unterkomittees zu gründen. Diese können besonders großen Gruppen nützen, sich mit mehreren Projekten gleichzeitig beschäftigen oder mit verschiedenen Aktionen auf das gleiche Ziel hinarbeiten. Hier findest du einige Beispiele von Unterkomittees, die du für große Einzelprojekte wie Benefizkonzerte, karitative Läufe oder Protestmärsche brauchen könntest:

    • „PR/Pressearbeit”: Dieses Unterkomittee ist für die komplette Reklame, besonders vor der Veranstaltung, zuständig. Sie kümmern sich auch um jegliche Werbung, die in Schul- oder Lokalzeitungen, im Radio oder im Fernsehen geschaltet werden. Sie reservieren Tische für Sitzungen und helfen, Banner und Plakate zum Aufhängen in der Umgebung zu gestalten. Sie sind auch gleichzeitig die Kontakte zur Presse, die sich darum kümmern, die nötige Aufmerksamkeit der Medien für die Veranstaltung zu bekommen.
    • „Netzwerke“: Dieses Unterkomittee tritt mit anderen Organisationen, Unternehmen in der Umgebung und allen anderen, die die Veranstaltung durch Werbeeinschaltung, Finanzieren und Sachspenden wie Nahrungsmittel oder Räumlichkeiten, etc. unterstützen könnten.
    • „Logistik“: Dieses Unterkomitte kümmert sich um alle praktischen Angelegenheiten wie die Termine, die Buchung von Bands oder anderen Auftretenden, die Beschaffung von nötiger Ausrüstung und Dienstleistungen, die erforderlichen Genehmigungen, Parkplätze, Verpflegung, etc.
    • „Finanzen“: Dieses Unterkomittee behält das Budget der Veranstaltung im Auge und stellt sicher, dass alles rund läuft, was mit Geld zu tun hat. Die Aufgaben sind unter anderem die Erstellung eines Budgets, die Bezahlung der Darsteller und Dienstleister, die Festlegung der Preise auf der Veranstaltung, die Organisation von Spenden und die Feststellung des Finanzierungsbedarfs durch Spenden vor der Veranstaltung.
     
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    Lerne, deine Botschaften effektiv zu verkünden. Eine Sache, die gestresste, überarbeitete Menschen mit Geldsorgen gar nicht hören können, ist, dass was immer sie tun, falsch und schrecklich ist. Diese Art der Nachrichtenüberbringung führt nur dazu, dass die Leute dem Überbringer am liebsten an den Kragen gehen würden und sich sofort von der Nachricht abwenden. Daher solltest du, während du natürlich an deiner Leidenschaft festhältst, auch einen Sinn für Höflichkeit, Respekt und ein grundsätzliches Verständnis der Motivationspsychologie haben. Kurz gesagt, niemand mag es, wenn ihm gesagt wird, dass sein jeweiliger Lebensstil falsch ist und du würdest das sicher auch nicht gerne hören. Konzentriere dich stattdessen darauf, die Menschen darüber zu informieren, welche gesellschaftlichen und persönlichen Angewohnheiten heutzutage keinen Sinn mehr haben UND biete Alternativen die realistisch und machbar sind.

    • Habe ein positive Vision, eine die zeigt wo du „dafür” und nicht nur, wo du „dagegen” bist.
    • Vergiss nicht, dass Angst oft der Verursacher von Abwehr ist. Angst vor Jobverlust oder Einbußen beim Lebensstil sind zwei bestimmte Ängste, die Abwehr gegen die Botschaften von Aktivisten auslösen. Wenn du keine brauchbaren, machbaren Alternativen bietest, die die Menschen die sie betreffen auch respektieren, solltest du nicht überrascht sein, wenn dir die Menschen nicht zuhören.
    • Schaffe eine ganzheitliche Vision, und nicht nur kleine Einzelteile davon. Wie stellst du dir die Zukunft vor, in denen die Veränderungen, für die du dich einsetzt, umgesetzt wurden? Verdeutliche dieses Bild so, dass sich die Leute es selbst ausmalen können.
     
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    Mach Pläne für die Zukunft. Ein guter Aktivist denkt an die Zukunft und das Leben, nachdem die Ziele erreicht wurden. Was passiert als Nächstes? Wird die Veränderung, die du bewirkt hast, mit ständiger Arbeit aufrechterhalten werden müssen? Oder wird sie sich – sobald sie einmal erfolgreich umgesetzt ist – selbst erhalten, stärken und festigen? Darüber im Vorhinein nachzudenken könnte deine Taktik verändern, wenn du dir Sorgen machst, dass es nicht reicht, nur die Veränderung zu bewirken.
     
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    Arbeite dich nicht zu Tode. Aktivisten leiden oft an Burn-Out, besonders dann, wenn Unmengen leidenschaftlichen Einsatzes keine sichtbare Veränderung zeigen. Wenn du müde, ausgelaugt und mit deiner Weisheit am Ende bist, kann dein Aktivismus leicht negativ werden. Pass gut auf dich selbst auf, um zu verhindern, dass das passiert, denn du wirst nicht erfolgreich sein, wenn du erschöpft und verbittert bist.

    • Schlafe ausreichend. Mach Pausen vom Aktivismus um auf frische Gedanken zu kommen, wo du hinwillst.
    • Wenn du bemerkst, dass du über den Mangel an Leidenschaft Anderer verbittert bist, betrachte das als Warnzeichen, dass du ein bisschen Abstand gewinnen und die Richtung und den Zweck neu überdenken solltest.
    • Rechne mit Stillstand. Manchmal wirst du das Gefühl haben, dass all deine Bemühungen umsonst waren, oder dass die Dinge einfach nicht mehr vorankommen. Alles was mit Fortschritt zu tun hat, macht solche Phasen durch; mit ihnen zu rechnen und zu wissen, wie sie überwunden werden können ist wichtig. Brich aus der Stagnation aus indem du neue Verbindungen knüpfst und deine bestehenden Herangehensweisen mit neuen kombinierst.
     
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Tipps

  • Sei kreativ! Aktivismus muss sich nicht immer nur um große Veranstaltungen drehen. Blogger können durch ihr Schreiben zu Aktivisten werden, Lehrer können ihre Schüler dazu ermutigen, ihre Überzeugungen zu hinterfragen, Künstler können aktivistische Untergrundkunst in ihrer Umgebung hinterlassen, Computerexperten können ein Online-Magazin gestalten, etc.
  • Wenn du mit Anderen arbeitest, beachte die Bedürfnisse der Gruppe. Sei zu Kompromissen bei Einzelheiten, wenn auch nicht bei deinen Grundsätzen bereit.
  • Lerne Spenden zu beschaffen. Auch wenn du aus eigener Tasche Aktivist sein kannst, gibt es wenige Sorten von Aktivismus, die völlig kostenlos sind. Künstler brauchen Material, Blogger müssen fürs Webhosting bezahlen, einzelne Protestanten benötigen Schilder. Für manche Arten von Aktivismus kannst du sogar Subventionen bekommen, sofern du weißt, wie du einen Antrag schreiben musst.
  • Starke, von oben nach unten (oder unten nach oben) organisierte Strukturen garantieren, dass alles glatt läuft. Vergiss nicht, deine Schritte zu dokumentieren, deine Pläne mit der Zeit anzupassen, und oft zu kommunizieren.
  • Ziehe es in Betracht, zusätzliche Produkte zu verkaufen, um mehr Geld einzunehmen, wenn du eine große Veranstaltung organisierst. Du kannst T-Shirts drucken lassen, Kuchen verkaufen oder Bücher zum jeweiligen Thema verkaufen.
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Warnungen

  • Sei dir über die Konsequenzen bewusst, wenn du vorhast, zivilen Ungehorsam zu begehen. Steck eine Visitenkarte eines Anwalts ein, wenn du glaubst, dass du vielleicht verhaftet werden könntest.
  • Achte auf Diskriminierung innerhalb der Aktivistengruppe. Leider ist es nicht ungewöhnlich, dass Personen, die für eine Sache kämpfen, sich anderen gegenüber überlegen fühlen. Beispiele dafür sind Sexismus in Gruppen für die Rechte Homosexueller und Rassismus bei weißen Feministinnen. Erlaube niemals, dass sich Rassismus, Sexismus, Misogynie, Homophobie, Diskriminierung von Behinderten, etc. innerhalb deiner Gruppe ausbreiten. Achte auf die Bedürfnisse Anderer und habe ein offenes Ohr für Sorgen, die dir noch nicht in den Sinn kamen. Sorge dafür, dass deine Veranstaltungen für alle offen sind und informiere dich darüber wie sichere Umgebungen (Safe Spaces) geschaffen werden können, wenn du dich damit noch nicht auskennst.
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Was du brauchst

  • Hintergrundinformationen zum Thema
  • Bücher über Aktivismus
  • Ressourcen (Zeit, Geld, Dinge)
  • Internetzugang
 

Artikel Information

Kategorien: Ziele erreichen & Probleme lösen

In anderen Sprachen:

English: Become an Activist, Español: llegar a ser un activista, Italiano: Diventare un Attivista, Português: se Tornar um Ativista, Русский: стать активистом, Bahasa Indonesia: Menjadi Aktivis, Français: devenir activiste, Nederlands: Word een activist, Äeština: Jak se stát aktivistou, العربية: التحول إلى ناشط, हिन्दी: सामाजिक कार्यकर्त्ता बनें, ไทย: เป็นนักกิจกรรมเคลื่อนไหว

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Wichtige Infos – über WAS JEDER TUN könnte – wenn er denn wollte – Schluss mit den Ausreden! Jeder kann was tun! Viele Tipps – da ist für jeden – was dabei! – Verschiedene Aktions- & Protestformen. Widerstand. Sehr viele Tipps zum (Um-)Weltverbessern; Bürgerprotesttipps, Weisheiten Gandhis u. v. m.

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… Ich versuche es aufgrund der enormen Wichtigkeit für den Frieden und Erreichung eines Systems, das allen dient, es trotzdem. Und zwar zu 100 %, mathematisch betrachtet. Die vielfältigen Ausreden/Selbstblockaden/Vorwände/ von sehr, sehr vielen Menschen sind mir zu häuf geläufig wo ich noch anmerken möchte: Jeder der was wirklich will (z. B. Frieden, Fairness, Wahrheit, Mitbestimmung, lebenswerte Zukunft für unsere Kinder,  …) der findet WEGE, der nicht will findet Ausreden ohne Ende. Wie geht´s Dir dabei, oder Ihnen? Ich weiß, jeder könnte wenn er wollte ein wenig die Welt in seinem Gestaltungsraum zum Besseren verändern. Aber Egoismus, Trägheit-Faulheit, Desinteresse-Gleichgültigkeit, selbstverantwortliche Zeitlosigkeit u. v. a. „Umstände/Gewohnheiten/…“ stehen dem im Wege. Wenn man sich nur vorstellt, wenn 10 % aller TV-Schauer ihre täglich TV-Zeit für z. B. Briefe/Emails an Politiker/Medien verwenden würden, hätten wir längst befreite Journalisten. Die unfreien Medien sind ein Hauptproblem. Die abhängigen Parteien ein weiteres Hauptproblem. Die Medien berichten für die Quote aber relativ Unwichtiges. Die Berichterstattung über Geld in der Politik und Geld in den Medien fehlt. Wie kritische Transantlantische Allianzkritik. Hier nur ein „paar“ Möglichkeiten, was jeder tun könnte, wenn er denn wollte: 

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Einfach auf die Überschriften klicken, dann kommt man zum Beitrag.

 

 

 

 

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Kreativer Protest, der Spaß macht und für die Zuschauer & Medien gute Bilder liefert ist schnell erdacht. 

  • Internet – Online Petitionen
  • Irgendwo ein Mahnmal aufstellen
  • eine friedlichen Protest-Kovoi mit Fahrrädern veranstalten
  • einen friedlichen Protest-Konvoi mit Autos veranstalten
  • „Toten-Silhouetten“ auf die Straße malen (bei Krieg)
  • jeden Tag des Krieges ein weißes Kreuz aufstellen
  • Protestsongs texten
  • Yes Men nachstreben 🙂
  • Demonstrationen mit gleicher Farbe (Zusammengehörigkeit) organisieren
  • Guerilla-Strickaktionen machen, google Strickisten
  • Kampagnen entwerfen 
  • Gegenteil Demonstration (Spott) organisieren, z. B. FÜR KORRUPTION und BANKENRETTUNGEN
  • Straßentheater mit Großpuppen

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Noch aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://manuals.sozialebewegungen.org/aktionen/

AKTIONEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM

Oh wie geil ist das denn, schau dir mal diese starke Aktion an!

«Gute Aktionen überraschen, ähnlich wie gelungene Witze.»
FÄLSCHLICHERWEISE BUGS BUNNY ZUGESCHRIEBEN

Das Internet bietet viele Möglichkeiten, ein Publikum abseits der ausgetreten Medienpfade zu erreichen, es kann jedoch die Wirkung von Straßenprotesten nicht ersetzen. Umgekehrt mögen Aktionen im öffentlichen Raum der Stadt der Anlass sein, dass sich Bilder, Videosund Berichte über Aktionen im öffentlichen Raum des Internets verbreiten und dort noch einmal für Aufmerksamkeit sorgen. Aktionen im öffentlichen Raum funktionieren zumeist über bildhafte Ausdrucksformen, um etwas zu veranschaulichen. Ein gewisser Grad an Vereinfachung ist dabei nicht zu vermeiden. Trotzdem solltest du darauf achten, nicht so weit zu simplifizieren, dass sich Sachzusammenhänge verdrehen. Dicke Männer in Zylinderhüten sind zum Beispiel keine angemessene Darstellungsform für eine Kritik des Kapitalismus, der sich gerade durch unpersönliche Herrschaftsverhältnisse auszeichnet.

WIE KOMME ICH ZU EINER AUSDRUCKSSTARKEN IDEE?

Du weißt ganz genau, warum du gegen oder für etwas bist. Aber du weißt nicht genau, wie du das anderen bzw. einer größeren Öffentlichkeit vermitteln sollst? Oft glaubt man, nur mit besonders originellen Ideen, Aufmerksamkeit auf sich und seine Anliegen ziehen zu können. Das mag in vielen Fällen auch stimmen, hemmt aber in der Herangehensweise oft die Entwicklung guter und durchführbarer Ideen. Meist ist es ratsamer, zu recherchieren, was andere vor dir schon gemacht haben und dir anzschauen, warum und wie diese erfolgreichen Aktionen funktioniert haben. Wenn du dabei auf Aktionsformen und Protestmittel stossen solltest, die dir gefallen, oder die dir für deine Situation als passend erscheinen, was hindert dich daran, diese einfach für dich zu übernehmen? Keine Angst, durch die Aneignung und die Anpassung an die jeweils gegebenen Bedingungen wird jedes Plagiat zum Unikat! Die gängige Praxis der Aneignung und Anpassung von verschiedenen Aktionsformen hat dazu geführt, dass du aus einer breite Auswahl an Protestkultur und Widerstandsformen auswählen kannst. Du findest Bücher dazu, wie «go. stop. act!» zur Kunst des kreativen Straßenprotests und das «Handbuch der Kommunikationsguerilla», aber auch Webplattformen und Blogs, wie dieBlogChronik der Kommunkationsguerilla.

Kundgebung der Freunde des WohlstandsDer Frühling des Widerstands, die planen schon wieder Proteste.Reverse Graffiti mit der Message: Kohlenstoff Reduzieren!

DENN SIE PLANEN SICHER NEUE PROTESTE
➊ Der «Club der Freunde des Wohlstands» bei einer sympathischen Kundgebung vor dem Österreichischen Parlament. Und sein wir uns ehrlich, dieses stilvolle Protest ist doch gleich etwas ganz anderes als die lauten Demos der ewigen Berufsdemonstranten. «Euer Neid kotzt uns an.»
➋ Der nächste Protest kommt bestimmt, wird von Zeitungen zur Warnung der Bevölkerung angekündigt, mensch ist vorbereitet. Umso bemerkenswerter ist es, wenn der Protest in Form überraschender Aktionen kommt. Wir wollen sympathisieren können, uns über Widerstand freuen und gewitzte Ausdrucksformen anerkennen können.
➌ Dass Aktionen schlichtweg “cool” sein können, das möchten sich freilich alle zu nutze machen, erst Recht die Werbeindustrie. Aktionen wie dieses Reverse Graffiti Kunstwerk und Video werden gerne fürKampagnen eingesetzt. Punkto Glaubwürdigkeit wird der Grassroots Aktionismus die Werbewelt aber immer ausstechen.

MACH DIR DEIN THEMA UND DEINE ZIELGRUPPE BEWUSST

Die wichtigsten Voraussetzungen für das Gelingen deiner Aktion sind die Eingrenzung des Themas und der Zielgruppe. Aktionen, die sich allgemein gegen die widrigen Umstände, den Kapitalismus und die Bösartigkeit der Welt richten, die haben zwar ihre Berechtigung, werden aber kaum ein Publikum erreichen, wenn sie keine Möglichkeit zur Identifizierung bieten. Oft kann es helfen, einen bestimmten Personenkreis anzusprechen und an dessen spezifische Erfahrungen anzuknüpfen. Das hieße konkret zum Beispiel, mit den in dieser Gruppe verbreiteten Klischees, Kodes und Running Gags zu arbeiten. Achte darauf, Thema und Zielgruppe immer gut aufeinander abzustimmen. Ein schönes Beispiel ist hier ein Hotelboykott in San Francisco bei dem sich LesBiSchwule Gewerkschaften mit den dortigen Hotelangestellten solidarisierten und zur Zeit des Christopher Street Day gemeinsam zum Boykott aufriefen. Die Aktion in der Hotellobby hat Elemente einesFlashmobs. Personen beginnen wie in einem Musical zu tanzen und singen dazu, wobei der Text sich als Boykottaufforderung entwickelt und dann zu Forderungen übergeht. Die sympathisch-lustige und klar die Message vermittelnde Aktion schafft Aufmerksamkeit in der Lobby des Hotels, erreicht sowohl Gäste als auch Personal und Management. Und sie gibt ein schönes einfaches YouTube Video ab, das sich gut verbreiten lässt und uns bis heute von dieser Aktion erzählt.

Zu den relevanten Kriterien für die Auswahl der Zielgruppe können zum Beispiel Arbeitsverhältnis, Alter, Milieu/Klasse, Geschlecht, Wohnort, Sprache und da eventuell auch Dialekte gehören. Aktionen können integrativ, zugänglich und offen ausgerichtet sein. In dem Sinne fordern sie auf, sich informieren zu lassen. Oder sie können auch provozierend sein und auf Abgrenzung abzielen. Von einem konkreten Anliegen ausgehend, kannst du oft auch weiter reichende und prinzipiellere Kritik vermitteln. Nehmen wir zum Beispiel einmal an, du versuchst mit deiner Aktion, Anrainer für den Kampf gegen den Abriss eines Spielplatzes zu gewinnen. Mit guter Planung und deinem klar formulierten Anliegen wirst du vermutlich auf einigen Zuspruch stossen. Diesen kannst du nun nutzen, um am konkreten Einzelfall auch eine allgemeinere Kritik zu formulieren: an der überall sinkenden Lebensqualität in deiner Stadt, an der Beseitigung von Freiräumen im öffentlichen Raum oder sogar an der Tatsache, dass der Mensch im Kapitalismus ein von der Verwertungslogik geknechtetes Wesen ist, die keinen Raum für Spielplätze lässt. Deine Forderungen sollten also nicht nur verständlich und konkret formuliert, sondern auch inhaltlich fundiert sein. Deine Vermittlungsformen können ganz gut überraschend, illustrativ, ironisch-bissig und wohl auch etwas augenzwinkernd sein. 😉

DIE POINTE FINDEN, DIE AUSSAGE IN DEN RAUM STELLEN

Eine gute Aktion fußt immer auf dem Erkennen und Sichtbar Machen bestehender Strukturen und Konventionen und ihrer Wirkungsweisen. Eine Variante für die Konzeption einer Aktion ist es, diese Strukturen und Konventionen sichtbar zu machen, da sie durch den Gewöhnungseffekt von den meisten Leuten gar nicht mehr bemerkt werden. Zum Beispiel möchtest du mit einer Aktion gegen den steigenden Autoverkehr in deiner Stadt aufmerksam machen. Bei genauerer Untersuchung des Stadtbildes wirst du zahlreiche Merkmale für das hohe Verkehrsaufkommen bemerken – wie etwa den Dreck an Häuserfronten seitens dicht befahrener Straßen. Diesen Dreck kannst du wiederum wunderbar sichtbar machen, in dem du Reverse Graffitisan Mauern und Straßen anbringst.

Eine weitere Möglichkeit ist, Bestehendes durch “Überaffirmation” zu verdeutlichen, also statt mit Kritik zu reagieren, was sowieso schon erwartet und daher als normal wahrgenommen wird, den Spieß umdrehen und mit überbordender Zustimmung überraschen. Ein gängiges Mittel sind hier beispielsweise Jubeldemos. Viel Erfolg und einige Aufmerksamkeit hatten Studierende der Freien Uni Berlin 2007 beispielsweise mit dem «Dieter Lenzen Fanclub of Excellence», den sie gegen für den geliebten Rektor der Universität ins Leben riefen. Mit euphorischen Sprechchören von «68 ist vorbei, nur der Markt, der macht uns frei», «Hoch die internationale Konkurrenz» und «Lenzen, Lenzen unser Idol, besser noch als Helmut Kohl» unterstützten die sendungsbewussten Anhänger_innen des Rektor dessen Politik, wo immer dieser zuöffentlichen Auftritten ansetzte.

Du kannst Erwartungen konterkarieren, indem du den Fluss des Alltags und die Abläufe des in Bahnen gelenkten Lebens brichst. Ein simples Beispiel ist hier der “Freeze”, der durch die gleichzeitige totale Erstarrung mehrerer, sich normaler Weise bewegender Körper einen verstörenden Akzent an Orten mit hoher Fluktuation setzt. Wenn im Fluss der laufenden Bewegungen ein paar Menschen plötzlich erstarren und der Kontrast zu den Bewegungen der Anderen sichtbar wird, führt das zu einem “Inne-Halten” vieler Menschen in der Umgebung. Nebenbei eignet sich diese Aktion sehr gut zur Veranschaulichung per Video, wie dieses Beispiel eines Freeze vieler Fussgänger_innenverdeutlicht, die sich für einen Zeitraum von wenigen Minuten öffentlichen Straßenraum aneignen.

DIE AKTION, DER SPRUNG INS KALTE WASSER? LEARNING BY DOING

Du hast eine Idee, ein Konzept, eine Zielgruppe und motivierte Mitstreiter_innen. Du hast an die Dokumentation gedacht, es wird ein Video abfallen, es wird gute Fotos geben wie hier in derAktionen-Sammlung von unibrennt. Die Bilder werden sicherlich dazu geeignet sein, auf Facebookverbreitet zu werden, sie haben das Potential viralwerden und Aufmerksamkeit für das Thema zu generieren. Aber bei dem Gedanken, auf der Straße in Aktion zu treten, wird dir und der Gruppe noch etwas mulmig zumute? Da wir unser ganzes Leben lang darauf trainiert werden, uns an gegebene Normen zu halten, ist das ganz normal. Mit ein bisschen Vorbereitung schaffst du es aber, Scheu und unbestimmte Ängste vor dem Auftritt in der Öffentlichkeit abzubauen und die Gruppe kann sich körperlich und geistig auf die kommende Situation vorbereiten. Und Vorbereitung, Übung bis hin zu einer Generalprobe macht Sinn. Denn auf der Straße kannst du mit deiner Gruppe ständig mit Situationen konfrontiert werden, die ihr nicht antizipiert habt. Dann heißt es gemeinsam schnell reagieren und voneinander wissen, dass alle mit unerwarteten Situation umgehen können. Komm dir also nicht blöd vor, wenn ihr in einem Zimmer Aufwärmübungen macht.

Es ist vor jeder Aktion sinnvoll, Vorbereitungsübungen mit Augenmerk auf Körperspannung, die Lockerung etwaiger Anspannung und Öffnung der Haltung zu machen. Auf Protestformen mit erhöhten körperlichen Anforderungen (zum Beispiel Freeze) solltest du zusätzlich mit speziellen Übungen vorbereiten. Zudem beeinflussen Körperhaltung und Gestik unsere Meinung über andere Menschen meist stärker als Argumente. Egal ob man das gut oder schlecht findet, unsere Körperlichkeit hat auf alle Fälle großen Einfluss darauf, wie wir wahrgenommen werden. So ist es auch mit Plakaten, die Engagement versprechen oder zu Engagement auffordern. Wenn sie von nachlässig schlurfenden Menschen getragen werden, wirken sie nun mal nicht authentisch. Sich bestimmt und selbstbewusst bewegende Körper erreichst du ganz einfach, in dem du zuerst Übungen zur Aktivierung dieser Körper gemacht hast.

Zugangsbeschränktes Sitzen neben dem für die Universitäten zuständigen Wissenschaftsminister.Können Sie beweisen, dass sie ein Recht haben, auf die andere Seite der Absperrung zu kommen?Angehörige der Rebel Clown Army bei der Demonstration Bologna Burns anlässlich des Europagipfels der Wissenschaftsminister_innen in Wien.

DIE WELT IST VOLLER ZUGANGSBESCHRÄNKUNGEN
➊ Kurz nach der Explosion der Studierendenproteste 2009 in Wien will der Bundesminister vor versammelten Honoratioren eine Gebäude eröffnen. Bereits der Zugang zum Public Relations Event ist durch in der Gegend herumliegende Studierende beschränkt. Im Festsaal sind zudem Sitzplätze beschränkt, werden sie doch von ungeladenen Gästen besetzt. (Foto ©Martin Juen)
➋ Der ehemalige Banker und seit der Finanzkrise Aktivist Charlie Veitcharbeitet mit dem Megafon im öffentlichen Raum. Hier errichtet er für die Kampagne «No One Is Illegal» Grenzkontrollen mitten in London und wählt willkürlich aus, welche Dokumente vorgelegt werden müssen und wer passieren darf und wer nicht.
➌ Als im März 2010 die Bildungs- und Wissenschaftsminister der 47 Bologna-Staaten in der Hofburg 10 Jahre Bologna feiern möchten, drehen die demonstrierenden Studierenden aus mehreren Ländernden Spieß um und beschränken mit Sitzblockaden den Zugang der Partygäste zum Bologna-Gipfel.

BILDET BEZUGSGRUPPEN UND PASST AUFEINANDER AUF!

Wenn du eine Gruppe von Leuten gefunden hast, die mit dir eine Aktion durchführen, solltet ihr neben organisatorischen und rechtlichen Fragen auch über mögliche Unsicherheiten sprechen. Überlegt euch verschiedene mögliche Szenarien, was während eurer Aktion passieren könnte und wie ihr als Gruppe darauf reagieren wollt. Je offener ihr dabei über Ängste reden könnt, desto stärker könnt ihr euch später aufeinander verlassen! Seit euch im Klaren, dass nicht immer alle Alles wahrnehmen können, da sie vielleicht durch ihre Rolle oder Tätigkeit ein eingeschränktes Sichtfeld haben. Berücksichtigt das in eurer Planung. Überlegt euch, wie ihr die Aktion gegebenenfalls abbrechen könnt – etwa durch plötzliches Zerstreuen der Gruppe und ein späteres Treffen an einer vereinbarten Stelle. Um euch darüber in kritischen Situationen schnell verständigen zu können, solltet ihr vorher ein Signal vereinbaren. Innerhalb der Gruppe solltet ihr zumindest Namen und Geburtsdaten austauschen, um sie im Fall einer Festnahme an einen Rechtsbeistand weiterleiten zu können. Die Polizei kann aber zur Klärung der Identität zum Beispiel die “Anhaltung” verfügen.

Das Recht zu demonstrieren an sich, ebenso wie das Recht sich im öffentlichen Raum zu bewegen ist unverzichtbar und kann auch von den Behörden nur begründet unterbunden werden. Die Gründe, warum Demos oder Aktionen vorab oder während ihrer Durchführung untersagt werden, sind aber nicht immer durchsichtig. Auf zivilen Ungehorsam, der sich nicht nur aus Untersagungen von Demos sondern auch aus Einzelaktionen ergeben kann, gibt es verschiedene Antworten der Behörden. Bei der Aktion selbst kann es sein, dass Ausweisen kontrolliert, Leute aufgeschrieben werden, wenn sie der Polizei als “tatverdächtig” erscheinen. Was mit diesen Daten passiert bleibt oftmals unklar.

Auf Demonstrationen und bei größeren Aktionen gibt es häufig eine Rechtshilfe (in Deutschland Ermittlungsausschuss), an die ihr euch wenden könnt. Solltest du festgenommen, hast du das Recht auf Aussageverweigerung. Mach davon unbedingt Gebrauch! Die Aufgabe der Polizei ist es grundsätzlich, Schuldige zu finden, und nicht, dich zu entlasten. Selbst, wenn du dich mit einer Aussage selber nicht belastest, könntest du damit deine Mitstreiter_innen gefährden. Im deutschsprachigen Raum ist mensch nicht verpflichtet einen Ausweis mit sich herumzutragen. Sollte es zu einem gerichtlichen Verfahren kommen, kannst du dort – nach eingehender Beratung mit einem Rechtsbeistand – ohnehin noch Stellung nehmen.

RECHTSHILFE ORGANISIEREN

So unineressant es auf den ersten Blick scheint, zum Selbstschutz gehört auch eine rechtliche Planung. Ist die geplante Aktion eine Demo? Gehört sie angemeldet? Oder kann sie als sponane Demo qualifiziert werden und bedarf keiner Anmeldung? Die Anmeldeprozeduren sind überall ein bisschen anders, ebenso die Persönlichkeiten mit denen mensch bei den Anmeldungen zu tun hat. Manchmal jedoch gibt es Verwaltungsstrafen oder gar strafrechtliche Anzeigen. Die Verwaltungstrafe (bei unangemeldeten Demos oder reiner Menschen-Blockade von Straßen) hat rein bestrafenden Charakter und hat – abgesehen von der Unbill des finanziellen Verlustes – keine weiteren Folgen. Strafrechtliche Anzeigen sind da weit unangenehmer: ein Eintrag in den Strafregisterauszug kann bei der Jobsuche hinderlich werden, ein auch nur drohender Kurzurlaub hinter schwedischen Gardinen für Sachbeschädigung, Körperverletzung oder Widerstand gegen die Staatsgewalt kann sich auszahlen, kann aber auch unnötiges Nachspiel einer sonst gelungenen Aktion sein. Zur Vorbeireitung einer größeren oder riskanteren Aktion kann auch eine Rechtshilfe gehören. Dafür benötigt mensch nicht mehr als eine Person, die abseits der Aktion per Handy erreichbar ist und Daten von Menschen aufnimmt, die verhaftet worden sind oder sonst Rechtshilfe suchen. Nehmt dafür kein privates sondern ein eigenes Rechtshilfe-Handy und verteilt die Nummer unter den Aktivist_innen, bevor ihr startet. Optimalerweise hat die Rechtshilfe noch ein zweites Handy über das sie die Kontakte zu den Behörden herstellt.

Bei manchen Aktionsformen, wie etwa dem Rebel Clowning, ist es schwierig, immer die ganze Gruppe im Blick zu behalten. Hier bietet es sich an, innerhalb der Bezugsgruppe nochmals Zweier-Teams zu bilden, die aufeinander aufpassen. Keine Panik! Diese Tipps sollen dir keine Angst vor dem Durchführen einer Aktion machen, aber eine gute Vorbereitung schützt dich und deine Gruppe.

REGIE: NICHT NUR DER AKTION, AUCH DES FILMS

Für die erfolgreiche Protestaktion mit Witz, Biss und längeranhaltender Wirkung gibt es vier Aspekte, die jeder für sich besondere Aufmerksamkeit verdienen. Erstens gilt es die Konzeption so auszuarbeiten, dass die Aktion tatsächlich das anspricht und aufzeigt, was als Missstand sichtbar gemacht werden soll. Zweitens hängt viel an der Gruppe, am Vertrauen aller Beteiligten zueinander, an Arbeitsaufteilung und Hilfestellung untereinander. Drittens hilft die Vorbereitung von Kostümen und Materialien oftmals die Aktion sowohl lustiger als auch einfacher und flüssiger in der Durchführung zu machen. Viertens, das Aufwärmen nicht vergessen!

  • Investiere in Planungsarbeit! Diskutiere mit anderen das Thema, die Motivation und Ziel jeder Aktion. Thematisiere die Zielgruppe und versuche sie in allen Facetten vorab zu visualisieren.
  • Training, Training, Training! Körperarbeit machen, Lockerungsübungen, Generalproben. Vorbereitungsarbeiten und Trainings mobilisieren auch schon die Gruppe und machen Spass, etwa das basteln von Kostümen und Utensilien.
  • Klärt eure Zuständigkeiten und Ausstiegsszenarien, diskutiert eure Befürchtungen und Ängste. Es ist wichtig, vor allem aber hilfreich, wenn alle Beteiligten die Schwächen und Stärken der Mitstreiter_innen kennen und wissen, dass sie sich auf die anderen verlassen können.
  • Lerne von Beispielen und den Erfahrungen anderer, sei es um neue Protestformen zu entdecken oder um die Risiken von zivilen Ungehorsam und Aktionismus besser einschätzen zu können. Kümmere dich um Rechtshilfe-Unterstützung.
  • Eine tolle Aktion durchgeführt zu haben, die funktioniert hat, alle Teilnehmenden euphorisiert und Leute moblisiert hat und dann aber keine Bilder und Videomaterial von der Aktion zu haben. Das ist nicht nur bitter sondern auch ein Zeichen ungenügender Planung.
  • Du darfst dich durch Security-Kräfte, die Polizei oder aggressive Reaktionen nicht aus dem Konzept bringen lassen. Werde nicht persönlich, werde nicht wütend, verlier nicht die Selbstbeherrschung. Du hast geplant, antizipiert und trainiert, um auch in schwierigen Situationen kontrolliert und für deine Mitstreiter_innen berechenbar und verlässlich zu agieren.
  1. Wohl-an-ständig überaffirmierend unterwegs, dieser «Club der Freunde des Wohlstands», sehr schön: so kann es sich eine Gesellschaft, der Armut stinkt, endlich an die eigenen Fahnen heften, dass ihr Armut stinkt. Und das ganz öffentlich. Vor dem Parlament. Damit es auch jede_r unter die Nase gerieben bekommt. Starker Tobak ist das. Eine gelungene subversive Überaffirmation des kapitalistischen Grundtenors, auf den sich alle so schnell, so selbstverständlich einigen können, solange die Konsequenzen nicht direkt beim Namen genannt werden. Solange diese verschleiert werden durch den Diskursnebel. Erinnert mich an die Hungerlohnpartei, auch ein schöner Fake. Gut sichtbar und präsent im öffentlich Raum, nur leider kaum im Netz dokumentiert. Ach, und das Asylabwehramt: das ist großartig. Unbedingt mal besuchen: asylabwehramt.at.

    • ähm … “wohl-an-ständig überaffirmierend” … hä? Diskursnebel, wie bitte? o.O
      Unter “fake” kann ich mir ja noch was ausbaldowern, aber Überaffirmation klingt schon etwas überkandidelt.

    • … das sind Techniken der Kommunikationsguerilla. Zu diesen Techniken gehören die Verfremdung, der Fake, Überaffirmation, Camouflage. Durch Verfremdung werden die normalerweise unsichtbaren Rahmen “normaler” Wahrnehmung plötzlich sichtbar: das Aufleuchten eines ungewöhnlichen Aspekts in einem gewohnten Bild stört besonders, wenn nicht sofort klar ist, was denn hier “nicht stimmt”.

      Die Verfremdung muss zwar deutlich genug sein, um nicht übersehen zu werden, sie soll aber nicht sofort eingeordnet werden können. Der Moment des Aufmerkens, der Verwirrung, initiiert eine kritische, distanzierte Sichtweise, die den Rahmen üblicher Wahrnehmungsmuster sprengt. Auch der Fake ver/stört durch Ungewissheit: einerseits soll der Fake möglichst wenig als solcher erkennbar sein, gleichzeitig soll er aber einen Kommunikationsprozess auslösen, in welchem den gefakten Informationen nachgegangen wird. Ein Fake, der sofort als solcher ausgewiesen wird, wird je nach Qualität als Satire oder als ausgemachter Blödsinn betrachtet. Ein Fake, der nicht aufgedeckt wird, verfehlt seine Wirkung und bewirkt gar nichts. Durch Camouflage werden Kommunikationsbarrieren dadurch überwunden, dass vorherrschende, gängige, Ausdrucksformen imitiert werden, um Menschen mit dissidenten Inhalten zu konfrontieren. Zum oben erwähnten Asylabwehramt gibt es einen schönen Artikel in der ZEIT.

      Der Baukasten der Kommunikationsguerilla enhält viele weitere Techniken, eingefahrene Wahrnehmungsmuster zu stören, zu irritieren, umzuschreiben. Das Um-schreiben bestehender Verhältnisse und herrschender Ordnungen führt nicht zur Festschreibung neuer, umgestalteter Verhältnisse, sondern zu einer permanenten ironischen Auseinandersetzung, zu einem unablässig verschwiegene Dimensionen und Konsequenzen auslotenden und verstörenden Perzeptions- und Rezeptionsprozess. Und an dieser Schwelle zwischen Gewohntem und Ungewohntem geht es ausgelassen zu: Ironie, Witz und Lachen bringen die Verfechter_innen der bestehenden Ordnung aus der Fassung. Ob das nun (politischer) Aktivismus oder (künstlerischer) Aktionismus genannt werden soll, fragt man am besten diejenigen, die das im großen Stil machen – sowohl im Netz als auch im öffentlichen Raum.

      Dazu gibt es eine sehr schöne creative-arte-Doku.

  2. Ich würde sagen, dass es kaum eine schönere Freizeitbeschäftigung gibt als gemeinsam mit anderen netten Menschen Dinge zu planen und durchzuführen, von denen man glaubt, dass sie die Welt ein kleines bisschen besser machen. Meistens ist das sogar noch lustiger, als vor dem Computer zu sitzen, im Shoppingcenter oder bei McDonald’s abzuhängen. Spaß ist dabei kein Hindernis, sondern erwünscht. Denn die Kinder, die für die Profite von McDonald’s oder Nestlé in Asien oder Afrika bis zum Umfallen schuften, haben überhaupt nichts davon, wenn wir hier deprimiert dasitzen und sagen „Ogottogott, wie schrecklich!“. Sie haben viel mehr davon, wenn wir Lust haben, uns die eine oder andere coole Aktion einfallen zu lassen, mit der wir öffentliche Aufmerksamkeit für diese skandalösen Zustände erzeugen können. Denn nur diese öffentliche Aufmerksamkeit zwingt Politik und Konzerne dazu, etwas an der heutigen Situation zu ändern. Dafür wollen viele Flugblätter, Protestbriefe, Artikel und Bücher geschrieben, Dokus gedreht, Vorträge gehalten und Internetbeiträge gestaltet werden. Dafür gilt es Demonstrationen und kreative Aktionen zu organisieren, und vor allem müssen wir damit leben, dass Veränderungen oft gar nicht oder nicht so schnell stattfinden, wie wir uns das wünschen würden. Und wie sonst sollen wir nach Rückschlägen noch weitermachen, wenn wir am Ende nicht sagen können: „Na wenigstens haben wir Spaß dabei gehabt“.

    Viele glauben, es sei damit getan, ein bisschen bewusster zu konsumieren: Sie kaufen Produkte aus fairem Handel und ökologischer und regionaler Herstellung, achten auf energiesparende Haushaltsgeräte und steigen vielleicht auf Hybridautos um oder meiden die eine oder andere besonders “böse” Marke. Eine Fülle aktueller Buchtitel suggeriert, wie man mit “Shopping die Welt verbessern” oder nur ein paar einfache Konsumtipps beachten muss, um “die Welt zu retten”. Das ist schon alles ganz nett. Doch oft geht es dabei um ein rein egoistisches Ziel, nämlich das eigene Gewissen zu beruhigen. Ich glaube, dass ein “reines Gewissen” genauso überflüssiger Luxus ist, wie viele der Produkte, die uns der tägliche Konsumterror heutzutage als absolutes “Must have” präsentiert.

    Bildet euch, bildet andere, bildet Banden!😉

  3. Wow, der Text macht große Lust auf eigenes Agieren! Ich werde mir – am liebsten jetzt sofort – ein paar Leute suchen um gemeinsam eine weitere schöne Aktion zu planen.

  4. Schaut euch nur mal an, wie die Rebel Clown Army begonnen hat, und was daraus geworden ist.

  5. […] der Bewegung mehreren Personen aus der Organisation bekannt sind und alle immer wieder Fotos von Aktionen […]

  6. Christoph Hrubatschke

    Hey, bologna burns, du warst ja selbst eine schöne Aktion im öffentlichen Raum. ;-)))
    Weil interessante und wirksame Aktionen im öffentlichen Raum sind auch Blockaden. Egal ob es um Sitzblockaden oder Blockaden mit Gegenständen geht, diese Aktionsform kann richtig inszeniert und organisiert nicht nur etwas öffentliche Aufmerksamkeit auf die blockierte Sache und den Grund von Protesten lenken. Zivile Blockaden im öffentlichen Raum schaffen es darüber hinaus noch, die jeweilig blockierte Sache zu verzögern oder ganz zu verhindern, was den Zeitraum der öffentlichen Aufmerksamkeitsspanne vergrößert. Blockaden werden schon seit langem als wirksames Mittel angewandt, sei es bei den G8 Gipfeln in Heiligendamm oder bei der erfolgreichen Verhinderung der Naziaufmärsche in Dresden durch Menschenketten. Ein weiteres bekanntes Beispiel ist der Versuch den Castor Transport quer durch Deutschland durch eine Vielzahl an Sitzblockaden und sonstigen Aktionen zu stören. Hier geht es besonders darum, die Fahrt so oft und so lange wie möglich zu stören, um den Diskurs um die Castor Züge auch im öffentlichen Diskurs länger zu halten. In all diesen Fällen ist eine gut funktionierende Rechtshilfe besonders wichtig. Gar nicht so sehr, weil mensch mit Blockaden Straftaten begeht sondern weil zur Verhinderung von Blockaden gerne Straftaten behauptet werden.

    Auch #unibrennt hat sich – wie erwähnt im Rahmen der Bologna Burns Proteste – an beweglichen Blockaden versucht. Bologna burns wollte den feierlichen Festball zur Jubiläumsfeier des Bolognavertrages etwas von seinem Glanz nehmen, wohl weil so ziemlich alle in Europa einig darüber sind, dass zehn Jahre Bologna-Reform kein Grund zur Selbstbeweihräucherung der Wissenschafts- und BildungsministerInnen wäre. Begonnen hat es mit einer großen und “normalen” Demo. Nach einigen Stunden des Demozugs durch Wien bildeten sich – für die Ordnungskräfte “plötzlich” – vier verschiedenfarbige Blockadegruppen aus dem Demozug heraus, die sich in unterschiedliche Richtungen absetzten. Die Gruppen standen in Kontakt untereinander und versuchten, sich einmal da und einmal dort aufzuhalten. Mit dem “sich da etwas aufhalten” wurden, obwohl nur kleine Gassen, die Verkehrsströme der Luxuskarossen vieler Gipfelteilnehmer_innen offensichtlich etwas gestört. Die vier beweglichen Demozug-Gruppen versuchten auch noch, die großräumige Absperrung der Wiener Innenstadt rund um die Hofburg in die Blockade miteinzubinden, indem sie die wenigen engen Eingänge, durch die die BallteilnehmerInnen durchmussten versuchten, auch hie und da bevölkerten. Hier ging es beiläufig gesagt nicht bloß um einfache Störaktion. Den WissenschaftsminsterInnen sollte an diesem einen Abend wenigstens vor Augen geführt werden, wie sich das mit den Zugangsbeschränkungen anfühlt, die wir unser ganzes Studium lang laufend erfahren. Auch wenn die Blockadeaktion nicht ganz so erfolgreich verlief wie erhofft, konnte der Festakt immerhin um einige Zeit verzögert werden, und die Feierlaune wurde zumindest etwas getrübt.

    Die Nutzung von uns allen offen stehender Infrastruktur, die sich manchmal so auswirkt, dass etwas etwas blockiert wird – thinkcritical mass -, so etwas findet übrigens nicht nur in öffentlichen und nicht nur in physischen Räumen statt. Auch im Internet gibt es diese Protestform. Heut ist es besonders die Gruppe “Anonymous”, die Blockaden durchführt. Sei es in den Anfängen von Anonymous, wo diese mit schwarzen Avataren die Pools und belebten Plätze der virtuellen Hotels von Habbo blockierten, um gegen rassistische Administratoren in diesen Communities zu protestieren, was sowohl in der Optik als auch in der Organisation ganz einer Sitzblockade in der physischen Welt gleicht, oder sei es die Lahmlegung von Websites, durch das vermehrte Aufrufen dieser Websites. Dabei sind es heute nicht mehr große Mengen an UserInnen, so wie früher bei Online-Demos, sondern eingesetzte automatische Skripte, die zur Überlastung dieser Websiten führen.

    Naziaufmärsche, Regierungstagungen, Festakte oder Websiten zu blockieren scheint aus ähnlichen Akten des zivilen Ungehorsams heraus zu geschehen. Es sind effektive Protestformen, da das Aufhalten auf öffentlichen Plätzen (so wie das Aufrufen von Websites) keine Strafttat darstellt, auch wenn es von vielen Leuten zugleich getan wird. Trotzdem müssen hier in der Planungsphase immer rechtliche Rahmen überprüft werden. Anketten kann zum Bespiel schon anders geahndet werden. Das Lahmlegen von Websites mit Hilfe von Skripten – und nicht mit vielen einzelnen UserInnen – stellt mittlerweile einen Strafbestand dar. Einfache Sitzblockaden und händische Aktualisierungen von Sites jedoch (noch) nicht. Gilt also auch für die Protestform der Blockade: alles durchdenken, antizipieren, gut planen und vorher gemeinsam durchspielen. Und die Blockade sollte am besten auch noch mit einem netten Thema oder Slogan versehen sein, wieder der Aspekt “Inszenierung”, dann ist diese Form des zivilen Ungehorsams eine äußerst effektive Protestform in der physischen Welt wie in der virtuellen Welt.

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen:

http://experimentselbstversorgung.net/utopischer-aktivismus/

Utopischer Aktivismus

Wie ein Aktivist*innen-Netzwerk utopischen Aktivismus ermöglicht…

Tobi Rosswog
VON TOBI ROSSWOG
27. APRIL 2016

Wir leben in einer Zeit der Herausforderungen und des damit einhergehenden notwendigen Wandels. Warum Zeit für Veränderung ist und genau jetzt Zeit die Utopien zu leben, habe ich in einemArtikelvor gut einem Jahr geschrieben und ganz aktuell auch auf unseremVideo-Blog in drei Minuten kurz skizziert.

Ein Jahr später möchte ich versuchen anhand der Erfahrungen und Perspektiven unseres utopischen Aktivismus zu motivieren, inspirieren und drei Schritte zu skizzieren, wie auch Du utopische*r Aktivist*in werden kannst. Dazu stelle ich jeweils kurz ein praktisches Projekt von uns vor, das Dich dabei unterstützen kann.

Utopischer Aktivismus – Schritt für Schritt

Mit unserem Netzwerk living utopia organisieren und verwirklichen wir alle Projekte geldfrei, vegan, ökologisch und solidarisch. Nicht zufällig nannten und nennen wir uns: living utopia – also gelebte Utopie oder auch lebendige Utopie. Unser Verständnis von Utopie lässt sich oberflächlich mit dem Gedicht des argentinischen Regisseurs Fernando Birri zusammen fassen. Vielleicht hast Du es bei uns schon an der ein oder anderen Stelle gelesen 😉

„Die Utopie, sie steht am Horizont.
Ich bewege mich zwei Schritte auf sie zu
und sie entfernt sich um zwei Schritte.
Ich mache weitere 10 Schritte
und sie entfernt sich um 10 Schritte.
Wofür ist sie also da, die Utopie?
Dafür ist sie da:
um zu gehen!“

Schritt 1: Träume groß!

Donnerstag, der 24. Dezember: Pia und ich sitzen mit heißer Schokolade zusammen und quatschen. Es entsteht – wie nebenbei – die Idee, 2016 eine Konferenz zu organisieren. Mit 300 Menschen. Vollkommen geldfrei. Erst nur ein absurd klingender Gedanke. Doch dann fragen wir uns: Warum eigentlich nicht?

Neben anderen Projekten organisieren wir dieses Jahr also auch dieUTOPIKON, eine Utopie-Ökonomie-Konferenz . Mit 300 Menschen möchten wir uns an drei Tagen in der Berliner FORUM Factory zur Frage nach Herausforderungen und Wegen in eine geldfreiere Gesellschaft austauschen. Es wird vier Keynotes und 20 Workshops sowie ein kreatives Rahmenprogramm geben, um zu inspirieren, Alternativen aufzuzeigen und Austausch zu ermöglichen.

Warum erzähle ich davon an der Stelle? Zum einen, weil ich Dich natürlich gerne einladen möchte dabei zu sein. Zum anderen, um ein Beispiel dafür zu geben, was alles möglich ist. Denn entgegen einiger Stimmen in unserem Umfeld läuft alles im Flow.

Für uns ist das der erste wichtige Schritt Richtung utopischem Aktivismus:

Begreife die Utopie als Freiraum, in dem Bedenken wie ‚Das kann ich mir nicht vorstellen!‘ oder ‚Das hat noch nie funktioniert‘ keinen Platz finden.

Träume groß, denn wie heißt es so schön: Wenn eine*r träumt, ist es nur ein Traum. Doch wenn viele träumen, ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit.

rötlicher Sonnenuntergang am Meer mit Strand

Nur, weil etwas bisher nicht gedacht wurde, heißt das nicht, dass es unmöglich ist!

Schritt 2: Vernetze Dich

Dein Traum, Deine Idee, kann allein vermutlich schwer umgesetzt werden. Und es macht auch nur halb so viel Freude. Trau Dich, Deine Träume auszusprechen und erzähle anderen davon! Dazu laden wir Dich zum dritten Mitmachkongress utopivalein, um Dich mit 130 anderen motivierten und interessierten Menschen ganze sechs Tage zu der Frage „Wie stellen wir uns eine zukunftsfähige Gesellschaft von Morgen vor?“ auszutauschen. In den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Ernährung, soziales Miteinander und künstlerisches Tun gibt es jeweils fünf spannende Workshops, die zum Austausch und Utopien spinnen anregen. Michael war letztes Jahr auch mit dabei und schreibt in seinem Artikel „Von Utopien und lieben Menschen“ dazu:

„Auf dem Kongress wurde wenig bis garnicht über die Übernutzung der natürlichen Ressourcen oder den Klimawandel diskutiert. Oder darüber, wie man die Wirtschaft grüner machen könnte. Es ging eben nicht darum, Schminke auf die Symptome aufzutragen. Viel mehr geht es beim utopival darum, sich die Ursachen anzusehen und gemeinsam zu überlegen, wie wir hier fundamental etwas verändern können.“

Und er schreibt weiter:

„Ja, das utopival hat es vorgemacht: Nicht mehr verkäufliche Lebensmittel wurden gerettet, die Location „Findhof“ war ohne Gegenleistung zur Verfügung gestellt worden, die Vortragenden waren ohne Honorar oder Spesen angereist. Ein Stück gelebter Utopie! Danke für die Erfahrungen – and now: let’s spread the ideas!“

utopival

Durchs Vernetzen und Ideen verbreiten, finden sich sicherlich Menschen, die ähnliche Visionen haben wie Du. Und dann, wie geht’s weiter?

Schritt 3: Werde aktiv!

Na klar: Jetzts geht’s los! NOT JUST TALKING ABOUT UTOPIA, BUT: living utopia!

Nicht nur schnacken, nicht nur über Träume austauschen, sondern auch los legen. An einem bestimmten Punkt beim Träumen, kann es helfen, sich die Frage zu stellen: Und jetzt? Warum setzen wir unsere Ideen nicht in die Tat um? Was fehlt uns dazu noch?

Manchmal fehlt nichts bestimmtes, sondern das Mut und Kraft gebende Gefühl, dass alles umsetzbar ist. An der Stelle kann es auch helfen, zunächst mit kleinen Aktionen in einem sicheren Rahmen zu beginnen. Diese Möglichkeit möchten wir beim Utopie-Aktionstag geben. Da kannst Du mit Deiner Idee dabei sein:

Am 25. Juni 2016 stellen wir an 100 Orten im deutschsprachigen Raum mit kreativen Aktionen die Frage nach einer zukunftsfähigen Gesellschaft von Morgen und möchten dadurch zum Austausch anregen. Denn: 500 Jahre nach Thomas Morus‘ Roman UTOPIA brauchen wir neue Perspektiven und sollten Schritte in Richtung Utopie gehen.

Es gibt viele Aktionsideen:

  • mach ein interaktives Utopie-Straßentheater
  • verschenke Utopie-Botschaften an Passant*innen
  • sammel Zukunftswünsche auf Kärtchen mitten in der Stadt
  • organisere einen veganen Mitmachbrunch und tausch Dich aus
  • baue im Kleinen utopietaugliche Alternativen, bspw. einen Solarofen
  • werde selbst kreativ und finde Deine Aktionsidee!

Foto der Aktion Zukunftswünsche von living utopia

Warum das Ganze?

Wenn viele kleine Leute
an vielen kleinen Orten
viele kleine Dinge tun,
wird sich das Gesicht der Welt verändern!

Also: Werde aktiv: Organisiere einen Utopie-Aktionstag bei Dir vor Ort! Wir begleiten Dich dabei gerne.

Realpolitik ist Illusionspolitik und Utopismus ist Realismus

Als abschließender feiner und passender Impuls zu utopischem Handeln möchte ich den Sozialpsychologen Harald Welzer zitieren:

„Das heißt, was im Moment Realpolitik ist, ist Illusionspolitik, und was Utopismus ist, ist Realismus – weil utopisches Handeln bzw. eine utopische Handlungsmaxime sind insofern ja realistisch, als sie davon ausgehen, so wie jetzt können wir einfach nicht weitermachen, und es muss einen ganz fundamentalen Wandel geben, und zwar keinen Wandel […] im Kontext bestehender Praktiken, sondern was wir brauchen ist eine Veränderung des Rahmens selber, der Praktiken selber.“

Und nun Du!

Welche Ideen und Projekte hast Du umgesetzt, von denen andere oder Du selbst bis dahin dachten, es sei unmöglich? Oder hast Du momentan genau solche Träume? Erzähl uns davon in den Kommentaren und lasst uns der Utopie ein Stück näher kommen!

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WIR sind das Problem & WIR sind die Lösung!

  • Wir die kein Problem mit Krieg in fremden Ländern haben.
  • Wir die kein Problem mit Hunger in fremden Ländern haben.
  • Wir die kein Problem mit dem Einsatz von Uranmunition haben.
  • Wir die kein Problem haben mit systematischer US-Folter.
  • Wir die kein Problem mit dem US-Drohnen-Terror haben.
  • Wir die kein Problem mit völkerrechtswidrigen US-Angriffskriegen haben, die geführt werden für die Beherrschung der Welt durch das US-Kriegsimperium.
  • Wir die kein Problem damit haben, dass längst Konzerne die Demokratie übernommen haben und bestimmen.
  • Wir die zusehen.
  • Wir die wegsehen.
  • Wir die schweigen.
  • Wir die kein Interesse für das Gemeinwohl aufbringen
  • Wir die lieber völlige Egoisten sind.
  • Wir die zu faul sind.
  • Wir die zu bequem sind.
  • Wir die sich nicht um unsere eigenen Rechte kümmern.
  • Wir die tatenlos sind.
  • Wir die sich alles gefallen lassen.
  • Wir die sich handlungsunfähig glauben.
  • Wir die sich ohnmächtig glauben.
  • Wir die nur unsere eigenen Interessen verfolgen.
  • Wir die den Medien gerne alles glauben.
  • Wir die denkfaul sind.
  • Wir die lese faul sind.
  • Wir die nicht wissen wollen was abgeht.
  • Wir die gerne ängstlich sind und bleiben wollen.
  • Wir die sich nicht getrauen, öffentlich was zu sagen.
  • Wir die wir uns viel vornehmen, aber nichts machen.
  • Wir die wir glauben nichts ausrichten zu können.
  • Wir die wir glauben nichts machen zu können.
  • Wir die wir alles für sinnlos erklären.
  • Wir die dem Untergang/Verschlechterung gerne zusehen und beiwohnen.
  • Wir die keine Kritik anbringen (wollen).
  • Wir die gerne unterwürfig sind.
  • Wir die Missstände einfach still akzeptieren.
  • Wir die wir uns gerne von den Volksvertretern u. Medienvertretern verarschen lassen.
  • Wir die wir uns gerne von den Politikern und Medien belügen lassen.
  • Wir die lieber Untertan als selbstbestimmt u. unabhängig sind.
  • Wir die vom Status Quo profitieren und nichts verändern wollen.
  • Wir denen es gut geht und damit zufrieden ist.
  • Wir die keine Veränderung wollen.
  • Wir die keinen eigenen Handlungsbedarf erkennen.
  • Wir die keine Empathie mehr empfinden und verroht sind.
  • Wir die glauben einmal zu den Reichen zu gehören und deshalb keine Vermögenssteuern wollen.
  • Wir die immer mit allem einverstanden sind.
  • Wir die uns unsere Rechte nicht wichtig sind.
  • Wir die wir in einer selbstverschuldeten Ohnmacht verharren.
  • Wir die wir unseren inneren Schweinhund nicht überwinden möchten. 
  • Wir die nicht bewusst einkaufen. – Jeder Einkauf zählt. Regional vor internationalem Konzerneinkauf! 
  • … da gäbe es noch viel mehr, aber lassen wir es wieder gut sein, und TUN was. 🙂

Die Lösung sind auch wir. Wir die sich engagieren. Die Tat zählt, nicht das tatenlose Bla, bla, bla. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. (Erich Kästner)

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VIDEO: Der militärisch-industrielle Komplex, das kriegsdürstende Hydra Ungeheuer! Die Hauptursache der imperialen US-Kriege und der failed states made by US und der Kriegsflüchtlingsströme.

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

Don´t be part of the problem! Be part of the solution. Sei dabei! Gemeinsam sind wir stark und verändern unsere Welt! Wir sind die 99 %! 

“Wer behauptet, man braucht keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen hat, kann gleich sagen man braucht keine Redefreiheit weil man nichts zu sagen hat.“ Edward Snowden

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Präsentation1301MachtUSA Schaubild MIK

PräsentationMikaktuell

Bildschirmhintergrund 2

Frauen des Schreckens

PDF-Downloadmöglichkeit eines wichtigen sehr informativen Artikels über den amerikanischen Militärisch-industriellen-parlamentarischen-Medien Komplex – ein Handout für Interessierte Menschen, die um die wirtschaftlichen, militärischen, geopolitischen, geheimdienstlichen, politischen Zusammenhänge der US-Kriegsführungen samt US-Kriegspropaganda mehr Bescheid wissen wollen : Ursachen und Hauptantriebskräfte der US Kriege und Flüchtlinge der amerik. MIK   (… auf Unterstrichenes drauf klicken 🙂 )

Folge dem Geld US Bonds

Präsentation Gewaltspirale Krieg 10

Hier noch eine kurzes Video zur Erklärung der Grafik Gewaltspirale der US-Kriege

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