Wir sind Frieden – Nicht ganz unbekannte und unbekanntere Friedensaktivisten von heute auf die Bühne! – von www.free21.org

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 07.08.2016

Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls.

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://www.free21.org/wir-sind-frieden/

Interviewrunde: 30 Jul 2016 
Wir sind Frieden
Nicht ganz unbekannte Friedensaktivisten von heute auf die Bühne!
Profilbild von Andrea Drescher
 
 

Was haben ein Buchhalter, eine Hutmacherin und ein Lokführer gemeinsam? Alle drei sind Friedensaktivisten – und dem einen oder anderen Leser von Free21 vielleicht sogar schon begegnet. Das liegt daran, dass alle drei – auf völlig unterschiedliche Art – öffentlichkeitswirksam aktiv sind. Und trotz der unterschiedlichen Form: alle drei setzen auf Information und Mobilisierung von anderen Menschen. Je mehr Menschen von sich sagen „Wir sind Frieden“ und selbst zum Handeln übergehen, desto größer ist die Chance auf Veränderung. Ganz im Sinne von Gandhi: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“
M. Gandhi 

 

klaus

 

Klaus

 

Geboren: 1969, Innsbruck.Tirol

Beruf: Selbstständig als Bilanz- und Finanzbuchhalter und Lohnverrechner

Überzeugter aber nicht militanter Veganer, begeisterter Leser von Fach- und Sachbüchern, begeisterter Schreiber von politischen Mails, Leserbriefen, Presseaussendungen, Blogs und Fachartikeln.  

free21: Wie bist du Friedensaktivist geworden?  

Das hat zwei Gründe: Durch meinen kaufmännischen Beruf bekam ich Einblick in sehr viele Firmen – u.a. aus der Bau- und Autoindustrie. Das hat mich bereits einiges über Korruption gelehrt, einiges, was mich nicht wirklich begeistert hat.

Der zweite Grund war, dass ich mit 22 anfing, Fach- und Sachbücher zu lesen. Ob Globalisierungskritik, Wirtschaft, Welthunger, Umweltprobleme, Ernährung, Psychologie oder Soziologie. Ich glaube, ich habe inzwischen rund 1000 Bücher verschlungen. Dabei habe ich versucht, anerkannte, namhafte Autoren wie Noam Chomsky, Jean Ziegler oder Joseph Stieglitz zum Thema zu finden. Ein Schwerpunkt waren und sind die Finanzmarktprobleme der USA. Wer sich damit beschäftigt, stößt auf die verschiedenste Zusammenhänge – insbesondere auch auf die Auswirkungen auf den Frieden. 

free21: Aber lesen allein macht ja noch keinen Aktivisten aus, oder? 

Richtig. Vor vier Jahren –  genau am 13. April 2012 – entschied ich mich, wieder aktiv zu werden. Ich schrieb eine Mail an den ORF Tirol und wollte mit dem Chefredakteur über unser korruptes System sprechen. Um dem Nachdruck zu verleihen, baute ich direkt beim ORF Tirol einen Informationsstand mit Büchern zum Thema Parteienfinanzierung auf. So kam es zu einem Gespräch, was zeitbedingt zwar nur kurz ausfiel – aber immerhin. Es gab Interesse an meiner Presseaussendung. Das war der Beginn meiner Kampagnen, bei denen ich die Medien bis heute immer wieder zu Themenschwerpunkten mit Material versorge, das man bei Reuters oder APA typischerweise nicht erhält. 

free21: Was verstehst du unter Kampagnen? 

Ich schreibe alle Mitglieder der Bundesregierung, Bundes- und Nationalräte per Massen-E-Mail an und übersende die jeweiligen Texte gleichzeitig auch an alle großen Medien. Das waren bzw. sind Ausarbeitungen zu Themen wie unser korruptes System,  Lücken in der Gesetzgebung zu Parteien- und Politikerfinanzierungsgesetzen, Lücken in den Lobbyistengesetzen oder im Korruptionsstrafrecht. Ich informiere über die Medienfinanzierung, die einzigartig in Europa ist und für wechselseitige Abhängigkeiten sorgt. Im Jahr werden rund 300 Millionen Euro an Werbegeldern durch die Gebietskörperschaften in die Me­dien investiert. Das führt zu einer Verbrüderung der Machteliten in Wirtschaft, Medien und Politik. Mangelnde Wirtschaftsethik war auch schon ein Thema. Rund 300 Mails – gut 800 bis 1000 Seiten – sind da in den letzten Jahren zusammengekommen. 

free21: Das ist ja schon einiges – aber noch nicht alles? 

Meine Freunde haben mir vorgeworfen, dass ich mich an den falschen Kreis wende. Um mehr Öffentlichkeit zu erreichen, gründete ich 2013 den Blog www.­aktivist4you.at und begann zeitgleich, in Innsbruck Demonstrationen zu organsieren. Dabei ging es um Mietrecht, das Agrar­unrecht in Tirol und viele lokale Themen. Im Mai 2014 war ich dann einer der Organisatoren der Innsbrucker Friedensmahnwache. Am 26. 5. ging es los – mit damals 180 Besuchern. Leider haben dann Rechte versucht, sich in den Vordergrund zu drängen. Darauf gingen die Besucherzahlen zurück und im Internet begann die Hetze. Wir sind die Rechten zwar wieder los geworden, aber der Schwung ging verloren. Im Dezember 2015 haben wir aufgehört. Es gibt aber noch die jährliche Monsanto-­Demo, Demos für Flüchtlinge oder Tierrechte, den Weltfriedenstag am 23.9. – es bleibt also viel zu tun. 

free21: Auch im TV kann man Dich inzwischen schon sehen, nicht wahr? 

Ja, ich war Mitorganisator der Bilderbergerproteste in und um Telfs und habe dafür gesorgt, dass direkt vor dem Hotel protestiert wurde, habe den Transfer organisiert und ATV bei der Berichterstattung unterstützt. Es gab mehrere Anfragen seitens der Medien, z.B. bei der Barbara-Karlich-Show oder beim ORF die Doku von Hanno Settele über die 10 Verbote. Aber mein Hauptaugenmerk liegt derzeit auf dem Blog und provokanten Medienaussendungen, um sie an ihre Verantwortung zu erinnern. 

free21: Was machst du da? 

Ich sorge dafür, dass Medienkritik an die Öffentlichkeit dringt. Es geht um Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung. Dafür vernetze ich mich über Tirol hinaus, bin beispielsweise Mitadministrator bei den Facebook-Gruppen Occupy Wien und TTIP Aktionsbündnis Österreich. 

free21: Hast du bei all dem noch Zeit für einen normalen Beruf? Von was lebst du? 

Ich kann so agieren, weil ich unabhängig bin. Sobald man politisch sichtbar wird, kann es Probleme geben. Ich habe rund 100 treue Kunden, das bedeutet für mich eine 3 (ssig) Stundenwoche. Meine Angestellte unterstützt uns mit 17 Stunden und trägt wesentlich dazu bei, dass ich aktive Widerstandsarbeit machen kann. Der Rest meiner Arbeitszeit gehört zu großen Teilen der politischen Arbeit. Viel Geld brauche ich nicht. Ich lebe fast an der Armutsgrenze, ein einfaches Leben, bewusst vegan und mit so wenig Konsum wie möglich. Seit über 20 Jahren habe ich kein Auto. Meine große Liebe ist und bleibt das Lesen, da gebe ich immer wieder Geld aus aber mein täglicher Wald- und Bergspaziergang und die Kontakte zu Freundin und Freunden sind völlig kostenlos. 

free21: Und warum machst du das alles? 

Weil es Sinn und Spaß macht. Weil es wichtig ist, nicht schweigend zu oder weg zu sehen. Weil es wichtig ist, gegen bestehendes Unrecht etwas zu unternehmen. Ganz einfach. 

free21: Dann kann man einfach nur sagen: Weiter so!

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anja

 

Anja Heussmann

 

Geboren: 1968, seit 3,5 Jahren wohnhaft in der Nähe von Dubai

Beruf: Hutmacherin und Kauffrau, derzeitiger Beruf Web-Grafikdesignerin, Friedensaktivistin 

 

free21: Was hat Dich nach Dubai verschlagen ? 

Die Bevormundung durch den Staat, der unhöfliche, respektlose Umgang unter den Menschen nahmen im Laufe der letzten Jahre immer weiter zu und lag mir nicht. Der respektvollere Umgang der Menschen unterschiedlichster Kulturen untereinander dort entspricht eher meinen Lebensvorstellungen.  

free21: Und was machst du beruflich? 

Seit Oktober 2015 bin ich mit LOVEstorm-people.com „hauptberuflich“ globale Friedensaktivistin und lebe von meinem Erspartem. Das kann natürlich nicht immer so weiter gehen. Darum ist mein Wunsch, mit dem, was mich persönlich erfüllt und mir sehr wichtig ist, auch meinen bescheidenen Lebensunterhalt zu verdienen. Und das ist die globale Friedensarbeit! 

free21: Wie kamst du dann von Dubai aus zur deutschen Friedensbewegung? 

Mich hat es einfach immer geärgert, dass die Politiker oft so kontraproduktiv und gegen den Willen der Menschen handeln. Dann erzählte mir 2014 ein Kanadier von Bilderberg-Treffen/Illuminaten. Dann habe ich mich wochenlang im Netz darüber informiert. Seit dem erklärt sich mir die Politik weltweit besser.  

free21: Was hast du dann gemacht? 

Ich meldete mich bei Facebook an und habe nach kurzer Zeit eine Demo in Berlin für Oktober 2014 organisiert. Leider konnte ich aus beruflichen Gründen – Urlaubssperre – nicht nach Deutschland reisen. Zwei Aktivisten haben die Veranstaltung dann für mich übernommen. Von mir gab es deshalb auf der Demo „nur“ eine Audiobotschaft. Am 3.10.2014 fanden sich dann über 1.000 Menschen vor dem Kanzleramt ein. Xavier Naidoo kam auch ganz überraschend angeradelt und hielt eine kurze Rede. Nach 1,5 Jahren Face­book-Aktivismus bin ich im August 2015 nach Deutschland gereist und habe mich mit Plakaten jeden Tag auf den Alex in Berlin gestellt – in den folgenden 2,5 Wochen informierten wir dort Menschen. 

free21: Und wie ging es dann weiter? 

Wieder zurück in den VAE war ich dann im Netz zwar mit wesentlich mehr Reichweite aktiv, was dann aber auch leider vermehrt zu Facebook-Sperren und zum Posten außerhalb meines Profils führte. Aus einer dieser Sperren heraus kam mir in einem Video ein spontaner Einfall. Die meisten Menschen und Politiker, denen wir etwas zu sagen haben, haben ja auf Facebook ein Profil, in dem  man kommentieren und posten kann. Damit war die Idee LOVEstorm-people geboren.  

free21: Lovestorm, also das Gegenteil von Shitstorm, richtig? 

Genau. Ich habe Herzen mit politischen Nachrichten designt, mit denen man friedlich, freundlich und  frech agieren kann. Es gibt vorab angekündigte LOVEstorm Veranstaltungen mit einem angekündigtem Termin und Herzen zum entsprechenden Thema. Diese posten wir dann an dem Tag an eine Facebook-Seite von jemanden aus Politik, Wirtschaft usw. Der 1. Lovestorm wurde auf der Seite der Ramstein Airbase im November 2015 veranstaltet und richtete sich gegen Drohnenkriege. Knapp 600 Herzen waren nach unserem LOVEstorm in den Kommentaren zu finden. Das kam super an. Parallel dazu entstand die Webseite www.lovestorm-people.com. 

free21: Und dein Ziel ist … ? 

Die sogenannten „99%“ weltweit zu erreichen und mit ihnen zusammen auf friedliche Art und Weise ein Zeichen setzen und sagen: „Hey Politiker, Wirtschaft & Eliten! Wir sind damit nicht einverstanden, was Ihr da weltweit treibt!“ Die Webseite www.lovestorm-people.com ist deshalb auch in über 70 Sprachen lesbar. Demnächst kommt „LOVEstorm people“ in Russland mit hinzu. So sollen immer mehr Länder hinzukommen, bis alle global vernetzt sind. Und wenn wir dann alle zusammen einen LOVEstorm machen, dann landen tausende von LOVEstorm Herzen als Botschaft bei jemanden auf der Facebook Seite, und das wird dann seine Wirkung gewiss nicht verfehlen. 

free21: Du bist aber auch weiter auf der Straße aktiv? 

Ja. Ich bin extra wegen des Bilderberger-Treffens im Juni 2016 nach Deutschland gereist und habe mit dem LOVEstorm-Kunstprotest „Bilder gegen Bilderberg“ Menschen motiviert, positiv auf die Straßen zu gehen. Wir haben vor Ort viele Interviews geben können. Blogger, Presse, RT und andere Sender aus dem Ausland haben uns interviewt. Facebook-Aktivisten gibt es viele in diesem Land – aber wenn es um wirkliches Handeln geht wird die Luft schon dünn. Wir werden jetzt weiter nach Unterstützern Ausschau halten. 

free21: Welche Form der Unterstützung suchst du denn? 

Wir suchen noch nach Menschen, die die Webseite lovestorm-people.com mit betreuen können und auch helfen, sie weiter mit zu entwickeln. Menschen, die sich mit WordPress, HTML und Webdesign auskennen. Des weiteren suchen wir Menschen, die mit Photoshop und After Effects o.ä. umgehen können. Und selbstverständlich gerne auch Sponsoren, die uns anderweitig unterstützen können, damit wir schneller wachsen können und globaler bekannt werden. E-Mail an info@lovestorm-people.com  

free21: Viel Erfolg dir weiterhin und ganz HERZlichen Dank für dein Engagement und deine Zeit. 

Ich habe Euch herzlich zu danken und wünsche free21 weiterhin viel Erfolg.

 

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chris

 

Chris

 

Geboren: 1980, Wohnhaft in Käthe (dem Wohnbus)

Beruf: Selbständiger Lokführer seit 2010

Friedensbewegter Lebenskünstler aus Leidenschaft 

 

free21: Seit wann bis du ein friedensbewegter Lebenskünstler? 

Bis 2011 war ich ein ganz normaler Durchschnittsbürger, der im Rattenrennen mitgelaufen ist. Dann ging es bei mir erst mal los mit der persönlichen Aufklärung. Mit Beginn der Mahnwache 2014 bin ich dann selbst aktiv geworden. 

free21: Ich kann mir dich als Durchschnittsbürger nicht vorstellen. Was heißt denn das? 

Ich hatte die typischen Vorstellungen der Gesellschaft: Mit einem guten Beruf Geld verdienen, ein Häuschen bauen … das, was eben jedem beigebracht wird zu wollen oder zu müssen. Das, was von dir erwartet wird: Nicht auffallen, einen guten Job machen und ein schönes Leben leben. Und dieses schöne Leben hängt eben davon ab, wieviel Geld man heimbringt. Wer viel Geld hat, ist glücklich – die typischen Botschaften der Werbeindustrie, die man eben so verinnerlicht hat. 

free21: Und wie kam es dann dazu, dass du ausgestiegen bist? 

Es begann damit, dass ich mich informierte, mir mehr und mehr Wissen aneignete. Dann fielen mir Gesetzeslücken auf. Hat man einmal angefangen, zieht es einen Rattenschwanz an Fragen nach sich, weil alles irgendwie verbunden ist. Überall werden Lücken, nicht plausible bzw. fehlende Zusammenhänge deutlich. 

free21: Könntest du ein Beispiel dafür geben. 

Es fehlen z.B. Geltungsbereiche, so dass die Gesetze nicht so wie auf dem Papier angewendet werden. Ich lese etwas anderes, als mir von Behörden mitgeteilt wird. Im Verwaltungsvollstreckungsgesetz ist geregelt, was gefordert werden darf und was verboten ist. Und trotzdem werden Dinge durchgesetzt, die laut diesem Gesetz gar nicht erlaubt sind. In diesen Themen kann man sich verlaufen, das ging auch mir so. 

free21: Was heißt das? 

Alles das hat mich – aber auch mein Privatleben und meine Freunde – ziemlich belastet. Man lebt ja in einem ständigen Widerspruch. Als Normalbürger will man regelkonform leben, nicht zuletzt weil man Angst vor Repressionen hat. Und dann merkt man, dass die ganzen Regeln, nach denen man lebt, nicht stimmen. Der Ausstieg ging bei mir dann schleichend, meine Ängste habe ich nach und nach abgelegt. 

free21: Und heute bist du ein Freeman? 

Ich bin ein freier Falke, der die Augen offen hält, die Möglichkeiten im Umfeld abschätzt und überall dort einen Beitrag für die Gesellschaft und die Menschen leistet, wo es möglich ist. 

free21: Du gehörst ja zum Orga der Berliner Mahnwache … 

Seit Ende April 2014 habe ich an den Mahnwachen teilgenommen und unterstützt, wurde aber erst 2015 offiziell Mitglied der Orga. In Berlin hat es angefangen. Dann hat es wunderbar gepasst, dass ich dank meines Jobs als selbständiger Lokführer, Mahnwachen in ganz Deutschland besuchen konnte.  

free21: Was tust du sonst noch? 

Ende 2011 habe ich mein Wohnmobil, meine Käthe, gekauft – um Hotel zu sparen und mobil zu sein. Das Kunstwerk Käthe hat sich seit dem Bilderberger Protest in Telfs 2015 entwickelt. Zu dieser Demo wurden sämtliche Autos bemalt. Käthe fällt heute überall auf, macht Werbefahrten für den Frieden an öffentlichen Plätzen, nahm an diversen Mahnwachen teil, ist  fahrende Litfaßsäule, wurde bei der Linzer Mahnwache als Schallmauer genutzt, ist bei Regengüssen der Technikschutz unter der Markise und natürlich auch immer der Ausgabepunkt für Info-Material. Käthe beherbergt das Mahnwachenmuseum, eine Sammlung sämtlicher bisheriger Unterlagen, Fahnen und Schilder von den verschiedenen Demos seit 2014. 

free21: Was sind deine nächsten Pläne? 

Pläne? Ein Aktivist lebt gerne in den Tag. Planlos geht der Plan los – spontan läuft es glatter. Entscheidungen werden nach Fälligkeit getroffen. Wenn man wenig plant, kann man sich besser an Gelegenheiten anpassen, die sich präsentieren.  Zukunftspläne in der heutigen Giergesellschaft zu machen, ist schwer. Und die absehbare Gefahr von Kriegen macht Zukunftspläne wenig sinnvoll. Aber ich werde auch zukünftig für den Frieden arbeiten. 

free21: Was darf ich mir darunter vorstellen? 

Friedenarbeit bedeutet für mich in erster Linie Kommunikation mit Menschen, Missverständnisse klären, Brücken aufbauen. Manchmal drücken sich Menschen nur falsch aus und schon prallen Egos aufeinander. Vom Mitspieler wird man zum Gegenspieler, nur weil man anderer Meinung ist oder Themen bedient werden, mit denen nicht alle klar kommen. Wir dürfen das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren und uns nicht in Kleinigkeiten verheddern. Man stimmt mit niemanden zu 100% überein. Wir müssen akzeptieren, dass wir alle zwar das gleiche Ziel – nämlich Frieden – anstreben, aber auf verschiedenen Wegen dort hingelangen. Die Andersartigkeit ist auch eine große Chance. Durch verschiedene Themen können wir mehr Menschen erreichen. Und es ist doch unser aller Ziel, möglichst viele Menschen zu motivieren, sich für Frieden einzusetzen.  Zu kämpfen macht keinen Sinn, Frieden ist der Weg. 

free21: Dann wünsche ich dir viel Erfolg auf deinem Weg! Danke für deine Zeit.

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Unbekannte Friedensaktivisten
17 Mai 2016
Wir sind Frieden
Immer wieder denkt sich der eine oder andere: „Toll, wenn ich doch nur auch etwas tun könnte“ – um sich dann frustriert abzuwenden – weil ihm oder ihr ja so garnichts möglich scheint. Natürlich ist der „Wirkungsgrad“ eines Youtube-Videos auf KenFM etwas höher, als wenn Lieschen Müller mit ihrer Nachbarin politisch diskutiert. Aber die Wirkung dieser Diskussion darf auch nicht unterschätzt werden. Außerdem: Wie käme KenFM denn sonst zu neuen Hörern? Von knapp 150 000 Free21 Lesern ganz zu schweigen – Tommy Hansen hätte die alleine nie verteilen können. Es kommt darauf an, dass möglichst viele mitmachen
Unbekannte Friedensaktivisten – Oliver, Julia und Gerhard
 
 

Immer hört und liest man kluge Analysen und Aktionen von Ken Jebsen,  Tommy Hansen, Karin Leukefeld, Christoph Hörstel, Eugen Drewermann, Evelin Hecht-Galinski … und den vielen, vielen anderen „prominenten“ Aktivisten. Und immer wieder denkt sich der eine oder andere: „Toll, wenn ich doch nur auch etwas tun könnte“ – um sich dann frustriert abzuwenden – weil ihm oder ihr ja so garnichts möglich scheint. Natürlich ist der „Wirkungsgrad“ eines Youtube-Videos auf KenFM etwas höher, als wenn Lieschen Müller mit ihrer Nachbarin politisch diskutiert. Aber die Wirkung dieser Diskussion darf auch nicht unterschätzt werden. Außerdem: Wie käme KenFM denn sonst zu neuen Hörern? Von knapp 150 000 Free21 Lesern ganz zu schweigen – Tommy Hansen hätte die alleine nie verteilen können. Es kommt darauf an, dass möglichst viele mitmachen 

Darum „Wir sind Frieden“. Du und ich und viele, viele andere – von denen wir einige in Free21 vorstellen werden. Gedacht als Inspiration für unsere Leser, die hoffentlich nach Lesen des Artikels ein wenig besser wissen, wie sie selbst aktiv werden können. 

oOliver

Baujahr 1969, Wohnort Leipzig Beruf Bauarbeiter – Fliesenleger – was eben anfällt. Vater aus Somalia, Mutter aus der ehemaligen DDRVater einer Tochter und Herrchen eines 15 Jahre alten Hundes.

 

Seit wann bist Du politisch aktiv?

Eigentlich solange ich denken kann. Ich sehe mich als Linker, im Sinne, dass ich mich engagiere, wenn es gegen Ungerechtigkeit geht. Ich war sogar bei der Bundeswehr – weil ich geglaubt hatte, dass Demokratie und Kapitalismus funktionieren und ich dazu durch meinen Dienst einen positiven Beitrag leisten kann. Aber ich musste lernen, dass das eine völlig falsche Annahme war. Jetzt lehne ich jede Art von Kriegen ab. 

Heute bist Du ein Friedensaktivist?

Ja. Das kann man sagen. Speziell in den letzten 5 Jahren bin ich wirklich aktiv geworden. 

Und warum?

Früher dachte ich, die Globalisierung ist gut, die Welt wächst zusammen. Aber faktisch wachsen nur die Konzerne zusammen.  Man muss sich nur Monsanto oder Cola anschauen. Ich kann die Ausbeutung in anderen Ländern und auch bei uns nicht einfach ignorieren. Kinder- und Sklavenarbeit im Ausland, prekäre Arbeitsverhältnisse bei uns. Ich erlebe es ja am eigenen Leib wie man im Hamsterrad rotiert. Ich arbeite Vollzeit und meine Frau hat 2 Jobs. Sie bekommt als qualifizierte, erfahrene Mitarbeiterin gerade mal 8.50 Euro Mindestlohn. In unserem System wird man ausgebeutet und muss kämpfen, die Grundbedürfnisse zu decken. Menschen, die seit 20 Jahren keine Lohnerhöhung bekommen haben, werden wütend. Das kann ich gut verstehen, da geht es mir nicht besser. 

Aber das liegt am System. Und damit müssen wir uns auseinandersetzen. Es geht immer wieder um den Kapitalismus. Und es läuft immer wieder auf Krieg raus. Darum bin ich auf die Straße gegangen. Dank Facebook funktioniert die Vernetzung für die Demos ja recht gut. 

Gerade im Osten sind die „rechten“ Demos ja sehr stark vertreten. Was denkst Du über den zunehmenden Rassismus in Deutschland? 

Als Mensch mit somalischen Wurzeln habe ich mich immer mit Rassismus auseinandergesetzt. Ich bin überzeugt, die Deutschen sind nicht rassistischer als andere. Wenn sich Menschen in die Augen schauen, gibt es keinen Rassismus. Es fällt immer mal wieder ein dummes Wort, es wird gelästert, wie über Brillenträger oder dicke Menschen. Armut macht viele wütend und lässt sie dann ins AfD/Pegida-Lager gleiten. Da liegen die eigentlichen Ursachen für das, was sich dann in Rassismus niederschlägt. Ich habe noch Freunde, die früher bei den Mahnwachen waren und inzwischen bei Pegida aktiv sind. Das sind keine Nazis – aber die Angst gegen die Muslime wurde nun mal systematisch von den Medien aufgebaut. Und die meisten, die da jetzt mitlaufen und AfD wählen, haben einfach noch nicht gemerkt, dass es mit dieser neoliberalen Partei nichts besser wird. Im Gegenteil. 

Ich liebe dieses Land und will es nicht den Faschisten überlassen. Ich meine nicht die Menschen, die einfach nur patriotische Gefühle haben. Die Militaristen und Faschisten sind wieder auf dem Vormarsch. Wir müssen unsere Demokratie stärken und sicherstellen, dass die Lehren aus dem 2. Weltkrieg nicht vergessen werden. Das darf sich nicht wiederholen. 

Und was tust Du dagegen?

Zum einen gehe ich auf die verschiedenen Demos, lese sehr viel und informiere mich online und durch Bücher. Zum anderen poste ich häufig interessante Informationen im Netz und führe virtuelle Diskussionen, tausche mich mit Menschen aus.. 

Im realen Leben gehe ich einigen Menschen manchmal ein wenig auf die Nerven, wenn ich mit Arbeitskollegen, Familie und Freunden über mir wichtige Themen rede. Aber durch die vielen Gespräche tue ich auch etwas gegen die Wut. 

Wut führt dazu, dass Menschen nach Feindbildern suchen müssen, um ihre Wut los zu werden. Und die nehmen dann alles, was ihnen von den Medien vorgeworfen wird. Wir müssen uns gemeinsam gegen die Ungerechtigkeit auflehnen. Und nicht in links oder rechts, Christen, Juden und Muslime aufspalten lassen. Ich mag beispielsweise Jürgen Todenhöfer – auch wenn er Mitglied der CDU ist, er setzt sich aktiv mit dem Thema Islam auseinander und weiß wovon er redet. Es geht um Menschlichkeit und Gerechtigkeit – egal welches Parteibuch oder Religion. 

Ich spreche einfach immer das aus, was ich denke. Es kann nicht schlimmer werden. Ich kann nur durch Ehrlichkeit und Argumente dazu beitragen etwas zu verändern, Menschen dazu zu bringen mehr als die Bild-Zeitung zu lesen. 

Und natürlich boykottiere ich – soweit mir das möglich ist – die Konzerne. Ich brauche weder Nestlé, McDonald’s noch ähnliche Produkte. Im Gegenteil. Die schaden ja hauptsächlich der Gesundheit … daher fällt mir der Verzicht nicht besonders schwer.

Danke für deine Zeit!

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mJulia

Baujahr 1984, Wohnort Neuhofen an der Krems, Beruf Sozialarbeiterin bei einer Strassenzeitung, Anhängerin von Kundalini-Yoga, Verheiratet mit einem Peacetrigger.

 

Wie bist Du Friedensaktivistin geworden?

Ich war schon sehr früh aktiv, dann hat mich die linke Szene in Oberösterreich mit ihrer Negativität nur genervt und ich habe mich zurückgezogen. Aber irgendwann konnte ich nicht mehr wegschauen. Weder im eigenen Umfeld noch im globalen Geschehen. 

Was heißt das?

Nun – ich arbeite im Sozialbereich – betreue Redakteure und Verkäufer einer Linzer Straßenzeitung. Das ist sinnvolle Arbeit – aber völlig unzureichend. Wir sind als Einrichtung viel zu klein, müssen immer wieder Menschen abweisen, die bei uns mitarbeiten wollen. Es besteht sehr großer Unterstützungsbedarf. Aber da sind mir einfach die Hände gebunden, dabei werden es immer mehr und mehr … und wir können nicht mehr tun, weil das Angebot zu klein ist. Im Herbst 2014 habe ich dann begonnen, mich auch wieder sehr bewusst mit dem Weltgeschehen auseinanderzusetzen. Im Winter 2014 war ich emotional dann ziemlich an einem Tiefpunkt angekommen. Alles was ich las, die Verblendung der Menschen, der ganze Wahnsinn, hat mich sehr belastet. Ich haben einen Weg finden müssen, damit umzugehen. Richtig aktiv wurde ich dann im Frühling 2015. 

In der Friedensarbeit kann ich selbst etwas tun, unabhängig agieren, aktiv gestalten – es ist einfach von Vorteil, wenn man selbständig etwas Sinnvolles tun kann. Seitdem mache ich Friedensarbeit nach innen und außen. 

Friedensarbeit nach Innen, was kann ich mir darunter vorstellen?

Nun, das ist einmal Kundalini Yoga – Es hilft mir, zentrierter zu werden, die Dinge anzunehmen ohne abzustürzen.  Mir liegt sehr viel daran, in Frieden mit mir zu leben – mich auch viel mit mir selbst auseinanderzusetzen. „Sei Du selbst die Veränderung die Du Dir wünschst in der Welt“. Das versuche ich für mich umzusetzen und im eigenen Umfeld zu leben. Das heißt für mich auch, nicht mehr so leichtfertig über andere Menschen zu urteilen, eines der großen Probleme in unserer Gesellschaft – und ist gar nicht so leicht im eigenen Verhalten zu verändern. 

Es geht ja um die Änderung des Verhaltens in ganz vielen Bereichen. Von der Ernährung, über das Konsumverhalten generell, den bewussten und achtsamen Umgang mit unserer Natur. Da kann jeder einzelne viel mehr tun, als nur darüber zu reden. 

Und was bedeutet dann Friedensarbeit nach Außen?

Da geht es dann wirklich um das ganz konkrete Tun – in den verschiedenen Bereichen. Gemeinsam mit meinem Mann und seinem Cousin haben wir die Peacetrigger ins Leben gerufen – eine Gemeinschaft, die aktiv Zeichen für Frieden setzen will. 

Wir organisieren Veranstaltungen meistens in Linz, in denen wir Menschen über verschiedene Themen informieren wollen. Ende 2015 stieß unser Informationsabend über die Gemeinschaft Tamera in Portugal auf sehr großes Interesse.  Im Mai 2016 geht es um Free21 und die Möglichkeiten, eine freie Presse stärker zu unterstützen. Das ist uns auch ein enorm wichtiges Anliegen. Wir Peacetrigger vertreiben inzwischen schon 200 Exemplare pro Ausgabe in unserem Umfeld. 

Wir suchen den Dialog mit anderen Menschen – auch wenn deren Reaktionen manchmal sehr anstrengend sind. Es gilt Verständnis aufzubauen, in den Dialog zu gehen und nicht mit dem Zeigefinger auf Menschen zu deuten. Wir treffen uns bei Stammtischen – jeden 3. Donnertags im Monat, führen Diskussionsabende durch und helfen uns gegenseitig z.b. beim Garteln. Unter www.peacetrigger.org kann jeder erfahren, wann und wo wir uns das nächste Mal treffen. 

Darüber hinaus biete ich einmal in der Woche Yoga an und war auch immer mal wieder bei der Friedensmahnwache in Linz dabei. Jetzt unterstütze ich das Linzer Friedensforum, das sich am ersten Montag in Monat auf der Landstraße beim Schillerpark trifft. 

In meinem Arbeitsumfeld versuche ich diese Themen auch einzubringen und seit kurzem bin ich auch wieder auf Facebook aktiv, obwohl ich das zwischenmenschliche, reale Gespräch mit Menschen bevorzuge. 

Wie stellst Du Dir Deine Zukunft vor?

Gemeinsam mit meinem Mann suchen wir nach alternativen Lebensformen, alternativen Wegen des Zusammenlebens – auch ohne Geld. Wirklich fixe Vorstellungen haben wir nicht, außer das Leben in einer Gemeinschaft. Wir wollen beide noch vieles lernen, neues erfahren, uns weiterbilden. Darum verbringen wir im Sommer auch einige Zeit in Tamera, um uns dort mit anderen Friedensaktivisten zu vernetzen. Sicher ist eines: die klassische Karriere interessiert uns beide nicht. 

Wir wollen unsere Potentiale kennenlernen, um diese dann sinnvoll für eine friedlichere Welt auch auszuschöpfen. Dabei stehen Themen wie Gemeinschaft, Autarkie, Unabhängigkeit, Autonomie, Freiheit von den Zwängen des Systems für uns beide im Vordergrund. 

Viel Glück auf Deinem – Eurem Weg – wo immer er Euch hinführt.

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gGerhard

Baujahr 1990, Ottensheim | Beruf: Musiker, Sozialökonom, Lebenskünstler

 

Verstehst du dich als Friedensaktivist?

Eigentlich nicht. Ich sehe mich als  friedensbewusster Mensch. Mir sind Wissen und Betätigung für den Frieden sehr wichtig. Als klassicher Aktivist würde ich mich nicht bezeichnen. Das ist in meinem Kopf verbunden mit Leuten, die laut sind, und ich schrei nicht gern. 

Aber Du warst einer der Gründer der Friedensmahnwache Linz?

Ja, das ist richtig. 

Was hat dich dazu bewogen?

Die Sorge um die anstehende Kriegsgefahr in der Ukrainie und damit den Krieg vor der eigenen Haustür in Europa. Ich war dort 1.5 Jahre aktiv – auch in der Orga-Gruppe. Dann habe ich mich zurückgezogen. 

War es Dir auf der Mahnwache zu laut?

Es war mir zu verzweifelt, es ging immer wieder um die gleichen Themen.  Es war wie ein Radl, das sich im Kreis dreht. Es hing zu sehr an Personen und Persönlichkeiten. Uns verbindet zwar eine große gemeinsames Vision – aber kein konkretes greifbares Ziel, auf das man sich während der Mahnwache  ausrichten kann. Man kann nicht zwei Stunden in der Woche sagen: „Jetzt ist Zeit um Frieden zu machen.“ Frieden ist ja kein Ereignis – so wie ein Krieg ein Ereignis  ist, Frieden ist ein Zustand. Den muss man pflegen, den muss man erhalten. Das ist eine dauerhafte Tätigkeit auf den unterschiedlichsten Ebenen. 

Mir selbst hat die Mahnwache sehr viele Kontakte und Impulse gegeben. Aber irgendwann war sie für mich einfach nicht mehr sinnvoll. Ich möchte mit Menschen über das reden, was sie richtig machen, um dann mit ihnen ins Gespräch zu kommen, was man gemeinsam besser machen kann. 

Du bist aber weiter aktiv in der Friedensarbeit?

Ja, aber dort, wo ich konkret etwas bewirke. Die Ukraine liegt nicht in meinem Einflussbereich. Die Bewältigung der Sorgen der Menschen dort, liegt völlig außerhalb meiner Handlungsmöglichkeiten. Ich beteilige mich an konkreten Friedensprojekten. Sei es beim Verkauf von fairen Kleidungsstücken, sei es an gemeinsamer Gartenarbeit für die gesunde Ernährung.  Ein großer Schwerpunkt sind Konzepte zur In-Wertsetzung von periodisch anfallenden Altstoffen. 

Was heisst denn das bitte?

Das ist anhand eines Beispiels am Besten zu erklären. Feuerwehrschläuche werden nach 2 Jahren Gebrauch verschrottet und zur Energiegewinnung verbrannt. Wir überlegen uns neue Verwendungsmöglichkeiten für den Altstoff. Denn mit diesem wasserdichten, flexiblen, outdoor-fähigen Material kann man Sitzbänke, Möbel oder Kinderschaukeln bauen. Dabei geht es uns nicht um den Bau einer Schaukel, sondern einen neuen Werkstoff zu finden, den jemand anderer sinnvoll weiterverabeiten kann.

Katholische Gesangsbücher haben sich als optisch einzigartiger Werkstoff erwiesen, um Sitzobjekte zu gestalten. Der Altstoff Buch an sich – Milliarden Tonnen werden vernichtet – lassen sich zu schallbrechenden Oberflächen verarbeiten, die ökolosgisch verträglich, schaumstofffrei und günstig herzustellen sind und  damit der klassischen Schalldämmung bei weitem überlegen sind. Der Verein Kunst vom Rand e.V. – Kunstvomrand.at – erarbeitet derartige Konzepte zur In-Wertsetzung von periodisch anfallenden Altstoffen, wir leisten „Design-Arbeit mit Nachhaltigkeitsanspruch“. 

Und womit beschäftigst Du dich sonst?

Seit ungefähr drei Jahren begleitet mich für das Thema Gemeinswohlökonomie (GWÖ). Als Ökonom ist die Gemeinwohlökonomie ein unstützenswertes, weil durchdachtes alternatives Wirtschaftsmodell. Meinen Zugang dazu kam aus der Kostenrechnung. Damit eine freie Marktwirtschaft überhaupt funktionieren kann, braucht es Vollkostenrechnung und informierte Kunden. Heute sind wir von der Vollkostenrechnung weit entfernt – die GWÖ erkennt dieses Problem und bietet einen Lösungsansatz an. 

Darüber hinaus bin ich als Experte für Redesign in einer Arbeitsgruppe „Regionsentwicklung Kreislaufwirtschaft in Oberösterreich“ aktiv. Dort findet man auch Mitglieder der GWÖ. Unsere Fragestellung ist, wie wir den Gedanken der Kreislaufwirtschaft in die tägliche Arbeit der oö Betriebe einfließen lassen können. 

Du bist also in vielerlei Hinsicht für den Frieden aktiv?

Das ist richtig. Der respektvolle Umgang mit jedem Lebewesen dieser Erde und der Erde selbst sind mir ein Anliegen. Ich will niemandem etwas Böses, in meinem Weltbild gibt es keine Personengruppen. Es gibt nur Menschen. Es hat noch nie ein Individuum so einen Scheiß gemacht, dass ich vor einer Gruppe Abstand nehmen würde. Ich rede auch mit Nazis – weil ich den Menschen sehe. Das ist die Basis von Gesprächen per se, die Vorurteilsfreiheit, jedem eine Chance zu geben. Das heisst aber nicht, dass ich keine klaren Positionen beziehe. Der Nazi, mit dem ich rede, hat sicher auch Gründe für seine Ansichten. Nur im Austausch auf Augenhöhe können wir uns annähern und voneinander lernen. 

Ein Aktivist bis Du also doch – wenn auch ein Ruhigerer. Jeder auf seine Art. Vielen Dank.

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Profilbild von Andrea Drescher

Andrea Drescher

Unternehmensberaterin & Informatikerin, Selbstversorgerin & Friedensaktivistin – je nachdem was gerade gebraucht wird. Seit 2016 bei Free21 als Schreiberling und Übersetzerin mit im Team.

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

Don´t be part of the problem! Be part of the solution. Sei dabei! Gemeinsam sind wir stark und verändern unsere Welt! Wir sind die 99 %! 

“Wer behauptet, man braucht keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen hat, kann gleich sagen man braucht keine Redefreiheit weil man nichts zu sagen hat.“ Edward Snowden

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PDF-Downloadmöglichkeit eines wichtigen sehr informativen Artikels über den amerikanischen Militärisch-industriellen-parlamentarischen-Medien Komplex – ein Handout für Interessierte Menschen, die um die wirtschaftlichen, militärischen, geopolitischen, geheimdienstlichen, politischen Zusammenhänge der US-Kriegsführungen samt US-Kriegspropaganda mehr Bescheid wissen wollen : Ursachen und Hauptantriebskräfte der US Kriege und Flüchtlinge der amerik. MIK   (… auf Unterstrichenes drauf klicken 🙂 )

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