„Eine halbherzige Entschuldigung bringt unser Leben nicht zurück“ Iraker über Chilcot-Bericht

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 08.07.2016

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: 

https://deutsch.rt.com/gesellschaft/39345-iraker-nach-chilcot-bericht-/

Iraker nach Chilcot-Bericht: „Eine halbherzige Entschuldigung bringt unser Leben nicht zurück“

Iraker nach Chilcot-Bericht: „Eine halbherzige Entschuldigung bringt unser Leben nicht zurück"

Die Entschuldigung des ehemaligen britischen Premierministers für die Irak-Invasion 2003 wird das mittlerweile „zerstörte“ Land und die getöteten Menschen nicht mehr zurückbringen, sagte ein invalider Mann im Gespräch mit RT. Er verlor während des Krieges seine gesamte Familie. Er fordert Gerechtigkeit für den Angriff, der „zahlreiche neue Saddams“ schuf.

„Ich bin nicht zufrieden mit dem Chilcot-Bericht“, sagte der 25-jährige Ali Abbas. „Er wird meine Familie nicht zurückbringen können. Er wird auch nicht meine verlorenen Arme zurückbringen oder mein Land, wie es einst mal war. Die Invasion zerstörte meine Heimat Irak.“

Vor 13 Jahren verlor Abbas seine Mutter, seinen Vater, den kleinen Bruder sowie 13 weitere, entfernte Familienmitglieder während der US-amerikanisch und britisch angeführten Militärinvasion im Jahr 2003.

Abbas lebt heute in London. Er erzählt vom Schrecken des Kriegs und sagt, dass er sich noch im Einzelnen an jenen Tag erinnern kann, als eine Rakete in seinem Zuhause einschlug.

„Ich war noch sehr jung. Ich lebte mit meiner Familie. Um 12 Uhr am Abend vernahm ich plötzlich eine laute Explosion, die unser Haus traf. Dieses kollabierte über uns. Es brannte überall. Ich hörte meine Familie schreien und um Hilfe rufen.“

Dieser Angriff zerstörte nicht nur eine Familie, sondern hinterließ auch einen verkrüppelten jungen Mann. Abbas erlitt schwere Verbrennungen, die 60 Prozent seines Körpers betrafen. Seine beiden Arme mussten aufgrund der Verbrennungen amputiert werden.

Was Abbas nicht versteht, ist, warum sein Haus angegriffen wurde. Er sagt:

„Wir waren Bauern. Wir hatten Schafe und Kühe. Es gab keine Militärbasis in der Nähe unseres Hauses. Es gibt so viele Menschen wie mich, die ihre Familienmitglieder verloren haben. Wir haben keine Antwort darauf.“

Abbas sieht ebenfalls, dass der militärische Angriff im Irak und der folgende „Regime Change“ dem Land politische Führer brachten, die weit schlimmer sind, als es Saddam Hussein gewesen sei.

„Ja, Saddam Hussein war eine schreckliche Person und ein Diktator, was aber jetzt passiert, ist schlimmer als das, was wir unter Hussein erlebten. Sie nahmen uns einen Saddam und gaben uns zahlreiche neue Saddams“, sagte er.

Die sogenannte Chilcot-Untersuchung, welche von Sir John Chilcot veröffentlicht wurde, kritisierte das Kabinett von Tony Blair scharf dafür, dass der Irak-Krieg „unzureichend“ geplant war und dass die Kriegsfolgen unterschätzt wurden. Der Bericht stellte fest, die britische Entscheidung, in den Irak-Krieg zu ziehen, sei nicht gerechtfertigt gewesen.

 

 

Vor Veröffentlichung der Chilcot-Untersuchung sagte Tony Blair, dass „es ihm zutiefst für die Verluste Leid tut“. Er betonte aber, dass „im guten Glauben“ gehandelt habe.

„Das macht mich wütend. Er sagte bloß ‚Sorry‘ und würde die gleiche Sache wieder tun. Sie verursachten so viele Tode und Leid“, kommentierte Abbas. „Einfach ‚Sorry‘ zu sagen und wegzulaufen – das ist keine Gerechtigkeit.“

„Ich möchte ihn fragen, ob er mit mir in den Irak reisen und den Irakern sagen möchte, dass er das Gleiche wieder tun würde“, sagte Abbas.

Der Chilcot-Bericht argumentiert, dass dem Parlament die vermeintlichen Massenvernichtungswaffen des Irak „mit einer absoluten Sicherheit präsentiert wurden. Das war nicht gerechtfertigt“.

Abbas geht davon aus, dass Massenvernichtungswaffen nur ein Vorwand für Großbritannien und die USA waren, um einen Krieg gegen Bagdad vom Zaun zu brechen. Dieser führte mit Blick auf die letzten Jahre zum „totalen Chaos“ in der Region und dazu, dass sich der Terrorismus tatsächlich verbreitete.

„Vor dem Krieg wussten wir, dass es keine Massenvernichtungswaffen gibt. Wir wussten, sie kommen nur aus wirtschaftlichen Gründen und um die Macht in diesem Teil der Welt zu erringen. Heute sehen wir, was im Nahen Osten los ist. Sie schwächten den gesamten Nahen Osten. Die Ereignisse im Irak und Syrien reichen alle zurück bis zur Invasion 2003“, schloss Abbas.

Der Iraker glaubt, dass die an der Invasion beteiligten britischen und US-Politiker für die grausamen Folgen des Kriegs büßen sollten. Er wünscht sich, dass sie gerichtlich zur Rechenschaft gezogen werden.

 

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

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