Buchtipp: Mitgefühl in der Wirtschaft, im Alltag & in der Forschung – Ein Training für Herz und Geist: Vom Homo Oeconomicus zu einer mitfühlenden Wirtschaft, Ein bahnbrechender Forschungsbericht- von Tania Singer u. Mathieu Ricard

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 08.06.2016

Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls.

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://www.kulturzeitschrift.at/kritiken/aktuell/tage-der-utopie-2105-tania-singer-ein-training-fuer-herz-und-geist-vom-homo-oeconomicus-zu-einer-mitfuehlenden-wirtschaft

Tage der Utopie 2015: Tania Singer – Ein Training für Herz und Geist: Vom Homo Oeconomicus zu einer mitfühlenden Wirtschaft

Was die Besucherinnen und Besucher gestern Abend in St. Arbogast bei den Tagen der Utopie zu hören bekamen, war großartig. Tania Singer, Expertin auf dem Gebiet der Empathie-Forschung und Direktorin der Abteilung Soziale Neurowissenschaften am Max-Planck-Institut in Leipzig, gab Einblicke in ein Forschungsprojekt über Mitgefühl und Empathie. Den meisten Gästen wurde bald einmal klar, dass die Referentin des 4. Abends in Arbogast über einen sehr revolutionären Zugang zu einem anderen Menschenbild und mithin anderen sozialen Verhaltensweisen berichtete. 
Ihr Beitrag passte genuin zur Ideenwelt und Konzeption der Tage der Utopie, wie sie von Hans-Joachim Gögl und Josef Kittinger seit 2003 biennal präsentiert werden. Die Wege zu sich selbst, so wird auf mehreren Ebenen in Arbogast simultan erfahrbar, schließen eine lange Meditationsreise in sein inneres Selbst mit ein. Dafür stellen die Veranstalter zahlreiche strukturelle Gefäße zur Verfügung, u.a. die Musik, dieses Jahr mit dem chinesischen Sheng Spieler Wu Wei. Die Musik jedoch ist kein Ornament, sondern utopische Praxis.
Sie zielt auf nichts, und je öfter ich an den Abenden dieser Woche Wu Wei höre, desto mehr merke ich, wie einfach das ist, an nichts zu denken, wenn die Gedanken sozusagen in die Leere gehen. Weiters bieten die Veranstalter stilvoll und schlicht eingerichtete Meditationsräume sowie das unaufgeräumte Auslüften der Gedanken an den freien Nachmittagen. Ich wage zu sagen, Tania Singer gehört zu den Höhepunkten der diesjährigen Tage der Utopie.
 

Soziale Neurowissenschaft

Tania Singer ist „soziale Neurowissenschaftlerin“, eine sehr junge Wissenschaftsdisziplin, die es erst seit ca. zehn Jahren gibt. „Man untersucht“, sagt sie in einem Interview in der ZEIT vom 12. Juni 2013, „nicht mehr, wie nur der Einzelne fühlt und denkt – sondern, wie das Gehirn weiß, was die anderen fühlen und denken.“ Die soziale Neurowissenschaft zeige auch, dass der Mensch kein sogenannter Homo oeconomicus sei, der nur seine eigenen Bedürfnisse kenne, sondern dass jeder Mensch die Bedürfnisse und Gefühle anderer in Körper und Gehirn mitrepräsentiere. Singer ist eine weltbekannte Expertin auf dem Gebiet der Empathieforschung. Als international gefragte Referentin ist sie eine begnadete Vermittlerin zwischen globaler Spitzenforschung und ihrer praktischen Relevanz. Sie ist Direktorin der Abteilung Soziale Neurowissenschaft am renommierten Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Erforschung des menschlichen Sozialverhaltens und sozialer Emotionen wie Mitgefühl, Neid, Rache oder Fairness. Darüber hinaus ist sie Board Member des Mind and Life Institute, das mit dem Dalai Lama den Dialog zwischen westlicher Wissenschaft und Buddhismus fördert. Seit 2011 ist sie als Honorarprofessorin an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Leipzig tätig.

Die Abteilung Soziale Neurowissenschaft am Max-Planck-Institut in Leipzig erforscht das menschliche Sozialverhalten. Mittels eines interdisziplinären Forschungsansatzes werden dort sowohl neuronale, hormonelle als auch entwicklungsbedingte Grundlagen des menschlichen Sozialverhaltens sowie soziale und moralische Emotionen (wie Empathie, Mitgefühl, Neid, Rache, und Fairness) untersucht. Auf diesen Grundlagen werden des Weiteren die Eigenschaften der Emotionsregulierung und deren Funktion in der sozialen Entscheidungsfindung und Kommunikation geforscht. Die Hirnforscherin ist dabei, in einem außergewöhnlichen Forschungsprojekt die eben genannten Begriffe völlig neu zu definieren. Sie lässt dafür Mönche und Laien im Kernspintomografen meditieren und steht in einem kontinuierlichen Dialog mit Meditationsexperten wie dem Dalai Lama oder dem Buddhisten und Molekularbiologen Matthieu Ricard. Das »ReSource-Projekt« ist eine weltweit einzigartige wissenschaftliche Studie zum mentalen Training mithilfe westlicher und fernöstlicher Methoden der Geistesschulung. Interessierte Laien werden an ein breites Spektrum mentaler Übungen herangeführt, mit deren Hilfe Aufmerksamkeit und Selbstfürsorge sowie Perspektivübernahme trainiert werden. Insgesamt zielt das Training darauf ab, soziale Kompetenzen zu verbessern, um Stress zu reduzieren, mehr geistige Klarheit zu erlangen sowie andere Menschen besser verstehen zu lernen.

Über die Wirksamkeit der Meditation

Die Hirnforscherin und ihr Team wollen untersuchen, wie Meditation Menschen verändert. Immer noch halten viele Menschen die Meditation für eine nur religiöse Praxis, mit der sich vor allem rot gewandete Mönche im Himalaja beschäftigen. Tatsächlich ist sie, wie die Referentin ausführt, eine psychische Technik, mit der prinzipiell jeder Mensch seinen Geist und die Gesundheit beeinflussen kann. „Die Frage ist eigentlich nicht mehr, ob Meditation einen Effekt hat, sondern welche Meditation welchen Effekt hat, wie groß der ist und wie lange es dauert, bis er sich einstellt.“ Genau das untersucht sie in ihrem Projekt, an dem 17 Meditationslehrer und 160 Probanden in Leipzig und Berlin beteiligt sind. Die Teilnehmer haben neun Monate lang mindestens sechs Tage die Woche meditiert. Zugleich wurden sie von den Forschern körperlich und seelisch durchgecheckt: Wie hoch ist der Pegel des Stresshormons Cortisol im Speichel? Wie häufig kooperieren sie in speziell entwickelten Computerspielen? Wie glücklich sind sie? Und wie schnell rast ihnen das Herz, wenn sie durch Raum 101 laufen? Außerdem wurde das Gehirn jedes Teilnehmers fünf Mal gescannt.

Das von ihr konzipierte mentale Training, so sagte sie kürzlich bei einem Vortrag am World Economic Forum am 3.2.2015 in Davos, soll es „Gesellschaften ermöglichen, ihr Mitgefühl zu kultivieren und eine neue Art solidarischer Volkswirtschaften aufzubauen“. Sie arbeitet deshalb bereits am Aufbau eines Instituts, an dem auch Privatleute ein neunmonatiges Training absolvieren können. „Es geht mir darum, dass nicht nur Klavier und Sport und Mathematik trainiert werden, sondern auch menschliche Fähigkeiten, die total wichtig sind: an andere zu denken, mit anderen mitzufühlen. Das ist kein Luxus in unserer Welt, sondern dringend nötig.“

Globales Bewusstsein und Weltbürgerschaft

Eines der genannten Forschungsziele leitet die Wissenschaftlerin aus einem eigentlich humanistisch-gesellschafts-politischen Verständnis her, nämlich das Hineinwachsen in ein globales Bewusstsein einer Weltbürgerschaft, sich gewahr werden, welche Fragen in dieser globalisierten Welt, aus der wir uns nicht entziehen können, existieren. Das heißt, es geht darum, das Wissen vom Menschen in makroökonomische Zusammenhänge zu überführen. Für Veränderungen gibt es verschiedene Agenden, die Politik, die empirische Ökonomie, externe und interne Change Agents, die sich mit Bewusstseinsveränderung im Individuum beschäftigen, um an gesellschaftlichen Veränderungen ein Wirkungspotential entfalten. Beim Zuhören gestern gerät man immer mehr ins Staunen, was da alles möglich sein soll, dass z.B. die Plastizität des sozialen Gehirns überhaupt erforschbar ist und wie man prosoziale Präferenzen trainieren kann. Das alles gelte es nicht zu verwechseln mit dem gehypten Thema der Achtsamkeit, ein Modewort in den USA. Es geht vielmehr um eine  universelle Ethik. Der Ritus gehe „far beyond mindfulness“, gehe über Achtsamkeit hinaus, das sich sehr häufig auf ein Effizienztraining reduziere.

„Auf die Vögel hören“

Die Referentin zeichnet die Konturen der Begriffe und weist auf den Unterschied zwischen Mitgefühl und Empathie hin. Empathie ist in emotionale Resonanz gehen mit dem anderen, während Mitgefühl, „Compassion“,  eine Fürsorge bezeichnet, eine starke Motivation, das Wohl wieder herzustellen. Nach der Beschreibung des Forschungsdesigns und Hinweisen auf vorderhand erste ableitbare Erkenntnisse geht Tania Singer auf die Frage ein, wie man nachhaltig zu einem care System kommen kann. Sie will mit ihren Forschungsarbeiten zeigen, dass es ein mentales Instrumentarium gibt, „mit dem wir uns aus der Gefangenschaft unseres Reiz-Reaktions-Mechanismus befreien können. (…) Als Psychologin und eben auch als Neurowissenschaftlerin weiß ich, dass Gandhis Wort ‚You have to be the change you want to see in the world‘ stimmt. Und wie das alles im Detail funktioniert, empfehle ich nachzulesen im Interview mit Tania Singer, in:

Hans-Joachim Gögl/Josef Kittinger: Tage der Utopie. Entwürfe für eine gute Zukunft. Bucher Verlag, Hohenems 2015, S. 114-139, sowie in
Singer, Tania / Ricard, Matthieu: Ein bahnbrechender Forschungsbericht. Originaltitel: Caring Economics; Originalverlag: Allary Editions; Knaus Verlag, München, 2015; ISBN: 978-3-8135-0657-0  € 17,50
http://www.compassion-training.org/ Unter diesem Link gibt es das kostenlose eBookMitgefühl. In Alltag und Forschung, von Tania Singer und Matthias Bolz. Im Buch werden bestehende sekuläre Trainingsprogramme beschrieben, der aktuelle Stand der Wissenschaft sowie Erfahrungsberichte aus der Praxis. Die neuartige Gestaltung des eBooks bietet umfangreiches Videomaterial, originelle Soundcollagen von Nathalie Singer sowie künstlerische Fotos von Olafur Eliasson.

Tania Singer ist eine weltbekannte Expertin auf dem Gebiet der Empathieforschung. Als international gefragte Referentin ist sie eine begnadete Vermittlerin zwischen globaler Spitzenforschung und ihrer praktischen Relevanz. (© Lisa-Maria Innerhofer) Tania Singer ist eine weltbekannte Expertin auf dem Gebiet der Empathieforschung. Als international gefragte Referentin ist sie eine begnadete Vermittlerin zwischen globaler Spitzenforschung und ihrer praktischen Relevanz. (© Lisa-Maria Innerhofer)

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