Die Bild macht sich ein Bild über Österreich: Wie öster-rechts wird unser Nachbar?

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 20.05.2016

Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls.

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://www.bild.de/politik/ausland/oesterreich/oesterrechts-vor-der-wahl-45895496.bild.html

VOR DER WAHL ZUM BUNDESPRÄSIDENTENWie österrechts wird unser Nachbar? 

Vor der Wahl zum Bundespräsidenten | Wie österrechts wird unser Nachbar?

Der gebürtige Salzburger und weltbekannte Komponist Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) würde wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn er wüsste, wie es um Österreich gerade bestellt ist 

  • VON WOLFGANG AINETTER*

Früher war alles besser, sagt meine Mutter. Da liefen im Fernsehen Heimatfilme mit Roy Black, der Jetset feierte am Wörthersee das Wirtschaftswunder, es gab Jobs in Hülle und Fülle. Und die Weltpresse schrieb: Ach, wie schön ist Österreich.

Heute, sagt meine Mutter, bringt der ORF nur noch Schreckensnachrichten: Krieg, Hunger, Bomben, Tote. „Auf meiner Lieblingsstraße in Wien prügeln sich dealende Asylbewerber mit Drogensüchtigen“, klagt sie. „Der Sohn einer Bekannten ist seit über einem Jahr arbeitslos. Und die internationalen Zeitungen watschen uns als Nazis ab.“
Meine Mutter ist 75 und kann es kaum erwarten, morgen zur Wahl des Bundespräsidenten zu gehen. Erstmals könnte mit FPÖ-Mann Norbert Hofer (45) ein Kandidat von rechts außen Staatsoberhaupt in einem westlichen EU-Land werden.

Österreich wählt am Sonntag einen neuen Präsidenten – dank der unterschiedlichen Kandidaten verspricht die Wahl spannend zu werden.

Präsidenten-Wahl in Österreich | Rechter Ösi-Kandidat liegt deutlich vorn

PRÄSIDENTEN-WAHL Rechter Ösi-Kandidat liegt deutlich vorn

Wien – Die Rechtspopulisten der FPÖ haben in Österreich bei der Wahl zum Bundespräsidenten einen spektakulären Erfolg erzielt.

Mama wird Hofer wählen. Mein Vater (77) gibt dem grünen Professor Alexander Van der Bellen die Stimme.„Nur Frustrierte mögen die FPÖ“, sagt er mit einem süffisanten Lächeln. „Wer, bitte, ist in diesem Land nicht frustriert?“, kontert meine Mutter.
Seit einem Monat steht Österreich unter Schock: Die beiden Präsidentschaftskandidaten der großkoalitionären Parteien SPÖ (Sozialdemokraten) und ÖVP (Konservative) kamen zusammen nur auf 22,4 Prozent und schafften es nicht in die Stichwahl. Norbert Hofer wurde mit 35 Prozent Erster, deutlich vor Alexander Van der Bellen (21 Prozent).

NORBERT HOFER (45, FPÖ)

ALEXANDER VAN DER BELLEN (72, GRÜNE)

Vergangene Woche putschten aufgebrachte Genossen den roten Kanzler Werner Faymann weg. In seiner siebeneinhalbjährigen Zeit als SPÖ-Chef hatte er das Kunststück vollbracht, von 20 Wahlen 18 zu verlieren.
Die erste Rede seines Nachfolgers Christian Kern (50) hörte sich wie ein Notruf an: „Wenn wir dieses Schauspiel weiter liefern, ein Schauspiel der Machtversessenheit und der Zukunftsvergessenheit, dann haben wir nur noch wenige Monate bis zum endgültigen Aufprall.“

Im Falle eines SPÖ-Totalschadens hieße der nächste österreichische Kanzler Heinz-Christian Strache. Der solarium-braune FPÖ-Chef liegt in allen Umfragen auf Platz eins.
Was ist nur aus meinem Österreich geworden, das Wirtschaftsforscher noch vor zehn Jahren als „das bessere Deutschland“ gepriesen hatten – und das jetzt ökonomisch ins letzte Drittel der EU abgerutscht ist?
Ein Erklärungsversuch.

DER FILZ

Seit 1945 wird Österreich bis auf kurze Unterbrechungen von einer GroKo aus SPÖ und ÖVP regiert. Beide Parteien haben das Land unter sich aufgeteilt.

Bis heute werden Spitzenjobs und günstige Wohnungen nach Parteibuch vergeben – an Parteibrüder und Parteischwestern.

Als ich vor fünf Jahren Chefredakteur einer Wiener Tageszeitung wurde, kam nach wenigen Wochen ein Politiker zu mir in die Redaktion: „Darf ich etwas Gutes für Sie tun? Brauchen Sie eine Wohnung?“ Tolle Lage, Miete weit unter Marktpreis – ich lehnte dankend ab.
Um ihre Macht abzusichern, kaufen sich Politiker in die Medien ein. Jahr für Jahr gibt die öffentliche Hand mehr als 200 Millionen Euro für Inserate und Werbung aus. Auf die deutsche Einwohnerzahl umgerechnet wären das 2 Milliarden Euro!

Interventionen „von oben“ sind Alltag. Als mein Team enthüllte, dass die SPÖ vier Jahre lang direkt aus der Parteizentrale Hunderte gefälschte Leserbriefe über die „großartige Regierungsarbeit“ an Redaktionen im ganzen Land geschickt hatte, sagte meine Herausgeberin:

„Ich verbiete Ihnen kritischen Journalismus.“ Ich ging, die verantwortlichen Politiker blieben im Amt.

Bei meinem nächsten Job durfte ich die wertkonservative ÖVP genauer kennenlernen. Sie stornierte nach einer Aufdecker-Story über illegale Parteienfinanzierung schriftlich sämtliche Inserate. Ein Spitzenpolitiker schimpfte in einem Szenelokal: Er werde dafür sorgen, dass der Autor und der Chefredakteur „in spätestens drei Monaten Geschichte sind“. Ein Demokratieverständnis, das ein bisschen an die Türkei erinnert.

Die Österreicher wählen am Wochenende einen neunen Bundespräsidenten – Favorit ist ein Knallhart-Populist der FPÖ.

DER STILLSTAND

Die Folge der GroKotz-Politik: die meisten Arbeitslosen seit 50 Jahren. Steuern und Sozialabgaben, die EU-weit zu den höchsten zählen.

Eine der niedrigsten Akademiker-Quoten Europas. Katastrophale Bildungswerte (70 Prozent der Zehnjährigen beherrschen die Rechtschreibung nicht).

Hoffnungslos abgeschlagen: die Start-up-Szene, auf dem Niveau von Bulgarien. Die österreichische Mentalität?

Man lebt und denkt im Konjunktiv: Hätt i, wär i, tät i, könnt i…

DIE RECHTEN

Der große Schriftsteller Thomas Bernhard verglich seine Landsleute mit Punschkrapfen, einem glasierten Gebäck mit Schoko- und Rum-Füllung: „Außen rot, innen braun und immer ein bisschen betrunken.“
Er musste übertreiben, um verstanden zu werden. Denn: Es hat bei uns in Österreich keine so gründliche Aufarbeitung der NS-Zeit wie in Deutschland gegeben. Daher konnte ein Jörg Haider, der offen mit braunem Gedankengut flirtete, 1999 rund 27 Prozent der Stimmen bekommen.

Die FPÖ wurde – ungleich der AfD in Deutschland – nicht als Schmuddelkind behandelt. Sie wurde salonfähiger Regierungspartner.

Die Flüchtlingskrise machte sie stark wie nie. Auch wegen des Schlingerkurses der Regierung: Erst pro, dann contra Merkel.

Warum will meine Mutter diesen FPÖ-Hofer wählen? Ihre Antwort: „Weil die roten und schwarzen Bonzen unser Land ruiniert haben.“ Als ob die FPÖ da nicht fröhlich mitgemischt hätte. Nie gab es mehr politische Korruptionsaffären als in der Zeit (2000 bis 2007), als die FPÖ mitregierte.
Meine Mutter hat, wie die meisten Wähler, machmal ein Gedächtnis wie ein Nudelsieb – um es auf gut Wienerisch zu sagen.

*BILD-Autor Wolfgang Ainetter ist Österreicher, war Chefredakteur der größten Wiener Tageszeitung „Heute“ und Chefredakteur des österreichischen Nachrichtenmagazins „News“.

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

Don´t be part of the problem! Be part of the solution. Sei dabei! Gemeinsam sind wir stark und verändern unsere Welt! Wir sind die 99 %! 

“Wer behauptet, man braucht keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen hat, kann gleich sagen man braucht keine Redefreiheit weil man nichts zu sagen hat.“ Edward Snowden

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