US-Todesstrafe: Spätes Einlenken des letzten Lieferanten der Todesvollstreckungsmittel. Phizer versagt Einsatz zur Tötung. ABER: Die Bundesstaaten beschritten daraufhin aus Mangel an zugelassenen Substanzen viel kritisierte Wege sich anderweitig mit Giftstoffen zu versorgen. Texas lässt etwa seine Hinrichtungsdrogen in eigenen Apotheken selbst herstellen. Utah führte die Tötung per Erschießung ein, in Tennessee ist der elektrische Stuhl wieder erlaubt, Wyoming erwägt die Gaskammer. Weitere Bundesstaaten nutzen kaum erprobte zweifelhafte Giftmischungen, deren Anwendung zu langen qualvollen Todeskämpfen führen kann.

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 14.05.2016

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://orf.at/stories/2339400/2339401/

Todeszelle

Todeszelle

Experimente mit Giftmischungen

31 von 50 US-Bundesstaaten erlauben die Todesstrafe, etwa die Hälfte davon führt sie noch durch. Die von den US-Behörden als „humanste“ Art bezeichnete Tötung mittels Giftspritze ist nun nicht mehr mit offiziell zugelassenen Mittel möglich. Als letzter Pharmakonzern verweigert Pfizer dem Staat seine Medikamente zum Zwecke der Tötung, wie die „New York Times“ („NYT“) berichtet.

„Pfizer lehnt den Einsatz seiner Produkte als tödliche Injektionen bei der Vollstreckung der Todesstrafe strikt ab“, erklärte der größte Pharmakonzern der USA am Freitag auf seiner Website. Für bestimmte Produkte, die bei Exekutionen mit Giftspritzen genutzt werden oder deren Nutzung von US-Bundesstaaten erwogen wird, gelten nach Angaben von Pfizer nun strengste Lieferbeschränkungen.

Insgesamt sind nach Konzernangaben sieben Produkte, die in den Giftcocktails verwendet werden können, von den Lieferbeschränkungen betroffen. Dazu gehört unter anderem das Narkosemittel Propofol. Die EU beschränkt seit 2011 die Ausfuhr von Substanzen für diese Giftcocktails.

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Damit hat dem „NYT“-Bericht zufolge der letzte Lieferant solcher Mittel den Einsatz seiner Produkte bei Hinrichtungen untersagt. Der Pfizer-Entschluss wird als Meilenstein angesehen, weil die geschlossene Blockade der Pharmakonzerne der Behördendarstellung der Tötung per Giftspritze als „humanen medizinischen Akt“ einen Riegel vorschiebt. Menschrechtsaktivisten lobten die Entscheidung: „Pfizer hat klar gemacht, dass sie nicht wollen, dass ihre Medikamente zur Tötung Gefangener eingesetzt werden“, sagte Robert Dunham vom Death Penalty Information Center der Zeitung (DPIC) „USA Today“.

„Mit der Ankündigung von Pfizer haben alle von der FDA (US-Gesundheitsbehörde Federal Drug Administration, Anm.) zugelassenen Hersteller potenzieller Hinrichtungsmedikamente den Verkauf ihrer Mittel für diesen Zweck blockiert,“ sagte Maya Foa von der Menschenrechtsorganisation Reprieve in London der „NYT“. „Staaten, die Hinrichtungen durchführen, müssen nun auf den Schwarzmarkt gehen, wenn sie Medikamente für tödliche Injektionen erwerben wollen.“

Alternativen: Erschießen, elektrischer Stuhl, Gas

Vor Pfizer hatten 24 weitere Pharmaunternehmen aus Europa und den USA diesen Schritt unternommen. Die Bundesstaaten beschritten daraufhin aus Mangel an zugelassenen Substanzen viel kritisierte Wege sich anderweitig mit Giftstoffen zu versorgen. Texas lässt etwa seine Hinrichtungsdrogen in eigenen Apotheken selbst herstellen. Utah führte die Tötung per Erschießung ein, in Tennessee ist der elektrische Stuhl wieder erlaubt, Wyoming erwägt die Gaskammer. Weitere Bundesstaaten nutzen kaum erprobte zweifelhafte Giftmischungen, deren Anwendung zu langen qualvollen Todeskämpfen führen kann.

2014 kämpfte etwa der verurteilte Mörder Clayton Lockett nach Verabreichung des Giftcocktails 43 Minuten mit dem Tod, bis er schließlich an einem Herzinfarkt starb. Daraufhin klagten Todeskandidaten vor dem Obersten Gerichtshof wegen Verstoßes gegen das verfassungsrechtliche Verbot grausamer Bestrafung. Dieser stellte jedoch Ende Juni 2015 in seinem Urteil fest, dass die verwendete Giftmischung für die klagenden Todeskandidaten kein „substanzielles Risiko schwerer Schmerzen“ darstelle.

Zahl der Hinrichtungen gesunken

Die Zahl der Hinrichtungen ist in den USA 2015 mit 28 auf den niedrigsten Stand seit fast 25 Jahren gefallen. Zudem sank die Zahl neuer Todesurteile auf den Stand von Anfang der 1970er Jahre. Das geht aus dem Jahresbericht des unabhängigen DPIC hervor. 2015 wurden dem Bericht zufolge 28 Menschen hingerichtet – das ist der geringste Wert seit 1991, als 14 Todeskandidaten exekutiert wurden. Die durchschnittliche Wartezeit in der Todeszelle beträgt inzwischen 16 Jahre.

„Der Einsatz der Todesstrafe wird in den Vereinigten Staaten zunehmend rar und zunehmend isoliert“, teilte DPIC-Direktor Robert Dunham mit. „Das sind nicht nur jährliche Kurzzeitphänomene in der Statistik, sondern es spiegelt eine umfassende Veränderung in der Haltung zur Todesstrafe quer durch das Land wider.“

Langsames Abwenden von Todesstrafe

Die öffentliche Meinung scheint sich allerdings nur langsam zugunsten lebenslanger Haftstrafen ohne Chance auf Bewährung als Ersatz für die Todesstrafe zu drehen. Einer Umfrage des Public Religion Research Institute (PRRI) zufolge befürworten 52 Prozent der US-Bürger eine nicht tödliche Strafe für verurteilte Mörder, während 47 Prozent für die Todesstrafe sind.

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

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