Enthüllt: Britische Militärfirma heuerte Ex-Kindersoldaten aus Sierra Leone für Irak-Einsätze an – Dänische Doku

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 18.04.2016

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen:

https://deutsch.rt.com/international/37865-britische-militarfirma-heuerte-ex-kindersoldaten/

Enthüllt: Britische Militärfirma heuerte Ex-Kindersoldaten aus Sierra Leone für Irak-Einsätze an

Enthüllt: Britische Militärfirma heuerte Ex-Kindersoldaten aus Sierra Leone für Irak-Einsätze an
Ehemalige Kindersoldaten aus Sierra Leone wurden durch eine private britische Militärfirma beschäftigt, um die Sicherheit US-amerikanischer Stützpunkte im Irak zu gewährleisten. Eine dänische Dokumentation enthüllt nun, dass ein 2.500 Mann starkes Kontingent für diese Aufgabe angeheuert wurde. Angesprochen auf den Einsatz von Ex-Kindersoldaten antwortete der Chef des Söldnerunternehmens: „Es tut mir leid, aber das einzige, das wir uns derzeit leisten können, sind Afrikaner.“

Der Untersuchung zufolge, die auf Vertragsunterlagen basiert, haben die britischen Aegis Defence Services, Vertragspartner des US-Verteidigungsministeriums, circa 2.500 Söldner beschäftigt, um die Sicherheit für das vom Pentagon verwaltete Projekt zu gewährleisten.

Teil der Sicherheitskräfte seien auch Kindersoldaten aus Sierra Leone, die nur 16 US-Dollar am Tag verdienten, wird in der Dokumentation mit dem Titel Børnesoldatens Nye Job (den neuen Job der Kindersoldaten) berichtet.

„Als der Krieg „outgesourced“, ausgelagert wurde, versuchte das Unternehmen die günstigsten Soldaten weltweit zu finden. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um ehemalige Kindersoldaten aus Sierra Leone handelt. Ich denke, dass es wichtig ist, dass wir uns im Westen über die Konsequenzen der Privatisierung von Krieg bewusst sind“, sagte der Regisseur des Films, Mads Ellesøe.

Aegis wurde bereits seit 2004 von Washington damit beauftragt, für die Sicherheit von US-Stützpunkten im Irak zu sorgen. Die Firma beschäftigte zunächst Personal aus Großbritannien, Amerika und Nepal für diese Aufgabe. Seit 2011 jedoch begann die Firma damit, Kämpfer aus Afrika einzustellen, um die Kosten zu senken.

James Ellery, der zwischen 2005 und 2015 Geschäftsführer des Aegis Defence Services war, bestätigte, das Aegis Personal aus Sierra Leone eingestellt hat, weil dieses günstiger war als europäisches. Er betonte, dass die britische Firma sich nie die Mühe gemacht habe, zu überprüfen ob die Sicherheitskräfte ehemalige Kindersoldaten beschäftigten.

Elly stimmte zu, dass es besser gewesen wäre Briten einzustellen, aber sagte dem Guardian:

„Es ist nicht bezahlbar […] Es tut mir leid, aber das einzige, dass wir uns derzeit leisten können sind Afrikaner.“

Sierra Leone hat sich als idealer Ort für die Rekrutierung erwiesen, da das afrikanische Land sich gerade erst von den Schrecken des grauenhaften Bürgerkrieges, der zwischen 1991 und 2002 ausgefochten wurde zu erholen beginnt. Es wurden im Laufe des Bürgerkrieges Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt und Kindersoldaten eingesetzt.

Im Gespräch mit der britischen Tageszeitung sagte Ellery aus, dass Kindersoldaten kann nicht für Kriegsverbrechen nach dem Völkerrecht verfolgt werden könnten.

 „Sie sind, sobald sie das 18. Lebensjahr erreichen, faktisch Staatsbürger mit dem Recht, sich eine Beschäftigung zu suchen, was ein grundlegendes Menschenrecht ist. Also hätten wir völlig falsch gehandelt, wenn wir nach Sierra Leone gegangen wären und diese Menschen ausgeschlossen hätten”, erklärte er.

Eines der einzigen Kriterien, auf die Aegis wert gelegt hat, war die strikte Einhaltung der körperlichen und gesundheitlichen Anforderungen.

„In dem Moment, indem sie [die Rekrutierungsagenten] anfangen, uns Leute zu schicken, die auf einem Auge blind sind oder Aids haben, war es das. Vertrag gekündigt. […] Diese  Art von Dingen, sind große Probleme in Afrika, auch wenn es scherzhaft klingen mag. Man will ja nicht, dass die Leute sterben, weil sie Aids oder dergleichen haben, nachdem man ihnen eine teure Ausbildung ermöglicht hat.“

Die Aegis Defence Services, die 2002 von Tim Spicer, dem ehemaligen Scots Guards Offizier , berüchtigt für die  Waffenversorgung der örtlichen Regierung in Sierra Leone, gegründet wurde, wird  jetzt von Sir Nicholas Soames geleitet, ein Tory-Abgeordneter und ein Enkel des ehemaligen britischen Premierministers Winston Churchill.

Im Jahr 2015  wurden die Operationen von Aegis von einer kanadischen Sicherheitsfirma, Gardaworld, übernommen. Vom Guardian zu den angeblichen Behauptungen aus der Dokumentation angesprochen, hat Graham Binns, der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Aegis und Geschäftsführer von Gardaworld, die Schuld auf das Land des Vertragspartners geschoben, dass der britischen Firma das Personal zur Verfügung gestellt hatte.

„Wir haben sehr eng mit unseren geprüften, testierten und autorisierten Agenten zusammengearbeitet, die unsere Fachleute rekrutierten, eingehend prüften und musterten. Unsere Agenten waren von den jeweiligen nationalen Regierungen der Länder, aus denen wir rekrutiert haben, autorisiert“, sagte er.

Die Dokumentation, die in den USA, Großbritannien, Sierra Leone und Uganda gedreht wurde, wird am heutigen 18. April im dänischen Fernsehen ausgestrahlt.

Der Einsatz von Kindersoldaten war während des Bürgerkrieges in Sierra Leone weit verbreitet. Dort rekrutierte die Revolutionary United Front (RUF), neben staatlichen Kräften und staatlich unterstützten Milizen, Kinder für den Kampf. Schätzungsweise 10.000 Kinder nahmen an dem Konflikt teil. Einige der Kindersoldaten waren auch Mädchen, die angeblich wiederholt Missbrauch und Vergewaltigung ausgesetzt waren. Die meisten Kinder wurden von ihren Vorgesetzten dazu genötigt, Kriegsverbrechen wie Morde, Vergewaltigungen, sexuelle Sklaverei, Verstümmelungen und Menschenrechtsverletzungen anderer Art, zu begehen.

 

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

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“Wer behauptet, man braucht keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen hat, kann gleich sagen man braucht keine Redefreiheit weil man selbst nichts zu sagen hat.” Edward Snowden.

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