Zur Erinnerung: Türkischer Premier Erdogan verklagt britische „Times“ Und: Umstrittene Zitate von Erdogan

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 13.04.2016

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://www.ksta.de/politik/tuerkischer-premier-erdogan-verklagt-britische–times–1645700?dmcid=sm_fb

Türkischer Premier Erdogan verklagt britische „Times“

Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan will die Londoner „Times“ wegen des Abdrucks eines Offenen Briefs verklagen, in dem Prominente den Premier scharf kritisieren. Die „Times“ hatte den Offenen Brief als ganzseitige bezahlte Anzeige veröffentlicht. Zu den Unterzeichnern gehören Oscar-Preisträger wie Sean Penn, Susan Sarandon und Ben Kingsley sowie der amerikanische Regisseur David Lynch.

Sie werfen Erdogan vor, er führe eine „diktatorische Herrschaft“. Der türkische Premier habe die Polizei „mit unbeschreiblich brutaler Gewalt“ gegen Demonstranten vorgehen lassen und damit „den Tod von fünf unschuldigen Jugendlichen“ verschuldet. Erdogan müsse sich dafür möglicherweise vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verantworten, finden die Unterzeichner.

Weiter hieß es in dem Brief, nur wenige Tage nach dem brutalen Polizeieinsatz habe Erdogan in Istanbul eine Massenkundgebung veranstaltet, „die an die Nürnberger Reichsparteitage (der Nazis Anm.d.R.) erinnerte“. Damit habe Erdogan seine Missachtung für die fünf Toten gezeigt, „deren einziges Verbrechen darin bestand, sich gegen Ihre diktatorische Herrschaft aufzulehnen“.

Die Unterzeichner – darunter auch der Pianist Fazil Say, die britische Schauspielerin Vanessa Redgrave und die irische Schriftstellerin Edna O’Brien – prangern auch Einschränkungen der Pressefreiheit in der Türkei an: „In Ihren Gefängnissen sitzen mehr Journalisten ein als in China und dem Iran zusammen“, heißt es. Die Verfasser kritisieren, dass Erdogan die Demonstranten als „Plünderer“, „Gesindel“ und „Terroristen“ bezeichnet hatte, dabei seien es lediglich junge Leute, die in der Türkei die säkulare Republik bewahren wollten.

Erdogan warf den Unterzeichnern des Briefes vor, sie könnten die Türkei nicht einmal auf einer Landkarte finden, maßten sich aber ein Urteil über die Vorgänge dort an. Der Premier sagte, mit der Veröffentlichung der Anzeige habe die „Times“ eine „Verfehlung“ begangen. Er werde rechtlich gegen die Zeitung und die Unterzeichner des Briefes vorgehen. Der türkische Europaminister Egemen Bagis sprach von „Volksverhetzung“ und sagte, der Brief stelle ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ dar.

Am Wochenende kritisierte Erdogan zudem erneut die Haltung der EU zu den Vorgängen in Ägypten, wo nach der „Massakrierung der Demokratie“ jetzt das Volk „abgeschlachtet“ werde. Erdogan warf den EU-Staaten vor, sie hätten viel Aufhebens darum gemacht, dass die türkische Polizei während der Demonstrationen Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt habe, schwiegen aber angesichts des Militärputsches und der „Massaker“ in Ägypten.

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Hier noch ein paar gesammelte umstrittene Zitate von Erdogan bis 2013: 

„Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich verstehe sehr gut, dass ihr gegen die Assimilierung seid. Man kann von euch nicht erwarten, euch zu assimilieren.“ Feber 2010 in Köln

„Wenn sie jemanden Diktator nennen, der ein Diener des Volkes ist, habe ich nichts mehr zu sagen.“ (Juni 2013. Quelle: dpa)

Der Taksim-Platz dürfe kein Ort sein, an dem Extremisten machen können, was sie wollen“. (Juni 2013, Quelle: dpa)

„Der Einsatz von Pfeffergas durch die Sicherheitskräfte war ein Fehler. Nun gut. Ich habe das Innenministerium angeordnet, dies zu untersuchen.“ (Juni 2013, Quelle: dpa)

Der türkische Ministerpräsident kritisierte die deutsche Gesetzgebung, wonach türkische Angehörige vor dem Zuzug nach Deutschland die deutsche Sprache erlernen müssen. „Wer Deutschkenntnisse zur wichtigsten Voraussetzung erklärt, verletzt die Menschenrechte“. (November 2011, Quelle: ksta-Archiv)

„Genauso wie es bei Zionismus, Antisemitismus und Faschismus ist, wurde es nötig, auch Islamphobie als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzusehen.“ (März 2013, Quelle: tagesschau.de)

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat wiederholt mit provokativen Aussagen auf sich aufmerksam gemacht. Ksta.de stellt einige seiner umstrittensten Äußerungen (Zeitpunkt 2013) vor.

„Die türkische Gemeinschaft und der türkische Mensch, wohin sie auch immer gehen mögen, bringen nur Liebe, Freundschaft, Ruhe und Geborgenheit mit sich. Hass und Feindschaft können niemals unsere Sache sein. (Februar 2008, Quelle: Welt.de)

„Wir führen bereits die Verhandlungen, und zwar auf Vollmitgliedschaft. Für uns gibt es dazu keine Alternative.“ März 2010, Quelle: Die Zeit

„Hier hat Deutschland noch nicht die Zeichen der Zeit erkannt. Man muss zunächst die eigene Sprache beherrschen, also Türkisch, und das ist leider selten der Fall.“ März 2010, Quelle: Süddeutsche

„Derzeit leben 170.000 Armenier in unserem Land. Davon sind nur 70.000 türkische Bürger. Aber wir tolerieren den Rest. Falls nötig, muss ich diese 100.000 vielleicht auffordern, in ihr Land zurückzukehren, weil sie nicht meine Bürger sind.“ März 2010

„Man nennt euch Gastarbeiter, Ausländer oder Deutschtürken. Aber egal, wie euch alle nennen: Ihr seid meine Staatsbürger, ihr seid meine Leute, ihr seid meine Freunde, ihr seid meine Geschwister!“ Februar 2011 in Düsseldorf, Quelle: Spiegel-Online

„Es gibt keine Investition ohne Risiko. Wer ein Leben ohne Risiko will, braucht sich auch keine Propangasflasche für die Küche kaufen.“ Im März in Anspielung auf die Atomkatastrophe in Japan, Quelle: Süddeutsche Zeitung

Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

Don´t be part of the problem! Be part of the solution. Sei dabei! Gemeinsam sind wir stark und verändern unsere Welt! Wir sind die 99 %! 

“Wer behauptet, man braucht keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen hat, kann gleich sagen man braucht keine Redefreiheit weil man selbst nichts zu sagen hat.” Edward Snowden.

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