Österreich: SCHIEFLAGE BEIM REICHTUM IST ENORM

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 19.03.2016

Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls. 

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: https://media.arbeiterkammer.at/ooe/publikationen/daten_und_fakten/DuF_2015_Schieflage_Reichtum.pdf

SCHIEFLAGE BEIM REICHTUM IST ENORM

DATEN & FAKTEN

REICHTUM IN ÖSTERREICH

Der Privatreichtum in Österreich beträgt laut Berechnungen der Universität Linz aktuell insgesamt rund 1400 Milliarden Euro. Er besteht aus Finanzvermögen (Aktienpaketen, Goldbarren, Sparkonten etc.) und Sachvermögen (Villen, Liegenschaften, Flugzeugen, Eigenheimen etc.).

Der Großteil ist in wenigen Händen konzentriert: Die reichsten zehn Prozent besitzen davon mehr als zwei Drittel, das sind über 960 Milliarden Euro – fast das Dreifache der jährlichen Wirtschaftsleistung Österreichs. Die „restlichen“ 90 Prozent kommen gemeinsam auf weniger als ein Drittel des Vermögens.

Quelle: Reichtumsticker der AK OÖ

MEHR REICHE 114.200 Personen, das sind gerade einmal 1,3 Prozent der österreichischen Bevölkerung, besaßen 2014 laut „World Wealth Report 201“ einen finanziellen Reichtum von einer Million US-Dollar oder mehr. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg um rund sechs Prozent.

Europaweit gibt es 4,7 Millionen Dollar-Millionäre/-innen (um vier Prozent mehr als im Vorjahr). Der Finanzreichtum der Reichen ist enorm groß und wird immer größer: 2014 besaßen Europas Millionäre-/innen 13 Billionen Dollar, um 4,6 Prozent mehr als 2013. Eine Billion sind 1000 Milliarden, oder 1000 x 1000 Millionen. Dieser private Finanzreichtum entspricht etwa der ,ahreswirtschaɿsleistung des gesamten Euroraums. Und die Schieflage wird in Zukunft noch größer werden.

DIE REICHSTEN ÖSTERREICHER Österreich hat im Verhältnis zu seiner Bevölkerung weltweit die drittmeisten „UltraReichen“: Laut Boston Consulting Group („Global Wealth 2015“) kommen hierzulande auf 100.000 Haushalte zwölf hyperreiche Familien mit einem Finanzvermögen von mehr als 100 Millionen Dollar; nur in Hongkong (15,3) sowie Singapur (14,3) sind es verhältnismäßig noch mehr. Einblick in die Ausmaße des Megareichtums bieten diverse „Reichenlisten“: Laut Forbes besitzen die 15 reichsten Milliardäre Europas gemeinsam rund 380 Milliarden Dollar, umgerechnet 286 Milliarden Euro. Damit könnten die gesamten österreichischen Staatsschulden beglichen werden. Laut der Trend-Reichenliste verfügen 31 Familien und Personen in Österreich über einen Reichtum von mindestens jeweils einer Milliarde Euro, der aus Stiftungs-, Beteiligungs- und Erbschaftsvermögen besteht.

ÖSTERREICHS REICHSTE 2015

Personen und Familien mit Milliardenvermögen

Familien Piëch und Porsche 65,00 Mrd €

Mateschitz, Dietrich 7,60 Mrd €

Familie Flick 7,20 Mrd €

Graf, Johann 5,25 Mrd €

Wlaschek, Karl (bzw. seine Erben) 4,70 Mrd €

Schaeffler, Maria-Elisabeth 4,16 Mrd €

Familie Swarovski 4,10 Mrd €

Stronach, Frank 4,05 Mrd €

Horten, Heidi 3,50 Mrd €

Kaufmann, Michael, Christian, Andreas 2,63 Mrd €

Schlaff, Martin 2,60 Mrd €

Familie Mayr-Melnhof 2,10 Mrd €

Kahane, Emil Alexander & Familie 2,10 Mrd €

Glock, Gaston & Familie 1,82 Mrd €

Geiger, Reinold 1,90 Mrd €

Familien Lehner 1,88 Mrd €

Stumpf, Georg 1,84 Mrd €

Leitner, Wolfgang 1,76 Mrd €

Sohmen, Helmut 1,68 Mrd €

Pappas, Alexander & Catharina 1,58 Mrd €

Prinzhorn, Thomas 1,35 Mrd €

Familie Rauch 1,27 Mrd €

Familie Greiner 1,25 Mrd €

Familie Schwarzkopf 1,23 Mrd €

Schweighofer, Gerald 1,20 Mrd €

Egger, Michael & Fritz 1,18 Mrd €

Familie Breiteneder 1,17 Mrd €

Familie Haselsteiner 1,16 Mrd €

Benko, René 1,10 Mrd €

Familie Palmers 1,09 Mrd €

H. Dujsik, C. Höfer, M. Totta 1,05 Mrd €

Gesamt-Vermögen (Summe) 141 Mrd €

Geschätztes Gesamtvermögen 2015 (Stiftungs-, Beteiligungs- und Erbschaftsvermögen – Bewertungszeitraum Ende Mai 2014 – Anfang Mai 2015), Quelle: Trend 6/2015

REICHTUM UND UNGLEICHHEIT Dass die Quelle des Privatreichtums harte eigene Arbeitsleistung ist, gehört ins Reich der Märchen. In Westeuropa etwa werden nur 40 Prozent des Reichtumszuwachses „neu“ erarbeitet und angeeignet, 60 Prozent stammen aus Besitzerträgen (wie Aktienerlösen oder Anleihezinsen). In Osteuropa ist das Verhältnis mit ein Drittel zu zwei Drittel noch krasser. Quelle: BCG, Global Wealth 2015 Erbschaɿen treiben die Vermögensungleichheit zwischen den Haushalten am stärksten voran. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaɿsvergleiche im Auɿrag der Arbeiterkammer Wien. Nicht eigene Leistung, sondern das Glück der Geburt entscheidet über die Position in der Vermögenshierarchie. Das gilt besonders für Österreich, in dem Erbschaɿen für fast 40 Prozent der Vermögensungleichheit verantwortlich sind:

ARMUT IN EINEM DER REICHSTEN LÄNDER DER WELT EU-weit sind mehr als 120 Millionen Menschen armutsgefährdet und von sozialer Ausgrenzung bedroht. Hierzulande sind es 1,6 Millionen Menschen – obwohl Österreich gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf das siebtreichste aller Industrieländer (OECD) ist. Fast jede/-r Fünfte hat hohe soziale und wirtschaftliche Risiken zu tragen: ein verfügbares Nettoeinkommen unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle und/ oder erhebliche finanzielle Einschränkungen im Alltag (Mietzahlungsrückstände etc.) und/oder eine ganz geringe bzw. gar keine Erwerbstätigkeit der Menschen im Haushalt:

ARMUTS- UND AUSGRENZUNGSGEFÄHRDUNG IN ÖSTERREICH 2014 Bevölkerungsanteil in Prozent Anzahl Personen Wien 30,7% 532.800 Niederösterreich 15,2% 245.600 Oberösterreich 15,6% 221.000 Steiermark 16,0% 192.800 Tirol 17,0% 126.000 Salzburg 17,8% 92.200 Kärnten 17,1% 87.500 Vorarlberg 19,3% 72.100 Burgenland 14,0% 39.300 Österreich 19,2% 1.609.300 Quelle: Statistik Austria, EU SILC 2014, gerundete Werte

Die Armutsgefährdungsschwelle – 60 Prozent des mittleren Einkommens in der Gesellschaft – betrug 2014 für einen Ein Personenhaushalt in Österreich monatlich 955 Euro (14 mal). Das mittlere Einkommen Armutsgefährdeter inkl. Sozialleistungen und etwaiger anteiliger Einkommen anderer Haushaltsmitglieder ist um ein Fünftel niedriger und betrug monatlich rund 800 Euro (14 mal).

STEUERGELDER FÜR BANKEN

Auch die Finanz- und Wirtschaftsskrise sowie die Entwicklung der Staatsschulden haben unmittelbar mit der Verteilungsungleichheit zu tun. Sie führt zur Anhäufung eines massiven „Spielkapitals“ in den Händen weniger, die damit exzessiv auf den Finanzmärkten spekuliert und den Crash mitverursacht haben. Die dadurch ausgelöste Wirtschafskrise hat die Steuereinnahmen sinken lassen. Zugleich aber hatten die Staaten hohe Mehr-Ausgaben: Unmengen an Steuergeldern flossen in die „Rettung“ von Banken, und auch für die Abfederung des Konjunkturabschwungs sowie der steigenden Arbeitslosigkeit muss viel Geld aufgewendet werden. All das hat die Staatsschulden massiv in die Höhe getrieben. Ohne die teuren Bankenpakete wäre die Staatsschuld um acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts niedriger:

Ein großer Brocken der durch Banken verursachten Staatsschulden entsteht durch die Abbaugesellschaft der Hypo-Bank „Heta“. Wieviel diese den Staat kostet, steht erst in Zukunft fest. Während viele Staaten unter knappen Budgets und hohen Schulden leiden, ENTWICKLUNG STAATSSCHULDENQUOTE Bruttoschuldenstand in Prozent des BIP

Quelle: AK Wien, Budgetanalyse bzw. Artikel Bruno Rossmann (Juni 2015); Statistik Austria, 2015 betrugen Österreichs Staatsschulden 278 Milliarden Euro (= 84,5 % des BIP). Schulden wegen Bankenpaket

Gesamt profitieren Banken und die Vermögendsten – also die Verursacher der Krise – sogar noch davon, weil sie den Staaten zinsträchtige Kredite geben. Vermögensanstieg und Staatsschuldenanstieg sind zwei Seiten derselben Medaille. VERMÖGEN KAUM BESTEUERT Das immens hohe Vermögen wird in Österreich aber kaum als Steuereinnahmequelle genutzt:

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

Don´t be part of the problem! Be part of the solution. Sei dabei! Gemeinsam sind wir stark und verändern unsere Welt! Wir sind die 99 %! 

“Wer behauptet, man braucht keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen hat, kann gleich sagen man braucht keine Redefreiheit weil man selbst nichts zu sagen hat.” Edward Snowden.

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