Was dir dein depressiver Partner eigentlich sagen will: Ein fiktiver Brief: „Vielleicht hilft dir das, mich besser zu verstehen…; UND: 5 Dinge, die an einer Depression gut sind

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 09.12.2015

Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls.

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://cyn-kuypers.de/blog/

Was dir dein depressiver Partner eigentlich sagen will

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 Kommunikation ist alles. Ich möchte vermitteln. Verständnis schaffen. Raum für Liebe.
Doch wenn einer deiner lieben Menschen an Depression erkrankt ist, ist das Verständnis und die Kraft schnell aufgebraucht. Die Kommunikation ist lahmgelegt. Vor allem auch deshalb, weil Depression eine Kommunikation erschwert. Ich habe versucht, die Stimme deines depressiven Lieblingsmenschen einzufangen und einen Brief zu verfassen.

Ein fiktiver Brief:

„Vielleicht hilft dir das, mich besser zu verstehen..

Ich habe mich nicht für die Depression entschieden.

Depression war nicht meine Entscheidung. Es ist nicht so, als hätte ich nur einen schlechten Tag. Depression hat mich überfallen wie ein Raubtier. Ich habe nicht bemerkt, wie es sich angeschlichen hat. Doch eines Tages bin ich aufgewacht und es hatte mich fest im Griff.
Manchmal fühle ich mich traurig. So tief traurig. Manchmal fühle ich mich wertlos. Manchmal fühle ich gar nichts.
Es kann Tage geben, an denen bin ich in meinem Körper und meinem Geist gefangen. Gelähmt. Unfähig auch nur meinen kleinen Zeh zu bewegen.
Ich habe mich dafür nicht entschieden. Ich habe nicht gesagt, jetzt will ich so sein. Da ist etwas in mir, das Jahre oder vielleicht Jahrzehnte unbewusst gearbeitet hat. Und jetzt hat es mich übermannt. Ich kann nicht. Bitte versteh das. Bitte sei dir bewusst, dass ich diesen Zustand nicht frei gewählt habe.

Du bist nicht der Grund.

Bitte denke nicht, dass meine Depression das Ergebnis unserer Beziehung ist. Ich verstehe, dass es schwierig ist, mit mir umzugehen und dass es dich traurig machen kann. Ich bekomme das mit. Aber wenn ich distanziert bin und Raum für mich brauche, dann zerbrich dir bitte nicht den Kopf, ob es an dir liegt. Oder ob du etwas anders machen sollst. Bitte verstehe, dass ich nicht wegen dir depressiv bin. Der Grund und die Heilung liegt in mir. Ich brauche nur Zeit und dein Vertrauen in mich. Alles, was du versuchst, erkenne ich als Zeichen deiner Liebe. Du machst alles, was du kannst. Dafür danke ich dir.

Manchmal muss ich dich wegschubsen, bevor ich dich an mich heranlassen kann.

Ich fühle mich manchmal schuldig, weil du dich so liebevoll kümmerst. Und es ändert sich nichts an meinem Zustand. Deine traurigen Augen zu sehen, ertrage ich schwer. Deshalb ziehe ich mich manchmal zurück. Sei mir nicht böse. Gib mir das Gefühl, dass du weiterhin da bist. Aber gib mir bitte meinen Raum und die Zeit, in der ich mich auch zurückziehen kann.
Es gibt verschiedene Gründe, warum ich dich manchmal nicht an mich heranlassen kann, emotional, sowie körperlich:
Ein Grund kann sein, dass ich mich gerade verändere. Unter der Taubheit liegt Schmerz. Nähe kann ihn auslösen. Das möchte ich weder mir, noch dir antun.
Ein anderer Grund kann sein, dass ich einfach nicht fühle. Und es löst Schuldgefühle aus, wenn du mich liebevoll in den Arm nimmst und ich nichts fühlen kann.
Wieder ein anderer Grund kann sein, dass ich so sehr mit mir selbst beschäftigt bin, dass ich mich gar nicht mit dir beschäftigen kann. So wie ich nicht gleichzeitig reden und essen kann. Ich würde mich verschlucken. Und ersticken.
Es mag noch zig weitere Gründe geben. Aber wichtig ist für dich ist nur, dass du akzeptierst, dass es einfach manchmal so ist. Danke.

Bitte sage nicht, dass es mir bald besser gehen würde oder dass ich nur mal aus dem Haus gehen müsse.

Leere Phrasen. Wir beide wissen nicht, wie die Depression sich entwickelt. Es ist eine persönliche Sache, die ihre persönliche Lösung braucht. Es macht mich wütend, leere Phrasen zu hören. Ich weiß, du bist hilflos. Aber durch diese Sätze fühle ich auch meine Hilflosigkeit. Und es erzeugt Druck. Ich will, dass es mir besser geht. Aber leere Phrasen helfen nicht. Sage lieber gar nichts und sei einfach da.

Ich will nicht alleine sein, auch wenn es dir so vorkommt

Wenn ich Zeit für mich haben will, bedeutet das nicht, dass ich immer völlig alleine sein will. Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich weiß, du bist da. Wenn ich weiß, dass du meine Distanz und meine Grenzen akzeptierst. Ich freue mich, wenn ich entlastet werde. Wenn du mir ein leckeres Brot bringst. Auch wenn ich es vielleicht erst einmal liegen lasse. Oder wenn du mich manchmal fragst, ob wir eine Runde mit dem Auto rumfahren, damit ich die schöne Natur sehen kann. Ich will nicht alleine durch die Depression. Auch wenn ich manchmal nur daliege und nicht reagieren kann. Wenn es dir vorkommt, als sei mir alles und jeder egal. Du bist mir nicht egal. Ich liebe dich und ich will dich nicht verlieren. Ich kann nur nicht anders sein, wenn die Depression meine Gefühle betäubt.

Bitte behandel mich nicht wie ein schwaches Kind.

Ich bin depressiv. Ich liege manchmal da und kann weder reden, noch mich selbst gut versorgen. So Tage gibt es. Doch der Grund ist nicht Schwäche. Der Grund ist, dass ich all meine Kraft brauche, um die Depression zu ertragen. Den Zustand, dass ich paralysiert bin. Und manchmal nichts fühle. Nur eine Leere. Die durchbrochen wird von Traurigkeit und Schmerz. Von dem schlimmsten Gefühl der Minderwertigkeit, das einen an die eigenen Grenzen treibt. Ich bin stark. Die Depression lässt mich nach und nach wertvolle Fähigkeiten entwickeln. Ich werde empathischer und kreativer. Ich werde an meine Grenzen gebracht. Ich erlebe unvorstellbare Tiefen und bin ständig damit beschäftig, dort Licht hinzubringen. Damit ich sehen kann. Meine ganze Kraft fließt in das Aushalten der Depression. Bitte behandel mich also nicht wie ein schwaches, krankes Kind. Bevormunde mich nicht. Sondern schätze meine Stärke. Versuche zu verstehen und zu respektieren.

Bitte versuche nicht deine Gefühle mit meinen zu vergleichen.

Ratschläge und Erfahrungen können vielleicht in anderen Situationen hilfreich sein. Meine Depression ist nicht rational. Meine Depression ist auch mit keiner anderen zu vergleichen. Dazu ist sie zu persönlich. Es strengt mich an, wenn du versucht, etwas zu verstehen, das ich selbst nicht einmal verstehe. Sondern nur ertrage.
Ich finde es großartig, dass du versuchst, deine Erfahrungen und Gefühle mit mir zu teilen. Aber ehrlich: Es überfordert mich. Heilsam für mich ist es, wenn du nur zuhörst und nicht viel von dir erzählst. Ich fühle mich nur gestresst und schuldig. Höre mir zu, wenn ich reden möchte. Und auch wenn ich häufig das gleiche sage, hilft mir Verständnis am meisten. Ein „Ich bin für dich da“ tut gut zu hören.

Lass uns feste Zeiten vereinbaren.

Was hältst du davon, wenn wir manchmal einen Film zusammen schauen. Auch wenn ich nur auf der Couch liege und nichts mache. Wenn ich den Film vielleicht gar nicht schaue. Es hilft mir vielleicht. Frage mich nicht. Biete es einfach an und überlass es mir, ob ich drauf eingehe. Ich weiß manchmal selber nicht, wann ich alleine sein will und wann ich für Gesellschaft und Aktivität offen bin.

Du darfst auch negative Gefühle haben

Nur weil ich depressiv bin, musst du mich nicht in Watte packen. Wenn du merkst, dass du zu sehr belastet bist, dann sage es mir. Sage mir, dass du weiterhin für mich da sein willst. Aber dass du jetzt etwas machen möchtest, dass deine Kraftreserven auftankt. Du musst dich nicht schlecht fühlen. Du kannst dich darüber freuen. Je stabiler du bist und je mehr du dir selbst gutes tust, desto sicherer fühle ich mich bei dir. Es mag mich frustrieren, dass ich nicht aus meiner Haut kann. Und mir selbst Gutes tun kann, über das ich mich freue. Aber es hilft mir zu sehen, dass du es kannst und alles dafür tust, dass es dir selbst gut geht. Damit sehe ich auch, dass du nur das Beste für mich im Sinn hast. Wenn du authentisch bist, wenn du ehrlich zu dir selbst bist, wenn du deine Kraftreserven auftankst, dann erhöht das enorm deine Glaubwürdigkeit. Ich schätze dich für deine Ehrlichkeit, deine Stabilität. Und es minimiert meine Schuldgefühle, wenn ich meine, dir zu sehr zur Last zu fallen.

Ich bin unberechenbar, damit kannst du rechnen

Manchmal ist es schwer für mich durch den Tag zu kommen. Auch wenn ich viel schlafe. Ich fühle mich vielleicht gar nicht so schlecht, doch plötzlich reißt es mir den Boden unter den Füßen weg und ich bin absolut unfähig etwas zu machen. Ich sage Verabredungen spontan ab. Ich freue mich vielleicht auf ein Essen mit dir und sitze plötzlich völlig appetitlos vor dem Teller. Ich bin in der einen Minute offen und liebevoll und in der anderen Minute distanziert und fühle nichts.
Rechne damit. Ich weiß, es ist anstrengend für dich. Aber bitte erinnere dich daran, dass es nichts mit dir zu tun hat.

Harte Ansage und Fristen

Der liebevolle „Arschtritt“ hilft mir nicht. Es hilft mir auch nicht, wenn du mich emotional unter Druck setzt. Oder wenn du mir Fristen setzt, bis wann ich etwas getan haben soll. Ich kann dem nicht entsprechen. Ich ziehe mich nur mehr und mehr zurück. Denn all das ist Futter für meine Depression.
Ich bin wie eine Katze. Wenn du einfach nur da bist und mich so liebst und akzeptierst, wie ich bin, dann fasse ich Vertrauen. Wenn du laut wirst oder mich unter Druck setzt, dann laufe ich weg. Damit kann ich nicht umgehen.
Bevor es soweit kommt, nimm dir die Zeit, die du brauchst, um zu Kräften zu kommen. Das ist besser für uns beide.

Was ich nicht ausdrücken kann, aber was tief in mir ist, ist folgendes:

Ich danke dir für deine Zeit.
Ich danke dir für deine Geduld und dein Verständnis.
Ich danke dir für jede Entscheidung, die du triffst, weil ich es nicht kann.
Ich danke dir, dass du siehst, wieviel Kraft ich aufbringen muss, um das zu ertragen.
Ich danke dir, dass du mein stabiles Vorbild bist.
Ich danke dir, dass du nicht den Respekt vor mir verlierst.
Ich danke dir für jeden Versuch, mir zu helfen.
Ich danke dir für alles, was du auf dich nimmst.
Ich danke dir für deinen Glauben in mich, dass ich irgendwann eine Lösung finde.
Ich danke dir für jede noch so kleine Unterstützung.
Du bist mein Held.
Ich danke dir für deine Liebe.
Und irgendwann kann ich dir meine auch wieder zeigen.

Ich hoffe, du verstehst mich nun ein wenig besser und weißt für dich besser mit mir umzugehen.“

Wie geht es dir im Umgang mit deinem derpessiven Lieblingsmenschen? Ich freue mich über Kommentare.
Deine Cyn

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5 Dinge, die an einer Depression gut sind

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Ja. Ich weiß, was du dich jetzt fragst. Warum sollte eine Depression gut sein? Es geht dir mehr als beschissen. Durch die Depression geht dein Leben den Bach runter. Deine Kraft schwindet. Dir wird gesagt, du sollst dich nicht anstellen. Du bist wütend. Kraftlos. Taub. Alles scheint sinnlos. Und jetzt komme ich und sage dir, es gibt Gründe, die FÜR eine Depression sprechen. Was unterscheidet die, die eine Depression überwinden, von denjenigen, die immer tiefer in den Strudel hineingezogen werden?

Fakt ist, du bist depressiv. Das ist jetzt so. Du hast noch keinen Weg gefunden, wie es dir besser gehen könnte. Du fühlst Schmerz oder vielleicht gar nichts mehr. Der Antrieb ist weg. Ablenkung durch Arbeit oder dich in eine Endlosschleife aus Serien gucken stürzen und Kekse futtern hat nicht funktioniert. (Das habe ich gemacht…) Deshalb ist es zunächst einmal gut, nicht mehr gegen das schwere Gefühl anzukämpfen. Schwert einpacken. Umdenken. Und genau das ist es, was ich dir hier zeigen möchte. Denn es ist alles andere als einfach, aus einer Depression herauszukommen

Es hat schließlich auch einen Sinn, warum du da drin bist. Du kannst, nein, du sollst etwas lernen. Über dich. Über dein Leben. Darüber, wie du mit deinem Körper umgehst. Und das beginnt nicht, wenn es dir wieder besser geht, sondern jetzt.

Lass dich doch einfach einmal auf ein kleines Denkspiel ein.

De-Pression. Weg vom Druck

Depression bedeutet übersetzt, dass dich etwas so be-drückt hat, dass dein kleines Seelchen einfach jetzt mal die Faxen dicke hat. Etwas in dir hat den Not-Aus-Knopf gedrückt, um dich einmal aus dem Alltag zu ziehen. Grund Nummer 1, der für eine Depression spricht, ist also, dass du dich jetzt nicht mehr mit deinem frustrierenden Job, deiner Nicht-Bestimmung, Wiederholungen alter Muster, Menschen und Aufgaben auseinandersetzen musst – es gar nicht kannst!

Die Stimme in dir, die es besser weiß

Dein Unterbewusstsein ist schlauer. Es merkt viel früher als dein Bewusstsein, wann du dich durch dein Leben selbst erdrückst. Das ist deine Zwangs-Pause. Es kann ungemein helfen, dir klarzumachen, dass das jetzt DEINE Zeit ist. Ja. Klar. Es kann auch sein, dass du dich jetzt nicht mehr mit Sachen beschäftigen kannst, die dir Kraft gegeben haben. Doch ganz offensichtlich gibt es Bereiche in deinem Leben, die in dir eine so große Spannung aufgebaut haben, dass du eine Auszeit brauchtest. Es ist deine Chance. Deine persönliche Pause. Sei dankbar für all die Sachen, die du mit Widerwille hast tun müssen. Jetzt ist Pause davon angesagt. Akzeptiere, dass der Druck in dir zu groß wurde – auch wenn du es vielleicht gar nicht gemerkt hast.

Wie gut kennst du dich wirklich?

Vielleicht hast du es gar nicht gemerkt, dass der Schuh drückt. Ja, vielleicht hast du sogar deine ganze Kraft in etwas gesteckt, dass du echt geliebt hast. Die absolute Erfüllung im Job. Oder eine wunderbare Familie, in der du völlig aufgegangen bist. Jetzt kommt mein ABER: Natürlich wollen wir, dass es uns gut geht. Dinge, die uns glücklich machen, machen süchtig nach mehr. Dabei vergessen wir aber schnell, dass wir aus vielen Teilen bestehen. Es sind Anteile in uns, die verletzt sind. Bereiche, die uns kein gutes Gefühl geben. Wenn wir das merken, ist es so einfach, sie durch die guten Dinge „wegzumachen“.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Einer der nervigsten Sätze, die ich in meinem Leben gehört hab. (An dieser Stelle, danke an Oma 😉 ) Doch im Ernst. Wenn wir irgendwas ablehnen, es ignorieren, uns davon ablenken müssen, dann raubt uns diese Sache Kraft. Wir machen uns schlichtweg keine Gedanken mehr darüber. Was aber passiert dann? Indem wir eine Sache ignorieren, die wir nicht mögen, ignorieren wir auch einen Teil von uns. Du hast jetzt die Chance, dich besser kennenzulernen. Darüber nachzudenken, warum du gewisse Sachen nicht magst. UND, welche Strategien du brauchst, um das Gefühl zu lösen. Du hast die Chance, dich besser kennenzulernen. Was passt wirklich zu dir? Wie hoch ist deine Leidensgrenze? Welche Menschen sind wirklich für dich da? Was sind die Muster deiner Vergangenheit, die dich belasten? Welche Teile in dir schreien danach, gelebt zu werden? Ich zum Beispiel wollte immer selbstständig sein. Dann war ich es. Und hatte plötzlich erst einmal lange Zeit keine Kollegen um mich herum. Ich wollte immer professionelle Tänzein werden. Ich habe aber jahrelang nicht getanzt. Das wollte gelebt werden. Ich habe erkannt, dass ich ein sehr praktischer Mensch bin, das Abenteuer brauche und Menschen um mich herum. Ich habe diese Teile nicht konsequent gelebt. Selbstwert, Vergangenheit, diffuse Ängste waren dafür verantwortlich. All das konnte ich jedoch nur erkennen, weil die Depression mir gezeigt hat: Bis hier hin und nicht weiter. Mach dir erst einmal ein paar Sachen bewusst, hat sie gesagt. Meine Meinung also: Hör ihr zu und lerne dich dabei ganz neu kennen.

Du wirst einfühlsamer dir und anderen Menschen gegenüber

Im Allgemeinen ist unsere Gesellschaft von Schnelllebigkeit, Oberflächlichkeit und Ratio geprägt. Gesellschaft ist gut, denn wir sind ja bekanntlicherweise Herdentierchen. Allerdings passiert es auch schon mal schnell, dass im Netz von Schnelllebigkeit, Oberflächlichkeit und Ratio die Empathie hängen bleibt.

Erfährst du eine Depression, lernst du wieder auf deine Gefühle zu hören. Du kannst gar nicht anders. Du lernst, wieder zu deinen Bedürfnissen zu finden. Sie ausuzdrücken. Du lernst von anderen Menschen. Wie sie mit ihren Gefühlen umgehen. Wie sie Probleme lösen. Du lernst dich anzunehmen, wie du bist. Mit all deinen Gefühlen. Denn anders entlässt dich die Depression nicht aus ihrer Praxis. Höchstens mit einem neuen Termin, wann ihr euch wiederseht.
Indem du wieder zu deinen tiefsten Gefühlen findest, wirst du dir und anderen gegenüber einfühlsamer. Du kannst authentisch leben, wenn du das erkannt hast. 

Du schätzt die kleinen Dinge im Leben

Es muss nicht immer die Weltreise sein. Der Ferrari. Oder das Dauer-Grinsen im Gesicht. Völlig utopisch. Bist du depressiv, kannst du dir bewusst machen, wie gut ein kurzer Augenblick der Freude ist. Du kannst deinen Blick auf die kleinen Dinge lenken, die du sonst als selbstverständlich angesehen hast. Du kannst Dankbarkeit wiederentdecken. Du kannst die kleinen Notwendigkeiten entdecken, die deine Psyche und dein Körper braucht, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Denn aus den kleinen Dingen entstehen die großen Sachen. Allein für die Tatsache, dass du das hier liest, kannst du dir dankbar sein. Denn du WILLST dir was gutes tun. Du willst wieder in Balance kommen. Die Depression zeigt dir, wie du noch einmal ganz von vorne anfangen kannst. Im kleinen.
Wenn du für kleine Dinge dankbar bist, löst du die Anspannung, nur durch große Ereignisse Freude empfinden zu können. Du hast plötzlich viel mehr, worüber du dich freuen kannst. Das entspannt ungemein, wenn du plötzlich feststellst, dass du im Schlaraffenland bist.

Du wirst zu einem richtigen Vorbild

Schon mal drüber nachgedacht, wen du so richtig bewunderst? Sind es die Langweiler, die einfach so vor sich hinleben? Sind es die,die immer alles geschenkt bekommen und für nichts selbst richtig ranklotzen müssen? Oder sind es vielleicht die Kämpfer, diejenigen, die was über ihre Narben zu erzählen haben? Diejenigen, die Erfahrung gesammelt haben und von denen du lernen kannst? Die zuletzt genannten sind es, die deine Aufmerksamkeit bekommen. Die du bewunderst. Denn die haben nicht aufgegeben. Es ging ihnen schlecht. Vieles lief nicht gut. Vielleicht sogar viele Jahre lang nicht. Aber sie haben sich durch den Mist gegraben, einen Ausweg gesucht. Nicht aufgegeben. Es sind die Geschichten der Menschen, die Leid und Kampf zu berichten haben, von denen wir lernen können. Entweder als Negativ-Beispiel oder als leuchtendes Vorbild.

Warum Kraken nicht die Welt regieren.

Und jetzt kommt die spannende Nachricht: Du steckst mitten in so einem Prozess, von dem andere lernen können. Du kannst vormachen, wie es geht. Du kannst sagen, dass du mutig genug warst, mit deinen inneren Dämonen gekämpft zu haben. Du bist derjenige, wegen dem alle staunen, weil du einfach dein altes Leben hinter dir gelassen hast. Depression ist für etwas gut. Du kannst anderen später helfen. Von deinen Erfahrungen lernen lassen. Das unterscheidet uns von den Kraken. Wird eine geboren, stirbt das Muttertier. Kraken haben gar nicht die Möglichkeit, ihr Wissen an ihre Nachkommen weiterzugeben. Sie sind intelligent. Sie lernen schnell. Aber ihnen fehlt der Vorteil, den wir haben: Wir können andere von unseren Erfahrungen profitieren lassen. DU kannst andere von deinem Weg erzählen und vielleicht entscheidende Steine im Leben des anderen ins Rollen bringen.

Fazit:

Ergib dich nicht dem Schmerz. Er ist für was gut. Für vieles sogar. Wenn du gerade nicht fühlen kannst, ist das nicht schlimm. Aber du kannst noch denken. Mache dir bewusst, dass du…

… eine innere Führung hast, die dir mit der Depression eine Auszeit verschafft.

… dir die Chance gibt, dich WIRKLICH kennenzulernen

… dir deine Empathie wieder zurückgibt und dich so sozialer und authentischer werden lässt

… Dankbarkeit als Fundament für Entspannung und Freude zeigen kann

… du bist ein Vorbild und dein jetziges Leiden erhält einen nützlichen Sinn

Ich freue mich darüber, wenn du mir deine positiven Erkenntnisse über deine Depression schreibst.

Alles Liebe,
deine Cyn

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

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“Wer behauptet, man braucht keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen hat, kann gleich sagen man braucht keine Redefreiheit weil man selbst nichts zu sagen hat.” Edward Snowden.

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