Je suis… Gedanken zum Terroranschlag in Paris … vielen Dank für den Artikel, der spricht mir aus dem Herzen … Wir sind Widerstand – gegen den Terror des Krieges! Gerald Oberansmayr *) Ich bin nicht „Charlie Hebdo“, weil ich mich mit den teilweise rassistischen Karikaturen dieser Zeitschrift keineswegs identifiziere.

 ★★★ Widerstandsberichterstattung über die herrschenden, demokratischen Um- bzw. Zustände ★★★

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 15.01.2015

Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls.

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_content&task=view&id=1166&Itemid=1

Je suis…    
Gedanken zum Terroranschlag in Paris

Je suis (ich bin) Stephane und Yohan, stellvertretend für die 17 am 8. Jänner in Paris kaltblütig ermordeten Menschen – die ermordeten MitarbeiterInnen von „Charlie Hebdo“*), die im Supermarkt ermordeten jüdischen Geiseln und die ermordeten Polizisten. 

Je suis Rashid und Fatima, stellvertretend für die bis zu 260.000 IrakerInnen, die im Jahr 1991 dem Bombenhagel des „Wüstensturms“ der US-Streitkräfte und ihrer Alliierten zum Opfer fielen. 

Je suis Aischa und Muhammad, stellvertretend für die rund 500.000 irakischen Kindern, die wegen des verbrecherischen, in den 90er Jahren von USA und EU gegen den Irak durchgesetzten UNO-Embargos verreckt sind – auf Grund von Unterernährung, fehlender medizinischer Versorgung und des Zusammenbruchs der humanitären Infrastruktur. 

Je suis Fharid und Samira, stellvertretend für die bis zu 200.000 Toten in Afghanistan, denen die westliche Militärintervention und ihre Folgen seit 2001 das Leben gekostet hat.

Je suis Bilal und Samreena, stellvertretend für die rund 80.000 Menschen, die der Ausweitung des Afghanistan-Krieges nach Pakistan seit 2004 zum Opfer gefallen sind, nicht wenige von ihnen im Raketenhagel ferngelenkter Drohnen.

Je suis Goran und Branka, stellvertretend für tausende Menschen, die im NATO-Bombenterror gegen Jugoslawien im Jahr 1999 ums Leben kamen – ein Krieg, der schließlich zur völligen Vertreibung der Roma, Sinti und Juden aus dem Kosovo führte.

Je suis Suleika und Abdul, stellvertretend für die rund eine Million Toten, die der Krieg der westlichen Mächte gegen den Irak im 2003 und in den Jahren danach forderte und das Land bis heute in einem Meer an Blut und Fundamentalismus versinken lässt.

Je suis Hassan und Sarah, stellvertretend für die auf bis zu 90.000 Toten geschätzten Opfer des Krieges, der 2011 von EU-Mächten und den USA gegen Libyen geführt wurde und der das Land bis heute in einen Hexenkessel von Chaos und Gewalt gestürzt hat und den Krieg auch in andere Länder, z.B. Mali, überschwappen ließ.

Je suis Rabia und Hakim, stellvertretend für die 200.000 Toten des Krieges in Syrien seit 2011, bei dem von Anfang an westliche Mächte – oft über die verbündeten Despotien am Golf – djihadistische Gruppen finanziell, militärisch und politisch unterstützt haben, um ein dem Westen missliebiges Regime zu stürzen.

Je suis Sherat und Dilara, stellvertretend für die vielen Toten im kurdischen Rojava, das besonders ins Visier dieses von USA und EU geförderten djihadistischen Terrors in Syrien geraten ist.

Je suis Anna und Vladimir, stellvertretend für die Vielzahl an Opfern faschistischer Pogrome in der Ukraine, nachdem mit tatkräftiger Hilfe des EU-Auswärtigen Dienstes im Vorjahr äußerst rechte Kreise an die Macht in Kiew geputscht wurden und seither wichtige Regierungsämter bekleiden.

Je suis Said und Selma für die Unzahl an Neugeborenen, die auf Grund des Einsatzes von Uranmunition der westlichen Armeen in Bosnien, Kosovo, Irak, Afghanistan, usw. verstümmelt und todkrank zur Welt kommen.

Je suis Diana und Jamal, stellvertretend die 20.000 Flüchtlinge, die in den letzten Jahrzehnten an den EU-Außengrenzen im Mittelmeer ertrunken sind, weil sie Krieg, Gewalt und Elend in ihrer Heimat entkommen wollten – oft ausgelöst durch westliche Militärinterventionen und die hemmungsloser EU-Freihandelspolitik, die den Menschen die wirtschaftliche Existenzgrundlage raubt.

Je suis…

Wer für die Ermordeten in Paris auf die Straße geht, darf zu den in die Millionen gehenden Opfern der Kriege und Interventionen westlicher Großmächte nicht schweigen, deren indirektes Opfer auch die 17 Ermordeten in Paris geworden sind. Denn der religiöse Fundamentalismus ist ein Produkt dieser Aggressionen. Nicht nur weil ein Großteil der Opfer dieser Kriege Muslime sind, sondern auch weil USA und EU dijadistische Gruppierungen skrupellos aufpäppeln, wenn es ihren geostrategischen Interessen entspricht, um diese postwendend wieder als Vorwand für Aufrüstung und Krieg zu instrumentalisieren, sobald sich die Interessenslage ändert.

Wenn sich die für diese Terrorkriege Mitverantwortlichen – Merkel, Hollande, Sarkozy, Cameron, Juncker & Co – jetzt mit „Je suis Charlie“ medial in Szene setzen, dann ist das der Gipfel an Heuchelei – und es ist brutales Kalkül: Diese „Pegida im Nadelstreif“ will – wie schon in der Vergangenheit – solche Terrorakte nutzen, um die Militarisierung der EU nach innen und außen voranzutreiben. Bereits im Sommer 2015 sollen unter dem Titel einer „neuen europäischen Sicherheitsstrategie“ die nächsten Schritte der Aufrüstung, Überwachung und Repression beschlossen werden. Das Attentat in Paris kommt manchen wie gerufen, um die diesbezüglichen Pläne aus den Schubladen zu holen. Der Teufelskreis von Hass und Gewalt wird dadurch weiter angeheizt. Lassen wir das nicht zu! Lassen wir uns nicht auf Grund von Religion, Herkunft oder Hautfarbe auseinanderdividieren!

Wir sind Widerstand – gegen den Terror des Krieges!

Gerald Oberansmayr

*) Ich bin nicht „Charlie Hebdo“, weil ich mich mit den teilweise rassistischen Karikaturen dieser Zeitschrift keineswegs identifiziere.

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

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Übrigens die 35. Innsbrucker Friedensmahnwache findet am Montag den 19.01.2015 um 18:00 Uhr bei der Annasäule statt. Sei dabei! Unterstütze mit Deiner Anwesenheit die friedliche Bewegung FÜR Frieden in Europa und auf der ganzen Welt.

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