WAS POLITIKER ÜBER KRIEGE WISSEN SOLLTEN – UND: GAZA: DIE VERDAMMTEN DIESER ERDE, von Jürgen Todenhöfer

★★★ Widerstandsberichterstattung über die herrschenden, demokratischen Um- bzw. Zustände ★★★

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck 2014-07-23

Liebe® Blogleser_in,

aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: Facebook

Jürgen Todenhöfer 

WAS POLITIKER ÜBER KRIEGE WISSEN SOLLTEN

Krieg tötet auch Unschuldige. Er ist daher allenfalls unter vier Bedingungen legitim:

1. Wir werden massiv militärisch angegriffen- Verteidigungsfall.

2. Alle Verhandlungschancen sind voll ausgeschöpft.

3. Angesichts der gigantischen Gefahr muss zur Verteidigung auch die Tötung Unschuldiger hingenommen werden.

4. Alle Politiker, die für Krieg stimmen, sind bereit, an vorderster Front mitzukämpfen. Oder ihre Kinder zu schicken.

Wenn auch nur eine dieser 4 Bedingungen nicht erfüllt ist, bleibt der Krieg für mich Mord, auch wenn er sich den Mantel der humanitären Intervention überwirft. Mord, für den die verantwortlichen Politiker hart zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Wie in den Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozessen.

Krieg ist nach unserem Grundgesetz grundsätzlich nur zur VERTEIDIGUNG zulässig. Sogar die bloße ‚Vorbereitung‘ eines ANGRIFFSKRIEGS ist verfassungswidrig und strafbar. Mindeststrafe 10 Jahre. Einige Politiker scheinen unsere Verfassung und das Strafgesetzbuch nicht zu kennen.

Im ‚Zwei-plus-Vier-Vertrag‘ von 1990 „bekräftigen die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik, dass von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird.“ Gelesen, Herr Gauck?

Auch sogenannte ‚humanitäre Gründe‘, wie Menschenrechts- Verletzungen oder die Verbrechen von Despoten, berechtigen nicht zu ANGRIFFSKRIEGEN. Denn auch ‚humanitäre‘ Angriffskriege töten Zivilisten, Frauen und Kinder. Wie der Krieg gegen Saddam Hussein mit hunderttausenden toten Zivilisten erschreckend gezeigt hat. Die Waffe, die nur Despoten und Menschen-schinder tötet, ist leider noch nicht erfunden.

Es ist eine Vergewaltigung der Sprache, im Namen der Menschlichkeit unschuldigen Menschen ‚den Schädel einzuschlagen‘. Nichts anderes ist Krieg. Es gibt keine humanitären Bomben und keine humanitären Kriege.

Haben Sie schon einmal ein durch Kriegshandlungen sterbendes Kind gesehen, Herr Gauck? Waren Sie überhaupt schon einmal in einem modernen Krieg? Begleiten Sie mich einmal auf einer meiner Reisen nach Afghanistan, Irak oder Syrien, bevor Sie Ihre nächste Rede zum Krieg halten! Ich lade Sie herzlich ein.

‚Humanitäre Gründe‘ sind zur Zeit der beliebteste Trick, um das Verbot von Angriffskriegen und das Verbot der Einmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten zu umgehen. Dieser immer häufiger angewandte Trick wird vom geltenden Völkerecht nicht gedeckt. Obwohl vor allem westliche Staaten sich große Mühe geben, das rechtliche Nichteinmischungs-VERBOT in ein Einmischungs-GEBOT umzuwandeln. Mit dem Schlagwort ‚responsibility to protect‘- aus humanitären Gründen natürlich.

Wirklich aus humanitären Gründen? In Dutzenden von Staaten der Welt herrschen brutalste Diktatoren, kommt es täglich zu unvorstellbaren Menschenrechts-Verletzungen. Doch unsere Politiker interessiert das nicht. Der Westen interveniert nur dort, wo es um wichtige Rohstoffe geht oder seine strategischen Interessen berührt sind.

Die angeblich humanitären Gründe sind meist nur ein Vorwand für hemmungslose Interessenpolitik. Ex-Bundespräsident Köhler hat diese Interessen ganz offen zugeben. Ein ehrlicher Mann.

Wo es zu Völkermord kommt, ist die UNO gefordert. Zu verantwortlichem Handeln. Aber nicht die NATO. So gern das manche westliche Politiker hätten.

ALL DAS ZEIGT: DEUTSCHLAND BRAUCHT EINE BREITE DISKUSSION ÜBER DIE BEDINGUNGEN DES KRIEGES.

HELFT MIT, SIE ZU ERZWINGEN. MIT LESERBRIEFEN, EMAILS TWITTER-NACHRICHTEN UND BRIEFEN AN EURE ABGEORDNETEN SOWIE AN DEN BUNDESPRÄSIDENTEN.

SIE SOLLEN EUCH GENAU ERKLÄREN, WANN SIE KRIEGE FÜR ZULÄSSIG HALTEN. UND OB SIE BEREIT SIND, MIT AN DIE FRONT ZU GEHEN. ODER IHRE ERWACHSENEN KINDER ZU SCHICKEN Entschuldigt Euch nicht, wenn Ihr für Frieden seid. Auf die Anklagebank gehören die Kriegsverharmloser und Kriegstreiber. Die immer nur die anderen in den Krieg schicken. Die wie einst Churchill von ‚fröhlichen kleinen Kriegen gegen barbarische Völker‘ träumen. Macht ihnen die Kriegsverharmlosung schwer! Nie ist der Mensch erbärmlicher, als wenn er Kinder tötet, Müttern das Herz bricht, mordet, plündert und vergewaltigt- wenn er Krieg führt. Lord Byron hat Recht: „Eine Träne zu trocknen ist ehrenvoller, als Ströme von Blut zu vergießen.“ Ramadan Karim! Euer JT PS: Ihr habt mich in den letzten 2 Wochen toll unterstützt. Gegen alle Beleidigungen, gegen Forderungen, mich aus der CDU auszuschließen und Staatsanwälte auf mich zu hetzen. Das hat mich berührt. Danke! _

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GAZA: DIE VERDAMMTEN DIESER ERDE

Wie versprochen weitere Bilder aus Gaza. Bitte vergesst Gaza nicht! Vor allem jetzt, wo Netanjahus Bodentruppen Gaza endgültig zerbrechen sollen. Physisch und psychisch.

Mit Panzern gegen die Eselswagen der Tunnelbauer! Es ist absurd. Weiß Netanjahu wirklich, was er tut? Hat er eine zu Ende gedachte Strategie? Oder ist er Gefangener seiner eigenen innenpolitischen Panikmache?

Ich bin kein Freund der Hamas. Und werde es nie sein. Ich kritisiere die Ideologie und die ‚Militärstrategie‘ der Hamas mit Nachdruck.

Aber ich bin ein Freund der Palästinenser. Ich weigere mich schweigend zuzusehen, wie ihre Rechte und ihre Würde mit Füßen getreten werden. Natürlich hat Israel das Recht auf Selbstverteidigung. Gegen die sinnlose Ballerei der Hamas und anderer Widerstandsgruppen. Unter anderem durch die perfekte Flugabwehr ‚Iron Dome‘. Aber Israel hat kein Recht darauf, Hunderte von Häusern dem Erdboden gleich zu machen, ganze Familien auszulöschen, Behindertenheime zu bombardieren, spielende Kinder am Strand und auf Dächern mit Raketen zu töten und Strandcafés in die Luft zu sprengen, in denen Jugendliche sich die Fußballweltmeisterschaft anschauen wollten. Gaza ist die Hölle auf Erden. Netanjahu hat angekündigt, er werde die Hamas massiv schwächen. Doch er schwächt oder zerstört nicht die Hamas, sondern Gaza und seine Menschen. Völkerrechtlich sind die Bombenmassaker in Gaza Kriegsverbrechen. Keine Selbstverteidigung. Man darf ein Volk nicht kollektiv bestrafen. Das lernt ein Jurastudent in den ersten Semestern. Am Donnerstag waren wir im israelischen Askhelon. Einem der drei Hauptangriffsziele der palästinensischen Raketen. Der schwerste materielle Schaden, den Askhelon nach Aussagen jüdischer Bürger im Krieg erlitten hatte, war die Zerstörung einer Gartensauna. Wir haben sie selbstverständlich besichtigt. Ich sehe und höre mir immer beide Seiten an. An anderen Orten Israels soll es allerdings auch schwerere Beschädigungen gegeben haben. Nur ein minimaler Prozentsatz der zum Großteil selbst gebastelten Raketen aus Gaza durchdringt den „Iron Dome“, die sensationelle Raketenabwehr Israels. Netanjahu weiß das genau. Doch aus innenpolitischen Gründen erzeugt er trotzdem im eigenen Land eine fast groteske Angstpsychose. Bis heute Mittag, Sonntag 12.00 Uhr palästinensischer Zeit, töteten die israelischen Raketen 404 Palästinenser und verletzten mindestens 2815. Die Zahl steigt und steigt. 75 Prozent sind unschuldige Zivilisten. Die ‚Raketen‘ der Hamas töteten 2 Israelis und verletzten 7. Seit der israelischen Bodenoffensive starben weitere 4 Israelis. Wer trotzdem die hohe militärische Sicherheit Israels mit der dramatischen Gefahrenlage und dem unendlichen Leid Gazas gleichsetzt, täuscht die Weltöffentlichkeit. Nur in Gaza herrscht Krieg, nicht in Israel. Alles andere ist Propaganda. Muss die internationale Politik nicht endlich auf das zum Himmel schreiende Unrecht in Gaza reagieren? Brauchen wir nicht UNO- Sanktionen gegen Israel wie einst gegen Südafrika und heute gegen Russland? Nicht ich, sondern John Kerry sprach schließlich von einem Apartheidsstaat. Darf man derartige Fragen überhaupt noch stellen? Gilt der Grundsatz „Gleiches Recht für Alle“ noch? Wäre es nicht klüger, wenn Netanjahu endlich einmal auf Augenhöhe mit Hamas verhandeln würde? Sind drei mörderische Gazakriege in sechs Jahren nicht genug? Es ist doch offensichtlich, dass sich der Gazakonflikt nicht durch gegenseitigen Raketenbeschuss und durch das Einsperren von 1.8 Mio Palästinensern lösen lässt. Oder sollten sich die Verantwortlichen beider Seiten nicht einfach einmal irgendwo treffen und sich gegenseitig massakrieren, statt die Bevölkerung Gazas zu quälen? Noch in Tausenden von Jahren wird man sich die Geschichte der Gefangenen von Gaza erzählen. Dieses gedemütigten und entrechteten kleinen Volkes, das von einem benachbarten Herrenvolk in einem großen Käfig gehalten wurde. Dem das Herrenvolk den Strom abdrehte, wann es ihm gefiel. Man wird berichten, dass die Menschen von Gaza begannen, wie Maulwürfe Tunnel in Nachbarländer zu graben, um manchmal für ein paar Tage oder Stunden Freiheit zu schnuppern. Um nicht immer wie Untermenschen zu leben, gingen sie unter die Erde. Wie paradox! Natürlich gruben sie die Tunnel in erster Linie, um nicht auf Waren und Medikamente verzichten zu müssen. Und um sich verteidigen zu können. Oder so zu tun als ob. Man wird der staunenden Nachwelt berichten, dass keiner der Weltpolitiker jener Zeit, die ständig über Menschenrechte sprachen, aufschrie, protestierte, einschritt. Dass niemand mit den Menschen von Gaza weinte. Mit den Müttern, deren zu Tode gebombte Kinder in ihren Armen starben. Ewig wird man über die Schande von Gaza sprechen. Über die herablassende, respektlose Unterdrückung und Demütigung seiner Bevölkerung durch den Nachbarn Israel. Über das Versagen der Weltöffentlichkeit angesichts ihrer Behandlung als Menschen dritter Klasse. Jean Paul Sartre würde sagen als „Halbaffen“. Wenn ich an Gaza denke, schäme ich mich für die Tatenlosigkeit unserer Welt. Auch für meine eigene Hilflosigkeit. Wir versagen alle. Seit vorgestern sind wir wieder in Deutschland. Jeden Tag erhalte ich Mails, in denen ich gefragt werde, wie lange ich es noch die ‚Chuzpe‘ besäße, der öffentlichen Meinung des Westens zu widersprechen. Meine Antwort lautet: Ich finde das Leben zu kurz, um ständig um die Wahrheit herumzureden. Jeden Tag kommen auch Morddrohungen. Wir haben aufgehört, sie zu zählen. Jede Minute denke ich an die Menschen in Gaza, an die Verdammten dieser Erde. Am liebsten würde ich gleich wieder zu ihnen hinfahren. ————————————————————————————————

Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

Don´t be part of the problem! Be part of the solution. Sei dabei! Gemeinsam sind wir stark und verändern unsere Welt! Wir sind die 99 %!

PS.: Übrigens die elfte Innsbrucker Friedensmahnwache findet am Montag den 28.07.14 um 18:00 Uhr bei der Annasäule statt. Sei dabei! Unterstütze mit Deiner Anwesenheit die friedliche Bewegung FÜR Frieden in Europa und auf der ganzen Welt!

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