Dornenkrone in Tirol, nicht nur als Symbol „Allen, die Unrecht erleiden und allen, denen wir Unrecht tun!“ – Hunger nach Recht! Das Wunder von Stams! Die weibliche Tiroler IKONE des Widerstandes, Frau Anna Mair, gegen Bürgermeister samt Gemeinderat, Justiz und Behörden mit letzten Mittel der Gegenwehr: 204 Tage Hungerstreik. Ärztlich überwacht und bestätigt. HUNGERSTREIK im Auto. Felix Mitterer´s Stück „die Frau im Auto“ erzählt davon, mit kleinen Abweichungen. In unserer Gemeinde Stams in Tirol, Österreich!

… aus dem per ÖVP-Machtmissbräuchen offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, Innsbruck, 2014-06-07

„Die Feigheit und das hündische Verhalten von Gemeinderäten, ermöglicht Bürgermeistern die Arroganz gegen Rechts- und Hilfesuchende – mit parteilicher Rückendeckung der Behörden winkelschreiberischer Rechtsignoranz.“ Arnold Mair.

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Liebe BlogleserIn,

„allen, die Unrecht erleiden und allen, denen wir Unrecht tun“. Die Dornenkrone könne auch Mahnung sein an die vielfachen Formen von Feindschaft und Gleichgültigkeit, sagte Herr Dr. Lothar Müller 1984 beim Tiroler Landesfestzuges. Hier nachfolgend eine weitere unmenschliche Tiroler UNRECHTS-GESCHICHTE durch Tiroler Volksparteibürgermeister samt Gemeinderat. Die Presse verschwieg auch damals, die genauen Umstände des Unrechtes, als willfährige voraus eilend „Gehorsame der Tiroler-VP“. Die gestohlenen Tiroler Gemeindegründe lassen grüßen, bis heute! Schande im Tiroler Lande, liebe Medienvertreter und Politiker!  

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Die Wahrheit kommt ans Licht, auch wenn sie von der Oberfläche verschwunden und unterdrückt wurde/wird. Unglaublich aber wahr, was sich in Tirol zugetragen hat, und medial weitläufig verschwiegen wurde! Willkür der Behörde, Willkür der Justiz, 204-tägiger HUNGERSTREIK einer Kriegswitwe gegen erlittenes Unrecht durch Bürgermeister, Justiz und Gemeinderat, Obdachlosigkeit und monatelanges nächtigen im Auto! 

Hier Nachfolgend ein Gastkommentar des Sohnes der sehr geehrten verstorbenen Frau Anna Mair aus Stams in Tirol. Eine Ikone des Widerstandes in Tirol! Das Wunder in Stams in Tirol. Der Hunger nach Recht!

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Hier die Vorgeschichte zu den damaligen Umständen in Tirol über die Familie von Frau Anna Mair: 

Ihr Ehemann Anton Mair fällt im Februrar 1944 beim Kesselausbruch von Tscherkassy in Rußland, heutiger Ukraine. Anna wartet mit nunmehr zwei Kindern auf den vorerst vermissten umsonst. 1950 baut sie sich und für die Kinder eine Heimat, ein eigenes Haus, endlich frei entscheiden, ein eigenes Dach über den Kopf als Lohn eines ungeheuerlichen Fleißes, Fabrik im Akkord, Rosenkränze in Heimarbeit ketteln, und dann auch selbst zur Schaufel greifen. 

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Abb: Anna Mair geb. Kapeller in früheren Jahren. Kommentar einer Stamserin: „Eure Mama hat eine auffallend schöne Haut gehabt, als hätte sich ihr Seelenleben nach außen reflektiert. Das habe ich bis heute nicht vergessen. 

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Gemälde von Herrn Prof. Thomas Riss um 1940. „Die Betterin“ gem. Van Deyk-braun. verm. in Pustertaler Tracht beim Gebet. (derzeitiger Besitzer nicht bekannt)

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Abb: Der erste Tag des beginnenden Hungerstreiks am 26.03.1982, Kommentar der Richterin im BG Imst, Fr. Dr. Elfriede Jäger: „das Privatvergnügen der Frau Mair interessiert mich nicht.“

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Wegen angeblicher Abgabenschuld von 1.000 €uro … wird Frau Anna Mair, Kriegswitwe, aus der Gemeinde Stams, durch die überzogene eingeleitete Exekution durch Hr. Bürgermeister Kluibenschädl — ihr gesamtes erschundenes Lebenswerk — ein Zweifamilienwohnhaus mit l000 m2 voll erschlossenem Grund, unter mannigfaltigsten Täuschungen und Lügen der verantwortlichen Betreiber, in Zusammenwirken einer korrupten Justiz von Telfs und Silz bis lmst— öffentlich versteigert.

Der Termin dazu, vertuscht. Ein Abwesenheitskurator, Rechtsanwalt Dr. B. in Silz, rührt keinen Finger, während der gegnerische RA. Dr. M. O. (voller Name dem Blogbetreiber bekannt!), in ein und derselben Sache — gesetzwidrig zwei verschiedene Interessen vertritt, nicht unähnlich einer verzahnten, machtmissbrauchenden Mafia.

26. Jänner 1982 wird Anna auf Anordnung des BG Silz unter Assistenz von drei Gendarmen mit Rottweiler— Hund — an den Straßenrand der Siedlerstraße delogiert. Die Pistolen im Anschlag gingen die Gendarmen im Stiegenhaus in Schussposition. . . eine starke Frau … allein mit dem 2. Sohn an ihrer Seite— der gegen diese Justizwillkür kein Rechtsmittel hat, es bliebe nur die Notwehr…! Dann beginnt am 26. März 1982 der Hungerstreik als letztes Wehrmittel. Ohne Recht kann der Mensch nicht leben.

Anna Mair war die „Einzige“ die den Unrechtsgehalt erkannte und dagegen ankämpfte. Um dieses Verbrechen gegen sie zu vertuschen, wurde sie mit Psychiatrierungen bedroht und sollte sie hinter Mauern endgültig zum Schweigen verurteilt sein. 

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Hätte sich Frau Anna Mair den fragwürdigen „Kompromissen“ des Herrn Bürgermeister Kluibenschädl u. a. nicht entgegengestellt, hätte sie ein Verbrechen geduldet, das sich gegen sie selbst gerichtet hat. 

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… und so ist es denn auch kein Wunder, dass alle Anzeigen von Anna und Arnold Mair gegen Beleidigungen, Belästigungen (Mistkübel unter den Wagen z. B.) und Beschädigungen (Reifen aufschlitzen) während ihres Hungerstreiks in der Stamser Siedlung (Streik- und Sargauto im Bild) keine Folgen zeitigten. Alle Verfahren wurden eingestellt, aber die Anzeigen gegen Arnold Mair führen genauso regelmäßig zu Strafverfahren. Warum wohl?

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hier ein textlich übernommener Zeitungsbericht

STAMSER ELIGIE (von Winfried Linde)

Es ist Mitternacht. Grölend quälen sich Urlauber näher. Ihre Aggressivität ist Folg von Manipulation, denkt Anna Mair und hat Angst. Sie liegt in ihrem Sargauto in der Dunkelheit von mit Packpapier verdunkelten Blech und Glas, einsam, voll von Erinnerungen, ein Häuflein Menschenfrau, hineingebettet in die Existenzlosigkeit des Verlorenseins in einer Welt, die sie nicht mehr zu begreifen vermag. 

Fassungslos erwartet sie das Dröhnen von Fäusten auf ihrem Blechbett. Das Kreischen von Gelächter nähert sich. Bevor sie sich in ihrer Zerbrechlichtkeit zurückziehen kann, hämmert es über ihrem Kopf, rüttelt es an der Autotüre, kreischt es voll von Spott. Frau erleidet ihr Leben.

Im Widerstand enden. Der Mut, sagt Rilke, ist müde geworden. Doch die Müdigkeit des Mutes ist noch immer voll von Willen zum Leben. 

Sag ja zum Leben, Frau. Sag ja zum Leben, Mutter. lehne dich auf gegen die Zwänge von Ungerechtigkeit, gegen das Opfer deines Lebenswerkes, das sie dir nahmen.

Ich kann nicht hassen und ich kann nicht leben. So leben. Nein. 

Sie denkt es, während die Fäuste noch immer auf Blech dröhnen. Und sie denkt es noch, während sich die grölenden Menschenstimmen entfernen. 

Das war die Mitte der 145. Nacht in Stams. Es werden noch viele Nächte sein, von Tagen unterbrochen, an denen der Spott eines Frauengolgatha an ihr vorüberzieht oder in …

Exekutor Raggl

Drei Gendarmeriebeamte mit Rottweiler – bluthund, der in der lage ist (laut Gendarmariebeamten Gstrein), über 1.000 Kilogramm Kieferdruck beim „Beißen“ zu bewältigen. 

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Ich habe Anna Mair am 145. Tag ihres Hungestreiks besucht. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder die Kraft haben werde, in ihre gepeinigten Frauenaugen zu sehen, ihre kraftlosen Stimme zu lauschen, ihren Atem zu hören und ihren Gang, leicht schwankend … des unmenschlichen Erlebens, mitansehen zu können. 

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Niederste Instinkte, miese Verbrecher …

Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gerne in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Straßen un Plätzen grüßt, sie wollen in der Synagoge die vordersten Sitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben. 

Sie bringen die Witwen um ihre Häuser und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Aber umso härter wird das Urteil sein, das sie erwartet. (Markus, 12. Kapitel, Vers 38-40)

Der langsame, qualvolle Leidensweg des Kriegsopfers Anna Mair, das ratenweise Zerstören ihres Lebens … im Hungerstreik um ihr Menschenrecht, in den sie getrieben wurde. Mit Gotteshilfe überlebte sie 204 Tage, ausgesetzt der Eiseskälte des Winters 1982  und ausgesetzt der Eiseskälte der Herzen Jener, die wohlgeborgen am Futtertrog der Republik in warmen Polstern saßen. 

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Das Auto: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Sargauto

Es ist Nacht, es ist kalt und du frierst und bist allein. Draußen klopft trommelnd Regen aufs Autodach. Tage und Nächte des Hungers. So 1982 …

Manchmal kommen Menschen vorbei, staunen, ein Weltwunder, eine Frau die 150 Tage einen Hungerstreik macht und sich von Saft ernährt. 

Es duftet nach Braten, Schnitzel, Kuchen wenn sie die Fenster offen haben, in den Händen und sie von Essen reden, ganz laut, damit sie es hören kann. 

Ort des Geschehens: Stams Oberinntal, Tirol Österreich! 

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Nach 204 Tagen und Nächten überlebtem Hungerstreik, der erste Versuch einer Nahrungsaufnahme. (Anm.: unter 40 Kilo!) Die Grenze zwischen Leben und Tod schwindet. Ihre Hand hält zitternd den Löffel, halb gefüllt mit Grießnockerlsuppe. Wenn nur die bloße Suppe aufgenommen wird …die Krankenschwester hält ihre Hand fest, mit der anderen Hand hält Anna den Rosenkranz. Der Hals verschlossen, ausgetrocknet. Dann ein kleiner zaghafter Schluck. Sie nimmt die Nahrung in kleinster Menge auf, nach fast 7 Monaten Hungerns. Medizinisch und wissenschaftlich längst nicht mehr erklärbar aber geschehen, erklärt Hr. Prof .med. Gerstenbrandt, Landeskrankenhaus Innsbruck u. weitere Experten.

Die Schwester an ihrer Seite bricht in Tränen aus, weint erschütternd angesichts des Leides, Freude an der Hoffnung, dass Anna überleben könnte … Unterleib abgestorben, zeigt keine Schmerzreaktionen mehr. Der Arzt scheint zu resignieren. Operationen notwendig, Galle, Blase, was denn noch alles … die nächste Hiobsbotschaft. „Ihr Mutter lehnt die Bluttransfusionen ab, ohne die kann sie die Operation in dem geschwächten Zustand nicht schaffen. Versuchen sie es.“

Die Infusionsschläuche am einen Arm und in der anderen Hand den Rosenkranz umklammert. „Arnold, wenn ich dich noch um etwas bitten darf. Lass nicht zu, dass mir fremdes Blut verabreicht wird, das nicht auch noch. Wenn Gott will, werde ich auch so am Leben bleiben und sonst werde ich mein Schicksal hinnehmen.“

Diese Entscheidung zu treffen, wiegt für mich schwer. Mit der Erfüllung ihres Wunsches stelle ich mich gegen den Rat der Mediziner und laufe Gefahr, vom übelwollendsten Gesindl, der Behörden und Justiz, auch noch wegen Beihilfe zum Selbstmord angeklagt zu werden, sie warteten ja geradezu darauf, uns beide auszuschalten, Sippenverfolgung der Demokraten, die Fahne hoch dem Winde nach. Ich bin der Resignation nahe.

Auch der Arzt scheint wieder zu resignieren, schüttelt den Kopf. Mamma wird wieder von quälenden Hungervisionen traktiert und überlebt auch die Operation.

Bann folgt die Reha im Spital Hochzirl unter dem Prof. Dr. Tuba. Wieder schwindet die Grenze zwischen Leben und Sterben, die Belastungen werden auch für die Betreuenden groß, Mamma wird allen um sie herum geradezu unheimlich., ihr Glaube an die Hilfe Gottes ist unerschütterlich. Und wieder schafft sie es auch mit maßgeblicher Hilfe der ärztlichen Kunst.

Die Landespolitik resigniert vor der Gewaltentrennung von Politik und Justiz, Verbrecher der Justiz wagt keiner anzufassen und so stellt sich auch dieses System in Frage. Anna hat auf Grund der Unzuständigkeit behördlichen Lumpentums … die Einlieferung ins Altenghetto gegen ihren ausdrücklichen Willen einfach zu ertragen, basta. Der öffentliche Futtertrog bleibt gefüllt, zuständig sind die unfähigen Bürokraten nur in der Menschenverfolgung, aber nicht in der Reparatur ihrer eigenen Fehler, wo kämen wir da hin?

Am 20. Februar 2011 stirbt Mamma und findet ihren wohlverdienten Frieden. Nach weiteren 29 Jahren — abgeschoben und in der eigenen Heimat ein weiteres mal vertrieben, im Alter von 89 Jahren. Eine bis zuletzt kämpfende Ikone des Widerstandes und der Rebellion gegen erlittenes Unrecht, der lt. Medien „weibliche Kohlhaas“ dem Bühnenwerk Mitterers „die Frau im Auto“ ist tot. —BG Telfs, Silz, Imst, LG Ibk..E 35 u.36178 Zl. Es lebe die Republik.

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(Hungerstreikende von Frau Anna Mair war der 17.10.1982, Bild unten um Weihnachten 1982 in der Reha).

Fortsetzung folgt in alter Manier. Der „Neue“ BM Gallop, dritter in Serie, setzt regelrechte Opferverhöhnung zum Nachschlag.

BM Gallup

Ich bin der Meinung, dass die Gemeinde Stams stets im Rahmen der Gesetze und richtig gehandelt hat. Das Wohl der Menschen steht für mich – wie auch für meine Amtsvorgänger – immer an erster Stelle. Das es in einzelnen Fällen zu subjektiven Härten kommen kann, lässt sich leider nicht vermeiden. 

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Hier noch ein Zeitungsbericht aus der Presse vom 23.05.1998 über das aufgeführte Stück von Mitterer in den Linzer Kammerspielen.

Klischees statt Volksstücktypen

Felix Mitterers „Frau im Auto“ über Mütter und Söhne, den Kampf und die Ohnmacht, in den Linzer Kammerspielen. Eine Uraufführung, die dort steckenbleibt, wo die Inszenierung erst anfangen sollte. 

von Bettina Steiner

Die alte Frau und ihr Wollschal: Eben noch hat sie sich mit Händen und Füßen gegen die Delogierung gewehrt, die ihr ältester Sohn (richtig ist: seitens des Stamser Bürgermeisters und des Gemeinderates!!!!) beantragt hat, nun sitzt sie da, ganz verloren auf einen Köfferchen, den Kopf in diesem wollenen schwarzen Ungetüm verborgen. Hinausgeworfen, aus dem eigenen Haus, vom eigenen Kind. Die nächsten Monate wird sie im Auto ihres zweiten, des guten Sohnes verbringen: Frierend, jede Nahrung verweigernd. Ein Protest, der zu nichts führt. Der nicht überlegt ist, hinter dem nur eine einfache Weigerung steckt: nein, sie geht hier nicht weg. Hier ist sie zu Hause.

Felix Mitterer hat diese Geschichte von der hungerstreikenden Frau im Auto 1982 in Tirol gefunden. Und den kargen Alltag dramaturgisch trickreich aufgefettet. Wer da nicht alles der grauhaarigen Damen seine Aufwartung macht: Der hilfreiche Amtsarzt rast aus seinem Sportrad vorbei. Der Reporter recht ihr sein Mikrophon entgegen – muss jedoch die entkräftete Alte im Stich lassen, weil der Chefredakteur es so will. Der böse Polizist. Der freundliche Polizist, der helfen möchte und nicht helfen kann. Schlägertypen, feige die Gesichter unter Motorradhelmen versteckt. Ein rechtsradikaler Agitateur als scheinbarer Helfer in der Not und gegen die Behörden. Eine neugierige Nachbarin und Klatschtante. Der Bürgermeister, korrupt wie bemüht. 

So geschickt Mitterer diese Personnage um den alten Opel schart, so ungeschickt entblößt die Inszenierung jede Schwäche des Stücks, dass es einer Denunziation gleichkommt. Wo Mitterer – was einem Volksstück wohl ansteht – es mit Typen des Alltags versucht, findet Bigus nur Klischees aus Fernsehen und Theater. Den resoluten Keifton der Frau Lamprecht (Eike Baum) kennt man aus Serien wie „Der Bulle von Tölz“. Die Nachbarin – aus dem Kaisermühlen-Blues“ Die Polizisten und Schläger: erinnern an matte Inszenierungen, mit denen mittelmäßige Regisseure landauf landab die Schüller quälen. 

Nur den rechten Agitateur kann Regisseur Bigus nicht demontieren. Vermutlich, weil ihn Mitterer raffiniert so gezeichnet hat, wie er eben sonst nicht im Rampenlicht steht: Höflich, dienstfertig, treibt er die alte Dame und den hopertatschigen Sohne (Gerhard Brössner) in den Radikalismus, dass sie gar nicht wirklich merken, was sie da an rechten Phrasen über Ausländer und die Regierung eigentlich nachplappern. 

Das ist genauer, als man es erwarten könnte. Was dagegen völlig verspielt wird: Der Konflikt zwischen der Mutter und ihrem Kind, der in blanken Hass ausartet. Vielleicht, weil sich Bigus an jene banale Erklärung klammert, die Mitterer dem Stück auch mitgibt: 

Dagegen übersieht die Inszenierung, was Mitterer weit eleganter überall im Text versteckt hat: Hinweise auf eine Frau, die kühl ist und hart. Alles Denken, alles Streben galt dem Haus. Das hart erarbeitete Wirtschaftswunder: Wo blieb da Zeit für sich selbst? Wo blieben die Kinder?

Die Inszenierung gibt jedenfalls keine Antwort darauf. Sie ist noch nicht einmal dort, wo Mitterer eigentlich begonnen hat. Bei der Frage: Warum?

Eike Baum als so verbitterte wie kämpferische Hedwig Lamprecht in den Linzer Kammerspielen.

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(Foto: Kammerspiele (Peter Wurst)

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Hier ein Auszug aus Mitterers Bühnenstück: „Die Frau im Auto“ 

Sympathisant: 

So einfach. So einfach, weil so schwierig. Der moderne Staat ist als Demokratie gedacht, die Demokratie funktioniert aber nicht. Weil der Mensch nicht für die Demokratie geeignet ist. So haben wir statt Demokratie eine Bürokratie. Die Bürokratie ist einen schleichende, schleimige Diktatur. Eben nicht eine Diktatur der Größe, sondern eine Diktatur der Kleingeister, der Federfuchser. Der große Diktator liebt sein Volk. Der Bürokrat hingegen liebt nur das Papier, seinen Akt, seine Paragraphen, seine Durchführungsbestimmungen. Der MENSCH ist ihm vollkommen egal. Der Mensch ist nur einen Aktennummer, eine Geschäftszahl, ein Phantom für ihn. 

Jedes legale und illegale Mittel, um sich gegen die Bürokratie zu wehren, ist moralisch gerechtfertigt.  zuerst sollen natürlich legale Mittel ergriffen werden. In ihrem Fall bittet der demokratische Staat das legale Mittel der Demonstration. Das ist aber nur der erste Schritt. Als zweites müssen Sie die Presse verständigen, die Medien. Ohne Öffentlichkeit ist alles umsonst. Nur auf Öffentlichkeit reagieren die Ämter, vor allem aber die Politiker. Und noch etwas mögen die Politiker nicht. Wenn man ihnen auf den Leib rückt. Als drittes also: Setzen Sie sich vor die Tür des Landeshauptmannes, ketten Sie sich irgendwo an, bestellen Sie auch dorthin die Presse. hier haben Sie das Formular für die Sicherheitsdirektion. Und hier Telefonnummern von Zeitungsredaktionen. Mit den namen der zuständigen Redakteure. (Reicht das Formular und den Zettel  Hedwig, lüftet den Hut.) Guten Tag. 

Der Sympathisant geht weg, die beiden schauen ihm nach, schauen auf das Formular. 

Das Licht wird langsam ausgeblendet. 

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Ergänzung des Schlusswortes durch Frau Anna Mair persönlich:

Die Bürokratie ist wie eine Chinesische Mauer, um den Kern des Staates aufgestellt, um diesen im verkehrten Sinn der BIBEL, zu schützen. Verkehrt heißt in diesem Fall, wie ja auch anders wo, das der hirte geschützt wird, die Schafe aber dem Wolf überlassen bleiben. Aber morsch ist sie geworden, diese Mauer und so mancher Stein hat sich schon gelöst. Und es wird sich noch erfüllen, das Wort der Schrift welches besagt, dass sie nach heimlicher Umgehung umfällt, wenn ihr letztes Stündchen mit Hilfe der Posaunen, geschlagen hat. (Die Betroffene, Nr. 29) 

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… voller öffentlicher Hohn und Spott der Etablierten … die sich ihre Existenzen mit gewünschten Beschlüssen und Förderungen nach Belieben absichern, …

die gegenseite wird geehrt

Alois Kluibenschädl ist Ehrenbürger von Stams

Der Stamser Altbürgermeister Alois Kluibenschädl wurde im Rahmen einer würdigen Feier im Bernardisaal des Stiftes Stams zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt. Kluibenschädl leitetet 18 Jahre hindurch die Geschicke seines Heimatdorfes und war vor allem wegen seiner seriösen und besonnenen Entscheidungen beliebt und angesehen. Auf unserem Bild v. l.: VBM Hansjörg Ötzbrugger, Alois Kluibenschädl mit Gattin Berta sowie BM Ing. Franz Prantl. 

… voller Zorn und voller Schmerz ihre Opfer im Schatten höhnischer Schaustellungen.. dem Wortbruch und Verbrechenssadismus der „Ehrenbürger“ unterworfen, bleibt nichts als der Kampf unter Einsatz ihres eigenen Lebens, auf welche Weise immer …

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Dornenkrone steht als Denkmal am Firmenareal-Aluwelten Thöni – an der Gemeindestraße  Obermarkt und ist bei Nacht beleuchtet, Anfahrt Kreisverkehr Obermarkt-rechts-Bauhaus Haas. Telfs.

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„Schmied der Freiheit“

Urheber A. M. Tiroler Rumpelbachschmiede, A-6105 Leutasch, Österreich. 1984

Dornenkrone als Symbol 

Innsbruck „Wir sollten die Dornenkrone, die symbolisch für den Kampf der Tiroler beim Landesfestumzug mitgetragen wurde, behalten und an einer frequentierten Stelle aufstellen“, erklärte SP-Bundesrat Dr. Lothar Müller. Dazu soll noch einen Inschrift mit dem Text „Allen, die Unrecht erleiden und allen, denen wir Unrecht tun“ kommen. Die Dornenkrone könne auch Mahnung sein an die vielfachen Formen von Feindschaft und Gleichgültigkeit im eigenen Land. 

Die Dornenkrone zum Tiroler Festumzug 1984 stammt aus der Künstlerhand des 2. Sohnes der Anna Mair. 

20.02.2011 starb Frau Anna Mair in Tirol.

Diese Gedenktafel ist in der Friedhofsmauer in Stams eingemauert!

Text: Das Wunder von Stams; 1982 geschehen um den leidvollen Grundrechts und Überlebenskampf der tief religiösen Anna Mair höhere Ereignisse, die durch fachliche Expertisen und Zeugen untermauert wissenschaftlich und medizinisch nicht erklärbar sind. Damit ist die Wahrheit in Feuererz gegossen, wie ihr unerschütterlicher Glaube an ihr Heimatrecht an der Seite Gottes in Ewigkeit. Sein Wille geschehe, vergib uns unsere Schuld.

Frieden ihrer Seele!

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Hier ein Foto eines Bildes von Herrn Arnold Mair mit dem Titel

Die weinende Bergfrau, weint um die verlorene Heimat.

IMG_0783 Aktuell

—————————————————————————————————————— Hier noch abschließende Worte von Herrn Arnold Mair:

Das Schlimmste, was der spezifisch geschulten, akademischen Arroganz in den Intrigantenstuben der Mächtigen passieren kann, ist die Begegnung mit Menschen, deren Weisheit aus der Umgebung menschenverachtender Primitivität des Lebens gewachsen ist und die sich mit Gott verbunden haben. 

Um für die Vereinigung auserwählt zu werden, wird es zur Reifeprüfung Gottes- die Beurteilung des getragenen Lebenslasten bedürfen. 

In diesem Sinne hat unsere Mutter Anna ihren gesellschaftskritischen Widerstand immer wieder in vergleichender Weise mit der Bibel und den heiligen Testamenten – in nicht weniger als ca. 600 handgeschriebener DIN A4 Seiten – in meist altdeutscher Korrentschrift in wunderschömen Schriftbild – formuliert und zwischen Lebensaufzeichnungen verpackt.

„Nicht die Meinung der (manipulierten) Menschen ist für mich maßgebend, sondern jede von Gott.“

Unsere Mutter war, solange ich mich erinnern kann, eine lebende Ikone der ungeschminkten Wahrheit, des Glaubens und einer unerschrockenen Rechtskämpferin wie eine Eiche im Gestrüpp, die Zeiten der schlimmsten Anfeindungen – die Hoffnung und Gottesglaube nicht eine Minute lang aufgegebenen hat, wie sie auch mit dem Kruzifix in den Händen jeden unendlich lange dauernden Hungerstreik – im öffentl. Spalier der Spötter – jede weltliche Dimension hinter sich lassend, überlebt hat, (204 Tage ab dem 26. März 1982) der durch Fachexpertisen und zeugen untermauert, medizinisch und wissenschaftlich nicht erklärbar ist .. (siehe Mauerinschrifttafel im Friedhof Stams).

Eine zweifellos höhere Intention wird durch ihr leid unter Beweis gestellt, ihre stets außer Frage gestellte Verbindung mit Gott als gelebte und erlittene Realität: Stets unterzeichnete sie ihre Schriftsätze mit „die Magd des Herrn Jesus Christus.“ Dabei nahm sie auf Lebensumstände in voraussehender Weise Bezug, sodass es solchermaßen „Durchleuchten“ sehr unangenehm war, denn wer will sich schon in seinen persönlichen Geheimnissen ertappt fühlen?

Je unerschütterlicher sie sich an ihrer religiösen Überzeugung festhielt, umso mannigfaltiger wurden ihre Spötter aktiv, die ihre unmenschliche Last des Hungerstreiks und den Schmerz über den Verlust ihres so hart erschufteten Hauses, ihres Heimat – nützten und aus offenen Fenstern auf die Straße hinausbrüllten, wo jener abgestellte PKW mit Sarganhänger als Sitzgelegenheit am hochstinkenden Kanaldeckel stand: „Auf den Scheiterhaufen mit ihnen, dann ist endlich Ruh!“ (Zufällig anwesende Zeugen: OLG Präsident Dr. Karl Kohlegger, Mitglied des Menschenrechtsbeirates Dr. Kunst)

Ich wage es auf Grund eigenen Erlebens und Zeuge von nicht erklärbaren Phänomenen, die parallel um jene des Hungerstreiks im sprichwörtlichen Altweibersommer 1982 passierten und mit einem gewaltigen Bergsturz hoch über der St. Anna über Stams für eine unübliche Nachrichtensperre sorgten, nachdem Stams und Ötz von Evakuierung bedroht waren, zu behaupten: 

„Anna ist nicht nur eine außergewöhnliche starke Frau gewesen, sie kann über ihren Tod hinaus, als auserwählte, begnadete – Gott nahestehende Fürsprecherin u. Mittlerin der Hoffnungslosen angesehen werden, Amen. 

Feststellung des Amtsarztes der BH Imst, Dr. Leimer (er untersuchte u. a. Anna zwecks Hungerstreikdauer 1982) „Wenn es ein Wunder gibt, dann geschieht es hier, vor meinen Augen,“ worauf sich der Amtsarzt ehrfurchtsvoll verneigte.

Zeuge: gez. Arnold, 2. Sohn der Anna 

Kopie der letzten Seite des Familienalbums der Fam. Mair und Kapeller.

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Das Bild von A. M. Rubach. Die weinende Bergfrau, weint um die verlorenen Heimat.

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