Jean Claude Juncker spricht Klartext über Brüssel, die Abgabe des politischen Primats, die Banker, die Großkapitalisten, die Verschuldung der Staaten und die EZB

                                                                                     Konzernzeitalter, 2013-10-01

Liebe Mitmenschen im „demokratischen“ Geld-regiert Herrschafts-System!

Hier zwischendurch ein Dialog zwischen Jean-Claude Juncker, der von 2005-2013 Chef der Euro-Gruppe war und R. D. Precht:

Hr. Precht, fragt ihn in der Sendung: Wer ist schuld an den Schulden? Wie konnte es zur Finanzkrise kommen? Ist es notwendig, sich immer weiter zu verschulden, oder gibt es eine Alternative zum Mechanismus von Gläubigern und Schuldnern? „Juncker sieht das eigentliche Problem der Krise darin, dass sich die Finanzwirtschaft in weiten Teilen von der Realwirtschaft losgelöst habe. Jean-Claude Juncker: „Ich würde wahrscheinlich diesen Finanzinzest nicht verbieten, aber die, die ihn betreiben, sollen an den INZESTfolgen allein leiden müssen und nicht die Allgemeinheit in die Pflicht nehmen“.

Richard David Precht konstatiert, dass das Kosten Nutzen Kalkül heute in den Vordergrund getreten, das Zwischenmenschliche zurückgegangen sei:“Wir haben eine Diktatur der Marktnormen, die die Sozialnormen kannibalisieren.“ Juncker fodert, dass die Finanzwirtschaft sich wieder stärker dem Gemeinwohl verpflichten solle. „Ich habe die Sorge“, so Juncker, „dass die Gemeinwohlorientiertheit im Leben und an den Finanzmärkten kaum noch eine Rolle spielt.“ Zudem beklagt der Luxemburger Premierminister Auswüchse des Finanzsystems: „Es macht mich wirklich krank, dass mit Grundnahrungsmitteln spekuliert wird. Das halte ich nun wirklich für eine Sünde, eine weltliche Sünde, das darf man nicht tun.“

Ein leitender Beteiligter der Euro Gruppe mit Oberverantwortung (Juncker) erkennt, dass auf die Frage: Selbst in einer Machtposition zu sein oder auf der Stelle der Machtlosigkeit gegenüber des Finanzmarktes zu sein: „Ich habe sehr oft das Gefühl gehabt eigentlich machtlos zu sein, nicht nur weil das Primat der Politik sich langsam selbst abgebaut hat und dann auch durch den Finanzmarkt abgebaut wurde, ohne dass sich die Politik dagegen gewehrt hätte…

Precht: „Aber wenn Sie beobachtet haben und am eigenen Leib erfahren konnten, welche ungeheure Macht die Finanzmärkte haben über die Geschicke der Nationen, Menschen, Völkern und dann gleichzeitig gesehen haben, dass die Politik im Zweifelsfall unterlegen ist, hat Sie das nicht zu allgemeinen Überlegungen verführt es sich zu sagen, ist unser Finanzsystem so wie es wir jetzt haben, unser Schuldensystem so wie es funktioniert moralisch legitimiert oder müsste es ganz anders aussehen?……

 Hier das ganze Interview wirklich sehr interessant:

Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche agrar-ausgeraubten Tirol, vom enteigneten Widerstand, Klaus Schreiner

Wenn man Nachfolgendes liest und darüber nachdenkt …

Jean Claude Jucker

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2 Gedanken zu „Jean Claude Juncker spricht Klartext über Brüssel, die Abgabe des politischen Primats, die Banker, die Großkapitalisten, die Verschuldung der Staaten und die EZB

  1. Wind Evelyn

    Wir sind halt wie die Schafe und folgen dem Leithammel. Denken nur ans eigene FRESSEN und nicht viel weiter.

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  2. Heinz Klinger

    Lieber Hr. Klaus Schreiner,
    ein sehr umfangreicher BLOG mit sehr vielen Informationen.
    Leider lesen die Leute heutzutage nur mehr kurze Postings.
    Sollte man bedenken.
    Freundliche Grüße aus Graz
    Heinz Klinger

    Antworten

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