Herz und Verstand im Parlament. Ein Zeitzeugenbericht!

An unsere Bundesregierung und unsere „lieben“ Medienvertreter!

                                                                                            Innsbruck, 2013-04-02 III

P A U S C H A L V E R D Ä C H T I G U N G S U N S C H U L D S V E R M U T U N G – eh klar!

Liebe Systemanalytiker und Mitbürger,

Ihr ehrliches Kreuzerl bitte: Haben wir O keinen oder einen O kleinen/O normalen/O großen Anteil an Politikern, welche Herz mit Verstand leben?

Bitte treten Sie vor und senden mir deren/ihren Namen zu. Die/meine Logik führt dann natürlich noch zur Beweisfrage, welche dann bitte von Ihnen zu bewerkstelligen wäre. Ich kannte leider nur einen Politiker persönlich, der dieser gelebten Einstellung entsprochen hat. Gerne werde ich nach erbrachten Beweisen meine Meinung wieder der Realität anpassen. Schön wäre es, wenn wir einen großen Anteil dieser gelebten Einstellung künftig in unserem Parlament sitzen hätten. Derzeit kann ich das aber bei weitem nicht erkennen. Können Sie sich in die Sicht eines anderen versetzen? Z. B. in die Lage eines Bürgers, welcher sich die Parlamentsdebatten anschaut(e) und sich meist über unsere Politiker ärgern muss(te)? Für Sie aus dem Web gefischt: Quelle: http://www.christinelapp.at/blog/faq/                Mit STRG ++ kann man dies wie immer vergrößern…

Sehr geehrte Frau Abgeordnete!

Ich habe mir die bisherigen im Jahr 2011 gesendeten Übertragungen aus dem Parlament einschließlich der Budgetdebatte im November angeschaut und auch zum Teil aufgezeichnet. Was mir da als interessierten Zuschauer alles geboten wird, ist für meinen Geschmack nicht der Würde des Hohen Hauses angepasst. Ein Redner oder Rednerin am Rednerpult auf den Sitzplätzen falls sie nicht schon leer sind, verbleiben noch die restlichen Abgeordneten, welche Zeitungen und Zeitschriften lesen, mit dem Handy telefonieren und SMS-schreiben, Laptopsurfer und –tipper und einige wenige die dem Redner oder der Rednerin doch zuhören. Auf der Regierungsbank meistens nur 1 oder 2 Personen anwesend. So kommt eine Übertragung aus dem Parlament beim Zuschauer an. Ja fast hätte ich es vergessen es gibt auch einige wenige die vor laufender Kamera einfach schlafen. Ja auch das wird einem als Zuschauer geboten. Am Ende einer Rede wird aus Höflichkeit und Solidarität zum Redner oder Rednerin applaudiert, aber diejenigen die durch Zeitung lesen, Handys, Laptops und gemütliche Unterhaltung anderwärtig beschäftigt sind, nehmen keine Notiz davon, dass der Parteikollege oder die Parteikollegin gerade die Rede beendet hat. Ich kann dieses Verhalten nicht verstehen, da wird einerseits in wahrscheinlich langen Besprechungen um die Redezeit der einzelnen Parteien während der Fernsehübertragung gefeilscht, damit jeder nicht zu kurz im Fernsehen vertreten ist. Die Fernsehzeit ist eine harte Zeit. Es kommen auch die nicht gewünschten Bilder beim Zuseher an. Liebe Frau Abgeordnete die Parlamentarier werden nicht aus Eintrittsgeldern wie bei einem Theaterstück oder Kabarett, sondern aus Steuermitteln, aufgebracht von den „gewöhnlichen“ Bürgern, bezahlt. Sollte dieses Fehlverhalten weiterhin andauern sollte man den Begriff Volksvertreter neu definieren und in „Volkstreter“ abändern. Daher gehört Disziplin und Niveau der Parlamentssitzungen verbessert. In Zeiten wie diesen, wo die Menschen auf die Politiker nicht gut zu sprechen sind, haben solche Bilder bei den Wählerinnen und Wählern keine positive Werbung, sondern eine sehr negative. Sehr geehrte Frau Abgeordnete ich schreibe Ihnen diese Zeilen nicht weil mir fad ist und ich Sie ärgern will, sondern als kritischer Beobachter. Es gehört zum guten Ton, dass man dem Anderen aufmerksam zuhört, und nicht Zeitung und Zeitschriften liest usw. wie oben angeführt. Glauben Sie mir mit so einem Verhalten wird das Image der Politiker nicht besser. Die Partei der Nichtwähler wird durch solche Aktionen sicher größer. Ich weiß schon, dass die Abgeordneten auf Grund ihrer Leistungen in den Unterausschüssen und Ausschüssen bewertet und beurteilt werden, aber zum Gesamturteil gehört auch das dementsprechende Verhalten während der Fernsehübertragungen dazu. Wenn man im Bekannten- und Freundeskreis darüber spricht, hört man nur Ärger und Enttäuschung. Versetzen Sie sich bitte einmal in die Situation der vielen freiwilligen Funktionäre sie ernten mit Ihrem Verhalten wenig Verständnis und teilweise Spott und Hohn. Sehr geehrte Frau Abgeordnete es gibt 183 gewählte Abgeordnete doch in relativ kurzer Zeit sind ca. nur 1/3 der Abgeordneten anwesend. Steht eine Abstimmung bevor, kommen die lange Zeit abwesenden Damen und Herren in Scharen in den Plenarsaal herein, um nach erfolgter Abstimmung den Plenarsaal wieder zu verlassen. Somit gibt es wieder eine große Anzahl leerer Sessel und von den verbleibenden Damen und Herren im Plenarsaal sieht man wieder viele Unaufmerksame. Die leeren Sessel will der Zuschauer bestimmt nicht sehen, auch wenn die Abgeordneten offensichtlich anderer Meinung sind. Anbei übersende ich Ihnen ein PDF-Dokument wo die Kamera auch Sie in unaufmerksamen Momenten zeigt.

Ich hoffe Sie verstehen meine Kritik und nehmen diese nicht nur zur Kenntnis sondern ändern Ihr Verhalten. Ich bin Ihnen nicht neidig, denn wenn man etwas leistet soll man auch dementsprechend verdienen. Für das viele Geld welches Sie verdienen ist das für mich eine eindeutig zu schwache Leistung. Vielleicht bin ich mit meinen Zeilen lästig, was ich aber nicht hoffe, vielmehr erwarte ich mir eine Besserung und mehr Disziplin während der Fernsehübertragung. Ich schreibe Ihnen diese Zeilen nicht nur als Fernsehzuseher, sondern auch als jahrzehntelanges (Noch)-SPÖ-Mitglied mit der Hoffnung, dass sich vielleicht doch der Gesamteindruck während einer Fernsehübertragung bessert.

Eine ausführliche Stellungnahme zu den angeführten Kritikpunkten aus Ihrer Sicht wäre wünschenswert und interessant. In Erwartung einer Antwort (mehr als ein Dreizeiler oder Fünfzeiler) sollte es schon sein verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Franz P.

Mit fragenden Grüßen, Klaus Schreiner

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