Wahl-Adbuster 3: Die noch amtierende Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer: „Ich will mit Bildern über die Zukunft mit den Grünen aufzeigen …“ wird dazu genutzt mit Bildern über die Politik der Bürgermeisterin aufzuklären. Teil 3 Wahl-Adbuster

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 29.04.2018
Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls.

Wahl-Adbuster versus Dirty Campaigning – Bürgermeister-Stichwahl Innsbruck 06.05.18

https://www.youtube.com/watch?v=2dMxQtG6J0Y

 

 

 

 

 

 

Buslawine Heiliggeiststraße Innsbruck

Im Zuge des Umbauens des Hauptbahnhofes wurden einige Buse über die Heiliggeiststraße umgeleitet. Nach Anfragen von Anrainern an die damalige Bürgermeisterin Hilde Zach wurde von ihr erklärt, dass nach den Bauarbeiten die Busse wieder aus der Heiliggeiststraße heraus kommen. Ein leeres Versprechen! Heute fahren bis zu 1100 Buse pro Tag durch diese Straße. Der Film zeigt eindrucksvoll die Lärmbelästigung und die daraus resultierende Feinstaubbelastung. Und die noch amtierende Bürgermeisterin meinte lapidar, bei mir fährt auch der Nightliner vorbei.

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Mein heutiges (28.04.18) Email an die Tiroler Medien: 

Sehr geehrte Redakteure und Journalisten, 
 

nachdem meine Presseaussendung vom 23.04.18 über den skandalösen städtischen Leerstand mit vielen hunderten IIG und NHT-Wohnungen (Tigewosi,…), tw. seit Jahren (wahrscheinlich weit über 600!), und fehlendem Leerstandsmanagement sowie die spekulativen Leerstände bis heute überhaupt keine mediale Reaktion auslöste, obwohl der Berichterstattungswert m. E. erheblich ist, bei den teuersten Mietpreisen am freien Markt in Österreich bzw. nicht mehr leistbaren Wohnungseigentumspreise, nehme ich an, dass es aufgrund finanzieller Abhängigkeiten nicht vor der Bürgermeister_innenstichwahl erfolgen darf/kann und durch diese Berichterstattungslücke bzw. einer vorauseilend politisch korrekten Hofberichterstattung, weiter still gehalten und abkassiert wird und die Leser_innen/Zuschauer_innen in dieser wichtigen Phase der demokratischen Wahl, der Bürgermeisterinnen-Stichwahl, dadurch über vorherrschende Missstände nicht informiert werden, und möglicherweise dann die falsche Wahl treffen.

Da stellt sich mir die Frage: Leiden unsere Medien unter Kooperationsgeboten mit der Politik? Sollten/müssen also mit der Politik kooperieren?

Siehe Armin Thurnher´s Buch: Republik ohne Würde im Kapitel 7 über die Medien worin er ausführt: „Die österreichische Mediensituation war und ist desolat, 1977 wie heute.“ … „Die Mediensituation ist so mies, so schändlich, so unzumutbar, dass ich mich nicht damit abfinden mag.“ … Gute Kooperation, das mag man in Österreich. In der Landgemeinde haben sie´s erfasst, der Landeshauptmann macht es ihnen im ORF-Studio vor: Presse ist, wenn man aus der Hand frisst. Die Presse rapportiert aus erster Hand, was ihr vorgesagt wird.

Wahrscheinlich verstehen die meisten Leute hierzulande überhaupt nicht, was die Rolle der Presse ist. Auch die Journalisten selber verstehen es nicht, denn sie müssten, wollen sie gute Texte schreiben, gegen das Kooperationsgebot verstoßen. Das Kooperationsgebot gilt im Übrigen nicht nur nach außen, es gilt in den Boulevardmedien auch nach innen, als sogenannter Kommandojournalismus. Das der Journalist, die Journalistin die Pflicht haben – nicht nur das Recht -, die Dinge so zu berichten, wie sie sie sehen und für richtig erachten, dass sie deswegen auch interne Konfrontationen mit ihren Vorgesetzen riskieren müssen, hat sich nur partiell herumgesprochen. … Ende Buchausschnitt, obwohl da noch viel Aufklärendes über die miserable Mediensituation drinnen -steht.

(Raum zum Nachdenken)

Hier ein Link zu einem Video mit dem Bürgermeisterkandidat Georg Willi zu & über diese Missstände, städtischer Wohnungsleerstand und spekulativer Leerstand.

Bei weiterer Nichtberichterstattung werden die Tiroler Medienvertreter in Zukunft den Vorwurf von Lückenpresse/Lückenmedien zu hören bekommen und m. E. n. werden sich diesen auch zu recht gefallen lassen müssen.

Wo wir gerade bei den Berichterstattungslücken sind: Die Allermeisten in Österreich wissen NICHT über die Ursachen des Auseinanderklaffens in der Gesellschaft Bescheid. Selbst viele Politiker und Journalisten. Dass die behördliche Manipulation des VPI mit z. B. der Gewichtung von WOHNEN im Warenkorb mit nur 4,06 % u. v. m. der Mittelschicht bis nach unten schon seit vielen Jahren die Kaufkraft kostet …. oder über die zahlreichen politisch verursachten Ursachen des teuren Wohnens und nicht mehr leistbaren Eigentumspreisen wird völlig UNZUREICHEND aufgeklärt, Halbwissen und Mythen verbreitet u. v. m. schändlich! Von Qualitätsjournalismus weit entfernt, sorry aber wahr (m. E. n.)!

Wenn Sie der Meinung/Ansicht sein sollten, über solche grassierenden Missstände nicht berichten zu müssen, ersuche ich um Rückantwort mit ausführlicher Begründung.

Ich danke Ihnen im Voraus ihre Arbeitsverweigerung wieder einzustellen und ihren Job als Anwälte der Bürger_innen auch zu machen, oder leiden Sie wie so viele Journalisten unter Jobängsten oder der Schweigespirale, Trägheit, Inkompetenz, ….?

Mit freundlichen Grüßen, leicht angepisst aufgrund der miesen Mediensituation in Tirol, Klaus Schreiner

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Hier noch das Email vom 23.04.18: 
 
 

Email an die Stadtregierung & Medien: Spekulative Leerstände! Tausende Wohnungen stehen in Innsbruck leer, vielfach seit vielen Jahren! Viele Hunderte leerstehende Wohnungen davon sind auch von den städtischen Wohnbauträgern (NHT; IIG). Das darf nicht sein! Ein Leerstandsmanagement soll/muss her!

Mein heutiges (23.04.18) Email an die Tiroler Medien und die Stadtregierung war:

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

sehr geehrte Gemeinderäte,

sehr geehrte Medienvertreter,

sehr geehrter Herr Georg Willi, 

vorletzte Woche habe ich eine Aussendung eines ehemaligen HTL-Hochbau-Fachschullehrers von mir, durchgelesen, worin er schrieb:

„Erwähnenswert wie skandalös: Allein In der Südtiroler Siedlung (IIG, NHT) in Pradl stehen, teilweise schon seit Jahren, 350 Wohnungen, teils saniert oder kurzfristig sanierbar, leer!“ DI Siegfried Zenz, Innsbruck (Aussendung in der Anlage!)

Einige Bewohner von Pradl haben letzte Woche in ihrer Nachbarschaft sich umgesehen und haben über 200 leerstehende städtische Wohnungen erhoben. Ich erhielt die Information: Allein im Eichhof, Pradler Saggen, Amthor Straße und Türingstraße stehen aktuell über 200 Stadtwohnungen leer. (Da gibt es auch eine Liste mit Fotos.)

Heute habe ich mich mit einem Freund über den Leerstand in Innsbruck unterhalten und er sagte zu mir: Es gibt da eine Dame, die im Mittelgebirge wohnt, (er hat mir den Namen und den Wohnort genannt) die alleine ca. 300 Wohnungen in Innsbruck leer stehen hat, seit Jahren.

Und alleine sein Bekanntenkreis hat ebenfalls nochmals ca. 300 Wohnungen im Leerstand. Er nimmt an, dass die kolportierten 3.000 Wohnungen, die sieben Monte keinen Strom von der IKB bezogen haben, nicht stimmen, er denke, es müssten mehr sein. Hierbei handelt es sich vielfach um Spekulative Leerstände! Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Leerstand

Daraus ergibt sich die dringliche Anfrage, an die Stadtregierung, um eine Erhebung dieses Missstandes mit Stichtag 13.04.18 bei den städtischen Wohnbauträgern zu machen und die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Wissenswert ist, die Anzahl der leerstehenden Wohnungen je städtischen Wohnbauträger und die bisherige Leerstandsdauer.

Die Bevölkerung hat auf jeden Fall das Recht über solche vorherrschenden Missstände informiert zu werden. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht entsteht aus dem städtischen Leerstand ebenfalls ein finanzieller Schaden und für die Bausubstanz: Langjährige Leerstände können die Erhaltung der Gebäude gefährden. Die Wiki schreibt dazu: „Das Eintreten von Feuchtigkeit durch mangelhafte Beheizung oder marode Bausubstanz mit entsprechenden optischen Folgen infolge versäumter Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen bis hin zur Einsturzgefahr sind dabei häufig anzutreffende Begleitumstände. Zudem verursachen Leerstände bei den Eigentümern der Gebäude sowie bei den betroffenen Kommunen finanzielle Einbußen.“

Ein Leerstandsmanagement würde da Abhilfe schaffen! 

Da Eigentum eine soziale Verantwortung hat (hätte, da Spekulation mit einem unverzichtbaren Grundbedürfnis NICHT sozial ist!), die Wohnungsmieten am freien Markt die höchsten von allen Landeshauptstädten in Österreich betragen, derzeit Durchschnittsmieten von € 17,70/m² und Eigentumspreise von € 5.800,–/m² (TT 19.4.18) sind nicht mehr leistbar, trotz niederer Zinsen!

Die Politik macht eine Politik für die Immobilienlobby und die Einheimischen und Zuzügler müssen völlig überteuerte Mieten zahlen!

Liebe Frau Bürgermeisterin, lieber Herr Gruber, wieviel hat eigentlich die Immobilienlobby finanziell zum Wahlkampf beigetragen, kann man das bei der Liste Für Innsbruck und bei der ÖVP transparent einsehen?

Jetzt macht die Tiroler Landesregierung und die Stadtregierung vieles um profithungrigen Spekulanten ein Eldorado der Spekulationsmöglichkeiten (grassierende Grund- und Bodenspekulation mit Wucherpreisen im grauen Grundverkehr und grassierende Immobilienspekulation in einem Wohnraummarkt der ständig unter Angebot leidet, da jahrzehntelang der soziale Wohnbau vernachlässigt wurde u. v. m. siehe diesbezügliche Videos, Links unten) zu bereiten, und versagt beim Wohnungsleerstand mit dazu?!

Hunderte Stadtwohnungen, die seit Jahren leer stehen, sind ein HOHN für die unter Wohnungsnot und überteueren Mieten leidende Bevölkerung, oder völlige Inkompetenz der Politik, von Unwille bzw. Absicht, da viele Politiker ebenfalls Immobilienbesitzer sind, und die Verknappung des verfügbaren Angebots die Preise treibt, und daraus entstehender Befangenheit will ich jetzt gar nicht schreiben, die aber gegeben ist und ebenfalls nicht öffentlich diskutiert wird.

Liebe Frau Bürgermeisterin Mag. Christine-Oppitz-Plörer, ich danke Ihnen im Voraus für die Abklärung und Veröffentlichung des städtischen Wohnungsleerstands noch vor der Bürgermeister_innenstichwahl und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Klaus Schreiner

Buchhaltungsbüro & Lohnverrechnung

6020 Innsbruck, Kaiser Franz Joseph Str. 4

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150317_OTS0089/agentur-fuer-leerstandsmanagement-in-wien-gegruendet – kann für Wohnungen ebenfalls gemacht werden und es gibt da noch sehr gute Beispiele um den Leerstand zu mobilisieren.

Links zu vier Videos zum Thema Ursachen für NICHT leistbares Wohnen und nicht leistbaren Wohnungseigentum und ein Video mit Lösungen: 

Lösungen zu Nicht leistbaren Wohnraum, teuren Mieten, nicht leistbaren Wohnungseigentum

 
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Versäumnisse & Fehlentscheidungen – Ursache Nr. 4 – für Nicht leistbares Wohnen, teure Mieten …

Ursache Nr. 3 – für NICHT leistbares Wohnen, teure Mieten, nicht leistbares Wohnungseigentum … ÖVP-Klientelpolitik

 

Ursache Nr. 2 für NICHT leistbares Wohnen –

Immobilienspekulation

 
 

Ursache Nr. 1 für NICHT LEISTBARES WOHNEN – politisch ermöglichte Grund- & Bodenspekulation, die Wucherpreise hervorbringt!

 

 „

 

Dieser folgende Artikel der Südtiroler Zeitschrift „ff“ stammt von Anfang 2017 und wurde per copy & paste zur weiteren Verbreitung hier eingefügt, damit die Innsbrucker die Möglichkeit erhalten sich darüber zu informieren und empören, da er im Web nicht ersichtlich ist. 

Innsbruck unser

Hunderte Südtiroler haben sich in den vergangenen Jahren Wohnungen in der Tiroler Landeshauptstadt gekauft. Die attraktive Geldanlage treibt dort aber auch die Wohnungspreise nach oben.

von Karl Hinterwaldner

Das Leben am Sonnenhang kann sich nicht jeder leisten. Hier, in der  Höttinger Au, entstanden von Frühjahr 2012 bis Herbst 2013 auf der größten Wohnbaustelle Tirols 140 nach Süden ausgerichtete Wohnungen.

Die architektonische Vision werde noch „über Jahrzehnte stilprägend für die Stadt Innsbruck“ bleiben, meinte Alexander Wolf, der Geschäftsführer des Bauträgers Zima Tirol, bei der Übergabe der Wohnungen. Und weiter: „Wir freuen uns, dass wir nach jahrelanger Entwicklungszeit, in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Stadt Innsbruck, den dringend benötigten Wohnraum in Innsbruck realisieren können.“

Auch Innsbrucks Bürgermeisterin jubilierte. Der Westen von Innsbruck entwickle sich prächtig. „,Leben am Sonnenhang‘ zeigt eindrucksvoll, wie verantwortungsvoll mit den knappen Baugründen umgegangen wird“, sagte Christine Oppitz-Plörer.

Die Wohnbausiedlung „Leben am Sonnenhang“ in der Höttinger Au wird gerne als Vorzeigeprojekt für schönes und modernes Wohnen in Innsbruck hergenommen. Viele junge Leute wohnen hier, vor allem Studenten.

Die futuristisch anmutende Wohnbausiedlung in der Höttinger Au ist zugleich ein Beleg dafür, wie massiv Südtiroler sich mit Wohnungen in der Tiroler Landeshauptstadt eindecken. Bereits vor Baubeginn waren alle 140 Wohnungen verkauft. 80 davon sicherten sich Südtiroler. Das sind mehr als die Hälfte dieser Wohnungen.

Und kein Einzelfall. Recherchen dieses Magazins ergaben, dass sich in den vergangenen Jahren Hunderte Südtiroler mit Wohnungen in Innsbruck eingedeckt haben. Die Gründe dafür mögen verschieden sein, die Folgen sind jedoch unübersehbar. Sie lassen sich im jüngsten Immobilienmarktbericht „Wohnen & Wirtschaften in Innsbruck“ der Gruppe Prochecked nachlesen: „Bauland ist in Tirol – und auch in Innsbruck – rarer als in vielen anderen Regionen. Dass die Immobilienpreise in Innsbruck zu den höchsten der Republik gehören, hat allerdings noch weitere  Gründe. Preissteigernd wirken unter anderem die dynamische Bevölkerungsentwicklung, die vielen Studenten und das ,Fluchtgeld‘ aus Italien. Das Fluchtgeld aus Italien also. Es wird von den Immobilienexperten mitverantwortlich gemacht für die beeindruckende Preisentwicklung auf dem Innsbrucker Wohnungsmarkt. Im Jahr 2006 kostete ein Quadratmeter Neubauwohnung nach Daten von Prochecked im Durchschnitt 2.580 Euro. 2011 wurde die 3.000-Euro-Schallmauer durchbrochen, 2015 die 4.000-Euro-Schallmauer.

Jetzt streben die Preise auf die 5.000 Euro zu. Aktuell liegen sie bei 4.470 Euro. (Anmerkung Stand Anfang 2017, TT vom 20.04.18 – € 5.800,–!!! Und Durchschnittsmieten von € 17,70 auf den Quadratmeter in Innsbruck!) Das ist eine Preissteigerung von 73 Prozent in zehn Jahren. (Jetzt bei über 124%!!!) Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum nur um 21 Prozent. (bis jetzt 23,5 %)

Was für Innsbrucker Wohnungssuchende nicht so gut klingt, kann den Südtiroler Wohnungseigentümern jenseits des Brenners nur recht sein. Ihre Aktien sind im Steigen begriffen.

 Das weiß auch der Arzt aus Brixen, der mittlerweile zehn Wohnungen in Innsbruck besitzt. Er möchte – wie die meisten der von ff  kontaktierten Wohnungseigentümer in der Tiroler Landeshauptstadt – nicht mit Namen genannt werden. Dies würde nur Nörgler und Neider auf den Plan rufen, sagen sie.

Seine erste Wohnung in Innsbruck kaufte der Brixner Arzt vor rund 15 Jahren – für sich selbst. Er hat dort studiert, sich weitergebildet und  gearbeitet. Statt weiterhin in Miete zu bleiben, kaufte er sich eine Wohnung. Und merkte, wie günstig das war. Er kaufte eine zweite Wohnung. Eine dritte. Zuletzt nahm er gleich fünf Wohnungen im Paket, im neuen Leopold-Haus am Pechepark nahe der Stadteinfahrt vom Süden her.

Auch hier war, wie am Sonnenhang, das Gros der Wohnungen bereits vor Baubeginn ver kauft. Der Arzt zahlte 4.000 Euro pro Quadratmeter. Plus Mehrwertsteuer. Die aber bekam er vom österreichischen Finanzamt zurück. Das ist einer der Gründe, warum Wohnungen in Innsbruck für Südtiroler so attraktiv sind. Dafür erforderlich ist eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UID), mit der man bei einem Wohnungskauf die Mehrwertsteuer zurückerstattet bekommt. Dafür muss man allerdings die Wohnung vermieten und die Mieteinnahmen mit 10 Prozent versteuern.

Das Modell scheint wie gemacht für Südtiroler Investoren. Der Brixner Arzt ist denn auch zufrieden. Er vermietet alle seine Wohnungen an Studenten. Sie seien zuverlässige und dankbare Mieter. Für die Wohnungen im Leopold-Haus verlangt der Arzt zwischen 850 (ohne Balkon) und 950 Euro (mit Balkon).

Im Mietpreis enthalten sind jeweils ein Tiefgaragenplatz und die Nebenkosten. Da jeweils zwei Studenten in einer Wohnung leben, macht die Miete für einen Studenten zwischen 425 und 475 Euro aus. Dies sei nach Ansicht des Arztes ein „studentenverträglicher“ Preis. Er wolle die Studenten nicht ausnützen, schließlich sei er selbst lange einer gewesen. Er habe aber schon von Mieten jenseits der 500 Euro pro Student gehört. So etwas stuft er als „Abzocke“ ein, die sich nicht gehöre.

Der Arzt aus Brixen hat sich die Wohnungen „aus Gründen der Alterssicherung“ gekauft, wie er sagt. Seine Rechnung ist einfach: Für jede Wohnung hatte er 30 Prozent Eigenkapital und 70 Prozent Fremdkapital. Das Geld von der Bank lässt er sich über die Mieten gegenfinanzieren. So gehören ihm die Wohnungen am Ende zu 100 Prozent.

Das ergibt eine schöne Marge – denn die Wohnungspreise steigen. Wer 2006 in Innsbruck eine neue Wohnung für 2.580 Euro pro Quadratmeter gekauft hat, darf heute mit einem durchschnittlichen Wiederverkaufspreis von 3.200 Euro rechnen. Das ist deutlich mehr, als durch die Inflation wieder verloren geht.

Findige Südtiroler kauften und kaufen daher Wohnungen in Innsbruck. Da ist etwa der berühmte Ex-Skirennläufer aus Wolkenstein, der sich vier Wohnungen in der oben beschriebenen  Anlage in der Höttinger Au sicherte. Oder der erfolgreiche Hotelier aus Latsch, der hier ebenfalls vier Wohnungen kaufte. Oder der pensionierte hohe Landesbeamte aus Meran, der nun in einer Wohnung das „Leben am Sonnenhang“ genießt. Besonders investitionsfreudig zeigte sich ein Versicherungsunternehmer aus Bozen. In der Wohnanlage „Leben am Sonnenhang“ kaufte er sich über die Firma Imea Immobilien GmbH gleich 29 Wohnungen samt Tiefgaragenplatz. Warum? „Weil ich in den italienischen Staat kein Vertrauen mehr habe“, sagt er.

Er habe daher vor längerer Zeit begonnen,  seine Geldanlagen zu diversifizieren, wie er beteuert.  Die Wohnungen in Innsbruck machten nur einen Teil seiner Anlagen aus. Aber sie würden „eine absolut gute Rendite“ abwerfen.

Der Bozner Versicherungsunternehmer hatte das Gefühl, etwas tun zu müssen. Hier in Italien – weniger in Südtirol – wähnte er sein Geld „nicht mehr sicher“. Wenn er noch einmal jung wäre, sagt er, würde er sich seine Existenz anderswo aufbauen. Nicht in Bozen. Seit dem Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise werde das Pflaster Italien ständig glatter, da biete sich die Tiroler Landeshauptstadt als Ausweichort förmlich an.

Wohnungen in Innsbruck seien derzeit äußerst attraktiv. Sobald sich eine Kaufgelegenheit ergibt, werde er wieder zugreifen. „Auch wenn man uns Südtiroler draußen scheel ansieht, weil wir die Preise hinauftreiben“, sagt der Bozner Versicherungsunternehmer.

Erwin Zangerl ist einer derjenigen, die sich über die Investoren aus dem südlichen Tirol wenig begeistert zeigen. „Tirol verkommt immer mehr zum Spekulationsland“, warnte der Präsident der Tiroler Arbeiterkammer im August in der Tiroler Krone. Die Spekulanten ortet er jenseits des Brenners. Zitat: „In Innsbruck werden derzeit sehr viele Wohnungen gebaut. Interessanterweise sind die meisten schon weg, bevor mit dem Bau überhaupt begonnen wird. Wir haben so ein Objekt genauer unter die Lupe genommen, sprich, einen Blick ins Grundbuch geworfen. Und siehe da: Die meisten Käufer sind Italiener, darunter sehr viele Unternehmer.  Einige haben gleich drei oder fünf Wohnungen gekauft. Das sind doch alles Anlegerwohnungen, die dann um teures Geld wieder weitervermietet werden. Für mich stellt sich zudem die Frage, ob da nicht im großen Stile Schwarzgeld gewaschen wird!“

Die Leidtragenden, so Zangerl im Gespräch mit ff , seien natürlich die Einheimischen, die sich das Wohnen nicht mehr leisten können. Was in Südtirol seit Jahren angeprangert wird, ist in Innsbruck ein relativ neues Phänomen. Dort war das Wohnen bis inklusive 2009 noch relativ leistbar. Die Preise stiegen zwar konstant an, blieben aber im Rahmen der Inflation. Das änderte sich mit Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise. Plötzlich strebten die Wohnungspreise schlagartig nach oben, während die Verbraucherpreise zurückblieben.

Arbeiterkammerpräsident Zangerl und seine Mitarbeiter haben mittlerweile drei größere Wohnbauprojekte in Innsbruck analysiert. Man habe sie zufällig ausgewählt, sagt Erwin Zangerl. Das Ergebnis fällt eindeutig aus – und lässt sich in den drei illustrierten Beispielen auf diesen Seiten nachlesen.

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 „Der Bedarf ist enorm!“ Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer freut sich über ihre „dynamisch wachsende Stadt“. Aber was passiert mit Innsbruck, wenn sich Südtiroler dort mit Wohnungen eindecken?

ff: Hunderte Südtiroler haben sich in den vergangenen Jahren Wohnungen in Innsbruck gekauft. Bereitet Ihnen das als Bürgermeisterin Sorgen?

Christine Oppitz-Plörer: Innsbruck ist eine dynamisch wachsende Stadt. Die genaue Zahl der von Südtirolern gekauften Wohnungen kann ich nicht sagen. Die Gründe dafür sind unterschiedlicher Natur und nicht grundsätzlich abzulehnen.

Südtiroler kaufen oft deswegen, weil sie ihr Geld anlegen wollen. Sie vermieten an Studenten und schaffen so eine gute Rendite. Ist das legitim? Warum Südtiroler ihr Geld in Innsbruck anlegen, entzieht sich meiner Kenntnis. Fakt ist, dass Innsbruck einen enormen Bedarf an studentischem Wohnen hat. Das ist grundsätzlich sehr gut, weil diese jungen Menschen unsere Stadt auch jung halten und in vielerlei Hinsicht positiv beleben. Der Innsbrucker Gemeinderat hat beschlossen, auf fünf Grundstücken über 1.500 neue studentische Wohnungen zu schaffen.

Von wie vielen Studenten sprechen wir heute in Innsbruck? Von den rund 150.000 Einwohnern  sind etwa 50.000 junge Menschen in Ausbildung. Das ist eine sehr attraktive Entwicklung für  Innsbruck. Der ungebrochene Zuzug in unsere  prosperierende Stadt ist unter  anderem mit der guten Infrastruktur und den vorhandenen Bildungseinrichtungen zu begründen.

Für die Wohnungspreise ist diese Entwicklung dramatisch: Laut Immobilienmarktbericht sind sie in Innsbruck in den vergangenen 10 Jahren um etwa 75 Prozent  gestiegen …

Die Zahl kann ich so nicht bestätigen. Die Innsbrucker Stadtregierung hat in ihrem Regierungsprogramm die Schaffung von 2.000 gemeinnützigen Wohnungen formuliert, wovon wir circa 1.800 in konkreter Beschluss- und Umsetzungsphase haben. Für die Stadtregierung ist vorrangige Zielsetzung, gemeinnützigen Wohnraum zu schaffen, den Mietwohnbau zu forcieren und damit das Vermögen der Stadt Innsbruck langfristig zu sichern. Derzeit kostet gemeinnütziger Wohnraum in Innsbruck – warm und inklusive Tiefgarage – 7,25 Euro pro m2!

Nehmen die Anleger anderen Wohnungssuchenden wie etwa Familien die Wohnungen weg? Wir bemühen uns in Innsbruck, für die Familien qualitativ hochwertigen und finanzierbaren Wohnraum zu schaffen. Daher setzen wir derzeit die größte Wohnbauoffensive seit den Olympischen Spielen um.

Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl kreidet solcherlei Anlegerwohnungen an. Tirol verkomme damit zum Spekulationsland. Liegt er damit richtig?

Da müssen Sie bitte schon ihn fragen, ich werde ihn nicht kommentieren.

Zangerl fordert die Stadtverwaltung auf, für die Studenten einen Campus außerhalb von Innsbruck bauen zu lassen. Damit würde der Preisdruck in der Stadt gebremst. Wie stehen Sie zu so einer Lösung?

Wie vorher erwähnt, hat Innsbruck beschlossen, über 1.500 neue studentische Wohnungen umzusetzen. Gerade dieser Tage hatten wir den Spatenstich für ein neues Studentenheim im Westen Innsbrucks. Natürlich würden Wohnungen außerhalb Innsbrucks zusätzlich helfen, den Druck auf das Zentrum aufzufangen und letztendlich den Druck auf den Wohnungsmarkt zu entschärfen. Herr Präsident Zangerl weiß aber auch, dass der Einfluss der Stadt Innsbruck außerhalb ihrer Grenzen endet.

Wird Innsbruck immer so weiterwachsen wie bisher, oder wird die Stadt irgendwann an ihre Grenzen stoßen?

Mir ist wichtig, heute das Bestmögliche für die Menschen in unserer alpin-urbanen Region zu schaff en. Mit Verantwortung werden wir die Stadt für kommende Generationen in vielerlei Hinsicht nachhaltig gestalten! Die natürlichen Grenzen sind in Innsbruck wie in so vielen alpinen Regionen gegeben.  ■ Interview: Karl Hinterwaldner

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Ein großer Teil der Wohnungskäufer bei den drei Objekten sind Italiener. Oder besser gesagt: Südtiroler. Beim Projekt „Leben am Sonnenhang“ kauften sie 80 der 140 Wohnungen. Von den 50 neuen Wohneinheiten im Leopold-Haus gingen 22 nach Südtirol.

Und 7 der 12 Wohnungen der Skyloft Invest GmbH in der Museumstraße erstanden ebenfalls Südtiroler.

„Ich gönne jedem seine Wohnung“, sagt  Zangerl, „auch jedem Südtiroler.“ Aber wenn man eine Wohnung nur deswegen kauft, um gute Renditen zu machen, dann höre es sich für ihn auf. Das fällt für ihn in die Kategorie „Spekulation“.

Erwin Zangerl fordert die Politik auf, endlich Maßnahmen zu ergreifen, damit Wohnungen für Anleger weniger rentabel werden. Außerdem schlägt er einen Campus für Studenten außerhalb der Stadt vor.

So ein Projekt „mit mindestens 1.000 Wohnplätzen“ würde großen Druck aus dem Innsbrucker Wohnungsmarkt nehmen. In der Stadt wären plötzlich viele Wohnungen frei – und vermutlich wieder erschwinglich. Doch die Immobilienlobby, sagt Zangerl, wehre sich mit Händen und Füßen gegen einen solchen Campus. Denn sie habe kein Interesse an sinkenden Wohnungspreisen.

Gerd Reisigl aus Prad im Vinschgau ist Geschäftsführer d er Se7en Immobilien GmbH in Innsbruck. Sein Büro liegt in der Altstadt, es ist geräumig und hell. Reisigl ist ein freundlicher junger Mann. Er hat selbst Wohnungen an Südtiroler vermittelt und kann die Kritik von Zangerl nicht ganz nachvollziehen. Er sagt: „Wenn es ein größeres Angebot geben würde, würden sich auch die Preise entspannen.“ Die Südtiroler als Sündenböcke für die Preissteigerungen in Innsbruck hinzustellen, sei freilich einfach. Aber nicht zutreffend.

Reisigl verweist auf die nackten Zahlen im  Immobilienmarktbericht von Prochecked. Demnach haben im vergangenen Jahr vor allem die Einheimischen in Innsbruck Wohnungen gekauft. Die Käufer aus dem Süden machen 5,2 Prozent aus. Bei rund 1.300 verkauften Wohnungen 2015 wären es also 65, die an Südtiroler gingen.

Allerdings führt die Statistik auch an, dass die Wohnungen, die über Unternehmen gekauft wurden, 11,3 Prozent ausmachen. Wer hinter diesen Unternehmen steht, wird nicht ausgewiesen.

„Wir machen keine Firmenbuchanfragen“, sagt Prochecked-Geschäftsführer Michael Kugler. Dass wie im Falle von „Leben am Sonnenhang“ hinter 45 der 50 Wohnungen, die über Unternehmen gekauft wurden, Südtiroler stehen, bezeichnet Kugler als „eher untypisch“.

Auch Michael Kugler ist der Ansicht, dass die Preissteigerungen vor allem dem Umstand geschuldet seien, „dass zu wenig Wohnungen am Markt angeboten“ werden. „Die Eurokrise sowie die geringen Zinsen am Kapitalmarkt“, sagt Kugler, „haben die Nachfrage nach Immobilien nochmals erhöht.“

Nach Recherchen dieses Magazins kaufen Südtiroler – als Privatpersonen oder über Firmen – jährlich zwischen 5 und 10 Prozent der Wohnungen, die in Innsbruck angeboten werden. Das sind zwischen 65 und 130 Wohnungen pro Jahr. Immobilientreuhänder Reisigl nennt fünf Hauptgründe für das große Interesse in Südtirol an Wohnungen in der Tiroler Landeshauptstadt:

  1. Innsbruck wächst. Die etwa 35.000 Studenten und andere Zuziehende brauchen Wohnungen. Das heißt, die Nachfrage ist stark und wird auch in Zukunft stark bleiben. Bei knappem Angebot wird der Preisdruck nicht nachlassen.
  2. Rechtssicherheit und verhältnismäßig gute Steuerabsetzmöglichkeiten. Die Auflagen und Regeln bleiben konstant, wobei es auch in Österreich eine Steuerreform gab, die sich nachteilig auf Immobilienbesitzer ausgewirkt hat. Trotzdem kann man viele Kosten von der Steuer abschreiben. 3. Lebensqualität. In Innsbruck gibt es eine ausgeprägte Kultur- und Kneipenszene, zugleich ist man schnell auf dem Berg und hat ein großes Freizeitangebot. Das macht das Wohnen in der Stadt attraktiv.
  3. Verlässliche Studenten. Sie zahlen ihre Mieten pünktlich, hinterlassen die Wohnungen ordentlich. Und sie ziehen meist nach ihrem Studium auch wieder aus.
  4. Das niedrige Zinsniveau. Wenn das Verhältnis stimmt, kann man den Bankkredit für den Wohnungskauf über die Mieten bedienen.

Walter Steinmair und Richard Moser sind seit Jahren auf dem Innsbrucker Wohnungsmarkt aktiv. Die beiden Wirtschafts- und Steuerberater haben große Kanzleien in Bozen. Beide haben Kunden, die in Innsbruck Wohnungen gekauft haben. Und beide investieren selbst in Wohnungen in der Tiroler Landeshauptstadt.

Richard Moser sagt, wer sein Geld in Innsbruck anlegen möchte, muss wissen, was er möchte: ein schönes altes Stadthaus, das vielleicht nicht die Mieterträge abwirft, aber in der Substanz wertvoll ist? Oder doch lieber eine neue Immobilie am Rande des Zentrums, das lukrative Mieteinnahmen garantiert? Zu achten sei auf jeden Fall auf eine hochwertige Bausubstanz und eine gute Erreichbarkeit der Wohnungen.

Wer vermieten möchte, sagt Moser, habe in Innsbruck gute Voraussetzungen. Die Mieterträge seien gut, außerdem könne man verschiedene Kosten wie etwa die Zinsen für die Fremdfinanzierung von der Steuer absetzen. Und: In Innsbruck zahlt man Nettopreise für Nettoflächen. Eine 60-Quadratmeter-Wohnung ist in Innsbruck tatsächlich 60 Quadratmeter groß. Diesseits des Brenners bekommt man beim Kauf einer 60-QuadratmeterWohnung erheblich weniger Fläche.

Auch Walter Steinmair lobt die steuerlichen Vorteile, die es in Innsbruck gibt. „Wenn man geschickt kalkuliert“, sagt er, „kann die Steuer in günstigen Zeiten gegen null gehen.“ So habe die Rendite bis vor zwei, drei Jahren bei über 5 Prozent gelegen. Mittlerweile seien die Wohnungspreise zwar deutlich gestiegen, ein Investment in Innsbruck lohne sich aber nach wie vor.

Steinmair findet es „nicht schlecht“, wenn jemand danach trachtet, sein Geld zu vermehren. Gar einige seiner Kunden würden sagen: „Wenn ich draußen etwas tue, teile ich das Risiko auf zwei Länder auf.“ Steinmair: „Sie fühlen sich in Italien einfach nicht mehr sicher.“

„Die steuerlichen Möglichkeiten in Innsbruck sind gut. Wenn man geschickt kalkuliert, kann die Steuer in günstigen Zeiten gegen null gehen.“ Walter Steinmair, Wirtschafts und Steuerberater in Bozen


Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://www.tt.com/politik/landespolitik/14259559-91/ganze-h%C3%A4userzeilen-mit-anlegerwohnungen-in-innsbruck.csp

Ganze Häuserzeilen mit Anlegerwohnungen in Innsbruck

Südtiroler und Investoren sichern sich in Neubauten in Innsbruck Immobilien als Spekulationsobjekte. Aus Wohnungen werden auch Gästezimmer.

 
 

In Innsbruck wird zwar viel gebaut, doch private Bauträger schielen vor allem auf Anleger.

© Thomas Böhm / TTIn Innsbruck wird zwar viel gebaut, doch private Bauträger schielen vor allem auf Anleger.

Von Peter Nindler

Innsbruck – Leistbares Wohnen in Innsbruck wird zum Luxus, obwohl beispielsweise in 60 Prozent der Wohnungen der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Neue Heimat der Nettomietzins weniger als fünf Euro pro Quadratmeter beträgt. Doch die Landeshauptstadt ist zum Spekulationsboden geworden. Ein Blick in die Eigentumsverhältnisse vieler Wohnobjekte offenbart das Wohnungsdilemma: In Innsbruck wird Geld in Wohnungen angelegt.

Am Südring im Bereich der Grassmayrkreuzung hat zuletzt ein privater Bauträger eine Häuserzeile errichtet. Davon profitierten insbesondere Anleger. Vor allem Investoren aus Südtirol stechen hervor. Privatpersonen, aber auch Immobiliengesellschaften. Nicht nur eine Handvoll von ihnen ist im Besitz von Wohnungen, sondern der Großteil der Einheiten hat Südtiroler Eigentümer. Selbst ein Käufer aus Dubai schlug zu. Auch in den Tiroler Tourismusregionen sind Wohnungen in Innsbruck als Geldanlage sehr begehrt. Dass dadurch die Mietpreise am freien Markt auf bis zu 17,7 Euro/m² explodieren oder Quadratmeterpreise für Wohnungen im Durchschnitt 5800 Euro betragen, muss dann nicht verwundern.

Der Kauf von 1146 ehemaligen Buwog-Wohnungen in Tirol, davon 770 in Innsbruck, sorgte 2016 ebenfalls für heftige Debatten. Der in Luxemburg ansässige Immobilienfonds Jargonnant Partner (JP) sicherte sich die Objekte um mehr als 120 Mio. Euro, zwischenzeitlich wurden befristete Mietverträge oft nicht mehr verlängert. Wie in einem Mehrparteienhaus in der Höttinger Au. Dort gibt es Pläne für einen umfassenden Umbau, danach, wie es heißt, würden die Wohnungen wieder vermietet. Die Mietpreise dürften wohl deutlich höher ausfallen. 

 

Wohnbaulandesrätin Beate Palfrader (ÖVP): „Wohnen ist ein Grundbedürfnis und soll für alle Tirolerinnen und Tiroler leistbar sein.“

Wohnbaulandesrätin Beate Palfrader (ÖVP): „Wohnen ist ein Grundbedürfnis und soll für alle Tirolerinnen und Tiroler leistbar sein.“

Thomas Boehm / TT

„Der Verkauf der Buwog-Wohnungen war der Beginn eines Spekulationskarussells, dessen Auswirkungen wir jetzt in Innsbruck spüren. Mit Steuergeld errichtete Wohnungen für Menschen mit weniger Einkommen wurden unter der ersten schwarz-blauen Bundesregierung billig verkauft“, kritisiert Georg Willi (Grüne). Jetzt würden diese Einheiten zu satten Gewinnen für Spekulanten führen. „Wir werden alles daransetzen, um solchen Vorgangsweisen einen gesetzlichen Riegel vorzuschieben.“

Gleichzeitig werden dem Wohnungsmarkt in Innsbruck Immobilien für den „Tourismus“ entzogen. Zuletzt suchte etwa ein Gastronom, der derzeit ein Lokal betreibt, bei der Stadt um die Änderung seiner Betriebsanlage an. Aus seinen Wohnungen sollte ein Beherbergungsbetrieb ohne großen Aufwand werden, als Rezeption für die Anmeldung/Schlüsselübergabe diene nämlich gleichzeitig die Bar des Cafés im Erdgeschoss. Von 8 Uhr morgens bis 22 Uhr abends wäre so der Check-in bzw. Check-out möglich. Und in allen Wohnungen würden selbstverständlich die Sanitär- und Küchenanlagen unberührt bleiben. Was heißt das? 

Georg Willi (Grüne): „Der Verkauf der Buwog-Wohnungen in Innsbruck war der Beginn eines Spekulationskarussells.“

Georg Willi (Grüne): „Der Verkauf der Buwog-Wohnungen in Innsbruck war der Beginn eines Spekulationskarussells.“

Michael Kristen

„Wohnungen landen plötzlich auf Buchungsplattformen wie Airbnb. Auch das treibt die Mieten nach oben“, kritisiert Georg Willi. Die schwarz-grüne Landesregierung will deswegen die Spekulation verhindern und Maßnahmen ausarbeiten.

Für den Klubchef der ÖVP im Landtag, Jakob Wolf, ist Innsbruck ein Eckpfeiler in der angekündigten Wohnbauoffensive des Landes. „Doch derzeit müssen wir einmal die Wahlen abwarten.“ Danach werde man umgehend daran gehen, mit Innsbruck ein Wohnbaupaket auszuarbeiten.

Kritisch äußerte sich gestern Wohnbaulandesrätin Beate Palfrader (VP) zu dem vom Prüfverband der Gemeinnützigen geforderten Aufschlag von bis zu 9000 Euro oder mehr beim Mietwohnkauf in Tirol. „Die Gegebenheiten sind zum Teil sehr unglücklich, allen voran dann, wenn Revisionsverbände der Bauvereinigungen von Wien aus vorschreiben, zu welchen Kosten gemeinnützige Wohnungen bei uns in Tirol angeboten werden können. Das ist für mich äußerst hinterfragenswert.“ Gerade deshalb, weil der Wohnungsmarkt in Tirol ohnehin nicht zu den preisgünstigen zählt. Umso dringender werde die Landesregierung Maßnahmen umsetzen, „die dazu dienen, den Wohnungsmarkt zu entlasten“, kündigt Palfrader an. Dazu sei neben einer Leerstandserhebung in Innsbruck und einem Mietunterstützungsmodell zur Entlastung von Mieten und Vermeidung von Mitnahmeeffekten auch die Errichtung eines Studentencampus in der Landeshauptstadt geplant. 

 

Wohnungen werden zum Spekulationsobjekt.

Wohnungen werden zum Spekulationsobjekt.

Lösungen zu Nicht leistbaren Wohnraum, teuren Mieten, nicht leistbaren Wohnungseigentum

 
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Versäumnisse & Fehlentscheidungen – Ursache Nr. 4 – für Nicht leistbares Wohnen, teure Mieten …

Ursache Nr. 3 – für NICHT leistbares Wohnen, teure Mieten, nicht leistbares Wohnungseigentum … ÖVP-Klientelpolitik

Ursache Nr. 2 für NICHT leistbares Wohnen –

Immobilienspekulation

 
 

Ursache Nr. 1 für NICHT LEISTBARES WOHNEN – politisch ermöglichte Grund- & Bodenspekulation, die Wucherpreise hervorbringt!

 

 „Leistbares Wohnen“-Spezial – Bürgermeisterin COP in Erklärungsnot, Irene Heisz, Zeliha Arslan, …
 

Klartext zu leistbares Wohnen in Tirol & Innsbruck

 
 

Mein Email an die Tiroler Medienvertreter vom 12.04.18 dazu war: 

Sehr geehrte Journalisten & Redakteure,

in der Anlage übersende ich Ihnen einen sehr gut recherchierten Artikel über die grassierende Wohnraumspekulation mit dem Titel: Innsbruck unser“ der Südtiroler Zeitschrift ff, der im Jahre 2017 publiziert wurde, zu ihrer Information. Meiner Einschätzung nach verschärft dieser Artikel das „Problem der Innsbrucker“ da der Artikel sicherlich viele weitere Immobilieninvestoren/Spekulanten auf den Plan gerufen hat, bei dieser präsentierten Wertsteigerung der Immobilien sowie Mietrenditen weit über dem Bankzins und …

Weiters habe ich eine Wohnraumspezial-Video zum Thema Leistbares Wohnen mit Frau Bürgermeisterin Oppitz-Plörer (FI), Irene Heisz (SPÖ), Zeliha Arslan (Grüne) und Roland Steixner (Alternativen Liste Innsbruck) sowie dem Geschäftsführer Michael Hennermann vom Verein für Obdachlose gemacht. Siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=R1JvXi8PqTA&t=183s

Es wurde dabei auch über das seit 2012 fehlende wichtige Planungsinstrument ÖROKO 2.0 diskutiert, über den Verdichtungswahn Bienerstraße & Camagneareal, grassierende Wohnraumspekulation, Wohnungsleerstand, unsere Wohnbauträger, die AK-Studie Leistbares Wohnen von Univ. Prof. Dr. Dr. Jürgen Huber, ganzjährige Notschlafstellen für Obdachlose, die IIG, Verschärfung der Vergabebedingungen von städtischen Wohnraum u. v. m. gesprochen.

Innsbruck ist zu einem Eldorado für Immobilienspekulanten verkommen und im grauen Grundverkehr grassiert die Bodenspekulation!

Die Baulandreserve (42 km²) von mehr als einem Viertel (Mythos von knappen Bauland in Tirol!) des gesamten Baulands für Wohngebiete in Tirol wird aufgrund niederer Grundsteuer und Nichtanpassung der Verkehrswerte seit 1973 sowie durch Bebauungsausnahmeregelungen politisch ermöglicht das HORTEN von gewidmeten Baugrundstücken (Spekulation) betrieben werden kann. U. v. m.

Das Unternehmer und Landwirte NICHT in den Wohnbauförderungstopf einzahlen aber daraus Förderungen erhalten ist nur EINE UNGLEICHBEHANDLUNG die in der Studie Leistbarer Wohnraum in Tirol von Univ. Prof. Dr. Dr. Jürgen Huber aufgezeigt wird! Auch die Bevorteilung bei der Grundsteuer der Landwirte. Bevorteilung der Landwirte beim Grundverkehr! …

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Sie wissen, dass mit 15.04.18 die Winternotschlafstellen schließen und somit wieder an die 200 von ca. 300 Menschen keine ganzjährige Notschlafstelle in Innsbruck haben und wieder unsere Straße bevölkern müssen/werden. Ganzjahresschlafstellen sind meines Wissens nach:

ISD – die Herberge, Hunoldstraße 22 – mit 70 Plätzen (die Geld kosten, 31,5/Tag)

ISD – Alexihaus, Dreiheiligenstr. 9 mit 58 Plätzen nur für Männer (Geld)

Und das war es dann – 128 Plätze (Maximum) für 300 Obdachlose im Sommer-Herbst.

Im Winter gibt es dann noch:

TSD – Nostel, Schusterbergweg 73 mit 45 bis max. 99 Notschlafplätzen

Notschlafstelle, Amraserstraße mit 25 bis max. 31 Notschlafplätzen

Das heißt 258 winterliche Notschlafstellen für ca. 300 Obdachlose.

Ich habe persönlich im Winter mit einer Notschlafstellenheimleiterin gesprochen und die hat mir gesagt, dass sie fast jeden Tag Leute abweisen müssen.

Schön wäre es, wenn die Medien ihre Aufgabe als „Anwälte der Bürger“ wahrnehmen und durch sachgerechte Aufklärung die Innsbrucker Bevölkerung informieren und damit sicherstellen das über das vorherrschende Wohnraumproblem und deren URSACHEN und auf die Umstände der Obdachlosen ab den 16.04 aufmerksam machen.

Ich danke Ihnen für ihre Bemühungen im Voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen, Klaus Schreiner

Buchhaltungsbüro & Lohnverrechnung

Tel. 0664/531 43 69, Email: schreinerklaus@aon.at

6020 Innsbruck, Kaiser Franz Joseph Str. 4

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Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://m.gewinn.com/immobilien/immobilien-news/artikel/kampf-gegen-leerstand-vermieten-ohne-risiko/

Kampf gegen Leerstand: Vermieten ohne Risiko
In Österreich stehen Tausende Wohnungen leer, weil sich die Eigentümer das Vermieten nicht antun wollen. In Vorarlberg und Salzburg-Stadt nimmt die öffentliche Hand den Vermietern deshalb alle Sorgen ab. Andere Städte könnten folgen.

Gerald Illigen vermietet seine Wohnung in Dornbirn über das Garantiemodell des Landes Vorarlberg: „Ich kann das nur weiterempfehlen. Ich bekomme jeden Monat meine Mieteinnahmen und muss mich um nichts kümmern.“ (Foto: Mathis Fotografie GmbH./Lisa Mathis)

Kniehoch türmte sich der Müll, zerbrochenes Geschirr, alte Kleidungsstücke. Die Miete war schon seit Monaten nicht mehr bezahlt worden. Erst nach monatelangen Streitigkeiten vor Gericht und mithilfe des Exekutors zog der Mieter endlich aus. Die Wohnung war reif für eine Totalsanierung. Der Fall von Frau O., den GEWINN in der November-Ausgabe des Vorjahres beschrieb (für Abonnenten kostenlos im Online-Archiv abrufbar), ist der Albtraum jedes Vermieters. So etwas macht Wohnungseigentümern nicht gerade Lust aufs Vermieten. Auch wenn man nur in den seltens­ten Fällen das Pech hat, einen Mietnomaden zu erwischen, Vermieten hat in Österreich nicht den Ruf, einfach zu sein.

„Viele Eigentümer sehen Vermieten als Risiko. Gerade ältere Wohnungsbesitzer haben den Eindruck, Vermieten bringt nur Ärger und nutzt die Wohnung ab. Dann lassen sie die Wohnung lieber leer stehen“, beobachtet Wolfgang Amann vom Institut für Bauen und Wohnen. Was passiert, wenn der Mieter nicht zahlt? Was, wenn meine Kinder die Wohnung brauchen und der Mieter sich weigert, auszuziehen? Bin ich als Vermieter bei dem strengen Mietrecht nicht ohnehin im Nachteil?

Solche Fragen stellen sich viele, die über die Vermietung ihrer Wohnung nachdenken. Und das sind in den letzten Jahren definitiv mehr geworden. Die Zahl der Österreicher, die in Immobilien investieren, steigt seit der Finanzkrise. Doch die wenigsten sind Immobilienprofis. Viele suchen nur einen sicheren Parkplatz für ihr Geld. Der Druck, die Wohnung zu vermieten, ist nicht sonderlich groß: „Oft wurden die Wohnungen ohne Fremdfinanzierung gekauft und die Mieteinnahmen werden nicht für die Rückzahlung benötigt“, so Amann. Ohne Vermietung, so das Argument, spart man sich Zeit und Nerven und freut sich über die Wertsteigerung. Das hat zumindest in den letzten Jahren bei den rasant steigenden Immobilienpreisen gut funktioniert.

Leere Wohnungen fehlen dem Mietmarkt
Wie viele Wohnungen tatsächlich leer stehen, darüber gibt es allerdings nur wenig konkrete Zahlen. Der Datenschutz macht eine Erhebung schwierig. „Ich gehe davon aus, dass es eine beträchtliche Zahl ist und es sich durchaus auszahlen würde, diese Wohnungen für Mieter zu mobilisieren“, meint Wohnbauforscher Amann, der derzeit mit der Untersuchung des Leerstands in Vorarlberg beschäftigt ist. Im Ländle reichen die Schätzungen von 8.000 bis 18.000 Wohnungen, die leer stehen. In der Stadt Salzburg wurde eine Erhebung mithilfe des Stromverbrauchs durchgeführt. Ergebnis: 3.500 Wohnungen stehen langfristig leer. In Wien sollen es 10.000 sein, in Innsbruck 3.000. Warum die Wohnungen leer stehen, weiß man freilich nicht. Die Erklärungen reichen von „Nicht-vermieten-wollen“ bis zu selten genutzter Zweitwohnsitz oder laufender Sanierung.Fakt ist: In all diesen Ballungszentren werden dringend günstige Wohnungen benötigt.

„Ob 8.000 oder 18.000 leere Wohnungen: Wenn wir nur zehn Prozent davon in die Vermietung bringen, würde sich das schon auszahlen. Rechnen Sie mal, was das kosten würde, diese Wohnungen neu zu bauen? Da könnte man sich einiges an Wohnbauförderung sparen“, betont Markus Hagen, Rechtsanwalt und Präsident der Vorarlberger Eigentümervereinigung.

Doch wie motiviert man Wohnungsbesitzer, die keine Lust auf Vermieten haben? In Wien wurden bereits Forderungen nach einer Leerstandsabgabe laut. „Es kann doch nicht sein, dass uns immer nur Strafen einfallen“, dachte sich Hagen und entwickelte die Idee „Sicher vermieten“, die im zuständigen Landesrat Karlheinz Rüdisser einen prominenten Unterstützer in der Landesregierung fand.

Sorglos-Paket für Vermieter
„Sicher vermieten“ ist ein Rundum-sorglos-Paket für Vermieter. Ende 2015 startete der Pilotversuch in Dornbirn, der mittlerweile auf ganz Vorarlberg ausgeweitet wurde. Bei „Sicher vermieten“, sind vier Seiten beteiligt. Der private Wohnungseigentümer: Er erklärt sich bereit, seine Immobilie – nur Wohnungen, keine Einfamilienhäuser – auf zumindest drei Jahre befristet zu vermieten. Kosten, etwa für Makler, Verwaltung etc., fallen für ihn keine an. Dafür akzeptiert er eine niedrigere Miete.

Die Gemeinde und das Land: Die jeweiligen Wohn- und Sozialämter vergeben die Wohnungen ähnlich wie im geförderten Wohnbau. Auch die Einkommensgrenzen entsprechen jenen im geförderten Wohnbau. Das Land Vorarlberg garantiert fixe Mieteinnahmen, falls der Mieter nicht zahlen sollte. Auch mögliche grobe Schäden an der Wohnung sind von der Garantie umfasst.

Die Wohnungsgenossenschaft: In Vorarlberg übernimmt die landeseigene Vogewosi die gesamte Abwicklung mit dem Mieter, wie die Vorschreibung der Mieten und Betriebskosten. Die Genossenschaft übernimmt de facto die Rolle des Vermieters, auch wenn der Mietvertrag zwischen Eigentümer und Mieter läuft.
Der Mieter: Er profitiert von einer deutlich niedrigeren Miete als auf dem Markt üblich. In Vorarlberg hat man sich nach der Pilotphase auf 7,71 Euro netto (ohne USt, ohne Betriebskosten) pro Quadratmeter in Städten über 10.000 Einwohner wie Dornbirn geeinigt. In Gemeinden bis 10.000 ­Einwohner sind es 6,86 Euro. Zum Vergleich: Auf dem freien Markt muss man in Orten wie Dornbirn oder Bregenz mit zehn Euro pro Quadratmeter rechnen. „Nach Ablauf der Befristung kann sich der Eigentümer entscheiden, ob er den Mietvertrag kündigt oder verlängert“, erklärt Hagen. Gerald Illigen aus ­Dornbirn wird sicher verlängern. Er hat sich schon 2016 als einer der ers-­ten Eigentümer für „Sicher vermieten“ entschieden. „Ich kann das nur weiterempfehlen. Ich bekomme jeden Monat meine Mieteinnahmen und muss mich um nichts kümmern.“ Die niedrigere Miete im Vergleich zum freien Markt ist für ihn gerechtfertigt: „Dafür zahle ich auch nichts für die Verwaltung der Wohnung und habe die Mieteinnahmen durch das Land Vorarlberg garantiert. Das ist eine Vollkaskoversicherung. Etwas Sichereres gibt es nicht.“

Vorarlberger Modell als Vorbild für Salzburg
Im Vorjahr ist auch die Stadt Salzburg dem Vorarlberger Modell gefolgt und hat die „Miet:Garantie“ eingeführt. Das Wohnungsamt der Stadt kümmert sich um die Vergabe, die Vermietung übernimmt die städtische Wohnbaugenossenschaft GSWB. Bei Mietausfällen ist der Vermieter durch eine Garantie der Stadt abgesichert. Um mögliche Schäden an der Wohnung kümmert sich die Genossenschaft.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Vorarlberg und Salzburg liegt in der Berechnung der Miete. In Salzburg gibt es keine einheitliche Quadratmetermiete, diese wird vielmehr für jede Wohnung extra berechnet. Ausgangsbasis ist die aktuelle ortsübliche Miete. Der Mieter muss davon nur 80 Prozent zahlen. Der Vermieter erhält 70 Prozent. Die Differenz fließt an die Genossenschaft und soll deren Aufwand abde­cken.

„Die bisher über die ‚Miet:Garantie‘ vergebenen Wohnungen wurden im Schnitt um 11,10 Euro pro Quadratmeter vermietet. In diesem Betrag sind allerdings schon die Betriebskosten enthalten“, sagt Dagmar Steiner, Leiterin des Wohnungsamts der Stadt Salzburg. Obwohl auf der Vergabeliste des Wohnungsamts 3.000 Personen auf eine Wohnung warten, kann es etwas dauern, bis die Immobilie tatsächlich vermietet ist. „Obwohl man um 20 Prozent weniger zahlt als ortsüblich, sind die Erwartungen der Mieter sehr hoch. Wir haben z. B. eine Vier-Zimmer-Wohnung noch nicht vermietet, obwohl es dafür schon 20 Interessenten gegeben hat“, so Steiner.

Bisher kein Ansturm der Vermieter
Die meisten Mietgarantiewohnungen werden bei den derzeitigen Preisniveaus auf dem freien Markt aber kaum lange leer stehen. Die Herausforderung ist weiterhin, die Eigentümer zum Vermieten zu motivieren. Bisher haben sich erst wenige Eigentümer entschlossen, ihre Wohnungen tatsächlich mithilfe von Land und Stadt zu vermieten. In Vorarlberg sind es 20, in der Stadt Salzburg elf Wohnungen. „Derzeit herrscht etwas Ratlosigkeit. Das Modell in Vorarlberg ist gut gestrickt und attraktiv. Ich habe Hoffnung, dass da noch ein Erfolgsmodell daraus wird“, sagt Wohnbauexperte Amann, der derzeit damit beschäftigt ist, mehr über die Hintergründe des Leerstands im Ländle zu erforschen.

In Salzburg ist man zumindest mit dem anfänglichen Interesse zufrieden. „Zehn Wohnungen war unser Ziel für das erste Jahr. Jede Wohnung, die man mobilisiert, muss nicht neu gebaut werden. 95 Eigentümer haben sich gemeldet, 47 Wohnungen wurden besichtigt. Einige Eigentümer haben sich dann für einen Verkauf entschlossen, einigen war der Ertrag zu niedrig, einige Wohnungen mussten wir ablehnen, weil sie in zu schlechtem Zustand waren“, heißt es vom Wohnungsamt.

Sowohl in Salzburg als auch in Vorarlberg ist man sich einig, dass es noch viel Aufklärungsarbeit bei den Wohnungseigentümern brauchen wird. „Ein Ansatz wäre eine Informationskam­pagne über Steuer- und Vermögensberater“, so Amann.

Andere Städte wie Wien zeigen sich jedenfalls interessiert. „In einer wachsenden Stadt mit jährlich 30.000 Menschen, die nach Wien kommen, ist es sinnvoll, leer stehende Wohnungen für den Wohnungsmarkt zu aktivieren. Auch wir werden in Wien das Mietgarantiemodell diskutieren“, meint der grüne Wiener Wohnbaugemeinderat Christoph Chorherr zu GEWINN.

14.02.2018 | Robert Wiedersich

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https://www.youtube.com/watch?v=OAQfQWqk93Y

Buslawine Heiliggeiststraße Innsbruck

Im Zuge des Umbauens des Hauptbahnhofes wurden einige Buse über die Heiliggeiststraße umgeleitet. Nach Anfragen von Anrainern an die damalige Bürgermeisterin Hilde Zach wurde von ihr erklärt, dass nach den Bauarbeiten die Busse wieder aus der Heiliggeiststraße heraus kommen. Ein leeres Versprechen! Heute fahren bis zu 1100 Buse pro Tag durch diese Straße. Der Film zeigt eindrucksvoll die Lärmbelästigung und die daraus resultierende Feinstaubbelastung. Und die noch amtierende Bürgermeisterin meinte lapidar, bei mir fährt auch der Nightliner vorbei.

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

Don´t be part of the problem! Be part of the solution. Sei dabei! Gemeinsam sind wir stark und verändern unsere Welt! Wir sind die 99 %!

“Wer behauptet, man braucht keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen hat, kann gleich sagen man braucht keine Redefreiheit weil man nichts zu sagen hat.“ Edward Snowden

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Der amerikanische militärisch-industrielle-parlamentarische-Medien-Komplex des Kriegsimperiums, das Hydra-Ungeheuer der US-Kriegspartei bei klar sehen – Eine Analyse: Hauptantriebskräfte und Ursachen vieler US-Kriege, failed states und Flüchtlingsströme

 
 

Die Systemfrage – zu den Verbrechen der NATO – Illegale NATO-Angriffskriege, illegale NATO-Regime Change´s, NATO-Terroristenbewaffnungen, NATO-Mitwirkung bei Terroranschlägen gegen die eigenen Bevölkerung, NATO-Staatsstreiche und NATO-Folter, Mitwirken bei NATO-Drohnenmassenmorden, … die NATO ist ein mafiöses verbrecherisches Angriffsbündnis! Und über die Kriegsverkäufer, die Transatlantik-Mainstreammedien & Politiker.

 
 
 

Wichtige Infos – über WAS JEDER TUN könnte – wenn er denn wollte – Schluss mit den Ausreden! Jeder kann was tun! Viele Tipps – da ist für jeden – was dabei! – Verschiedene Aktions- & Protestformen. Widerstand. Sehr viele Tipps zum (Um-)Weltverbessern; Bürgerprotesttipps, Weisheiten Gandhis u. v. m.

 
 
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Folge dem Geld US Bonds

Hier noch eine kurzes Video zur Erklärung der Grafik Gewaltspirale der US-Kriege

https://www.youtube.com/watch?v=1PnxD9Z7DBs

GRUNDLAGENWERKE zu 09/11 – die ein Aufwachen garantieren:

David Ray Griffin / Daniele Ganser

Der mysteriöse Einsturz von World Trade Center 7:

Warum der offizielle Abschlußbericht zum 11. September unwissenschaftlich und falsch ist

496 Seiten Peace Press, Berlin/Bangkok, 2017ISBN 3-86242-007-8

Bestellmöglichkeiten:- über http://www.peace-press.org oder

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