„Must read. Ein sehr ausführlicher Lagebericht an der syrisch-türkischen Grenze. Ich kann mich nicht damit abfinden, warum diese Journalistin nicht in den deutschen Mainstreammedien ihre Artikel publizieren kann.“ Andrea Drescher

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 17.10.2017
Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls.

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen:  

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Must read. Ein sehr ausführlicher Lagebericht an der syrisch-türkischen Grenze. Ich kann mich nicht damit abfinden, warum diese Journalistin nicht in den deutschen Mainstreammedien ihre Artikel publizieren kann.

„Kasab ist ein kleiner Ort hoch oben im Norden Syriens, an der Grenze zur Türkei. Die kleinen Häuser der Altstadt liegen wie Vogelnester an den Felshängen, die hinauf zum Berg Aqra reichen, einer Jahrtausende alten Kultstätte.

Der stolze und schöne Berg, der im Westen zum Mittelmeer abfällt ist inzwischen für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Die türkische Armee hat daraus ein militärisches Sperrgebiet gemacht.

75 Prozent der Einwohner von Kasab sind Armenier. Ihre Vorfahren waren vor 100 und mehr Jahren aus dem damals noch bestehenden Osmanischen Reich geflohen und hatten im Schutz des Berges Zuflucht gefunden. Die Massaker an den Armeniern 1894/96, 1909 und 1915/16 durch türkische und kurdische Kommandos, sind tief in das kollektive Gedächtnis der Bewohner von Kasab eingegraben. 2014 kam ein weiterer Überfall aus der Türkei hinzu.

Das verbrannte armenische Kulturzentrum links. Im Hintergrund Berg Aqra

„Die Kämpfer kamen vom Berg und fielen in die Altstadt ein“, erzählt Sebouh Kurkjian, der Bürgermeister von Kasab. Das sei am 21. März 2014 gewesen. Erst sei Gewehrfeuer zu hören gewesen, dann Schnellfeuergewehre, dann Mörsergranaten. Sie hätten Frauen und Kinder versammelt und in die 60 km südlich gelegene Stadt Latakia gebracht. Einige Bauern wollten Kasab nicht verlassen, weil sie ihr Vieh, ihre Felder nicht im Stich lassen wollten. „Die Terroristen entführten sie nach Idlib, von dort nach Jisr as Shugour, dann in die Türkei“, so Bürgermeister Kurkjian. Durch Verhandlungen seien Monate später alle wieder frei gekommen.

In einem Ortsteil, von wo man den rund 1000 m entfernt liegenden Grenzübergang in die Türkei gut sehen kann, hätten sie einen Bauern vom Trecker gerissen, an ein Gitter der kleinen armenisch-orthodoxen Kirche gefesselt und ihm das Messer an die Kehle gehalten. Er sei ein „Ungläubiger“ und müsse sterben, wurde ihm gedroht. Dann aber hätten die Kämpfer von ihm abgelassen und sich der Plünderung und Verwüstung der Kirchen, Wohnhäuser, Geschäfte und des Kulturzentrums zugewandt. Dem gefesselten Mann gelang es, die Fesseln zu öffnen und er floh.

75 Prozent der Einwohner sind armenische Christen

„Dort sehen sie am Berg einen Ort“, sagt der Bürgermeister und zeigt Richtung Osten. „Das ist Yayladag, das liegt in der Türkei. Dort waren die Zelte für die Flüchtlinge schon aufgebaut, als hier in der Syrien noch alles ruhig war. Dort haben sie Kämpfer einquartiert und ausgebildet. Alle Leute hier und auch drüben in der Türkei wissen das.“ Dann zeigt er hoch zum Berg Aqra: „Und die da oben haben zugesehen und alles genau registriert.“ Mit „die da oben“ meint Kurkjian die NATO, die in dem militärischen Sperrgebiet auf dem Berg einen Lauschposten unterhält.

„Die Kämpfer kamen hier durch den Grenzübergang“, erinnert sich ein Offizier, der an dem syrisch-türkischen Grenzübergang Wache hält. Seit Mai 2014 ist die Grenze von der türkischen Seite geschlossen, nur private, humanitäre Transporte sind erlaubt. „Alle sind hier durch das Tor gekommen”, sagt er und zählt auf: Tschetschenen, Afghanen, Saudis, arabische und europäische Ausländer. Tausende müssen es gewesen sein. Zu Fuß, mit Motorrädern, Autos. Mit leichten und mit schweren Waffen. Die türkische Artillerie habe den Kämpfern Deckung gegeben. Die Soldaten der syrischen Armee wurden überrannt, getötet, dann waren die Menschen aus Kasab dran: Alte, Junge. Kinder wurden vor den Augen ihrer Eltern geköpft, berichteten Augenzeugen.

Erinnerung an die Armenier Verfolgung 1909, 1915, 2014

Der Krieg hat in der Stadt und in den umliegenden Wäldern seine Spuren hinterlassen. Heftig wurde um die Straße von Latakia nach Kasab gekämpft, kleine Orte liegen in Trümmern und verlassen, Bäume sind gekappt und verkohlt, Straßenschilder von Kugeln durchsiebt. Nach drei Monaten, im Juni 2014 konnte die Syrische Armee dem Spuk in Kasab ein Ende bereiten.

Die Kämpfer zogen sich in ihren sicheren Hafen in der Türkei zurück, andere zogen Richtung Osten, wo sie bis heute Gebiete in der östlichen Provinz Latakia, Idlib und im Westen von Aleppo besetzt halten. Niemand klagte die Türkei und ihre NATO-Partner oder die Golfstaaten an, die den Angriff unterstützten und alles genau von ihrem Hochsitz auf dem Berg Aqra beobachtet hatten.

Syrisch-Türkische Grenze bei Kasab

Die Straße nach Kasab ist heute militärisches Sperrgebiet. Nur Einwohner von Kasab können passieren, als Journalistin ist der Zugang mit Genehmigung möglich. Die schmalen, verschlungenen Landstraßen, die von hier durch die Berge nach Idlib, Jisr as-Shoughur oder Aleppo führen, sind gesperrt. Entlang der Grenzmarkierung, die zwischen der Türkei und Syrien 1938 das ehemalige Sandschak Alexandrette aufteilte – die französische Mandatsmacht hatte ohne Zustimmung Syriens das Gebiet der Türkei geschenkt — hat die Türkei eine Betonmauer errichtet, die sich als weißer Fremdkörper durch das tiefe Grün der Pinienwälder zieht. Drei Meter hoch mit einer Krone aus Nato-Draht ist die Mauer kaum zu überwinden. Auf der türkischen Seite patrouillieren Militärfahrzeuge. Die Mauer sei mit dem Einverständnis der syrischen Regierung errichtet worden, ist zu erfahren. Offiziell will die Türkei verhindern, dass weitere Kämpfer und Waffen nach Syrien hineingekommen. Doch gleichzeitig können die Kämpfer auch nicht mehr aus Syrien dorthin zurückkehren, woher sie gekommen sind: in die Türkei, nach Saudi Arabien, Tunesien oder nach Europa.

Rund 800 km Grenze teilen Syrien und die Türkei. Vor dem Krieg waren neue Grenzübergänge geöffnet worden, der Handel boomte. Nun will Ankara das gesamte Gebiet mit Mauer und Stacheldraht abriegeln. Durchfahrt gibt es nur für die türkische Armee und für Verbündete. Dazu zählen vor allem in der Provinz Idlib Kampfverbände, die – wie die Nusra Front – international als Terrorgruppen gelten. Kämpfer, die Kirchen und Altertümer zerstören und plündern, die Andersgläubige massakrieren, die Frauen ihrer Freiheit berauben.

In der Nacht zum Freitag nun überquerte ein türkischer Militärkonvoi im Nordwesten Syriens (bei Reyhanli) die Grenze und rückte in den Ort Darat Izza vor, etwa 15 km westlich von Aleppo. Türkische Medien berichteten, dass 30 gepanzerte Fahrzeuge, Transporter und Panzer sowie mehr als 100 Soldaten, Spezial- und Kommandokräfte mitzogen, Aufklärungsdrohnen observierten. Offiziell heißt es, die Armee werde im Rahmen des in Astana vereinbarten Deeskalationsgebietes Idlib 14 Beobachtungsposten entlang der Provinzgrenze von Idlib errichten. Der Vormarsch sei mit Russland und Iran abgestimmt, alle drei Staaten sind Garantiemächte des Astana Abkommens.

Anfang der Woche war bereits ein Vorauskommando der türkischen Armee nach Darat Izza gefahren und hatte sich dabei mit der Nusra Front koordiniert, die aktuell unter dem Namen „Bündnis zur Eroberung von Syrien“ (Hai‘at Tahrir as-Sham, HTS) firmiert. Die Gruppe lehnt die Einrichtung von Deeskalationsgebieten ab, warum also kooperiert die Türkei mit ihr?

Die Frage stellen sich auch die Leute in Kasab, die ihre eigenen Erfahrungen mit der Türkei gemacht haben. Man könne der Türkei nicht trauen, meinen die Soldaten an dem geschlossenen Grenzübergang. Die Türkei sage zwar, sie wolle das Deeskalationsgebiet Idlib schützen, kooperiere aber mit denen, die Idlib besetzt hielten und gegen Syrien kämpften. Es gehe der Türkei auch um die Kurden in Afrin, die sie als „nationale Gefahr“ ansähen.
In der Nähe von Darat Izza liegt der Berg Barakat, auf dem sich eine Radarbasis der Syrischen Armee befindet.

Aktuell ist der Berg von Ahrar as-Sham besetzt, ein Kampfverband der mit der Türkei kooperiert. Von diesem Berg kann man ein weites Gebiet kontrollieren. Im Osten bis Aleppo, im Norden bis Afrin. Türkische Medien spekulierten bereits im Sommer darüber, dass die Türkei hier – nach Dabiq und nördlich von Manbij — ihre dritte Militärbasis im Norden Syriens installieren könnte. Die „Operation Idlib“ solle „den Krieg in Syrien beenden“, heißt es im türkischen Verteidigungsministerium. Ist das nur ein Vorwand, um syrisches Territorium zu besetzen?“

Karin Leukefeld, Kasab


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