Stillhalte-Inserate: Kanzler Kern verdoppelt seine Werbe-Ausgaben. …. „Die Mediensituation ist so mies, so schändlich, so unzumutbar, dass ich mich nicht damit abfinden mag.“

Finanzmarkt- und Konzernmacht-Zeitalter der Plutokratie unterstützt von der Mediakratie in den Lobbykraturen der Geld-regiert-Regierungen in Europa, Innsbruck am 23.03.2017

Liebe® Blogleser_in,

Bewusstheit, Liebe und Friede sei mit uns allen und ein gesundes sinnerfülltes Leben wünsch ich ebenfalls.

 Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: http://www.medienlogistik.at/inserate-kanzler-kern-verdoppelt-seine-werbe-ausgaben/

Inserate: Kanzler Kern verdoppelt seine Werbe-Ausgaben

Einen „neuen Stil“ wollte Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) in seine Politik bringen. Und statt inserieren wollte er eigentlich regieren. Eigentlich. Denn am Ende wurden es doch 179 Millionen Euro für „Regierungs-Inserate“ im Jahr 2016, berichtet der „Kurier“. 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr – der große Wurf ist also nicht gelungen, auch wenn er selbstbewusst versprochen hatte, erkennbare „Taten zu setzen“.

Am 17. Mai 2016 wurde Christian Kern als Nachfolger von Werner Faymann als Bundeskanzler angelobt. Am Abend dieses Tages war er in der „ZiB 2“ bei Armin Wolf. Dieser sprach ihn auf die Inseraten-Rekorde von Faymann an und wollte wissen, ob Kern sich auch mit Inseraten eine wohlfeile Berichterstattung erkaufen werde. Kern wortwörtlich: „Ich wüsste gar nicht, wo die Mitglieder der Bundesregierung inserieren sollen. Unsere vorrangige Aufgabe ist es nicht zu inserieren, sondern Politik zu machen, Taten zu setzen und klar identifizierbar zu machen, was wir für das Land tun.“ Als ÖBB-Chef hatte Kern schon fleißig Millioneneinschaltungen verantwortet, und man dürfte ihm auch rasch erklärt haben, wo Regierungs-Mitglieder inserieren können. In hofberichterstattende „Regierungs-Medien“ zum Beispiel. Und dorthin wurden dann auch knapp 180 Millionen Steuergelder gesteckt.

Das Kanzleramt von Kern verdoppelte im letzten Quartal seine Werbeausgaben sogar. Doch es gibt noch fleißigere Inserenten als den Kanzler Kern, zum Beispiel sein SPÖ-Parteifreund Jörg Leichtfried, der fünfmal soviel warb wie im dritten Quartal. Dem schwarzen Innenminister waren positive Berichte ähnlich viel wert – er versechsfachte seine Ausgaben im letzten Quartal im Vergleich zum Vorquartal, wie der „Standard“ verriet. In Summe verjubelten Regierung und regierungsnahe Unternehmen so 61,7 Millionen in den drei Monaten Oktober, November, Dezember.

ORF bekam satte 20,4 Millionen Euro

Wenig verwunderlich: Die großen Boulevard-Medien, die im entscheidenden Moment für ihre Regierung einstehen, kassierten am meisten Kohle. So finanzierte der Steuerzahler ohne Mitspracherecht die Dichand-Fellner-Raiffeisen-Connection „Mediaprint“ mit 29,1 Millionen Euro. Die „Krone“ wurde direkt mit 20,7 Millionen gesponsert, die „Heute“ mit 14,1 Millionen und die Gruppe „Österreich“ mit 14 Millionen. Schon mehr verwunderlich: Der durch Zwangsgebühren am Leben gehaltene ORF bekam von der Regierung nochmal satte 20,4 Millionen Euro! Schamlosigkeit? Fehlanzeige.

Die Mainstream-Zeitungen in Österreich streifen zusätzlich auch noch Presseförderung ein, was im Verhältnis zu den genannten Regierungs-Geldern gering ausfällt. Und trotzdem soll diese Förderung „zum Dank“ für die liebliche Berichterstattung verdoppelt werden. Einfach so, verdoppelt! Merken Sie sich das, wenn man Ihnen wieder mal etwas von „Geldknappheit“ oder „fehlenden Mittel“ erzählt.

Wer sich jährlich mit 180 bis 200 Millionen Euro kaufen lässt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er eine Schreibhure ist. Das klingt hart und es ist auch so gemeint. Niemand soll glauben, dass diese schamlosen Geldflüsse folgenlos blieben: Anstelle der Regierungs-Kritik gibt es dann ganz einfach Kritik an der stärker werdenden Opposition, an „bösen Rechtspopulisten“ oder am „dummen Bürger“ der mit Hasskommentaren die heile Welt stören würde. Show-Man Christian Kern sagte im Jänner „95 Prozent der Politik besteht aus Inszenierung.“ Und die Mainstream-Medien sind Teil dieser peinlichen Inszenierung.


Fotomontage: sozialdemokratie / flickr (CC BY-SA 2.0) und © sveta / Fotolia.com

 

Wie sieht es mit der Selbstachtung der Journalisten aus?

Aus dieser Quelle zur weiteren Verbreitung entnommen: Buch von Armin Thurnher mit dem Titel Republik ohne Würde, Kapitel 7 – Unsere Medien:

Auszüge:

Die österreichische Mediensituation war und ist desolat, 1977 wie heute.“ Die Mediensituation ist so mies, so schändlich, so unzumutbar, dass ich mich nicht damit abfinden mag.“ Gute Kooperation, das mag man in Österreich. In der Landgemeinde haben sie´s erfasst, der Landeshauptmann macht es ihnen im ORF-Studio vor: Presse ist, wenn man aus der Hand frisst. Die Presse rapportiert aus erster Hand, was ihr vorgesagt wird.

Wahrscheinlich verstehen die meisten Leute hierzulande überhaupt nicht, was die Rolle der Presse ist. Auch die Journalisten selber verstehen es nicht, denn sie müssten, wollen sie gute Texte schreiben, gegen das Kooperationsgebot verstoßen. Das Kooperationsgebot gilt im Übrigen nicht nur nach außen, es gilt in den Boulevardmedien auch nach innen, als sogenannter Kommandojournalismus. Das der Journalist, die Journalistin die Pflicht haben – nicht nur das Recht -, die Dinge so zu berichten, wie sie sie sehen und für richtig erachten, dass sie deswegen auch interne Konfrontationen mit ihren Vorgesetzten riskieren müssen, hat sich nur partiell herumgesprochen.

… Österreichischer Boulevardverleger druckt erfundene Interviews. … 

Österreichs Medienöffentlichkeit: Entwürdigung als soziales System.

Die Krise des Qualitätsjournalismus. … Massive Konzentration von Medienkapital, zuerst in den USA. Börsengetriebene Finanzinvestoren wollten mehr als 8-10 Prozent verdienen. Also mussten die Kosten runter, teures Personal musste raus, Redaktionen wurden zerstört, das bedeutete Ersparnis, aber auch schlechtere Qualität. ‚Bald schon erschienen Lügengeschichten in den besten Zeitungen der Welt. Wenn die Selbstbeschränkung der Medien fällt – und sie fällt, wenn bei ihnen nur noch der Kommerz regiert –, dann werden sie korrupt. Im Fall der Qualitätszeitung erscheint die Lügengeschichte als Betriebsunfall. Im kommerzialisierten Medium ist sie die Regel.

Wo seine Selbstbeschränkung nicht funktioniert, verliert Journalismus seine Distanz zur Macht, im Extremfall wird er zu ihrem Handlanger.

Die publizistische Gegenwart in Österreich ist ebenso verkommen wie zu Békessys Zeiten. (Békessys Verleger in den 1920er Jahren – Inflationsjournalismus u. Revolverjournalismus (=Erpressung, virtueller Revolver vorgehalten…).

Man kann in gewissen Medien gute Plätze in Rankings kaufen. Manche Firmen bezahlen positive Berichterstattung über sich, ohne dass diese Berichte gekennzeichnet würden. Wer im Anzeigenverkauf heute keine solchen redaktionellen Leistungen anbietet, hat es schwer. Das unter Békessy erprobte Muster der Erpressung funktioniert nach wie vor: „Sie zahlen, wir schreiben.“ Noch besser klappt: „Sie zahlen, oder wir schreiben.“ Da solche Berichte in der Regel nicht erscheinen, ist diese Art des journalistischen Inkassos nicht leicht nachzuweisen.

Meist geht es bei Politikern um Beziehungspflege auf einer direkten, monetären, in Anzeigenaufträgen zu quantifizierenden Ebene mit den Medien. Umgekehrt habe ich schon politische Berater und Mitarbeiter von Spitzenpolitikern unter Drohungen stöhnen hören, der jeweilige Mann oder die jeweilige Frau würde angegriffen, falls er (das heißt sein Amt) nicht bezahle.

Die solches praktizieren, sind in der Branche bekannt und durchaus angesehen, teilweise wegen ihres ökonomischen Erfolgs bewundert, durchaus gemäßigt modern, einigermaßen progressiv und reich wie Békessy. Die Regierung und mächtige Gemeinden füttern sie mit Inseraten, benützen sie als ihre offiziösen Organe, besuchen ihre Events und posieren mit ihnen für Personalityseiten.

Verbunden sind Politiker und Medien nicht durch Respekt, sondern ausAngst und Gier. Medien fürchten, dass die Politiker nicht zahlen, Politiker fürchten, dass die Medien nicht stillhalten. (Anmerkung des Blogbetreibers: Hier geht es um unsere Steuergelder, die als Werbe-Mediengelder von den Politikern verteilt werden, in der Höhe von alljährlich ca. 300 Millionen Euro.)

Medienpolitik als angewandte Korruption. Das eine ist die Korruption des Inseratenmarkts, das andere jene des österreichischen Medienmarkts insgesamt.

Er wird von Oligopolen beherrscht, die jedem unabhängigen Publizisten die Existenz schwer machen. Man kann sagen, diese Marktunordnung ist selbst ein struktureller Fall von Korruption, angefangen von der nie geklärten Entstehung des Eigentums an der Kronen Zeitung über die Formierung des Tageszeitungs-Oligopols-Mediaprint bis zur Genehmigung des Zusammenschlusses der New-Gruppe mit dem Trend-Profil-Verlag. Wesentliche Teile des Medienmarktes über die beiden konservativen (ÖVP) Medieninhaber Raiffeisen und Styria (Ex-Raiffeisendirektor als Vorstand) kontrolliert.

Wie es zugeht: Anonyme Politikerbefragung durch Falter ergab: Die befragten Politiker sagten, vor Wahlkämpfen würden sie bedroht. Falls sie nicht gewisse Summen an Inseraten ablieferten, würde ihre politische Existenz vernichtet. Andere Journalisten zeigten im Auftrag ihrer Verleger die Abzüge von Seiten, die noch nicht erschienen waren: eine negative Geschichte über den betreffenden Politiker. Da könnte natürlich auch ihr Inserat stehen, sagten sie. Selbstverständlich erschien nicht die Geschichte.

Die Regierung treibt den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geradezu in die Selbstkommerzialisierung, statt ihn auf seine demokratische Rolle zu verpflichten. Die ORF Führung ist nicht imstande, zu argumentieren, wozu die Gesellschaft ihn braucht und versucht wie die Politik, den korrupten Weg einer Allianz mit Boulevardmedien zu gehen. Alles, nur keine schlechte Presse in Heute, Österreich und Krone! Das Fernsehprogrammblatt TV-Media nicht zu vergessen! So lautet das oberste politische Dogma in der Anstalt. Der ORF merkt nicht, dass er etwas falsch macht, wenn er in diesen Medien eine gute Presse hat. Landesfürsten betrachten ORF-Landesstudios als ihr Privateigentum. Politik will die Massen lenken, dafür braucht sie Einfluss auf Medien.

————————————————————————————————————————-Textausschnitt: Zeit ArtikelGekaufte Meinung“ vom Feber 2012

Hervorhebungen durch mich!

Der noch bessere Lobbyist jedoch, geht es nach Raiffeisen, sitzt gleich selbst im Parlament. »Im Vorstand des Raiffeisenverbands gibt es Personen, die auch in den für uns entscheidenden Ausschüssen im Parlament sitzen, also Landwirtschaft und Infrastruktur«, plaudert Christian Konrad aus dem Nähkästchen. »Sie vertreten dort auch unsere Interessen.« Damit meint er zum Beispiel den Nationalratsabgeordneten Jakob Auer, Mitglied des Landwirtschaftsausschusses und Vertreter gleich zweier großer Lobbying-Organisationen: Als frischgebackener Präsident des Bauernbunds kümmert er sich um die Anliegen der Landwirte und als Stellvertreter von Konrad bei Raiffeisen auch um die Interessen des großen Agrarproduktehändlers des Landes, Raiffeisen Lagerhaus.

Lobbyisten in hohen politischen Positionen gehören in Österreich zum wohl gepflegten Brauchtum. »Raiffeisen hat so viele Abgeordnete im Nationalrat, dass sie eine eigene Fraktion gründen könnten«, sagt Hubert Sickinger, Politologe an der Universität Wien. Aber das sei in Österreich gar nichts Sonderbares, denn es existiere hier sowieso seit jeher ein »eingebauter Lobbyismus«, der über die »Verflechtungen der beiden Großparteien mit den verschiedenen Interessenvertretungen« funktioniere. 

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Ein weiterer Textausschnitt aus einem Zeit Artikel „Dunkle Kanäle“ von Anton Pelinka vom März 2012 –

Unsinnig teure Politikmaschine 

Die Anordnung der Finanzkanäle ist allerdings noch weitaus komplizierter, wenn darüber hinaus die »Informationstätigkeit« der Regierung berücksichtigt wird. Medien gegenüber ist die Politik nicht Nehmer, sondern Geber. Inseratenkampagnen, die alle von der Qualität österreichischer Verkehrs- und Landwirtschaftspolitik oder von der Wohnbautätigkeit der Stadt Wien überzeugen sollen, sind für die Medien eine nicht unerhebliche Einnahmequelle. 

In anderen Demokratien informiert eine Regierung die Öffentlichkeit, indem sie zu einer Pressekonferenz lädt. Und die Medien berichten darüber, was ihnen im Rahmen der Medienfreiheit zu den Verlautbarungen einfällt. In Österreich hingegen bezahlt die Politik für etwas, das zum täglichen Geschäft der Zeitungen gehören sollte. Wenn man wiederum unterstellt, dass diese in Demokratien einmalige und extrem teure Form der bezahlten »Informationskampagnen« einen Sinn haben soll, dann ist die Annahme mehr als nur plausibel: Die Medien sollen für die großzügige Inseratenzuteilung eine Gegenleistung erbringen. Geld schmiert eine Maschine. Und dazu muss zwangsläufig der Begriff Korruption aufblitzen. Geld schafft ein Netz von wechselseitigen Abhängigkeiten: die der Politik von Geldgebern, die der Medien von der Politik. 

Um bei unserem Beispiel zu bleiben, die Raiffeisen hat auch zusätzliche Einflussmöglichkeiten – z. B. durch die gewaltige Medienmacht durch Beteiligungen und Mitspracherecht bei Personalentscheidungen (Redaktionen etc…), u.v.m., welche dieser Konzern innehat. Über die Medicur ist Raiffeisen an Kurier, Kronen Zeitung, Mediaprint und Newsverlag beteiligt (profil, Trend, News, Format u.v.a.) Auch hohe Beteiligungen bei der Tageszeitung „Österreich“, beim Öberösterreichischen Landesverlag, APA, Morawa Pressevertrieb, Woman, Trend, TV-Media, e-media, Gusto, autorevue, Golfrevue, TV-Woche, Die Bühne, Xpress, Krone Hitradio, SAT1, NÖ-Bezirksblätter und viele andere Medienbeteiligungen, wie Plakatwerbung EPAMEDIA, etc. kann man zusätzlich Druck auf die Parteien und Politiker ausüben!!! Auch mit Epamedia Plakate für die Wahlwerbung der Parteien druckt und aufhängt?

„…und die Herausgeberschaft liegt ausschließlich im Bereich der österreichischen Eigentümer“ kam vom Management der Raiffeisen. Der Eigentümer wird keine kritischen Texte/Berichte über sich haben wollen! 

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Aus dem per ÖVP-Amtsmissbräuche offenkundig verfassungswidrig agrar-ausgeraubten Tirol, vom friedlichen Widerstand, Klaus Schreiner

Don´t be part of the problem! Be part of the solution. Sei dabei! Gemeinsam sind wir stark und verändern unsere Welt! Wir sind die 99 %! 

“Wer behauptet, man braucht keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen hat, kann gleich sagen man braucht keine Redefreiheit weil man nichts zu sagen hat.“ Edward Snowden

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Der amerikanische militärisch-industrielle-parlamentarische-Medien-Komplex des Kriegsimperiums, das Hydra-Ungeheuer der US-Kriegspartei bei klar sehen – Eine Analyse: Hauptantriebskräfte und Ursachen vieler US-Kriege, failed states und Flüchtlingsströme

Die Systemfrage – zu den Verbrechen der NATO – Illegale NATO-Angriffskriege, illegale NATO-Regime Change´s, NATO-Terroristenbewaffnungen, NATO-Mitwirkung bei Terroranschlägen gegen die eigenen Bevölkerung, NATO-Staatsstreiche und NATO-Folter, Mitwirken bei NATO-Drohnenmassenmorden, … die NATO ist ein mafiöses verbrecherisches Angriffsbündnis! Und über die Kriegsverkäufer, die Transatlantik-Mainstreammedien & Politiker.

Wichtige Infos – über WAS JEDER TUN könnte – wenn er denn wollte – Schluss mit den Ausreden! Jeder kann was tun! Viele Tipps – da ist für jeden – was dabei! – Verschiedene Aktions- & Protestformen. Widerstand. Sehr viele Tipps zum (Um-)Weltverbessern; Bürgerprotesttipps, Weisheiten Gandhis u. v. m.

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Folge dem Geld US Bonds

Hier noch eine kurzes Video zur Erklärung der Grafik Gewaltspirale der US-Kriege

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